Einfuhrzoll auf Hightech-Handys
Für die EU-Kommission sind Multimedia-Handys keine Mobiltelefone mehr und sollen mit satten Importzöllen belegt werden. Branchenverbände und Gerätehersteller stellen sich gegen die Pläne und befürchten Preiserhöhungen.
Mit der geplanten Regelung macht sich die Brüsseler EU-Behörde nicht gerade beliebt bei Herstellern wie Nokia, Samsung oder Motorola: Multimedia-Handys sollen mit Einfuhrzöllen von bis zu 14 Prozent belegt werden. Als Hightech-Gadget und eben nicht als Telefon sondern als »zollpflichtige Unterhaltungselektronik« gelten in Brüssel Geräte, die über
● eine Digitalkamera mit optischen Zoom,
● ein Navigationsmodul mit GPS,
● einen TV-Empfänger samt einer Bildschirmdiagonale ab neun Zentimetern
● oder über die Möglichkeit zur Videoaufzeichnung verfügen und deshalb über 16 GByte Speicherplatz bereitstellen.
Geräte ohne Zusatzfunktionen, mit denen nur ein wenig mehr als telefoniert werden kann, sollen wie gehabt zollfrei bleiben.
Branchenverbände und Hersteller laufen Sturm gegen die Regelung, über die die EU-Mitgliedsstaaten noch diese Woche beraten werden. Kaum ein Gerät wird heutzutage noch in Europa gefertigt. Auch der größte Handy-Hersteller Nokia beispielsweise müsste Einfuhrzölle für seine Handys zahlen, die er etwa in China fertigt.
»Die Abgaben würden die Geräte massiv verteuern und die Verbreitung technischer Neuerungen bremsen«, erklärt Bitkom-Präsident Scheer (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien). Sein Rechenbeispiel: Für ein modernes Smartphone, das ohne Mobilfunkvertrag 500 Euro kostet, würden rund 70 Euro Einfuhrzoll anfallen. Für Geräte mit einem GPS-Modul, die künftig als Navigationsgerät deklariert werden könnten, gelten 3,7 Prozent Zollgebühr.
Grundsätzlich lehnt der Bitkom die Regelung und auch die Einstufung der Geräte zu einer bestimmte Zollklasse ab. »Ein Handy wird an erster Stelle zum Telefonieren benutzt, auch wenn es multimediale Zusatzfunktionen besitzt«, so Scheer. »Die ergänzenden Handy-Funktionen machen die Geräte vielseitiger und führen zu eine stärkeren Nutzung des mobilen Internet«. Ein Wachstumsmarkt, der »nicht durch Zölle abgewürgt werden darf«.
Bild: WDR.de
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Hallo?!?!?!?
Gehts noch?.... nur weil man mehr als "nur" telefonieren kann heißt das nicht, dass es kein Handy mehr ist.
Also bei der Arbeitslosigkeit, die entsteht, wenn irgendein Hersteller ins Ausland "outsourced", ist es doch nur verständlich, dass die EU etwas dagegen tun will. Warum werden denn Handys nicht besteuert?
Kann ich auch nachvollziehen.
Wer nur ein günstiges Handy zum telefonieren haben möchte kann sich ja immer noch eins ohne den ganzen Glimbim kaufen.
Also ich denke nicht, dass die Importzölle für derartige Handys irgendeinen Arbeitsplatz rettet... bis auf die der EU-Kommission. Die EU-Kartoffelsäcke wollen sich doch nur die Taschen vollstopfen. Wenn die Produktion im Ausland so billig ist, dass es sich lohnt dort zu produzieren, dann nehmen es die Hersteller direkt in Kauf.
Hätte Nokia die Fabrik in Deutschland vieleicht nicht schließen sollen^^
Na ist doch klar... Europa geht das Geld aus dank der Finanzkrise, also schauen wir mal eben nach, wo man noch abzocken könnte... irgendann wird das dann soweit hinausgehen, dass dann Fernoststaaten zu importierende Ware genauso mit Importzöllen belegen und damit uninteressanter machen!
Hurra... Da sitzen ja mal wieder Intelligenzbestioen in Brüssel... Aber wie man schon immer so schön lesen kann, wer die Kohle dicke hat (und dazu zählen die Sesselfurzer in der Politik und Wirtschaftsriege zu 99,9% dazu), dem geht's am A... vorbei, ob er dann halt mal schnell nen Hunni mehr abdrücken muss, aber Otto Normalo, dem das Geld ohnehin schon ned locker sitzt, darf dann gleich noch mehr abdrücken und wird daher den kauf entweder verschieben oder ganz abblasen!
Prima Brüssel, weiter so, so tragt ihr bestimmt dazu bei, dass die Rezession gemildert werden kann! (P.S.: In diesem Satz ist ironie versteckt! Wer sie findet, darf sie behalten!)
Ich finde das Prima so. auch wenn ich derzeit mit dem Gedanke spiele mir ein HTC Touch HD oder Ähnliches zu holen.
Wer Outsorced sollte durchaus damit rechnen das seine Produkte höher besteuert werden.
Vor allem weil die ach so billigere Arbeitskraft ja auch so viel ausmacht in Hightech Branchen mit fast voller Automatisierung. Wenn ich mich recht entsinne, Hamn die ja auch gejammert wo der Sprit teurer wurde und somit der Transport zu den Abnehmer Ländern das Einspaarpotential des Outsorcing´s negierte.
tjo, der Bausatz Wirtschafftskrise zum selber basteln aus der Hobbytek erfreut sich rasender Beliebtheit. Mal sehn wie sich das weiter entwickelt.
Hätte Nokia die Fabrik in Deutschland vieleicht nicht schließen sollen^^
wusste gar nicht das rumänien außerhalb der eu ist.
Wie gestern erst in der ARD oder im ZDF zu sehen war, sind noch nichtmal die Hälfte der versprochenen Arbeitsplätze in Rumänien geschaffen worden.
Und ich muss dem Präsident des Bitkom-Verbands widersprechen, Handys werden bei der Jugend vornehmlich nur noch als Spielerei eingesetzt, und eben am wenigsten zum Telefonieren, daher ist die Argumentation schon gerechtfertigt.
@casi: ich muss dir widersprechen, ich persönlich glaube die meisten handybesitzer nuten das am meisten als uhr, danach kommen glaub erst die anderen dinge
@KatSeiko! Und WER wird denn die überbesteurte Handys kaufen ? Etwa die Arbeitslosen! Solche Regelungenn sind kontraproduktiv und absoluter Unsinn!
Na schön dass z.B. das iPhone 3G im Titelbild des Artikels schonmal nicht unter die genannten Kriterien fällt und damit auch offiziell mehr "phone" als "i" ist
(-) Da kein optisches Zoom
(-) Hat zwar GPS, aber keine Navi-Funktion (bislang) ..die kann man ja aber - wenn dann mal verfügbar - schön manuell und innerhalb der EU per Kauf im App-Store nachrüsten
(-) Kein TV-Empfang
(-) Offiziell keine Videoaufzeichnung von Hause aus und wenn doch dann nicht über 16 GB Speicherkapazität dafür...
prima sache, zumal wir hier in Deutschland ja eh kaum steuern zahlen.
Bin doch stark dafür.
Outsourcing darf nicht belohnt werden.
Geld in EU-Kassen ist immer gut.
Könnte es einfache Handlichse fördern.
Unterhaltung ist Luxus und den darf man ruhig versteuern.
Ich kriege echt genug von diesen lahmen,
zugepackten Prestigeobjekten, die nicht mal
einen 1,5m Sturz auf Pflasterstein überleben,
aber 300 EUR aufwärts kosten.
Die Handlich-Suche dieses Jahr war ein graus.
Monate lang gesucht und 350 EUR geblecht
für ein Klappergestell mit Spaltmaßen,
bei denen man Unfallschäden unterstellen müsste.
Dabei war es das, was meinem Wunschhandlich am nächsten kam.
Nichts Klappen, nichts Schieben, Nur Musik, Telefon und SMS.
Ich mochte das alte lieber. Kostetet die Hälfte,
war einfach und schneller und vor allem besser verarbeitet.
Das neue liegt jetzt als Ersatz-Handlich herum.
Hauptnutzung heutiger Handlichse bei mir:
1. Uhr
2. Musik
3. Telefonieren
4. SMS
Ich bin da eine Ausnahme.
Die meisten nutzen es echt als Spielzeug.
wusste gar nicht das rumänien außerhalb der eu ist.
Offensichtlich wird aber nicht nur in Rumänien gefertigt - sonst könnte es Nokia ja egal sein und bräuchte nicht gegen die Regelung zu meckern.
Das ist verboten. Ein Multimedia-Handy ist eigentlich ein veritabler Computer. Auf Computer und deren Einzelteile dürfen gemäss weltweit geltenden GATT WTO Abkommen kein Zoll erhoben werden. Aber das werden diese Fuzis dann schon noch merken - dauert einfach noch einen Moment...
Für mehr Geld in den EU Kassen bin ich auch! Mir wäre auch lieber die Geräte würden z.B. in Deutschland produziert! ABER!!! Die Hersteller holen sich doch die Kohle beim Endkunden, bei uns wieder!!! Damit werden eigentlich die EU-Bürger zur Kasse gebeten :-(
Mein Handy (Smart Forfour) hat sogar eine Fahrfunktion mit Rückwärtsgang. Sauerei das ich für das Handy sogar KFZ-Steuer zahlen muss!
Ich liebe Smart-Witze!
Ein Hoch auf meine motorisierte Kameratasche!