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Der DVI 1.0 Standard

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Heute ist auf praktisch jeder Grafikkarte ein DVI-Ausgang zu finden, meist in DVI-I-Ausführung, an die sich über Adapter auch analoge VGA-Monitore anschließen lassen. Am häufigsten findet man Ausführungen mit sowohl einem VGA als auch einen DVI-I-Ausgang - sinnvoller wären dagegen gleich zwei DVI-I-Ausgänge, über die sich alle möglichen Anschlussarten und Monitorkombinationen realisieren lassen.

Aus diesem Grund gibt es auch heute noch viele digitale TFT-Displays, die neben einem DVI-Eingang noch einen ordinären VGA-Anschluss vorsehen. Das macht die Produktion des Displays natürlich teurer. Wenn beide Möglichkeiten an einem Monitor zur Verfügung stehen, ist DVI in jedem Fall vorzuziehen.

Dieses Schaubild zeigt die wichtigsten Elemente von DVI. Vom Grafikchip in den Transmitter, über das Kabel in den Receiver im Monitor und von dort zum Display Controller.

Die Übertragung per DVI 1.0 ist in drei Abschnitte unterteilt. Der Transmitter, unter dem die Grafikkarte zu verstehen ist, das Signalkabel und der Receiver (Monitor).

Die Farbe eines Pixels (Bildpunkts am Monitor) ergibt sich aus drei Komponenten: Rot, Grün und Blau (RGB). Jede Farbkomponente besteht aus 8 Bit an Daten, über die 256 Abstufungen der Farbe realisiert werden. Insgesamt erhält man durch die 256 möglichen Abstufungen pro Farbkomponente einen Farbraum von 16,7 Millionen unterschiedlichen Farben.

Der Grafikchip liefert die Farbinformation für ein Pixel in einem parallelen 24-Bit-Datenstrom (8 Bit pro Farbe). Der RAMDAC generiert aus diesem Datenstrom die analogen VGA-Signale. Bei der Übertragung per DVI bleibt der RAMDAC ungenutzt. Stattdessen werden die parallelen, digitalen Daten an einen so genannten TMDS Transmitter übergeben, der diese in serielle, digitale Daten umwandelt. Nach der seriellen Übertragung im Kabel wird das Signal im Receiver (Monitor) wieder zu einem parallelen Datenstrom zurückkodiert. Die Wandlung in einen seriellen Datenstrom ist nötig, weil solche Verbindungen über größere Entfernungen deutlich sicherer und weniger fehleranfällig sind als parallele Übertragungen.


Das Schaubild verdeutlicht den Weg der parallelen Farbdaten vom Grafikchip in den TMDS Transmitter, wo sie in ein serielles Signal kodiert werden und per Kabel im TMDS Receiver des Displays landen. Dort werden sie wieder zu parallelen Daten zurückverwandelt - ohne Verluste.

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