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Dell: Wir bleiben definitiv im PC-Geschäft

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 3 kommentare

Während Unternehmen wie Hewlett-Packard sich aus dem PC-Geschäft zurückziehen und Marktforschungsinstitute für diesen Geschäftsbereich ebenfalls einen Rückgang prognostizieren, hält Dell weiter daran fest und sieht für sich gerade jetzt gute Chancen.

Der unerbittliche Preiskampf ist seit jeher ein großer Bestandteil der Computerindustrie. Der namhafte Hersteller IBM reagierte schon vor längerer Zeit, verkaufte seine PC-Sparte an Lenovo und konzentrierte sich auf das lukrativere Software- und Servicegeschäft. Auch die Konkurrenten Dell und HP entdeckten diese Sparte für sich und sind dort nicht mehr wegzudenken. Durch den vergleichsweise neu etablierten und wachsenden Markt auf dem Gebiet der Smartphones und Tablets ist die Nachfrage nach dem klassischen PC deutlich gesunken.

Hewlett Packard reagierte darauf bekanntlich jüngst erst, indem das Unternehmen bekannt gab, dem PC-Geschäft gänzlich den Rücken kehren zu wollen. Aus einem Bericht des Marktforschungsinstituts Gartner geht hervor, dass in der PC-Branche in diesem Jahr mit einem relativ schwachen Zuwachs zu rechnen sei. Bessere Aussichten sind erst für das kommenden Jahr prognostiziert, da mit einer größeren Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern zu rechnen sei.

Dell zeigt sich von diesen Prognosen weniger beeindruckt. Als zweitgrößter PC-Hersteller hinter HP und Großeinkäufer von Hardware-Komponenten steht das Unternehmen im Servermarkt momentan auf recht gesunden Beinen. An ein Ende der PC-Ära glaubt Michael Dell auch nicht. Gegenüber der Financial Times bezeichnete er die Vorstellung, zukünftig werde es keine PCs mehr geben, als völligen Unsinn. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte sinngemäß:

"Wir unterscheiden uns stark von unserer Konkurrenz. Wir sind der Ansicht, dass die Geräte und die Hardware ein wichtiger Teil innerhalb der Gesamtlösung sind. Bedenkt man die Größenordnungen in unserem Business, kommt eine Ausgliederung der PC-Sparte für einen Konzern solcher Größe einer Degradierung von einem der weltweiten Topeinkäufer von Laufwerken, Prozessoren und Speicherchips zu einem Unternehmen, das nicht einmal mehr unter den Top Fünf zu finden ist, gleich. Eine Erhöhung der Kosten für die Herstellung von Servern und Speicherprodukten ist dann vorprogrammiert. Wir sehen in der momentanen Situation eine unglaubliche Chance und man kann sicher sein, dass wir sie ergreifen werden."

Auch der Analyst des Marktforschungsinstituts IDC, Bob O’Donnell, sieht laut dem Bericht der Financial Times für Dell gute Chancen in diesem Segment. „Mit dem Rückzug von HP aus dem PC-Geschäft wurde Dell ein großer Anteil des Kuchens auf dem Silbertablett geliefert. Dell ist hervorragend aufgestellt um diese Möglichkeit beim Schopfe zu packen“.

Kommentarbereich
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  • Derfnam , 20. September 2011 16:05
    Hey, Dell! Keine Drohungen!
    Und dann auch noch an Schwellenländern anschwellen wollen, tztz^^.
  • klomax , 20. September 2011 16:08
    DELL klagt auf hohem Niveau. - Deren System sind immer noch vergleichsweise teurer, nicht immer nach Wunsch schneiderbar, und einen nicht unbeträchtlich Teil verdienen sie mit Garantie-Verträgen und dem Service.

    Als Ottonormalverbraucher schaue ich mir deren Systeme gerne mal an, gekauft wird aber eh woanders (nein, nicht bei "One" und "Firstway" :D  )

  • checkmate , 27. September 2011 22:22
    Ich bin Otto und hab mir nen Dell gegönnt. Warum nur? Weil er (mein neuer Dell) nach meinem Wunsch schneiderbar war.... :ouch:  Garantie und Mehrausstattung muss man natürlich weg lassen bzw. einzeln kaufen und selber nachrüsten.