Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Kartellverfahren gegen Bildschirmhersteller

von - quelle: Tom's Hardware DE

Erneut geht die EU-Kommission gegen mögliche Preisabsprachen unter Bildschirmherstellern vor. Wieder zählt Philips zu den Beschuldigten.

Schon im Sommer 2009 waren die Hersteller von Monitoren im Visier der Brüsseler Kartellwächter. Damals ging es um Preisabsprachen auf dem Markt für LC-Displays. Unter anderem Philips und LG Display zählten zu den Beschuldigten (siehe »EU: Kartellverfahren gegen LCD-Hersteller«).

Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, macht die Europäische Kommission nun mehreren Herstellern von CRT-Monitoren (Cathode Ray Tube, Kathodenstrahlröhren) gleichartige Vorwürfe. Wieder im Visier der Kommission ist Philips. Das Unternehmen sei von der Brüsseler Behörde aufgefordert worden, zu Vorwürfen bezüglich »des Verstoßes gegen Wettbewerbsregeln« Stellung zu nehmen.

Schon seit zwei Jahren soll die Kommission diesen Markt im Auge haben. Mehrere Hersteller sollen erneut Preisabsprachen getroffen haben: Wird durch geheime Abkommen gemeinsam gegen einen Preisverfall vorgegangen, würden europäische Kunden über Jahre hinweg zu viel für die Produkte bezahlen. Die EU-Kommission hat deshalb gegen die CRT-Bildschirmhersteller ein Verfahren gegen »zwei Kartelle mit jeweils mehreren Firmen« eröffnet. Den beschuldigten Unternehmen drohen Bußgelder in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.

Verlinken:
12
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentar absenden
fffcmad 27/11/2009 12:18
Ausblenden
-2+

Die sollten mal lieber unsere Mineraloelkonzerne ins Auge nehmen. Aber dafuer werden diese Heinis wohl zu gut bezahlt *veraechtlich hust*

Roehrenmonitore kauft inzwischen eh keiner mehr, zum Einen, weil die Meisten Leute nie einen guten CRT besessen haben, und deswegen auf TFTs geil sind, zudem werden TFTs langsam auch mal Film- und Spieletauglich. Je nach TFT sind jetzt auch schon endlich mal Modelle zu haben, die mehr als 16Bit Farben darstellen und auch noch einen breiten Farbraum abdecken. Und auch Modelle mit deutlich mehr als 60Hz sind inzwischen zu haben. Interpolation ist auch besser geworden. Wozu also noch Roehre?

Fuer den Kunden kommt das jedenfalls zu spaet. Da haetten sie mal frueher in die Kiste schauen muessen.

fbx 27/11/2009 15:00
Ausblenden
-0+

haben den TFT noch Hz oder wird das nur so "angegeben"? kann mir bei der Technik irgendwie keine Hz vorstellen.

fffcmad 27/11/2009 16:39
Ausblenden
-0+

Ist aber so... Das Bild wird mit einer bestimmten Bildwiederholrate aufgefrischt. Das da einzelnde Pixel direkt angesteuert werden, ist nicht korrekt.

holgiheftig 27/11/2009 23:53
Ausblenden
-0+

was soll mehr als 60 hz bei einem tft an vorteilen bringen?

snooze 28/11/2009 11:43
Ausblenden
-0+

Es soll auch Leute geben, die das Bild eines 100Hz-Fernsehers zu "weich" finden.
Visio ist eben (fast schon so wie Audio) Geschmackssache!

Die Vorteile eines Flachbildschirms gegenüber einer Röhre sehe ich viel eher in Volumen, Format, Masse, Energie-Verbrauch (auch wenn die flachen keine Sparwunder sind, sind sie doch genügsamer als eine Röhre) und geringerer Strahlung, als in der Bildqualität, welche eigentlich nur für einen Grafiker entscheidend ist.
Mobile Geräte wurden erst durch Flachbildschirme möglich!

=> Es geht also nur nebensächlich um Bildqualität.
(Natürlich sind schlechte Interpolation und miese Umwandlung von analogen Signalen eine Krankheit, welche unbedingt vermieden werden sollte. - Genauso wie spiegelnde "Matt"-Scheiben.)

Was mich viel eher interessiert: Wer zum Teufel kauft denn heutzutage noch Röhren?!
- Es muss ja da noch Leute (wenn auch nur sehr wenige) geben, wenn der Verdacht auf ein Kartell besteht...
Geht es da nur um Teile für Spezialgeräte/Messgeräte (z. B. Oszis) oder sind da auch noch herkömmliche Fernseher mit dabei?
Oder wird in der dritten Welt vielleicht noch Röhre gekauft? (in diesem Fall wären Kartellpreise wirklich mies!)

suit 30/11/2009 10:59
Ausblenden
-0+

holgiheftig :
was soll mehr als 60 hz bei einem tft an vorteilen bringen?



Das menschliche Gehirn kann weit mehr als 60 Bilder pro Sekunde verarbeiten - für eine augenscheinlich flüssige Bewegung ist das zwar nicht notwendig - da reichen schon 5 Bilder pro Sekunde um das Gehirn auszutricksen. Besonders bei schnellen Drehungen, Bewegungen oder Kameraschwenks ist unsere Sehkraft aber so träge, dass man ein "ruckelndes Bild wahrnimmt", weil die Einzelnbilder zu stark voneinander abweichen.

holgiheftig 30/11/2009 11:26
Ausblenden
-0+

suit :
Das menschliche Gehirn kann weit mehr als 60 Bilder pro Sekunde verarbeiten - für eine augenscheinlich flüssige Bewegung ist das zwar nicht notwendig - da reichen schon 5 Bilder pro Sekunde um das Gehirn auszutricksen. Besonders bei schnellen Drehungen, Bewegungen oder Kameraschwenks ist unsere Sehkraft aber so träge, dass man ein "ruckelndes Bild wahrnimmt", weil die Einzelnbilder zu stark voneinander abweichen.



Das ist mir nicht neu.
Ich erkenne auch sofort wenn mein alter CRT mit 85 anstatt 100Hz läuft!

Allerdings existiert doch technisch dieses Flimmern bei TFTs nicht mehr, da jedes Pixel eine gewisse Farbe ununterbrochen darstellt, bis es die Farbe ändern soll.
Oder irre ich da?

Somit wäre doch ohne Messgeräte nicht feststellbar bei welcher Bildwiederholrate ein TFT arbeitet.

jo-82 30/11/2009 12:16
Ausblenden
-0+

Für 3D werden z.b. 120 Hz benötigt, damit mal das Linke mal das Rechte Bild abwechselnd zumindest 60Hz erreicht. Bei einem "normalen" 60Hz TFT würde dies pro Seite auf 30Hz zurückfallen, und da gibts dann schnell Kopfweh.

suit 30/11/2009 16:54
Ausblenden
-1+

holgiheftig :
Allerdings existiert doch technisch dieses Flimmern bei TFTs nicht mehr, da jedes Pixel eine gewisse Farbe ununterbrochen darstellt, bis es die Farbe ändern soll. Oder irre ich da?



Nein, da irrst du nicht - aber es geht dabei ja nicht ums flimmern sondern um eine ruckelige Bewegung weil die unterschiede zwischen zwei Einzelbildern zu groß sind.

Stell dir vor, du hast einen Zebrastreifen dessen Streifen und Abstände etwa 30 cm betragen. Wenn du jetzt mit 0,1 m/s über den Zebrastreifen gehst und von oben jede Sekunde ein Bild machst (wobei der Bildausschnitt maximal die 30 cm erfasst), hast du den Eindruck eine kontinuierlichen Bewegung. Wenn du nun nur mit 0,3 m/s drüber gehst und jede Sekunde 1 Bild von oben machst hast du nachher den Anschein als würden die schwarzen und weißen Streifen blinken. Gehst du mit 0,6 m/s mit 1 Bild pro Sekunde über den Zebrastreifen siehst du später nur noch schwarze oder weiße Bilder.

Jetzt übertrage diesen Effekt auf einen schneller 360°-Schwenk (der eine Sekunde dauert) mit einer Kamera. Wenn der Blickwinkel und die Entfernung zur "Landschaft passt", kann es sein, dass dadurch Bildinformationen fehlen und die Drehung ruckelig wirkt.

holgiheftig 30/11/2009 17:15
Ausblenden
-0+

OK, wo gibts jetzt die 100Hz TFTs? :-D

fffcmad 02/12/2009 13:47
Ausblenden
-0+

Guckst du Samsung.Nvidia 3D als Stichwort.

fffcmad 02/12/2009 13:48
Ausblenden
-0+

@Suit gut erklaehrt. Das gibt Daumen hoch :)

Beste Angebote

Newsletters


OK