ASUS zeigt neue EeePCs, HiFi-Notebooks

13:20 - Thursday, 17. June 2010 von Benjamin Kraft - quelle: Tom's Hardware DE

Auf einer Presseveranstaltung hat ASUS gestern in Hamburg einen Ausblick auf kommende Modelle gegeben. Gezeigt wurden neben Notebooks mit HiFi-Sound und neuen Netbooks der EeePC-Familie auch ein Lamborghini-Notebook und EeeTop PCs.

Das SonicMaster-Logo.Das Event, das im Hamburger Hafen auf einem Schiff stattfand, begann mit einem Marktausblick. Stolz verkündete ASUS, dass man in Deutschland inzwischen laut GfK mit einem Marktanteil von 16,9 Prozent die Nummer 2 im Bereich der Mobilrechner sei. Betrachte man nur die Klasse der Netbooks, liege die Firma auf Platz 1 - und das durchgängig seit der Etablierung der Geräteklasse im Jahr 2007.

Henry Huang von ASUS demonstriert ein SonicMaster-Notebook.Den Anfang der Neuvorstellungen machte der Senior Sound Designer Henry Huang. Er zeigte mit dem ASUS NX90 ein Notebook mit HiFi-Ambitionen. Das Soundsystem, in Zusammenarbeit mit dem Nobel-Hersteller Bang&Olufsen entwickelt, wusste zu überzeugen und zeigte eine Audioqualität, die man einem Notebook nicht zugetraut hätte. Erreicht wurde das in erster Linie natürlich durch größere Lautsprecher mit einer vergleichsweise hohen Leistung von 11 Watt. Auch die Signalverarbeitung soll höchsten Ansprüchen gerecht werden, und so wird ein rauscharmer Codec zusammen mit einem DSP und passender Software enigesetzt, die gemeinsam für sehr klaren Klang und erstaunliche Räumlichkeit sorgten.

Das Ganze fasst ASUS unter dem Feature-Namen SonicMaster zusammen, und Geräte, die das entsprechende Logo tragen, müssen den hohen Ansprüchen genügen. Andere Modelle, die das SonicMaster-Logo tragen werden, sind das N43 (14 Zoll), N53 (15,6 Zoll) und das N73 (17,3 Zoll). Alle werden mit Intels Core-Prozessoren und USB 3.0 ausgestattet sein. Preise und Verfügbarkeit sind allerdings noch nicht bekannt.

Die EeePC-Familie.Als nächstes zeigte Jörg Wissing die vierte Generation der EeePCs. Dort gab es einige Neuerungen. So gibt es nun mit dem EeePC 1016 ein Modell, das sich konkret an Business-Anwender richtet und beispielsweise nicht nur ein mattes Display sondern auch einen nicht-spiegelnden Rahmen mitbringt - endlich, muss man sagen. Wie die restlichen neuen Modelle verfügt es über ein Chiclet-Keyboard und ein großes Trackpad, das Multi-Touch-Gesten versteht. Die Akkulaufzeiten sollen bis zu 10 Stunden erreichen. Zum Einsatz kommt ein Atom N455. 802.11-n-WLAN und Bluetooth 3.0 beherrscht das Business-Netbook auch.

So sieht ASUS die Anwendergruppen der EeePCs.Mit dem EeePC 1015 gibt es einen weiteres Modell mit mattem Display im 10-Zoll-Format, das sogar Laufzeiten bis zu 12,5 Stunden erreichen soll. Den EeePC 1018 wird es auch in einer Version mit USB 3.0 geben. Beide Familien nutzen aktuelle Atom-CPUs der N400-Reihe (von 1,6 bis 1,83 GHz) und haben ebenfalls schnelles WLAN sowie Bluetooth 3.0 an Bord.

Neu hinzugekommen ist ein 12-Zoll Modell namens EeePC 1215, das über Nvidia ION-2-Grafik verfügt und per Optimus-Technologie zwischen dieser und der integrierten Grafikeinheit der Atom-CPUs umschalten kann. Das Display zeigt 1366 x 768 Pixel. Hier ist mit der Verfügbarkeit in etwa im September 2010 zu rechnen. In diesem Fall hat sich ASUS mit dem Atom D525 für ein brandneues Dual-Core-Modell entschieden, das mit 1,8 GHz schnell ist und eigentlich für den Desktop (bzw. Nettop) gedacht ist.

ASUS Lamborghini VX6 - Design Netbook mit ION2Ein Blickfang stellte der noch als Prototyp angetretene VX6 Lamborghini dar, der in vielen Dingen mit dem EeePC 1215 übereinstimmt. Auch der Lamborghini nutzt den Atom D525 und ION2-Grafik. Das Äußere lässt aber keinen Zweifel darüber, an wen sich dieses Modell richtet. Als einziges der Eee-PC-Modelle verfügt es über das SonicMaster-Feature. USB 3.0 und Bluetooth 3.0 sind auch bei diesem High-End-Modell dabei. 250 GB Festplatte,2 GB Arbeitsspeicher, Windows 7 und eine Webcam stehen ebenfalls auf der Ausstattungsliste.

Partner: ASUS und LamborghiniWeitere Neuankündigungen betrafen die 23,6-Zoll-Varianten der EeeTop ET2400 PCs. Sie sollen nach wie vor über Touch-Display bedienbar sein. Die konkrete Ausstattung wird sich am jeweiligen Modell orientieren, als CPUs stehen aber vom Intel Pentium bis hin zum Core i7 viele Möglichkeiten bereit. Es soll auch eine 3D-Variante geben, die auf Nvidias 3D-Vision-Technik mit passender Shutterbrille basiert. Einige wenn nicht sogar alle Modelle werden darüber hinaus über das SonicMaster-Audiosystem verfügen.

Nur kurz und am Rande wurden noch die EeeBox-PCs erwähnt, die zukünftig auch in einer auf "U" endenden Variante mit USB 3.0 erhältlich  sein werden. Nur auf Folien war das auf der Computex gezeigte EeePad zu sehen. Zur Ausstattung wollte man noch nicht viel sagen, es solle aber sowohl für den Desktop als auch für den Mobilbetrieb Docking-Stations geben. Ebenso vage waren die Informationen zum EeeTablet, das sich an Schüler und Studenten richten wird. Es ist nicht nur ein reiner Reader sondern wird es auch erlauben Notizen zu machen und dank integrierter Kamera beispielsweise Vorlesungen mit zu filmen.

Das EeeKeyboard live in AktionDas EeeKeyboard war auch live dabei. In einem kleinen Funktionstest wusste das Gerät zu gefallen. Auch auf dem kleinen 5-Zoll-Touch-Display funktionierte die Bedienung erstaunlich gut. Besser würde sich das Ganze sicherlich auf einem dedizierten Display machen. Dennoch ist es ein wirklich interessantes Konzept, das möglicherweise sinnvoller ist, als so mancher Nettop.

Kommentare
Kommentar absenden
Kommentare alternativ im Forum lesen
Rimtech 17/06/2010 14:14
Ausblenden
-0+

Das EeePC 1215 klingt ja höchst interessant.
Endlich mal ein Netbook mit ION2, Optimus und dem Atom Dual-Core.
Aber wird sicher schweineteuer. :(

checkmate 17/06/2010 14:45
Ausblenden
-0+

@Rimtech

Ja dann lieber ein normales Notbook für den gleichen Preis und 3facher Leistung.

Zitat :Mit dem EeePC 1015 gibt es einen weiteres Modell mit mattem Display im 10-Zoll-Format, das sogar Laufzeiten bis zu 12,5 Stunden erreichen soll.


10 Zoll wow :ouch: So ein 10 Zoll Dingens würde ich höchstens kostenlos zur Verlängerung meines Mobilfunkvertrages nehmen. Als netten wertarmen Gag.

fffcmad 17/06/2010 16:18
Ausblenden
-1+

So ein Muell. Anstatt so ein Moechtegern-Hifi-Gedoens wuerde ich eher ein normales Notebook kaufen und eine vernuenftige Soundkarte per Firewire oder Cardbus/USB/Expresscard nachruesten. Da hat man mehr von, als von diesem Akkuschinder.

holgiheftig 17/06/2010 17:27
Ausblenden
-0+

Die wohl schwerste Vergewaltigung des Begriffs HiFi.

Aber sonst: Prima, die Entwicklung geht weiter!

@checkmate: die 10" geräte sollen kein Ersatz sein für dein vorhandenes Gerät.
Diese Netbooks richten sich an leute welche schon PCs, ein 15-17"Notebook und ein Smartphone besitzen um die Lücke zwischen letzteren beiden zu verkleinern.

checkmate 18/06/2010 07:31
Ausblenden
-0+

Ich hatte mal ein Notebook mit Harman Kardon "Boxen" hören dürfen. Keinesfalls Hifi aber trotzdem meilenweit von den normalerweise verbauten Brülldingens weg. 11W sind für die Entfernung sehr viel Leistung, für ein Notebook sowieso.

@holgiheftig

Bei mir bsw. klaffen riesengroße Lücken. Ein S60 Handy, ein 15" Lappi und ein 22" Desktop. Wie nur könnte ich diese Lücken füllen??? ;-) Mal im ernst, was macht man mit 10"? Ein wenig besser emails lesen als mit einem Handy?

Anonymer Nutzer 20/06/2010 23:19
Ausblenden
-0+

Leute - schon mal daran gedacht, dass es hier nicht darum geht MOH und Co darauf spielen zu können sondern darum dass man das Gerät überall mitnehmen kann ohne viel Gewicht. Sicherlich bekommt man für den Preis ein 15" Notebook mit 3 mal so viel Leistung, mindestens das doppelte an Gewicht und dessen Akku 4 mal kürzer hält. Ich habe selber einen älteren 10" Vaio. Darauf läuft zwar kein Spiel, aber dafür benötige ich es nicht. Fotos von der Speicherkarte kopieren, Surfen, Skypen, Dokumente bearbeiten - kurz rum: zum mobilen Arbeiten. Und das wo und wann ich will. Ob in der Bahn, im Bus, mal eben im Lokal die Mails abrufen oder an einem Artikel arbeiten. Mit einem 15" "Monster" würde ich mich sicherlich schwerer tun. Zum einen wegen den 2 mehr Kilos und zum anderen, es passt nicht in mein Fotorucksack.

Solch keine Geräte richten sich meiner Meinung nach an all Diejenigen, welche auf dem Komfort einer Tastatur nicht verzichten wollen aber auf ein möglichst handliches Gerät angewiesen sind. Respektive keine 3 Kilo durch die Gegend schleppen wollen.

Und eeeeendlich ein mattes Display! Hoffentlich ist die Helligkeit ausreichend um auch im freien damit arbeiten zu können!

holgiheftig 21/06/2010 09:02
Ausblenden
-0+

die eepcs gibs schon seit ewigkeiten mit mattem display

fffcmad 21/06/2010 10:34
Ausblenden
-0+

schrieb :

Leute - schon mal daran gedacht, dass es hier nicht darum geht MOH und Co darauf spielen zu können sondern darum dass man das Gerät überall mitnehmen kann ohne viel Gewicht. Sicherlich bekommt man für den Preis ein 15" Notebook mit 3 mal so viel Leistung, mindestens das doppelte an Gewicht und dessen Akku 4 mal kürzer hält. Ich habe selber einen älteren 10" Vaio. Darauf läuft zwar kein Spiel, aber dafür benötige ich es nicht. Fotos von der Speicherkarte kopieren, Surfen, Skypen, Dokumente bearbeiten - kurz rum: zum mobilen Arbeiten. Und das wo und wann ich will. Ob in der Bahn, im Bus, mal eben im Lokal die Mails abrufen oder an einem Artikel arbeiten. Mit einem 15" "Monster" würde ich mich sicherlich schwerer tun. Zum einen wegen den 2 mehr Kilos und zum anderen, es passt nicht in mein Fotorucksack.

Solch keine Geräte richten sich meiner Meinung nach an all Diejenigen, welche auf dem Komfort einer Tastatur nicht verzichten wollen aber auf ein möglichst handliches Gerät angewiesen sind. Respektive keine 3 Kilo durch die Gegend schleppen wollen.

Und eeeeendlich ein mattes Display! Hoffentlich ist die Helligkeit ausreichend um auch im freien damit arbeiten zu können!




Anstatt sich diesen Schrott zu kaufen greife man lieber zu einem Subnotebook.

holgiheftig 21/06/2010 21:53
Ausblenden
-0+

Wie ist der Unterschied zwischen subnotebook und netbook definiert? Und wie deren Grenze zu PDA und Notebook?

Kurzum: ich hab kein bock auf solche Begriffe, weshalb nicht einfach die Display-Größe angeben - fertig.

fffcmad 22/06/2010 08:18
Ausblenden
-0+

holgiheftig schrieb :

Wie ist der Unterschied zwischen subnotebook und netbook definiert? Und wie deren Grenze zu PDA und Notebook?

Kurzum: ich hab kein bock auf solche Begriffe, weshalb nicht einfach die Display-Größe angeben - fertig.




Netbook: Grob Atom CPU, kleiner Bildschirm, kleines OS.
Subnotebook: Groeßer, aehnlich duenn. Mehr Leistung, bessere Bildschirme, aehnliche Akkulaufzeit. Bei einem vernuenftigen Subnotebook wirst du keinen Bedarf auf Netbooks mehr haben.

Anzeige

Beste Angebote

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken
Anzeige