ASUS setzt (wieder) auf Linux beim EEE PC

Als ASUS seine ersten EEE PCs im Jahr 2007 vorstellte, fand sich auf diesen kein Windows-Betriebssystem, sondern der Hersteller setzte – um den hohen Lizenzkosten zu entgehen – auf Linux. Doch als sich so langsam abzeichnete, dass die kompakten Billig-Notebooks zu einem größeren Erfolg werden könnten, intervenierte Microsoft. Der Softwarekonzern drängte die Hersteller zur Installation von Windows XP; später kam Windows 7 Starter zum Einsatz.

Allerdings scheinen die Redmonder mittlerweile das Interesse an Netbooks verloren zu haben. Von Windows 8 wird es keine Einsteiger-Variante zu einem günstigeren Preis geben. Und damit geraten die Netbook-Hersteller in Bedrängnis, schließlich gestalten sie die Attraktivität ihrer Rechner in starkem Maße über den Preis. Doch schon die enorm gestiegenen Preise für Festplatten haben die Margen zuletzt deutlich sinken lassen, sodass sich diesen nur noch zwei Möglichkeiten bieten: Entweder die Preise erhöhen oder auf Windows verzichten.

ASUS scheint sich nun zu letzterem entschlossen zu haben. Mit dem EEE PC 1015CX präsentiert der Hersteller einmal mehr ein klassisches Netbook: Das Display ist 10,1“ groß und leistet eine Auflösung von 1024 x 600 Pixel, im Inneren des Gehäuses arbeitet ein Atom N2600 zusammen mit einer GMA-3600-GPU (die auf einem PowerVR-Grafikchip von Imagination basiert), außerdem finden sich ein 2 GB großer Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit eine Kapazität von 320 GB. Auch VGA, HDMI, ein Kartenleser und drei USB-2.0-Schnittstellen sind an Board. Das Betriebsystem stammt jedoch nicht mehr von Microsoft, sondern von Canonical. ASUS setzt bei seinem Netbook auf Ubuntu Linux.

Mit einem Gewicht von 1,25 kg und Außenmaßen von 26,2 x 17,8 x 2,5 cm erreicht der EEE PC 1015CX beinahe die Dimensionen eines Ultrabooks, der Preis ist mit etwa 230 € jedoch deutlich günstiger.

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6 Kommentare
    Dein Kommentar
  • papst01
    Können die nicht wenigstens die Auflösung nen Ticken hochschrauben. Das macht einfach keinen Spaß damit zu surfen - man ist nur mit Scrollen beschäftigt. Ansonsten find ich ja Netbooks prima. Sinnvoll nutzbare Tastatur - im Gegensatz zu dem Touchscreen-Geraffel. Eine erträgliche Größe haben die Geräte so dass es auch unter den Wohnzimmertisch passt und auch die Akkulaufzeit lässt einem damit mobil in der Wohnung oder unterwegs sein...
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  • deeptracks@1344321174@guest
    Windows 8 läuft auf dem ding auch nicht richtig. Metro-apps laufen erst ab einer Auflösung von 1024x786.
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  • vanVan@guest
    Wahnsinn, immer noch die gleiche Krüppelauflösung wie zu beginn des Netbook-Booms...
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