Dell Latitude XT2 XFR: Multi-Touch-Tablet für den harten Einsatz
Dell erweitert seine Modellpalette an ruggedized Modellen mit dem Latitude XT2 XFR um ein Tablet-Notebook, das sich auf Multi-Touch-Gesten versteht. Zielgruppe sind Außendienstmitarbeiter, Servicetechniker, aber auch das Militär.
Stolz hebt Dell hervor, dass das Latitude XT2 XFR mit 38,1 mm das dünnste ruggedized convertible Tablet-Notebook auf dem Markt sei. Dennoch soll es selbst dem US-Militär-Standard MIL-810F für den Einsatz unter extremen Bedingungen genügen. Stabile I/O-Klappen, ein robustes Display sowie eine besonders stabile Tastatur sollen vor Staubablagerungen schützen und Sprtitzwasser von empfindlichen Bauteilen fernhalten.
Als Zielgruppe nennt Dell beispielsweise Außendienstmitarbeiter, Servicetechniker, kokettiert aber mit der militärischen Eignung. Im Bildmaterial setzt die amerikanische Firma das abgehärtete Tablet-Notebook auch in einer Feuerwehr und einer Ambulanz in Szene. Offensichtliche Aussage: Wo es heiß hergeht, ist das Latitude XT2 XFR mit dabei.
Das Highlight ist laut Dell das schwenkbare 12,1"-Display: Es zeigt 1280 x 800 Pixel und ist Multi-Touch-fähig. So versteht es Druck- und Tippbewegungen der Finger, die das Latitude XT2 XFR dann als Blättern durch Dokumente oder Zoomen von Grafiken umsetzt. Die Grafikaufgaben übernimmt der in den Chipsatz integrierte Grafikchip Intel GMA 4500MHD, während eine Core 2 Duo ULV SU9600 (1,6 GHz, 800 MHz FSB, L2-Cache mit 3 MB) die Rechenleistung bereitstellt. Andere CPUs stehen nicht zur Wahl.
In der Basisvariante ist das robuste Tablet-Notebook ebenso dünn ausgestattet, wie sein weniger unempfindliches Schwestermodell Latitude XT2, das wir kürzlich im Test hatten und das dort nicht so recht überzeugte: Die Festplatte fasst 160 GB (SSDs sind gegen Aufpreis zu bekommen), der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB für das mitgelieferte Windows Vista (später auch Wnidows 7) knapp bemessen, der Akku fällt mit 28Wh (4 Zellen) klein aus und WLAN ist gar nicht erst an Bord. Wenigstens Bluetooth ist schon integriert. Mit dieser Ausstattung soll das Gerät laut Dells Webshop bereits 2.849 Euro kosten - noch ohne Mehrwertsteuer oder Lieferkosten. Doch selbst zu diesem Preis wird Dells robustes Convertible-Notebook seine Käufer finden - Nischenprodukt trifft Nische.
Leistungsmerkmale des Latitude XT2 XFR im Überblick:
- Intel Core 2 Duo Prozessor und bis zu 5 GB DDR3 1.066 MHz RAM
- QuadCool-Thermal-Management-System, das den Einsatz unter extremen Temperaturbedingungen ermöglicht (von -23º C bis +60º C im Betrieb)
- 4-, 6- oder (später) 9-Zellen-Akku
- Sicherheitsfeatures einschließlich Dell ControlVault und Dell ControlPoint sowie optional Solid State Drives mit voller Festplattenverschlüsselung
- Helles, 12,1 Zoll großes Wide-LED-Display für das Arbeiten auch bei direkter Sonneneinstrahlung
- Hot-Swap-Module einschließlich GPS (optional, in den kommenden Wochen verfügbar)
- Webcam (optional)
- Docking-Systeme (optional, in den kommenden Wochen verfügbar)
- Umfassende Wireless-Verbindungsmöglichkeiten einschließlich Wireless LAN 802.11 a/g/n (optional), Bluetooth 2.1 und Mobile Broadband (optional)
- Betriebssystem: Windows Vista Business SP1, Windows 7 (in den kommenden Wochen verfügbar)
- Preis: ab 2.849 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer und Versand)
- PC-Gadget: Zusatzdisplay für Kontrollfreaks
- Android 2.0: Neue Features fürs Google-OS
- HTPC-Gehäuse Grandia GD04 von Silverstone
- Panne: Intel zieht Firmware-Update für SSDs zurück
- Sonys 360°-Display: Von allen Seiten anschauen
- ULV-Notebook bei Aldi: Medion Akoya S5612
- Celux Micro ION: HTPC mit Atom-CPU
- Raindrop: Mozillas Kommunikationsplattform
- Boot-Laufwerk: 40-GByte-SSD von Kingston
- eSATA-Festplattengehäuse von Raidsonic
- Full-HD-Monitor von Hyundai
- Android navigiert mit Google Maps Navigation
- Windows: Microsoft warnt vor Lizenzverstößen
- 140-mm-Lüfter von Noctua
- Powercolor: HD 5870 mit Wasserkühlung
- Motorola stellt den iPhone-Killer »Droid« vor
- Bitkom: Handy-Markt wächst weiter
- Windows 7 legt guten Marktstart hin






schönes Bild für den Einsatz im Pflegebereich, für Notarzt oder Rettungswesen, kann man das Teil auch gescheit desinfizieren?
Denn ohne dies dürfte es schwerfallen die gesetzlichen Vorgaben hierfür zu erfüllen.
Das Gewicht des Koffers würde ich mal interessieren...denn generell ist es für Leute die in Hauptsache draussen unterwegs sind eine feine Sache ein robustes Net/Notebook zu haben.
Aber nach der Optik grausts mir davor das Ding aufm Bike im Rucksack zu haben!
@mielemann:
Das mit der Desinfektion ist nicht das große Problem. Arbeiten mit dem Gerät macht man normalerweise vor bzw. nach dem direkten Patientenkntakt. Wenn man mit einem potentiellen infektiösen Patienten kontakt hat, trägt man ohnehin Handschuhe und andernfalls desinfiziert man sich die Hände.
In dem Krankenhaus in dem ich arbeite werden seit ein paar Jahren Laptops in der Pflege eingesetzt (welche auch direkt ans Bett mitgenommen werden). Strichprobenmäßige Kontrollen haben ergeben, dass die Geräte nicht mehr keime beherbergen (also de facto keine) als jedes andere Pflegeutensil, welches mit zum Patienten genommen wird.
Der kleine Akku würde das Gerät allerdings für den Einsatz in unserem Haus disqualifizieren -> wir brauchen mind. 8h Laufzeit.
Allerdings würde ich mir ruggedized-notebooks auch bei uns in der Pflege wünschen, wenn ich Bedenke wie schnell die Dinger bei uns abnutzen. Besonders die Ärzte gehen mit den Geräten nicht gerade pfleglich um.