Zero Client und neue OptiPlex-PCs von Dell
Dell stell zwei neue Modellreihen bei den Business-PCs vor, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Computer der OptiPlex-980-Familie sind vollwertige Desktop-PCs, während der FX100 Zero Client eine virtualisierte Desktop-Lösung darstellt.
Mit dem neuen OptiPlex 980 stellt Dell seinen nach eigenen Angaben bislang leistungsstärksten Business-Desktop-PC vor. Im Vergleich zur Vorgängergeneration soll er eine bis zu 35 Prozent höhere Performance bieten und durch sein energieeffizientes Design in erheblichem Maße zur Kostensenkung auf Unternehmensseite beitragen. Die eingebauten Management-Funktionen sollen Administrationsaufgaben so weit wie möglich erleichtern und die Produktivität erhöhen. Dazu zählen das Verwaltungstool Dell Update Catalog für Microsoft-System-Center-Lösungen und die optional verfügbare Remote-Überwachung und -Wartung ohne Zusatzhardware über die Intel-KVM-Fernsteuerung (Keyboard, Video und Maus).
Ausgewählte Leistungsmerkmale des OptiPlex 980 im Überblick:
- Hohe Leistung durch Intel-Prozessoren Core i5 oder Core i7
- Schnelle, robuste und leise Solid State Drives (optional)
- Herausragende Energieeffizienz durch Netzteile mit 90 Prozent Wirkungsgrad
- Umweltverträgliches Design: Erfüllung von Standards wie Energy Star 5.0 oder EPEAT Gold
- Minimaler Geräuschpegel: mit dem optional erhältlichen Dell EcoKit kann die Geräuschentwicklung um bis zu 50 Prozent gesenkt werden
- Umfassende Security- und Systemmanagement-Tools durch Unterstützung der neuesten Generation der Intel-vPro-Plattform.
Da Dell auch im Business-Bereich auf das Baukastensystem setzt, bei dem sich Kunden ihr System größtenteils selbst zusammenbauen, können wir derzeit nicht mit weiteren technischen Daten dienen. Der neue Desktop-PC OptiPlex 980 wird in den kommenden Wochen in drei verschiedenen Gehäuse-Ausführungen (Minitower, Desktop und Small Form Factor) erhältlich sein.
Am anderen Ende des Spektrums findet sich mit dem FX100 Zero Client eine Art Thin-Client, den Dell als Desktop-Virtualisierungslösung beschreibt. Er kann entweder als virtueller Remote-Desktop oder als dedizierte Remote-Workstation eingesetzt werden. Das spannende: Er kommt gänzlich ohne eigenen Prozessor oder eigenes Betriebssystem aus. Stattdessen nutzt das Gerät die PC-over-IP-Technologie (PCoIP).
Mit diesem neuen Protokoll sollen Unternehmen Desktop-Virtualisierungen sowohl über LAN- als auch WAN-Verbindungen ohne Abstriche bei Bedienung, Performance oder Flexibilität im Vergleich zu klassischen Hardware-basierten Systemen realisieren können, verspricht Dell. Der bisher lediglich als Remote-Zugriffsgerät für die Dell-Rack-Workstation Precision R5400 erhältliche FX100 ist jetzt mit neuer Firmware verfügbar, die VMware View 4.0 mit PCoIP-Protokoll unterstützt. Damit ist die Zero-Client-Lösung optimal für die Realisierung virtueller Desktop-Umgebungen geeignet.
Die wichtigsten Vorteile der Desktop-Virtualisierung im Überblick:
- Reduzierung des Administrationsaufwandes durch Zentralisierung von Client-Image-Management, Storage und Recheneinheiten
- Flexibler und sicherer Zugang zu Unternehmensanwendungen und -daten über die High-Performance-Clients FX100
- Volle Desktop-Funktionalität (bei Einsatz mit Dell Precision R5400 auch Unterstützung von Host-basierter OpenGL-Grafik).
Wann der FX100 Zero Client in Deutschland verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht entschieden. Auch die Preise stehen noch nicht fest. Mehr Informationen kann man auf Dells Produktseite nachlesen, allerdings vorerst nur in Englisch.
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Kann mir mal jemand erklären wie das ganze funktioniert mit PCoIP? Was fungiert als Server? Wie werden Maus und Tastatur gesteuert ohne jegliches Betriebssystem?
Vermutlich hat der Client ein BootROM mit Flashspeicher und bezieht über das Netzwerk lediglich seine IP. Danach wird eine Art Citrix- oder VNC-Client gestartet und der Server angesprochen, der die Daten verarbeitet. die Signalverarbeitung von Maus und Tastatur übernimmt i.d.R. auch das BIOS. Dazu braucht es kein OS!
Vorteil des Ganzen: Der Anwender kann den Client nicht durch das eigenmächtige Installieren von Software zerrocken.
nachteil: Du brauchst gerade bei mehreren Anwendern (>50) schon recht opulent ausgestattete Server, die in der Lage sind, die ganzen Sessions und die bereitgestellten Applikationen auszuführen. Ab 50 Usern sollte der Server mittlerweile geclustert sein... sonst ist Kaffeetrinken beim Ausführen und Arbeiten angesagt!
Der Client ist also eher für Unternehmen, denn für den Privatmann interessant und setzt eine gewisse Umgebung voraus!
Und wenn wir ehrlich sind: Sowas hatte IBM bereits schonmal vergelebt mit seinen VTAMs am Grossrechner. das Terminal hat einfach eine TSO-Session auf dem Grossrechner (Host) gehabt und die Textdarstellung über Netz gezogen. das Terminal selbst hat da null komma nada gerechnet und lediglich die Tastatureingaben an den Host übertragen. Von daher ist der Weg zum centralized Computing wieder ein Stück kürzer geworden...
Danke, aber ein BIOS ist ja bereits ein OS.
Ich sehe schon, der Server ist hier dann der Flaschenhals, je nach Anwendungstyp ist dieser mit ordentlich Arbeitskraft auszustatten.