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Intel: Höhere PC-Preise durch EU-Strafe?

von - quelle: Tom's Hardware DE

Als Folge der Milliardenstrafe, die die EU-Kommission Intel auferlegt hat, werden langfristig die Preise für PCs in Europa steigen. Davon gehen zumindest die Marktforscher von IDC aus.

Eine Strafzahlung von 1,06 Milliarden Euro ist zwar kein Pappenstiel, für den Chipgiganten Intel ist die Geldbuße aber durchaus zu verschmerzen – am Mittwoch letzter Woche verhängten die Kartellwächter gegen Intel die bislang höchste Strafe seit Bestehen der EU-Kommission (siehe »Milliardenstrafe für Intel«).

Über die Folgen der Strafe haben die Marktforscher von IDC beraten. Ergebnis: Die Zahlung von 1,06 Milliarden Euro hat für Intel – ob der Hersteller nun Berufung einlegt oder nicht, und unabhängig davon, wann die Zahlung schließlich erfolgt – keine unmittelbaren Konsequenzen. Immerhin kann Intel für das Jahr 2008 auf immerhin knapp 40 Milliarden US-Dollar Umsatz verweisen.

Allerdings geht IDC davon aus, dass Intel langfristig gezwungen sein wird, Rabatte und sonstige Vergünstigungen zurückzufahren. Zudem plant die EU-Kommission, Intels Lieferkette zu kontrollieren und zu regulieren, was laut IDC zu Verzögerungen und letztlich zu einer geringeren Nachfrage führen könnte. Eingeflossen in die Berechnungen der Marktforscher ist auch der stetige Preisverfall für Hardware auf dem gesamten Markt. Dieser ist auf Dauer nicht zu kompensieren, auch nicht durch den Chipgiganten. IDCs Fazit: Das EU-Urteil hat mittel- und längerfristig einen verbraucherfeindlichen Effekt, die Hardware-Preise werden steigen.

Für AMD hat IDC einen Tipp parat: Der CPU-Hersteller müsse sich noch mehr an den Bedürfnissen des Markts ausrichten, so die Empfehlung. Dann könne er die Chance auch richtig nutzen, die er durch den Dämpfer, den die EU Intel verpasst hat, erhalten habe. Auch wird sich in den kommenden Monaten erst noch zeigen, ob AMDs Entscheidung, seine CPU-Fabs und sonstigen Produktionsstandorte zu verkaufen, korrekt war.

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SKollmann 19/05/2009 12:43
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-6+

Zitat :Allerdings geht IDC davon aus, dass Intel langfristig gezwungen sein wird, Rabatte und sonstige Vergünstigungen zurückzufahren.

Dann erfahren wir ja endlich, wie teuer deren CPUs wiklich sind. Und der Kunde im Blödmarkt wird sich wundern, daß die Rechner mit Intel auf einmal so teuer geworden sind. Darauf, daß die Rechner mit AMD dann bei denen günstiger sind, brauchen wir wohl nicht hoffen. Sofern es da überhaupt mal welche gibt.
Zitat :IDCs Fazit: Das EU-Urteil hat mittel- und längerfristig einen verbraucherfeindlichen Effekt, die Hardware-Preise werden steigen.

Wieso denn? Weil Intel auf einmal nicht mehr besch... kann? Was meinen die denn, wie weit die Preise steigen würden, wenn wir nicht mehr AMD hätten?
Zitat :Für AMD hat IDC einen Tipp parat: Der CPU-Hersteller müsse sich noch mehr an den Bedürfnissen des Markts ausrichten, so die Empfehlung.

Hä? Was glauben die denn, was die machen? Nur weil sie nix für Nettops im Angebot haben? Deren Nachfrage scheint ja in letzter Zeit auch mehr als nur zu Bröckeln.

fbx 19/05/2009 13:10
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-3+

hmm Schade, das ist aber schlecht für den Verbraucher oder was will uns IDC damit sagen. Marktforschung :/ Irgendwie stehen die bei mir auf einer Stufe mit "Beratern" vollkommen überflüssig, wer so was nötig hat sollte mal über nen Betreuer nachdenken. Was denken die wie weit Intel die Preis anziehen kann ohne das jemandem Auffällt das es Alternativen gibt?

M1n1m3 19/05/2009 13:24
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--3+

hahaha
die eu kassiertund intel treibt die strafe auf dem rücken der verbraucher ein
das sind geschichten die sich immer wieder wiederholen

geil nich ?
willkommen in der freien marktwirtschaft wo wenige sehr viel und sehr viele wenig haben.

KatSeiko 19/05/2009 13:27
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-4+

Wie viele von den "Marktforschern" wurden von Intel gekauft? Gibts dazu auch eine Statistik?

Man kann dazu in Zukunft nur eins Vorhersagen: Der Marktanteil von AMD wird steigen. Die Prozessoren von Intel mögen im Preis steigen, die von AMD allerdings wohl eher nicht.

Muecke 19/05/2009 13:29
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-1+

Zitat :Fazit: Das EU-Urteil hat mittel- und längerfristig einen verbraucherfeindlichen Effekt, die Hardware-Preise werden steigen.


So lange der einzige Konkurrent existiert mag das stimmen. Ohne fairen Wettbewerb (und die zur Umsetzung nötigen Strafen) wird es aber langfristig kein AMD mehr geben, und das wäre dann wirklich verbraucherfeindlich.

Wer hat denn die Studie bezahlt? Ich könnte mal raten, dass es eine Halbleiterfirma war, die seit wenigen Tagen auch wieder Fernsehwerbung macht um ihr angekratztes Image aufzubessern.

TheCritter 19/05/2009 13:31
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-2+

Ich verstehe Bahnhof. Also wenn Intel keine Rabatte mehr gibt (geben darf), so verdienen die doch mehr an einer CPU.
Ok, verkaufen zwar weniger, aber das gleicht sich dann sicher aus und ist fairer für AMD.
Also mal abgesehen von der Strafe macht Intel nichts ver, aber AMD könnte es vieleicht besser gehen.

Hatebreeder 19/05/2009 14:48
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-2+

Es geht um Rabatte, die Intel an seine Kunden gegeben hat, wenn diese kein AMD verkauften. Das führte damals dazu, dass mehr P4 als Athlon64 verkauft wurden, obwohl AMD deutlich überlegen war. In Media Markt und Saturn (Metro) standen dadurch einfach keine AMD PCs und "Wir sind halt so blöd".

Blackmarket 19/05/2009 15:57
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-3+

Schönes Ratespiel von IDC, mal schauen was wirklich passiert ;)

Blackmarket 19/05/2009 16:01
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-2+

@M1n1m3
Da lob ich mir den Sozialismus, da hat wenigstens jeder wenig

Weltenspinner 19/05/2009 16:06
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-4+

Jetzt muss Intel 1Mrd. EUR zahlen und hat immer noch Geld,
so eine Studie zu bezahlen. Nicht schlecht. :)

Wenn die die Preise erhöhen, kauft man eben AMD,
die es wohl nun auch zu kaufen gibt.
Im Endeffekt ist das Urteil also kundenfreundlich.
Soweit kann doch jeder 12 jährige N00b denken.

Christoph64 19/05/2009 17:16
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-1+

...kann mich weltenspinner nur anschließen. das urteil war kundenfreundlich - wärs nicht gekommen, hätte intel einfach so weiter machen können. ...ich hoffe nur, dass das urteil auch baldige auswirkungen in mediamarkt-regalen zeigen wird.

saulus 19/05/2009 18:57
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-2+

So so, intel hat vor ca. 1,5 Jahren mit dem ganzen Marktmanipulationen aufgehört. Sind die Preise gestiegen? Nö sind sie nicht.

aarfy 19/05/2009 21:46
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-1+

hmm die haben mit der Manipulation aufgehört als sie konkurrenzfähige Produkte verkauft haben und 70% Marktmacht hatten.. wollen aber nachwievor AMD vom Markt drängen, komisch dass da die Preise nicht gestiegen sind. Mal davon ab gibt es immernoch Rabatte wenn man kein AMD verkauft, soweit berichtet wird.

Wenn Intel so schwach kalkuliert hat, dass sie wegen einer läppischen Milliarde die Preise anheben müssten wäre etwas verkehrt. Die haben trotz Wirtschaftskrise momentan 'ne Kriegskasse da würde manches Land mit den Ohren schlackern. Sollten sie wider erwartens doch die Preise anheben wird das AMD eine willkommene Entspannung bringen und sie werden mitziehen.

Sowas halte ich bei der momentanen Marktlage aber für annähernd ausgeschlossen: wenige Investitionen - und damit schwindet auch AMDs Puffer - Intel hat da wie gesagt noch etliche Rücklagen, auch wenn die Jahreszahlen leiden werden -> sowas geht aber im allgemeinen Grundrauschen der Krise unter - wenn man da Druck aufbauen kann wird alles gut..

Kurzum: selbst aus dieser Geschichte wird Intel wieder blendend hervorgehen..

tm0975 19/05/2009 22:41
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-1+

Also war letztendlich Intel der große Verlierer der Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung und der Kunde der Gewinner? So, ich könnte mir vieles vorstellen, aber hier soll mir wohl ein besonders großer blauer Bär aufgebunden werden....

snooze 20/05/2009 00:17
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-0+

"noch zeigen, ob AMDs Entscheidung, seine CPU-Fabs und sonstigen Produktionsstandorte zu verkaufen, korrekt war."
lol, als ob AMD eine Alternative gehabt hätte...

Mir scheint, dass IDC hier unbedingt Wasser auf Intels Mühlen kippen will. Ganz nach dem Motto "Das EU-Urteil schützt nicht den Verbraucher, es schaded ihm" - was natürlich völliger Schwachsinn ist!!!

anonymous 21/05/2009 10:19
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-0+

Lol also ich finde perönnlich... die strafe is viel zu mild ausgefallen! weil wenn man rechnet intel hat schon fast seit einem jahrzehnt dieses übel betrieben! Das is nicht hinnehmbar! der schaden is um das 10 fache größer! hoffe ich werden bald einen AMD rechner beim blödmannmarkt im topangebot sehen... weild ann merkt man change happened! :)

wuselsurfer 22/05/2009 17:52
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--1+

Zitat :Da lob ich mir den Sozialismus, da hat wenigstens jeder wenig


@ Blackmarket
Im Sozialismus hättest Du aber kein Internet.
Und einen PC schon gar nicht.

PC-Preis: Commodore PC 40 (1 MB RAM - 40 MB HD) = 80.000 DDR-Mark.

Weltenspinner 22/05/2009 18:42
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-0+

Übertreibe mal nicht. ;)

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