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Androiden unter sich: Entwickler-Konferenz Droidcon 2010 in Berlin

von - quelle: Tom's Hardware DE

Heute ging in Berlin die zweite Droidcon zu Ende. Entwickler und Firmen trafen sich, um sich über Googles Handy-Betriebssystem Android auszutauschen.

Aus Sicht der Veranstalter dürfte die Droidcon 2010 ein voller Erfolg gewesen sein, denn sie verkünden Stolz, dass mehr als 800 Teilnehmer am zweitägigen Event teilgenommen haben. Sie begann am gestrigen Mittwochabend mit einem offen organisierten Barcamp, in dem die Teilnehmer das Programm selbst bestimmten und selbst gewählte Themen untereinander diskutieren konnten. Heute folgte dann der offiziellere Teil in Form der Konferenz, die in parallel gehaltene Vorträge in den Bereichen Medien, Entwicklung und Business aufgeteilt war. Die drei Hauptsponsoren der Droidcon waren Deutsche Telekom Laboratories, Vodafone und Sony Ericsson.

Prof. Dr. Kai Rannenberg hielt die KeynoteNach einem Grußwort an die Anwesenden eröffnete Professor Dr. Kai Rannenberg von der Universität Frankfurt am Main den Konferenz-Teil der Droidcon mit seiner Keynote-Ansprache mit dem Titel "Android and iPhone - a known antagonism?". Er verglich die junge Plattform mit den Anfangszeiten von Microsoft. Was komisch klingt, ergibt auf den zweiten Blick viel Sinn: In seiner Anfangszeit war Microsoft sehr offen, unterstützte die Entwickler und sorgte in erster Linie dafür, dass sein Betriebssystem auf möglichst viel Hardware und verschiedenen Plattformen lief. So sehe es derzeit mit Android aus. Das Gegenteil sei bei Apples iPhone und iPad der Fall, und die restriktiven Bestimmungen des App-Stores würden dazu beitragen, dass viele Entwickler sich zunehmend Android zuwendeten.

Mit der wahrgenommenen Offenheit von Android erkläre sich auch das schnelle Wachstum. Natürlich helfe auch, dass Google hinter dem Projekt stehe. Gleichzeitig sei das aber auch ein Nachteil, denn Google habe derzeit ein Image-Problem, was den Datenschutz und den Hunger nach Nutzer-Informationen anbelange. In Zukunft werde Vertrauen in eine Plattform immer wichtiger und davon hänge auch der langfristige Erfolg der Plattform ab. Abschließend äußerte Rannenberg die These, dass mit einem Mono- oder Duopol auf dem Handy-Betriebssystemmarkt (iPhone OS und Android) nicht zu rechnen sei, auch wenn Android einen starken und rasanten Zuwachs an Martkanteilen verzeichne, Apple derzeit bei etwa 15 % stagniere und alle anderen Plattformen stark an Präsenz verlören.

Bildlich: Soll- und Ist-Zustand der Android-Plattform

Nicht nur für Entwickler dürfte der Vortrag zum Thema Fragementierung der Android-Plattform von großem Interesse gewesen sein. Wie Redner Joachim Ritter darlegte, ist die Offenheit von Andoird gleichzeitig auch ein großes Problem: Es gibt eine immense Streuung an Hardware, Software, Plugins, Auflösungen sowie Hersteller-spezifischen Themes und APIs, die Entwickler beim Erstellen von Apps berücksichtigen müssten. Zudem seien nicht alle Android-Geräte auf demselben Versionsstand. Besitzer von HTCs Hero und Magic können beispielsweise ein Lied davon singen. Abhilfe soll das Project Android Fragmentation schaffen: Es soll mithilfe eines Tools namens Android Analyzer, dass die Funktionalität, Ausstattung und OS-Version eines Android-Handy scannen kann, eine Datenbank aufbauen, die Entwicklern und Firmen einen Überblick über die am Markt erhältlichen Geräte und ihre Fähigkeiten verschafft.

Das Dalvik Java-Plugin

Andere Sessions zu speziellen Themen gab es auch in den Bereichen Medien, Business und für Entwickler. Beispielsweise brachte Miroslav Simudvarac von Troido in seiner Präsentation den Zuhörern das Java Applet Plugin Dalvik für Android Browser näher. In anderen Sitzungen ging es beispielsweise um Flash 10.1 und Adobe Air auf der Android-Plattform, Musik-Erkennung, Spiele-Entwicklung, während der Beitrag zum "Augmented Citizen" sich mit Datenschutz in einer vernetzen Gesellschaft befasste. Das vollständige Programm der Droidcon 2010 ist hier zu finden.

Wie gesagt geben sich die Veranstalter zufrieden und sehen die zweite Droidcon als vollen Erfolg. "Das Android-System hat sich in den letzten Monaten rasant entwickelt und ein Ende ist nicht in Sicht", meint Boris Jebsen. "Deshalb wird es die Droidcon auch in Zukunft geben, und das gleich in mehreren europäischen Städten wie London, Brüssel und Madrid." Die nächste Droidcon in Berlin steht jedenfalls schon auf dem Programm; möglicherweise findet sie im November wieder statt.

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metal_alf 28/05/2010 00:20
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--1+

Apropos Androiden ... THG hat's Mal wieder mit dem mächtig langsam sein? Hier in der Schweiz wird der "Dell Stream" schon quer durch die Presse gedreht und auf THG noch 0 News ... echt schlecht!

corristo123 28/05/2010 10:18
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-2+

Naja, die Schweiz hats aufgrund ihrer Neutralität naturgemäß etwas leichter. Wir hier in Deutschland müssen solch brisante Neuigkeiten erstmal an Zensursula vorbeischleusen. Das dauert immer etwas :)

metal_alf 28/05/2010 12:25
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--1+

hahahaha ... jaja ich bin schon froh lebe ich im Land wo Honig und Milch in massen vorhanden ist!

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