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• Hands-On-Test: Ednet Wireless Stereo-Headset - weiche Ohrenklappen für Quasselstrippen

von - quelle: Tom's Hardware DE

Nicht nur Spieler nutzen Headsets. Im Gegenteil, die Zahl der notorischen Quasselstrippen steigt proportional zur Anzahl der verfügbaren Dienste und Messenger. Wir legen diesmal Wert auf Tragekomfort, Sprachverständlichkeit und eine stabile Funkverbindung

Zwei Batterien, ein Headset und null Kabel

Ednet macht es eigentlich clever. Anstatt sich einen tollen Kunstnamen auszudenken, kommt das Produkt als das daher, was es ist. Moderne Ehrlichkeit oder buchhalterischer Winkelzug? Fakt ist, man weiß auf den ersten Blick woran man ist: man erhält ein kabelloses Stereo Headset mit 2,4 GHz Technologie. Das Auspacken gerät weder zur Überraschungsparty, noch zur Zubehör-Orgie.  Headset, USB-Anschlusstick mit Sender und eine sehr überschaubare Anleitung. Ende. Die benötigten zwei Batterien im AAA-Format muss der Käufer selbst stellen. Wir haben uns am Ende gegen wiederaufladbare Akkus entschieden, normale alkalische Batterien halten ebenfalls lange genug, um nicht plötzlich im mehrstündigen Gespräch einfach mal so getrennt zu werden.

Erster Eindruck und TragekomfortEinklappbar und damit gut zu transportieren. Der Stick ist griffig und macht einen sehr stabilen Eindruck.

Die recht großen und sehr weich gepolsterten Ohrmuscheln aus Kunstleder garantieren einen recht angenehmen Tragekomfort. Auch wenn nach mehrstündigem Tragen dann doch Schweiß entsteht - Druckstellen wird man eher weniger finden. Die Ausführung macht einen recht stabilen Eindruck und die verwendeten Materialien reißen nicht vom Hocker, sind aber der 50-Euro-Preisklasse durchaus angemessen. Die Verstellbarkeit des Bügels ist auch für Kopfgrößen bis 62cm Umfang noch ausreichend ohne wackelig zu wirken. Dafür ein erstes Plus auf der Haben-Seite. Was außerdem sehr positiv auffällt: kein Mikrofonarm stört das Blickfeld. Hier hat Ednet einen etwas anderen Weg beschritten und das Mikro in eine der Hörkapseln fest eingebaut.

Installation und Inbetriebnahme

Auch hier keine Geheimnisse und Überraschungen. Einstecken, Headset einschalten -  der Kontakt erfolgt automatisch. Es werden keine Treiber benötigt, das Headset meldet sich selbständig als Wiedergabe- und Aufnahmegerät an. Die Übertragung bleibt innerhalb eines größeren Raumes sehr stabil, weder ein drahtloses Lenkrad, noch Maus, Gamepad oder eine Mikrowelle haben die Übertragung gestört.

Technische Daten
Typ
Kabelloses Stereo-Headset
Frequenzbereich20Hz - 15kHz
Empfindlichkeit85dB
Impedanz32 Ohm
LautsprecherDurchmesser: 30mm
MikrofonEingebautes Elektret-Mikrofon
Verbindung
2.4 GHz Funk, Automatische Kopplung
ReichweiteBis zu 50 m
Plug and PlayJa
BetriebssystemeWindows 2000, XP, Vista, Win7 und Mac OS
Stromversorgung
Benötigt 2 AAA Batterien. (Nicht im Lieferumfang enthalten.)

Egal, ob Batterie oder Akku. Die Laufzeit ist recht hoch und durchaus angemessen.  

Klangeindruck und Sprachqualität

Der Hersteller wirbt für ein Headset, mit dem Musikgenuss und Sprachübertragung gleichzeitig möglich sein sollen. Beurteilt man das angepeilte Hauptaufgabengebiet, dann kann man diesen Anspruch auf dem Sprachsektor durchaus als angemessen und erfüllt betrachten. Die Verständlichkeit ist hervorragend, Poltern und Zischen finden quasi nicht statt. Die Mittenwiedergabe ist sehr prägnant, nur der Bass ist leicht schwammig und die Höhen sind etwas zu schwach. Der Bass leidet unter den kleinen 3cm-Treibern am meisten, so dass eine laute und tieftonlastige Musikwiedergabe faktisch auch physikalisch bereits ausgeschlossen ist. Die Musikwiedergabe ist jederzeit möglich und in Grenzen akzeptabel, aber audiophil ist das alles nicht einmal in millimeterkleinen Ansätzen. Die Ortung bei Spielen ist ausreichend, aber nicht überragend.

Fazit und Kaufempfehlung

Es ist unterm Strich ein ehrliches Headset, das auf gamerlastigen Klimbim verzichtet und sich vor allem auf die Sprachübertragung konzentriert. Wer überwiegend Musik hört und dabei ein wenig anspruchsvoller ist, wird besser zu einem anderen Produkt greifen. Wem es hingegen auf einen treuen und bequemen Begleiter für nette Quasselstunden geht, der darf durchaus zugreifen. Allerdings haben wir mit dem als UVP angegeben Preis von knapp 50 Euro ein paar kleine Bauchschmerzen, denn es gibt gerade in diesem Bereich bereits sehr viele tolle Mitbewerberprodukte, wie unsere Tests bewiesen haben. Bei einem Straßenpreis von 40-45 Euro könnte das Ganze dann sicher schon eher hinkommen. Hier sollte man einfach mal im nächsten der üblichen Elektronikgroßmärkte nach dem Rechten sehen, denn die Preise schwanken zum Teil doch ein wenig. Vielleicht ist ja doch ein Schnäppchen drin. Viel falsch machen kann man dann nämlich nicht damit.

  


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