Intel bestätgt Hexacore-CPU
1,9 Milliarden Transistoren und 6 Kerne auf einem Chip: Intel hat die Einführung des Xeon-Prozessors Dunnington bestätigt und über Nehalem informiert.
Einiges, was Intel auf einer Telefonkonferenz am gestrigen Montag verlautbarte, war bereits vorher bekannt. Etwa, dass der Chipgigant einen Prozessor mit sechs Kernen auf den Markt bringen wird. Die Server-CPU-Dunnington besteht aus 1,9 Milliarden Transistoren, bietet 16 MByte an Level-3-Cache und ist kompatibel zu den Sockeln der Xeon-7300-Serie. Anders als etwa Intels Quad-Core-CPUs mit je zwei Kernen auf einem Die scheint Dunnington auf nur einem Die aufzubauen. Weshalb sich Intel eigentlich für 6 und nicht gleich für 8 Kerne entschieden hat? Weil, so Intel-Vize Pat Gelsinger, 6 Cores mit 16 MByte L3-Cache die optimale Balance zwischen Kern-Anzahl, Cache-Größe und den Kosten für den Chip darstellten. Der Marktstart für Dunnington ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
Bis zu 8 Kerne hingegen wird die Nehalem-Plattform bieten, die in allen Bereichen vom Notebook bis zu Servern eingesetzt werden soll. Die zweite Generation an 45-Nanometer-CPUs wird es vom Zwei-Kern- bis eben zum 8-Core-Prozessor geben. Bis zu 731 Millionen Transistoren soll ein Prozessor enthalten. Zwei Threads können pro Kern dank Hyperthreading gleichzeitig ausgeführt werden. Ein Quad-Core-Nehalem bietet somit acht logische CPU-Einheiten. Komplettiert wird auch der Instruktionssatz: Intels 45-Nanometer-CPUs und AMDs Phenoms arbeiten noch mit Version 4.1. Mit SSE 4.2 soll sich beim Neahlem vor allem die Geschwindigkeit der String-Verarbeitung deutlich erhöhen.
Der Level-3-Cache ist beim Vierkerner 8 MByte groß, die dedizierten L2-Caches haben aber nur 256 KByte Größe — sollen aber laut Intel besonders schnelle Zugriffe erlauben. »Quickpath Interconnects« dient als Kommunikationsschnittstelle — analog zu AMDs Hypertransport. Pro CPU-Sockel stehen zwei Quickpath-Links zur Verfügung.
Nehalem-CPUs werden mit einem integrierten Memory-Controller mit 3-Channel-DDR3-Unterstützung (800, 1066 und 1333 MHz) ausgestattet: Auf Zwei-Sockel-Systemen sind so beispielsweise mit 2-GByte-Speichermodulen 36 GByte an Arbeitsspeicher einsetzen.
Was Intel besonders hervorhebt: Alle Nehalem-Komponenten sollen dynamisch an- und abschaltbar sein, so ist bei den Prozessoren bei Bedarf auch mit geringer Energieaufnahme zu rechnen. Informationen zum Erscheinungstermin, dem exakten TDP-Wert, Taktungs-Varianten und zur Performance in der Praxis gibt es noch nicht. Stattdessen blickt Intel bereits ins Jahr 2009: Dann nämlich soll die Nehalem-Architektur schon wieder auf 32 Nanometer verkleinert werden. Der Codename für diese CPU-Serie lautet Sandy Bridge.
Zum Ende der Telefonkonferenz gab es noch spärliche Infos zum Grafikchipsatz Larrabee: Mit dem Multi-Core-Chip — der voraussichtlich über 8 Kerne mit je eigenem L2-Cache verfügt — will Intel mit Nvidia und AMD/ATi konkurrieren. »Ich bin überzeugt, dass wir eine konkurrenzfähige Grafik-Hardware haben«, so Gelsinger. Bekannt wurde lediglich, dass ein neuer Vektor-Befehlssatz und eine neuartige Cache-Architektur zum Einsatz kommen werden.
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6 cores^^ das wird ja immer krasser^^
Und bis auf Hardcore-Entwickler braucht das auch kein Mensch...
Siehe Berichte zur Skulltrail-Plattform. Da konnten selbst ausgewachsene (und für MultiCore-Systeme optimierte) Anwendungen nicht so wahnsinnig viel mit acht Kernen anfangen...
Gut, diesmal sinds sechs. Braucht trotzdem kein Mensch.
--Jens--
Das is im endeffekt doch nur wie das Wettrüstung beim P4 mim Takt, jetzt erhöhen se halt die Anzahl der Cores!
Viel Interessanter find ich doch Larrabee, wenn die was taugen is das doch mal ne nette Neuigkeit, sonst hört man doch eher davon dass schon wieder ein Grafikchiphersteller verschwindet, dass mal einer auftaucht find ich gut!
Ich hoffe nur das Microsoft dann auch ein Windows System parat hat was die Cores nutzt. So wie es bei Mac OS, Linux oder Darwin der fall ist. Momentan sind bei mir immer 2 Cores Kaffee Trinken :-).
@Filz:
Intel ist bereits Marktführer bei Grafikchips. Wenn die nun nicht nur bei der Stückzahl sondern auch noch bei der Leistung an die Spitzenposition gelangen können, dann sind bald ZWEI andere tot. Rate mal wer das sein wird.
Wer kauft schon noch eine zusätzliche Graka, wenn in jedem System bereits etwas vergleichbares oder gar schnelleres im Chipsatz stecken würde.
Ich glaube kaum das dann ZWEI tot sind. Wenn dann einer, Nvidia. ATI ist ja bereits bei AMD untergekommen. Aber es kursieren ja auch immer wieder Gerüchte, dass Intel sich für NV interessiert (was ich allerdings für unrealistisch halte, Intel hat genug KnowHow im Grafikbereich).
Interessanter ist die Meldung, dass Nvidia sich für VIA interessieren soll.
So bekommt man noch mehr KnowHow im Chipsatzbereich (darum ja auch nicht zuletzt der Zukauf ULi), sondern VIA hat ja auch eine X86-Prozessorlinie im Sortiment.
--Jens--
Mir is schon klar dass Intel Marktführer is, aber ich vermute mal dass Sie mit dem neuen Chip eher ins High-end-Segment zielen, oder?
Marktführer sind se ja nur bei Office-Onboard-Lösungen!
Und ich bezweifle stark dass ein dritter Anbieter die anderen beiden in den Ruin treibt, allein das Fanboytum verhindert das meiner Meinung nach!
Und bis zur Spitzenposition in der Leistung isses wohl auch noch ein weeeeeiter weg, erst recht für onboard!
Der Link auf der haupseite ist Falsch geschrieben.
"Intel bestätgt Hexacore-CPU "
Aber sonst danke für die Info
Ich weiss gar nicht, was Ihr habt? Ich nutze meine Kerne immer zu 100% aus. Zu viele Kerne gibt es eigentlich nicht. Und Arbeit ist für alle da: www.rechenkraft.net