Internet-Zugang per DSL: Auswahlkriterien und Empfehlungen

Auswahlkriterien und Empfehlungen

Daher müssen heute Bedürfnisse beim Upstream stärker berücksichtigt werden: Betreibt die Firma einen eigenen Webserver, werden viele Daten verschickt? Ein Downstream von rund drei bis sechs Megabit pro Sekunde lässt selten Wünsche offen. Oder kommt mein Unternehmen aus einem Bereich, in dem Spezialanwendungen wie CAD zum Einsatz kommen? Reichen die üblichen 500 bis 1.000 kbit/s Upstream dafür aus? Falls nein, so muss man noch in eine deutlich teurere, aber dafür nicht überbuchte SDSL-Leitung investieren, hat dafür aber auch Bandbreitengarantien und fixe IP-Adressbereiche inklusive. Diese SDSL-Leitungen sind meist zwischen zwei Mbit/s und acht Mbit/s auf dem Markt verfügbar. Darüber hinaus werden Glasfaseranbindungen preislich attraktiver als DSL-Technologie.

Fazit und Empfehlungen

Die Konkurrenz zum magenta-farbenen Riesen ist nahezu grenzenlos. Jeden Tag gibt es neue Anbieter, die im Geschäft um Telefonie und Daten ihr Stück vom Kuchen abholen wollen. Hier sei auf zwei Faktoren hingewiesen: Zum einen realisieren die alternativen Anbieter zur Telekom Sprachdienste sowie Datendienste auf derselben Daten-Leitung. Voice-over-DSL ist technisch ausgereift, es sei aber im Einzelfall empfohlen, das zugesicherte Service-Level bei Störungen genau zu prüfen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist die Erreichbarkeit zum Zweck der Problemlösung immer noch das A und O. Zum anderen verwenden viele Carrier und Sub-Anbieter Vorprodukte der großen Anbieter. Die letzte Meile (die uns allen bekannte TAE-Dose ist der Abschluss des Kupferdrahtes in unseren Räumen) wird ohnehin von der Telekom bereitgestellt. Man sollte darauf achten, dass die Koordination der Ansprechpartner durch ihren Kommunikationsanbieter vonstatten geht, sonst werden Sie als Kunde dies gegebenenfalls übernehmen müssen…

Wenn nur wenige Personen Internet-Zugang bekommen sollen, so liegen Sie mit einem einfachen ADSL-Paket mit 6 Mbit/s Downstream und zumindest 500 kBit/s Upstream preislich am besten, da es derartige Angebote inklusive Telefonflat derzeit schon ab unter 40 Euro monatlich gibt. Mehr Bandbreite gibt’s bei den 16.000er-Paketen (bis 1 Mbit/s Upstream), die jedoch relative Nähe zur Vermittlungsstelle voraussetzen und somit nicht immer verfügbar sind. Dennoch lohnt die Prüfung: Auch wenn Sie nicht die vollen 16/1 Mbit/s erhalten könnte sich solch ein Paket lohnen.

Wer dann noch mehr Upstream benötigt - etwa um eigene Server zu betreiben - muss sich bei professionellen Anbietern nach SDSL-Angeboten umschauen. Diese kosten noch immer etwa 200 Euro für 2 Mbit/s, welche dann allerdings als Upstream sowie als Downstream zur Verfügung stehen. Mit steigenden Bandbreiten steigen dabei auch die Kosten für Flatrate-Tarife. VDSL scheint in manchen Anwendungsfällen, wenn die Bandbreite nicht ständig garantiert sein muss, aufgrund bis zu 50 Mbit/s Downstream und mehreren Mbit/s Upstream eine Alternative zu sein. Dies funktioniert allerdings nur in unmittelbarer Nähe der Vermittlungsstation und ist damit nur in Großstädten eine mögliche Option.

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23 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Der_Paddy
    Ähm...entweder ich hab wieder was gelernt oder ihr habt´s falsch. Ich tippe auf Ersteres.

    AFAIR ist alles bis 6Mbit doch ADSL und darüber ADSL2 oder? Also müssten 16Mbit doch ADSL2+ sein. Lieg aber wohl eh falsch.
    Ich hatte mal einen Router der ADSL2 Unterstützt hat und beim Sprung auf 16.000 ging nix mehr.

    Während beispielsweise mit ADSL auf kurze Entfernung Downstreamraten von bis zu 8 MBit/s möglich sind, schafft die neuere Variante ADSL2+ theoretisch bis zu 25 MBit/s.

    http://www.teltarif.de/internet/dsl/adsl2plus.html
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  • Nicht ich
    Dieses Blöde Forum hat meinen Post nicht übernommen *arrgh*

    ADSL1 bis 8 Mbit technisch möglich, bis 6 Mbit vermarktet
    ADSL2 bis 16 Mbit technisch möglich, bis 12 Mbit vermarktet
    ADSL2+ bis 25 Mbit technisch möglich, bis 16 Mbit vermarktet
    VDSL1 bis 50 Mbit technisch möglich, bis 25 Mbit vermarktet
    VDSL2 bis 100 Mbit technisch möglich, überhaupt schon auf dem Markt???

    Bei ADSL2+ vom T-Com gibt es mit nicht explizizt ADSL2+ tauglichen häufig Probleme.
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  • kmueho
    Im Übrigen heißt ISDN "Integrated Services Digital Network"
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  • Nicht ich
    Da hast du Recht. Ich glaube da sind überhaupt wohl ein paar (Copy-Paste?) Fehler in der Tabelle auf Seite 3.
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  • BlackX
    Äm was is eigendlich mit Satellit was ist da möglich?
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  • stevez
    ich mein via Satellit gibts imo 24Mbit oder?
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  • nospam
    x MBit Down / 0,0x up :-)
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  • chris1284
    also das man speedmeter.de (hätte eigentlich auch jede andere "internetgeschwindigkeitsmessungsseite" sein können) als test für die geschwindigkeit eines anschlusses hier rein nimmt ist ja wohl lächerlich! die messungen auf diesen seiten stimmen hinten und vorne nicht! die abweichungen sind von test zu test teilweise echt extrem und oft reichen die bereitgeschtellten bandbreiten dieser anbieter nichteinmal aus eine 6000er leitung korrekt zu messen. bestes bsp meine 16000er leitung 99,9% aller test bescheinigen mit eine 700oer leitung. effektive downloadraten bei anbietern die solch eine leitung auch versorgen können liegen bei mir immer so bei 1,44MB
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  • Blaaxri
    Ich bin in der glücklichen Labge mit 32MBIT/4MBIT an KABELBW angeschlossen zu sein und habe die volle Geschwindigkeit. Und das auf einer eher Ländlichen gegend. Und der Service von KABELBW ist TOP. Nie wieder Teledoof
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  • Anonymous
    Kabel Deuschland 30MBit/2MBit, rund um die Uhr, auch ländliche Gegend.
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  • iconx
    @nicht ich: stimmt nicht, es gibt vdsl von der telekom mit 52mbit! gibts aber nur in grosstädten und 2 ausnahmen :-)
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  • Nicht ich
    @iconx: Dann ist das vielleicht schon VDSL2. Leider wurde nicht viel zum Thema VDSL1 und 2 veröffentlicht und es ging ziemlich an den Medien vorbei. Aber zugegebener Maßen bin ich bei VDSL nicht 100% firm.

    Hier was von Wikipedia, was meine Aussage bestätigen würde:
    Zitat:
    Seit dem 17. Oktober 2006 [1] bietet die Deutsche Telekom AG in Ihrem Festnetz-Geschäftsbereich T-Home VDSL2-Anschlüsse in diesen zwölf größten deutschen Ballungszentren samt deren Vororten bzw. Nachbarstädten mit gleicher Vorwahl an: * Berlin (030), Düsseldorf (0211), Frankfurt am Main und Offenbach (069), Hamburg (040), Hannover (0511), Köln (0221 samt den anderen Vorwahlen für die Stadt, mit Ausnahme einiger Vororte), Leipzig (0341), Teile Münchens (089), Nürnberg und Fürth (0911), Stuttgart (0711)
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  • Anonymous
    joah, kabelbw in ländlicher gegend....

    aber in filderstadt bekommen sie es nicht gebacken...
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  • idolast
    Na ja das mit SDSL erst ab 200? stimmt so nicht ganz.
    QSC bietet das Q-DSL home für 29? an. Das sind 2Mbit up und down-stream.

    Ansonsten ... netter Beitrag :)
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  • crazymetzel
    Da solltest du aber schon mal genauer hinschauen bei QSC. 2048/2048 kostet 149 Euro im Monat


    Was du meinst ist die Wechseloption. Da kannst du einmal am tag Kostenlos zwischen 2048/512 und 512/2048 wechseln, Also quasi einmal am Tag deine Bandbreite genau umkehren.

    Lohnt sich also nur wenn du weisst: omg ich muss jetz gerade massenhaft hochladen, dann umstellen und am nächsten Tag wieder zurück. Eine wirkliche alternative zu SDSL ist es allerdings auf keinen Fall!!!
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  • MrWhite
    In Deutschland werden nur VDSL2-Anschlüsse vermarktet. VDSL1 hat einige Nachteile, z.B. ist die Reichweite sehr gering und es ist nicht abwärtskompatibel zu ADSL, ADSL2 und ADSL2+. Deshalb hat sich VDSL1 nicht durchsetzen können und es wird nur VDSL2 verwendet. VDSL2 ist der "offizielle" Nachfolger von ADSL2+ und ist auch nicht mit VDSL1 kompatibel.

    Über Satellit sind theoretisch sehr hohe Übertragungsraten möglich. Jedoch ist die Bandbreite begranzt und die komplette Bandbreite eines Transponders muss auf viele Kunden aufgeteilt werden und somit sinkt die Übertragungsrate für den Einzelnen. Pro Transponder lassen sich ca. 34MBit/s übertragen. Mit Datenkomprimierung ca. 60MBit/s. Ein Anbieter kann also auf einem Transponder nur 60 Kunden mit 1MBit/s laufen lassen oder 30 mit 2MBit/s. Also im Großen und Ganzen ist diese Übertragungstechnik wegen der begrenzten Bandbreite nicht sehr effektiv.
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  • tonictrinker
    Um und in meinen Heimatort ist das Netz auch mangelhaft ausgebaut, Kabel gibts nicht. Ansonsten sind raten bis 1,5 MBit/s möglich. Schon armselig.
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  • VelleX
    @Nich ich

    ADSL2 geht nur bis ca. 11,4mbit bei Annex B. Bei Annex A vielleicht bis ca. 13,4mbit. 16mbit gehen da auf jedenfall nicht. Ausserdem geht theoretisch auch 11,4mbit mit ADSL, aber das kann nicht jedes Modem, und wohl auch net jeder DSLAM.
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  • Anonymous
    Oh man!
    Leute!
    Mit dieser Vergleichstabelle macht ihr euch sowas von lächerlich!
    Wer hat die aufgestellt? Ein Grundschulpraktikant? Integrated Digital Subscriber Line? Verfügbarkeit 80%?
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  • idolast
    @crazymetzel: Hmm stimmt, da hätte ich wohl erstmal genauer gucken sollen. Ich hatte da nur noch was im Kopf mit Q-DSL und hab schnell nach dem Preis geschaut ... ;-)
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