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Datenschutz-Skandal: Rücktrittsforderungen werden laut

Schon 2006 sind T-Mobile 17 Millionen Kundendatensätze gestohlen worden, darunter auch viele geheime Rufnummern und Privatatdressen. Nun wackelt der Stuhl von T-Mobile-Chef Obermann.

Wird mit Rücktrittsforderungen konfrontiert: Telekom-CEO ObermannAm Wochenende wurde ein weiterer Datenschutz-Skandal bei der Telekom bekannt: Jede zweite Mobilfunknummer aller T-Mobile-Kunden könnte sich in den Händen von Kriminellen beziehungsweise Datenhändlern befinden — und das schon seit zwei Jahren. Wie unter anderem der Spiegel berichtet, wurde erst jetzt bekannt, dass dem Mobilfunkkonzern T-Mobile die Handy-Nummern, Adressen und Geburtsdaten und auch viele Mail-Adressen von 17 Millionen Kunden abhanden gekommen sind. Mittlerweile werden viele der Datensätze schon im Web gehandelt.

Allein schon die schiere Menge an verschwundenen persönlichen Informationen sorgt derzeit für heftige Reaktionen von Datenschützern. Unter den Datensätzen sollen sich auch Informationen zu vielen Prominenten, Politikern, Ministern, Geheimnummern und -Adressen befinden. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt schon seit 2006 zu dem Vorgang, der laut Telekom »mit höchster krimineller Energie durchgeführt wurde«.

Von einem Täter ist noch nichts bekannt. Wer jedoch vermutlich den Kopf dafür hinhalten muss, schon: Telekom-Chef Rene Obermann, dessen Rücktritt unter anderem vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) gefordert wird: »Er hat als Krisenmanager auf der ganzen Linie versagt. Durch den neuerlichen Datenskandal ist das letzte Quentchen Vertrauen bei den Kunden verspielt worden«, so BDK-Chef Klaus Jansen in der Neuen Osnabrücker Zeitung. »Entweder er wusste nicht, dass in seinem Konzern 17 Millionen Handynummern entwendet wurden, oder er hat sein Wissen bewusst verschwiegen. In beiden Fällen ist er nicht mehr tragbar«, so Jansen.

16 Kommentare anzeigen.
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  • checkmate , 6. Oktober 2008 12:27
    Günther Jauchs Handynummer soll auch dabei gewesen sein...
  • g0n , 6. Oktober 2008 13:15
    genau am besten irgendwen verhaften und in Ketten legen , damit man wenigstens jemanden beschuldigen kann... die wirklichen verbrecher sind immer noch da draußen und lachen warscheinlich 24/7 über diesen voll schwachsinn... Daumenhoch BDK !!! Aber in einem Land wo darüber diskutiert wird ob die Überraschungs-Eier verboten werden sollen ... Wundert mich absolut nichts mehr !!!
    Man kann eigentlich nur noch müde schmunzeln um es zu ertragen...
  • f1delity , 6. Oktober 2008 13:20
    Da merkt man mal wieder wie gut die Daten der VDS wohl auch geschützt sind.
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 13:51
    Wers noch nicht kennt :-)
    http://www.youtube.com/watch?v=PqTKLgwmWOw
  • kleinemax , 6. Oktober 2008 13:53
    Naja aber dennoch hätte etwas nach dem ersten Diebstahl passieren müssen, meint ihr etwa nicht?

    Wenn ihr bestohlen werdet weil ihr was falsch gemacht habt dann dürfte euch das sicher nicht ein zweites mal passieren. Zudem bekommen die Leute doch scheiß viel Geld dafür das sie ihren Job richtig machen, weil sie ja so viel Verantwortung haben. Wenn diese Leute dann aber auf ganzer Linie versagen sollen sie einfach weiter Millionen bekommen und so tun als wäre nix??? Ne dann fliegen sie PUNKT

    Ich mein ich als Kunde weis erst jetzt das meine Nummer vieleicht in Hände dritter gelangt ist ohne das ich das wollte/wusste? Passiert sowas möchte ich doch zumindest nen Breifbekommen in dem ich über dies bedauerlichen Zwischenfall informiert werde. Aber scheint ja so als haben die es einfach unter den Tepisch kehren wollen.

    PS:
    Bestimmt is da einfach einer mit nem kleinen StorageWürfel reingegangen und hat den mal eben angeschlossen und so getan als wartet er das System ^^
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 14:00
    @Mesa: Weder der Gesetzgeber noch die Polizei ist schuld an dieser Sache.
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 14:38
    Wenn die wen an die Wand stellen wollen, sollten es die IT Verantwortlichen / Revisionisten / Datenschutzbeauftragten sein.
    Denn die müssten dem elektronischen Diebstahl vorbeugen bzw. prüfen ob einer vorhanden ist.
    Wenn USB oder Diskette zugänglich ist braucht man sich halt nich wundern.
    Oder freies Internet für alle, am besten ohne Protokollierung.
    FTP oder Freemailupload machens möglich, falls USB / Diskette dicht sind.

    Obs nun ne kleine Firma oder ein lila Riese ist ... Sicherheit soll groß geschrieben werden. Wenn man nicht drauf achtet, werden die Leute erst aus Schaden schlau.

    Grüßle
    Halford
  • oXe , 6. Oktober 2008 15:23
    Jede einzelne Person, die bei der Telekom arbeitet. Jede Person die in nem T-Shop arbeitet hat Zugriff auf ALLE, absolut ALLE Kundendaten.
    Wie soll verhindert werden, Daten auf CDs oder USB Stick zu ziehen?
    Das ist technisch kaum möglich. Es könnte quasi JEDER gewesen sein. Vielleicht sollte ja Klaus Jansen den Job übernehmen und Datenklau unmöglich machen. Er hat bestimmt auch ein Superman-Kostüm im Schrank.
    Solche Dummschwätzer gehen einem einfach nur aufn Sack.

    @Hal
    Ich wette, das in jedem T-Shop ein Brenner, USB Ports, freie Ports am Switch und unprotokolliertes Internet zur verfügung stehen...

    Da könnte jeder DAU Daten rippen ...
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 17:12
    Mit diesem Argument ist der Gesetzgeber an allem schuld. Und mit der "Freiheit des Internets" oder gar der Vorratsdatenspeicherung hat das auch recht wenig zu tun.
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 17:15
    Abrechnung gibts am 11.10.08 in Berlin
  • walati , 6. Oktober 2008 19:32
    @oXe: Du hast keine Ahnung.
    Ich arbeite bei einer Tochter der Telekom und habe keinerlei Zugriff auf Kundendaten. Die Kundendaten die ich für meine Arbeit benötige werden mir mit dem Auftrag mitgeteilt. Bei uns wird es so gehandhabt, dass nur jeder das bekommt, was er auch für die Arbeit braucht und nicht weil er es gerne haben möchte.
    Desweiteren ist jeder Mitarbeiter jedes Jahr im Datenschutz zu unterweisen und hat dieses schriftlich zu bestätigen.
    Es kommt auch nicht jeder an den Rechner ran, da diese mit Smartcards geschützt sind und sich keiner ohne vorher eingerichtete Smartcard anmelden kann. Alle Ports an den Switchen sind mit PortSecurity geschützt und werden deaktiviert, sobald eine andere MAC-Adresse als eingetragen sichtbar ist. Internet gibt es nur wenn es beantragt wird und die Person wird auch unterwiesen und muss dieses wiederum schriftlich bestätigen.
    Der Umgang mit externen Datenträgern wird auch unterwiesen.

    Das kann sicherlich keine Personen mit krimineller Energie abhalten, Daten zu stehlen, aber welche Maßnahme kann das schon, wenn man noch arbeitsfähig bleiben will?

    Ich bin gegen diese ganze Datensammelwut und ein großer Befürworter von Datenschutz. Aber vielleicht gelingt es ja so die Vorratsdatenspeicherung zu kippen. Jetzt wird den Leuten erst bewusst, was passieren kann. Vorher hat es viele nicht interessiert was mit ihren Daten passiert und die haben sich alle bei Payback und Co angemeldet. Was die mit den Daten machen will ich gar nicht erfahren. Man kann nur davor warnen, seine Daten freiwillig preis zu geben.
  • Anonymous , 6. Oktober 2008 19:33
    Der Gesetzgeber hat im virtuellen Raum nahezu keine Macht. Was kann er denn tun? Höchstens die Server ausknipsen, aber das wäre wieder die reale Welt.

    Edit:
    @walati: Vom ersten Absatz habe ich keine Ahnung, aber beim zweiten und dritten stimme ich Dir zu.
  • aarfy , 6. Oktober 2008 21:07
    Ich finds lustig - hier erregen sich jetzt die Gemüter und in einer Woche weiss Klaus Jederman sowieso nix mehr davon.. ausserdem hat der ja nix zu befürchten - was wollen denn die Kriminellen mit seinem Namen + Anschrift usw. Ich denke da gibt es schon einiges - aber das weiss Klaus Jederman ja nicht - also ist es ihm erstmal sowas von egal.

    Ihr werdet es sehen - das hat sowas von überhaupt keinen Einfluß auf die zukünftige Politik - oder gar irgendwelche Wahlergebnisse. Alles bleibt beim alten - beim Terror-Riesen rollen ein paar Köpfe und in spätestens einem Jahr gibt es den nächsten Skandal - wenn wir Glück haben kommt der dann sogar wieder ans Tageslicht. Ich will garnicht wissen wer alles Zugriff auf die Daten vom BKA und ähnlichen Behörden hat. Aber die haben ja auch den Daumen drauf was wie veröffentlicht wird. Wir sind jetzt schon näher an 1984 als die meisten glauben.

    Bei Klaus Jedermans Zeitung war das ganze gradmal eine Randnotiz wert - und genauso wird es auch von der Masse bewertet. Ist doch viel interessanter ob Britney 6 Monate auf Sex verzichten muss oder nicht.

    desillusionated Aarfy
  • Anonymous , 7. Oktober 2008 06:41
    Der Wert wird durch den Markt zugewiesen. Wenn niemand die Informationen kaufen will, haben sie keinen Wert.

    Aber Du hast Recht, der Gesetzgeber ist schuld. Denn der hat ja bestimmt, dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben. Im puren Sozialismus hätten wir diese Probleme nicht, denn dann gibt es ja nichts, was einen Wert haben könnte.

    Naja, diese Diskussion führt zu nichts.
  • Anonymous , 7. Oktober 2008 13:19
    Genau. Und die Welt ist eine Scheibe.
  • Anonymous , 7. Oktober 2008 17:24
    Stimmt, es müssten nur mehr Leute zuhören, verstehen und umsetzen.