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Dual Link

DVI-Grundlagen: Alles über Steckertypen, TDMS und Konformität
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Die Limitierung eines TMDS Transmitters auf eine Pixeltaktrate von 165 MHz begrenzt die möglichen Auflösungen eines TFT Displays. Auch mit reduziertem Blanking ist schnell Schluss, und eine niedrigere Bildwiederholrate wirkt sich in einigen Anwendungen negativ aus.

Um dieses Problem zu umgehen, sieht die DVI-Spezifikation das Dual-Link-Verfahren vor. Dabei füttern zwei TMDS Transmitter den Monitor über einen Stecker gemeinsam mit Daten. Die Bandbreite verdoppelt sich auf gut 330 MHz, mit der sich jede derzeit vorstellbare Auflösung realisieren lässt. Wichtig: Eine Grafikboard mit zwei DVI-Ausgängen ist nicht automatisch eine Dual-Link-Karte!


Die Abbildung zeigt die Funktionsweise, wenn zwei TMDS Transmitter gemeinsam per Dual-Link ein Display versorgen.

Für den Betrieb eines der neuen Apple Cinema Displays mit 20" oder 23" Diagonale mit nativen Auflösungen von 1680x1050 und 1920x1200 reicht eine Grafikkarte mit hochwertigem DVI-Signal und reduziertem Blanking noch aus. Um die 30" Version mit 2560x1600 Pixel nativer Auflösung versorgen zu können, kommt man um den Dual-Link-Anschluss aber nicht herum.

Das 30" Apple Cinema Display benötigt wegen seiner hohen Auflösung eine Dual-Link-DVI-Verbindung!

Grafikkarten mit Dual-Link-Ports sind derzeit noch Mangelware, zumindest im Consumer-Bereich. Dual-Link-Produkte sind im oberen Preissegment zu finden. Besonders OpenGL-Workstation-Karten weisen dieses Feature auf.

Wenn ein hoch auflösendes TFT Display jedoch entsprechend vorbereit ist, lässt sich das Problem umgehen:

In diesem Beispiel werden zwei Single-Link-Ports verwendet, um ein 9 Megapixel Display (3840x2400) zu speisen. Dabei wird das Bild einfach in der Hälfte aufgeteilt. Der Monitor und Grafikkarten-Treiber muss das jedoch explizit unterstützen!

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