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EU senkt Roamingpreise ab 1. Juli

Von - Quelle: EU-Parlament | B 8 kommentare
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Ab dem 1. Juli dieses Jahres zahlen Verbraucher für den SMS-Versand im EU-Ausland künftig nicht mehr als 11 Cent. Im Ausland getätigte Anrufe werden mit 43 Cent statt bisher 46 Cent berechnet. Die Vorschriften gelten in allen 27 Mitgliedstaaten der EU.

Die Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten haben die neuen EU-Roamingvorschriften verabschiedet. Das Europäische Parlament hatte den entsprechenden Kommissionsvorschlägen vom letzten September bereits im April zugestimmt. Die neuen EU-Roamingvorschriften werden zu weiteren Preissenkungen um bis zu 60 Prozent führen – und zwar ab dem 1. Juli.  Ab diesem Termin müssen die Verbraucher für den SMS-Versand im EU-Ausland künftig nicht mehr als 11 Cent bezahlen. Der derzeitige Durchschnittspreis liegt bei 28 Cent. In den Niederlanden und Portugal werden sogar über 35 Cent pro Auslands-SMS verlangt.

Nach den neuen Vorschriften müssen die Mobilfunkbetreiber ausgehende Roaminganrufe nach den ersten 30 Sekunden nun sekundengenau abrechnen, anstatt pro Minute, was die Mobilfunkrechnungen um bis zu 24 Prozent senken dürfte. Eingehende Roaminganrufe werden nach der ersten Sekunde abgerechnet.

Der EU-Ministerrat hat darüber hinaus die Preise für Roaminganrufe heruntergesetzt. Die derzeitigen Höchstpreise von 46 Cent für im Ausland getätigte Anrufe und 22 Cent für im Ausland angenommene Anrufe werden am 1. Juli auf 43 Cent für ausgehende und 19 Cent für eingehende Anrufe gesenkt. Ab 1. Juli 2010 folgt eine weitere Minderung auf 39 Cent und 15 Cent und schließlich am 1. Juli 2011 auf 35 Cent und 11 Cent (jeweils pro Minute, ohne Mehrwertsteuer).

Deutlich gesenkt wurden auch die Datenroamingentgelte, also die Kosten, die im Ausland für das Surfen im Web oder den Abruf von Filmen mit einem Handy anfallen. Dies wurde durch eine Begrenzung des Vorleistungsentgelts auf 1 Euro pro übertragenem MByte erreicht. Momentan liegt das durchschnittliche Vorleistungsentgelt bei 1,68 Euro pro MByte. Die Spitzenpreise betragen in Irland 6,82 Euro. In Griechenland fallen 5,30 Euro an und in Estland 5,10 Euro.

Gestärkt wurde der Schutz der Verbraucher vor unerwartet hohen Rechnungen durch die Option, den Dienst unterbrechen zu lassen, sobald ein Rechnungsbetrag von 50 Euro erreicht wird, wobei der Verbraucher auch einen höheren Betrag wählen kann. Die neuen EU-Roamingvorschriften gelten in allen 27 EU-Mitgliedstaaten.

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  • fbx , 9. Juni 2009 14:23
    :D aumen ein kleiner Schritt ist besser als gar keiner.
  • wow4ik , 9. Juni 2009 14:54
    Dann kostet ne Sms im Inland mehr als ins Ausland (z.b. Vodafone)?
  • wow4ik , 9. Juni 2009 14:55
    Also zahlt man im Inland mehr als im Ausland? (z.b. Vodafone?)
  • Alle 8 Kommentare anzeigen.
  • Hitman85 , 9. Juni 2009 18:46
    Ist doch nicht nur bei Vodafone so, die meisten Provider verlangen doch 19 Cent. Würd mich auch mal interessieren wie's bei uns weiter geht....
  • kmueho , 9. Juni 2009 19:15
    Dann müssen sich die Viel-SMSer eben eine SIM-Karte aus dem Ausland besorgen :-)

    Was neues ist das ja auch nicht: Man kann für ca. 1.6 Cent/min per Netzvorwahl z.B. in die USA telefonieren. Aber ein Telefonat zum Nachbarn kostet bei der Telekom immer noch 3 Cent/min.
  • Anonymous , 9. Juni 2009 20:17
    Früher waren SMS mal kostenlos und ein Service des Anbieters....
  • mclovin , 10. Juni 2009 09:54
    Das mit den sms is echt ne frechheit!!!
  • Anonymous , 12. Juni 2009 10:27
    Handelt es sich hier nicht um Roaminggebühren die ZUSÄTZLICH anfallen?