Datenroboter Drobo: Speicher der Zukunft?

Datensammlung - Klein anfangen und dann?

Wer heute Speicherplatz für digitale Daten wie Musik, Video oder Fotos benötigt, der muss nicht einmal mehr ins Fachgeschäft gehen. Externe Festplatten für die USB-Schnittstelle führt inzwischen sogar schon der Supermarkt an der Ecke und ein entsprechendes Angebot im Drogeriemarkt würde vermutlich niemanden mehr überraschen. Für unter 150 Euro gibt’s 500 GB extern. Dann passt doch alles. Oder nicht ?

Nein, leider nicht. Denn einzelne Datenträger haben einen entscheidenden Nachteil : Sie sind defektanfällig, was bedeutet dass Ihre Daten beim Ableben einer Festplatte stets mit über den Jordan gehen. Noch dazu liegen Ihre Daten dann statisch auf einem einzelnen Laufwerk. Erneuter Platzmangel bedeutet entweder, eine weitere Festplatte hinzuzukaufen, oder gleich so weit oben zuzuschlagen, dass das neue Laufwerk alle Daten aufnehmen kann. Eine Terabyte-Festplatte empfehlen wir aufgrund des mageren Verhältnisses von Kosten zu Gigabyte derzeit allerdings nur in Ausnahmefällen. Wir testeten derweil die SteelVine-Technologie von Silicon Image, welche das Kaskadieren und Zusammenschalten von externen Festplatten ermöglicht, so dass ein virtueller Datenträger entsteht. Fertige Produkte haben wir bislang allerdings noch nicht gesehen.

Dem Datengau lässt sich mit RAID-Konfigurationen effektiv entgegensteuern. Dabei werden mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammengeschaltet. Ein RAID 1 benötigt zwei Festplatten und spiegelt schlicht die Inhalte ; bei RAID 5 werden Wiederherstellungsinformationen mitgespeichert und auf allen vorhandenen Festplatten verteilt. Doch die meisten externen RAID-Boxen für mehrere Festplatten sind sehr teuer und leider oft wenig flexibel. Wenn der RAID-Modus geändert oder die Speicherkapazität steigen soll muss der Anwender die Daten oft wieder auslagern. Von einfacher Handhabung kann der unbedarfte Anwender sicherlich nicht sprechen.

Durch Zufall stolperten wir im Internet über den Drobo von Data Robotics. Dabei handelt es sich um eine Speicherbox für bis zu vier Festplatten ; angeschlossen wird das Gerät via USB 2.0. eSATA wäre zwar wünschenswert, doch mit USB 2.0 kann man heute noch gut leben. Der Trick : Drobo ermöglicht das Beliebige Einschieben von Laufwerken, um die Kapazität im Betrieb sicher zu erweitern. Um die Datensicherheit kümmert sich das System ganz von allein. Wir wollten es wissen und haben uns ein Drobo ins Testlabor bestellt.

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