Der eigene Server, Teil 1: Im 19 Zoll Rack ist noch Platz

Beim Gedanken an 19" denkt der eine oder andere vermutlich zuerst an große, hochglanzpolierte Felgen. Tatsächlich haben 19"-Gehäuse und Räder lediglich den Durchmesser gemeinsam.

Während es meist weniger die fahrdynamische Qualität als vielmehr der optische Eindruck ist, der den Ausschlag für 19"-Walzen gibt, kann im IT-Bereich von Effekthascherei bei 19"-Komponenten dagegen keine Rede sein. Dieses Format hat sich im gewerblichen Bereich durchgesetzt, denn kaum eine Komponente ist nicht als Rackmount-Version in 19" erhältlich: Switches und Router, Patch-Panels, USVs, KVMs und letztlich auch komplette Rechner.

Hauptvorteil der 19"-Gehäuse ist die Platz sparende Anordnung zahlreicher Komponenten übereinander. Um das zu ermöglichen, muss als erstes ein entsprechender 19"-Schrank (Rack) angeschafft werden. Klassifiziert wird dieser über die maximale Anzahl von Höheneinheiten (HE beziehungsweise U = Unit), wobei 42 die Obergrenze markiert. Für kleine Büros oder im Hobbykeller reichen Modelle mit etwa 12-18 HE, während wir im gewerblichen Einsatz eher große Schränke empfehlen.

Technisch mit am anspruchsvollsten sind Rechner in nur einer Höheneinheit (1U), da in nur 4,4 cm Bauhöhe alle Komponenten inklusive ausreichender Kühlmaßnahmen, Festplatten und einem optischen Laufwerk untergebracht sein müssen. Sie bieten außerdem die mit Abstand größte Flexibilität, da man sie notfalls fast überall unterbringen kann und die Verlegung an einen anderen Standort dank 19"-Technik keine Probleme bereitet.

Wir haben uns ein aktuelles 1U-System von MSI schicken lassen und wollen im Folgenden den Aufbau mit typischen Komponenten im Detail diskutieren.

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