Elektro-Smart erhält Tesla-Akkus
200 Kilometer weit soll der Smart Fortwo ed mit reinem Elektroantrieb (31 kW) kommen. Der Kleinwagen Smart erhält die gleichen 400-Volt-Akkus wie der Sportwagen Tesla. Daimler will noch 2009 das Auto auf den Markt bringen.
Während andere Hersteller noch an Konzepten arbeiten, die lediglich konventionelle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umrüsten, ist die deutsche Firma Smart innerhalb des Daimler-Konzerns am weitesten vorangeschritten. Denn der Smart ed - eine vollektrische Variante des Smart Fortwo - rückt immer weiter in Richtung Kleinserienfertigung. Gegenüber den Mitbewerbern wie Audi, BMW, VW oder Chevrolet, die nach wie vor auf konventionelles Packing und demzufolge schwergewichtige Autos setzen, verfolgt der Smart vom Aufbau und Chassis her ein neues Konzept. Dabei ist die Entwicklung schon mehr als 10 Jahre alt.
Nun gibt es einen Vertrag zwischen Daimler/Smart und der kalifornischen Firma Tesla, die die Akkus samt Ladeelektronik liefern soll. Tesla macht seit 2003 durch den Bau seines Kleinserien-Roadsters auf sich aufmerksam - siehe Artikel Tesla Roadster: Krawall-Emulator mit Bose.
Für eine erste Kleinserie des Smart ed kauft Daimler für zunächst 1100 Fahrzeuge die Akkus von Tesla ein. Nach wie vor sind in dem Akku-Paket 6831 Lithium-Ionen-Zellen des Typs 18650 zusammengeschaltet, wie sie auch in aktuellen Notebooks zum Einsatz kommen. Die Kapazität beträgt 55 kWh, mehr als dreimal so viel wie beim Chevrolet Volt - siehe Artikel Elektroauto Volt fährt mit LG-Akkus.
Gleichzeitig hält das Unternehmen eine Beteiligung am Akkuhersteller Li-Tec, auf dessen Produkte später gesetzt werden könnte.
Die Akkuzellen des Typs 18650 stellt die Firma E-One Moli Energy aus Kanada in hoher Stückzahl her. Es handelt sich dabei um Standardzellen mit Kobald-Katode, die 3,6 Volt liefern und über eine Kapazität von 2400 mAh verfügen. Das ergibt theoretisch 59.019 Wh (2,4Ahx3,6Vx6831).
Gegenüber dem Tesla Roadster (1300 kg) dürfte der Smart ed um einiges leichter sein, auch wenn die Akkus mit 450 kg zu Buche schlagen. Nach wie vor ist die Energiedichte des Akku-Verbunds mit 122 Wh/kg am Markt einzigartig.
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hier waren wohl kWh gemeint, sonst wäre das ein bissl wenig
Das Metall in der Kathode heißt Kobalt, oder Cobalt...
Die Entwicklung ist gut - gibt es schon Termine, ab wann das Fahrzeug verkauft wird, und was es kosten wird?
Besonders attraktiv sollte sein, dass das Fahrzeug aufgrund des Strompreises weniger als 1 Euro pro 100 km kosten wird, und bedingt durch die rein elektrische Antriebsart werden auch die Betriebskosten entsprechend geringer ausfallen als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.
Das einzige, was dabei Sorgen machen sollte, ist die Alterung von Li-Ion-Akkus. Nach dem, was ich gelesen habe, sollen die bereits nach 5 Jahren etwa 1/4 ihrer Kapazität verlieren. Hierzu wär es gut, wenn wir erfahren könnten, wie viel der Akku-Pack, der im Smart verbaut wird, allein kosten wird...
@bonow: Das ist ein Tausendertrennpunkt und kein Komma. 59.019 Wh sind also korrekt. Alternativ wären es 59,019 kWh.
Also 59 kWh pro Akkuladung, das ergibt also (bei 20 ct/kWh) 11,80€ pro Akkuladung. Diese Akkuladung reicht für ca. 200 km. Also 5,90€/100km. Das ist aktuell schon eher grenzwertig.
@KatSeiko: 1€/100km wird wohl nix.
Und überhaupt, CO2 wird trotzdem in die Umwelt geblasen, nur eben nicht direkt vom Auto, sondern von den Kraftwerken, die den Strom produzieren. Es sieht leider nur so aus, als ob diese Autos "grün" sind.
Wer also möchte, dass weniger CO2 in die Umwelt geblasen wird, sollte versuchen seinen Spritkonsum zu verringern und Farten unterlassen, wenns auch mal mit dem Fahrrad geht. Aber wenn ich sehe, wieviele meiner Nachbarn zum 500m entfernten Bäcker bei schönem Wetter mit dem Auto fahren, kann ich nur sagen: der Spritpreis ist noch viel zu günstig... leider.
Thorsten
Eine dieser Zellen kostet im günstigsten Fall am Endkundenmarkt,
was Abnahmemenge ab 1000 Stück beim günstigen Händler heißt, ca. 4 EUR.
(Warum wohl Netbook-Akkus nicht 6x4EUR+10EUR als knapp 35 EUR kosten....)
6831x4EUR macht also ca. 27'000 EUR im günstigsten Fall.
Dazu kommt noch der Smart mit 13'000 EUR.
Also kann der Spaß gut 40'000 EUR kosten.
Das muss man erstmal wieder reinholen,
was wohl erstmal nur viel (Stadt)Fahrer und Lieferservice schaffen.
Das sollte man den Fahrern steuerlich entgegenkommen.
Niedrigste Kfz-Steuer, Nachtstrom für 10Cent/kWh etc.
Tankfüllung für 200km für knapp 6 EUR, wie geil! ^.^
Ende 2009 schon... vielleicht sollte ich doch
langsam über einen Führerschein nachdenken. ^^
Und was ist mit der Haltbarkeit der Akkus? Wenn die auch nach ca. 500 Ladezyklen nachlassen, dann gute Nacht... 100.000km und schluss. dann darf man die teuren li-ion akkus entsorgen, ein neues pack für 27.000€ produzieren und und und.... was da für den strom und die akkus an co2 in die luft geblasen wird. eine eindeutig negative umweltbilanz.
was möglich wäre um es etwas einzudämmen mit dem verbauch wäre, dem smart eine aussenhaut aus solarzellen zu verpassen. steigert zwar den preis, aber fördert die co2 bilanz. zusätzlich noch bremsen energierückgewinnung (sofern er das nicht schon hat). damit spart man an der steckdose nochmal ordentlich.
Der Lithium-Ionen Akku von meiner Kamera hat nun gut 3 Jahre auf dem Buckel und hält immer noch Monate bei fast täglicher Benutzung.
Also kann er schon ein Autoleben von 4-5 Jahren durchhalte, schätze ICH.
Wenn der Aku dann am Ende ist, muss er als Sondermüll entsorgt werden. Das sollte man auch mal in einer Billanz die alles erfasst ausweisen.
Aber wenigstens wird der Smart jetzt das was sein Geistiger Vater (Hayek) von Anfang an mit ihm vorhatte....muss nur noch der Preis entsprechend tief sein.
ich möchte nicht wissen, wie das aussieht, wenn ein solcher akku durchbrennt, wie wir's von notebooks her kennen. vor allem dann nicht, wenn man z.b. auf der autobahn fährt! ...ganz zu schweigen von den kosten für den ganznen autoschaden und wie sich eine firma ruiniert, wenn sie eine akkurückrufaktion starten muss.
Hallo,
in Anbetracht der recht hohen Akkukapazität sollte der kleine Elektromotor im Zusammenspiel mit dem niedrigeren Fahrzeuggewicht - im Vergleich zum Tesla - eine höhere Reichweite bringen. Allerdings gibt es dazu noch keine genaueren Angaben. Die hier diskutierten 4 Euro pro Zelle werden bei Großaufträgen deutlich unterboten, denn der Typ 18650 ist ein millionenfach hergestelltes Massenprodukt.
Gruß
Frank Völkel
www.tomshardware.com/de
@roterteufel81
deiner rechnung stimmt nicht ganz...ich kann diese Akkus bei einzeln für 3,59€ kaufen. Wenn man davon ausgeht das erstmal 1100 Akkupacks (bestehend aus 7.514.100 Akkus) bestellt werden dann bekommt man die Akkus bestimmt für nen Euro...Dann wäre ein verkaufspreis von ca 10.000€ für einen Akkupack realistisch.
Da ich Leute kenne die an diesem Projekt arbeiten weiß ich das der Akkupack auch in diesem Preisbereich liegen soll. Er sollte ca. alle 4-5Jahre getauscht werden...
Auf der vergangenen IFA 2007 in Frankfurt standen zusätzliche Kosten von 10.000 Euro im Raum. Durch entsprechende Preisgestaltung und Subventionierung sollten 20.000 Euro als Startpreis machbar sein.
sollte doch mehr als entwicklung gesehen werden, mit der zeit werden die akkus billiger und leistungsfähiger. von jetzigen preisen und leistungen über gut und schlecht zu diskutieren ist doch murks. da gäbe es keine solarzellen keine cpus usw....also immer schön locker durch die hose ahtmen
Bei einer ausreichend großen Verbreitung solcher Fahrzeuge, könnten diese Akkus, als genormte austauschbare Ladestreifen produziert werden, der dann an einer "Tankstelle" aus einem Ladecontainer gezogen werden kann, die Energiezellen werden kontrolliert geladen um die Lebenszeit zu gewährleisten. Dann sollte auch der Preis fallen. Bezahlt wird dann nur die Anschaffung und beim Akkutausch der geladene Strom.
na da werden sich Herr Vattenfall und Herr Eon ja tierisch freuen
Also was ich hier beim besten Fall nicht verstehe, wieso der Wagen bei 53 KW nur 200 km weit kommt. Der Tesla kommt 150 Kilometer weiter und ist schwerer.
Natürlich würde bei 53 KW die Stromkosten in die Höhe getrieben.
In Skandinavien kann man ja die Akkus mieten, welches meiner Meinung nach kein schlechtes Konzept ist nur 150€ im Monat sind zu teuer.
Wenn jetzt so ein Akku ca. 80-100 Euro kosten würde, wäre das sehr interessant. Ob man nun entsprechend für einen Wagen 15000 ohne Akku oder 25000 mit Akku ausgibt, ist natürlich das schon ein unterschied.
Das die Umweltbilanz solcher E-Fahrzeuge auch nicht besser ist als bei nen Herkömmlichen Auto ist ja nichts neues. Aber darauf kommt es in erster Linie ja auch nicht an sondern darauf dass wir von der Öl Abhängigkeit weg kommen. Der ganze CO2 Hype ist doch eh so ne Sache für sich. Die Umweltbilanz wird sich mit nem Grüneren Enegiemix oder was auch immer schon noch verbessern. Aber nun immer auf den E-Autos rumzuhacken und so lange Benzin verbraten bis wirklich nichts mehr da ist, ist ja wohl auch nicht die richtige Lösung.
Ich muss mich meinem Vorgänger (ex_b) anschließen: Von vornherein Laufleistungen mit einem Akku und Preis für die Akkus schätzen ist nicht wirklich angebracht.
Des weiteren ist es wohl bedeutend leichter Strom "grün" zu erzeugen als Benzin/Diesel. Das heutzutage die Möglichkeiten bei der Stromerzeugung noch nicht vollständig genutzt werden ist sicher wahr, aber der Kauf von einem Auto mit Elektromotor ist sicher der richtige Schritt.
@roterteufel81:
Im Gegensatz zu Benzinmotoren kann man Elektroautos vollkommen ohne CO2 ausstoß produzieren, da für die herstellung aller teile und als sprit nur strom benötigt wird, und der bekannterweiße aus alternativen und regenerativen quellen gewonnen werden kann. Bei Benzinmotoren kannst du sparen wie du willst, du wirst immer Benzin als Kraftstoff verbrauchen müssen, welches bekanntlich beim verbrennen co2 verursacht. Die Diskussion über den tatsächlichen Einfluss des co2s auf die Umwelt ist eine ganz andere, also hat das mit einer Umweltbilanz wenig am hut. Es gibt heutzutage schon autage Fabriken die NUR mit strom aus eigener Produktion arbeiten (Erdwärmeanlagen, Solar- Windenergie), warum sollte eine akkufabrik nicht dazugehören?
Gruss con
Generell ein sehr interessantes Thema.
Aber wie weiter oben schon gesagt, der eigentliche Zweck, nämlich ein "Grünes Auto" zu entwicklen, was wenig CO2 produziert, wird nur erreicht, wenn der Strom zum Aufladen des Autos auch "grün" ist und nicht aus Kohlekraftwerken kommt. Idealerweise aus Windkraft, Wasserkraft, Solar etc.
Dem Verbraucher muss aufgezeigt werden, dass sich sonst die CO2-Belastung nur von der Straße auf die stromproduzierenden Kraftwerke verlagert.
PS: Wäre schön, wenn hier weiter so konstruktiv gefachsimpelt wird. Ist nicht immer der Fall.
...selbst wenn der Strom zu 100% aus Kohlekraftwerken käme(!) wäre das von der CO² Bilanz noch um den Faktor 3 "grüner" als würde man die Energie zum Fortrieb mittels Verbrennungsmotor im eigenen PKW Produzieren! Ein Kraftwerk arbeitet einfach mit einem viel höheren Wirkungsgrad!
da ca 10% des Energiemixes aus Erneuerbaren Energien stammen verbessert sich die Bilanz noch einmal (was sich in Zukunft noch verstärken wird), der Anteil der Energie aus AKWs kommt nocheinmal entlastend dazu...
Ich glaube dem E-Auto gehört die Zukunft, warum? es gibt keine Alternative! (...wer tatsächlich glaubt die Menschen würden irgendwann tatsächlich aus Liebe zur Natur weniger fahren, gerade auch in China, Indien etc... der mag wohl besser komplett in die WoW umziehen)
Greetz
Ist ja schön, dass man auch die "Umwelttauglichkeit" gemessen am CO2-Wert mit in die Diskussion einbaut. Nur ehrlich gesagt, interessiert DAS doch dem kleinen Manne echt `nen schei.. . Günstige Mobilität ist hier entscheidend und nicht der von unseren ach so tollen Politikern so aufgeputschte CO2-Sachverhalt.
)
Dieser unnütze CO2 -Kram wird nur durch die Strafbesteuerung der Regierung zum Kostenfaktor und somit zum Thema.
Ansonsten ist es mir doch nun echt egal, von wo der Strom kommt. Meinetwegen kann der aus `ner Katzenverbrennungsanlage kommen, Hauptsache billig und in ausreichenden Mengen (... nur ein Beispiel, keine Empfehlung liebe Tierfreunde
nice week
@KleeSplitter
Endlich mal einer der Ahnung hat
@ThorstenP
"CO2 wird trotzdem in die Umwelt geblasen, nur eben nicht direkt vom Auto, sondern von den Kraftwerken, ..."
Das ist ja mal ein ganz tolles neues Argument. Vielleicht hast du wenigstens bei RasenMähern mal einen Vorteil erkannt den die strombetriebene Variante für die Nachbarn hat. Und in der CO2-Bilanz siehts auch besser aus, auch wenn dafür eben ralistisch gesehen, dafür aber zentral, mit besten Filtern und recht effizient in einem KohleKraftwerk auch CO2 heraus"geblasen" wird. Nur eben in geringerer MENGE. Darauf kommt es doch an. kann man das nicht mal kapieren?
"und Farten unterlassen"
jaja, das "Farten" (v. engl. to fart = Gas ablassen) ist ja besonders klimaschädlich wegen dem vielen Methan.
@Weltenspinner
"Dazu kommt noch der Smart mit 13'000 EUR."
Der hätte dann aber auch einen ICE-Block drin.
Der herkömmliche Motor entfällt ja eben, also landet man später, wenn man nichtmehr die EntwicklungsKosten auf die paar
earlyAdoptors umlegen muss/will) auch nicht bei 13000 E für einen eSmart ohne Akku.
@roterteufel81
"was da für den strom und die akkus an co2 in die luft geblasen wird. eine eindeutig negative umweltbilanz."
Jaja, eindeutig ist hier nur der Schwachsinn. Les dich mal ins Thema Well-to-drive ein.
@rutschi
"Wenn der Aku dann am Ende ist, muss er als Sondermüll entsorgt werden."
Oder eben einfach recycled werden.
Das kommt ganz darauf an ob der Hersteller und die dort die Entscheidungen treffenden Mitarbeiter aus SüdItalien kommt oder eben aus einer weniger korrumpierten Gegend.
@ex_b
"Das(s) die Umweltbilanz solcher E-Fahrzeuge auch nicht besser ist als bei nenU(nem) Herkömmlichen Auto ist ja nichts neues."
DEINE Infos sind wohl eher nicht die neusten.
100 Jahre alte eMos können nat. in der CO2-Bilanz in keinster Weise mit einem 3l-Lupo mithalten. Aber seit der JahrTausendWende ist auch bei den eMos die Wende eingeläutet.
Die Peugeots und Citroens (106 und Saxo zB), der EV1 aus Kalifornien usw. waren selbst dann schon in der CO2-Bilanz besser als die SchwesterModelle mit ICE-Block-Verbrenner (internal combustion engine) wenn sie nachts mit 100% KohleStrom geladen wurden. Nachts wird sowieso viel überschüssiger Strom weggeschmissen der für die eMos zur verfügung steht und sonst nur zB duch bewusst herbeigeführte Erdung verpufft.
@Newcommer
"Dem Verbraucher muss aufgezeigt werden, dass sich sonst die CO2-Belastung nur von der Straße auf die stromproduzierenden Kraftwerke verlagert."
In dem Satz müssen "sonst" und "nur" muss gestrichen werden, und am Ende noch "wo sie deutlich geringer Ausfällt."
Erst dann macht er Sinn.
Das mit den Tesla Batterien ist schlichtweg FALSCH. Der SMART bekommt keine 55 kWh Batterie, erstens wäre das wie viele schon angemerkt haben zu teuer, zweitens wäre sie viel zu groß und zu schwer. Es ist einfach falsch. Derzeit hat er 15,5 kWh, möglich das sie mit Li-Ion auf 20 gehen, aber mehr braucht er auch einfach nicht.
Möglich das diese auch aus einzelzellen besteht, aber definitiv nicht aus 7000 Stück.