Letzter Akt: Inbetriebnahme

Etwas stutzig waren wir durch die Tatsache, dass der Netzschalter seinem Namen tatsächlich gleich alle Ehre macht. Während der Rackserver gleich nach dem Einstecken des Netzkabels den Betrieb aufnimmt, schaltet er sofort beim Druck auf den Netzschalter wieder ab. Gerade in Verbindung mit den beiden USB-Anschlüssen an der Front wären versehentliche "Ausschalter" vorprogrammiert.
Doch es darf Entwarnung gegeben werden, denn sobald die BIOS-Sequenz durchlaufen ist und das Betriebssystem gestartet wird, verhält sich der Netzschalter so wie vom Desktop gewohnt: Erst sekundenlanges Drücken veranlasst den Rechner, wirklich abzuschalten.
Was nach dem Einschalten des Rackservers geschieht, unterscheidet sich nicht vom gewohnten Ablauf. Das BIOS gleicht bis auf wenige Details der Software handelsüblicher Motherboards aus dem Einzelhandel, die Installation eines Betriebssystems geht gleichermaßen vonstatten - inklusive der mühevollen Zuführung von Treibern für einen Windows unbekannten Festplattencontroller über ein Diskettenlaufwerk.
Im Fall des MSI-Servers bleibt jedoch nur die Erstellung einer Windows-CD mit integrierten Treibern, denn der Floppy-Anschluss auf dem Motherboard ist nicht mehr vorhanden.