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Elgato EyeTV Mobile: Fernsehen auf dem iPad 2

Elgato EyeTV Mobile: Fernsehen auf dem iPad 2
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Das iPad von Apple, das bereits im Januar 2010 erschien, öffnete einer Geräteklasse die Tür, in der nur mit Verzögerung mit Android ausgestattete Alternativ-Geräte folgten: Die Media-Tablets. Die Flachrechner können zwar auch im Arbeitsalltag genutzt werden, die eigentliche Stärke liegt jedoch darin, dass sie zu jeder Zeit den Zugang zur Online-Medienwelt bereitstellen. Hinsichtlich des Medienkonsums dürften einige Anwender jedoch eine brauchbare Fernsehfunktion schmerzlich vermissen. Gerade wenn im kommenden Jahr einmal mehr zur Fußball-Europameisterschaft gerufen wird und ein Großteil der Deutschen darauf hofft, dass die Nationalmannschaft mit einem weiteren Titel im Land Volksfeststimmung auslöst, dürften sich zahlreiche Nutzer für Fernsehen auf dem Tablet interessieren. Genau dafür will Elgato mit dem EyeTV Mobile eine Lösung für das derzeit erfolgreichste Tablet, das iPad 2, bieten.

Fernsehen auf dem Tablet

Fernsehen auf dem Tablet ist keine Funktion, die den Geräten von vornherein zugesprochen wurde. Schon das Geräteformat setzt dem Vergnügen einer Samstagabend-Show mit den vergleichsweise kleinen Displays enge Grenzen.

Und so schön man mit dem Flach-Rechner auf der Couch oder im Bett durch die Weiten des WWWs surfen kann, so mühselig ist die Suche nach einem geeigneten Standort, an dem man den Bildschirm aufgerichtet platzieren kann – gerade bei der Verwendung eines iPad 2, das die Basis für den folgenden Test stellt. Denn das Gerät ist rundum glatt und kommt – aufgestellt – leicht ins Rutschen, vor allem, wenn es ebenso glatten Oberflächen wie beispielsweise einem Tisch zum Stehen gebracht werden soll. Standfüße oder diesen entsprechende Lösungen wiederum haben auf weichem Grund ihre Schwierigkeiten.

Darüber hinaus sind die Lautsprecher des iPad 2 schnell überfordert. Sie bieten zwar an sich nicht den schlechtesten Klang, wenn man bedenkt, dass Mobilgeräte bei dieser Disziplin insgesamt selten mehr als befriedigende Ergebnisse produzieren. Doch fehlt es nicht nur an Bass, sondern in lauteren Umgebungen dürfte sich so mancher Nutzer mehr Lautstärke wünschen. Gerade wer Spiele der EM2012 auf dem Tablet im Park verfolgen will, wird von den Stadion-Kommentatoren nur wenig mitbekommen. Zudem neigen die glänzenden Tablet-Displays dazu ihre Umgebung zu reflektieren. 

Eines der größten Mankos stellen die Netzeigenschaften der Tablet-PCs dar, die sich bedingt fürs Fernsehen eignen. Zwar können von einzelnen Fernsehsendern online Streams abgerufen werden, dies setzt jedoch schon fast ein WLAN-Netzwerk voraus. In UMTS-Netzen dürften längere Streams hingegen derart viel Traffic erzeugen, dass auch üppige Daten-Flatrates schon nach kurzer Zeit in die Knie gezwungen bzw. gedrosselt werden.

Trotz aufgedrehter Helligkeit, bei Sonne ist das iPad 2 dunkel und reflektiert starkTrotz aufgedrehter Helligkeit, bei Sonne ist das iPad 2 dunkel und reflektiert stark

Elgato EyeTV Mobile - DVB-T-Tuner für das iPad 2

Soll das Media-Tablet in Ausnahmefällen dennoch zu einem Fernseher umfunktioniert werden, empfiehlt sich also eine Lösung, die von den klassischen Mobilnetzen unabhängig macht, jedoch die mit dem Gerät mögliche Mobilität nicht einschränkt.

Für Apples iPad 2 hat Elgato eine dazu passende Möglichkeit entwickelt. Der Spezialist für DVB-T-Systeme steckt die entsprechende Empfangstechnik in ein etwa Streichholzschachtel-großes Modul, das in die Schnittstelle des iPads gesteckt wird und mit Hilfe einer kleinen, im ausgefahren Zustand 15,5 cm großen Antenne DVB-T-Fernsehsignale angelt. Zudem legt der Hersteller eine weitere Antenne bei, die mit einem Standfuß, der sowohl einen Saugnapf als auch einen Magneten besitzt, bis zu 2 m vom Tablet entfernt befestigt werden kann und die Fernsehdaten mit Hilfe eines Kabels übermittelt.

Das Apple-Tablet erweist sich dabei als ein gut geeignetes Partnergerät. Zwar besitzt das Display nur eine Diagonale von 9,7", und auch die Auflösung ist mit 1024 x 768 Pixeln nicht unbedingt der Stand der Technik. Da in Deutschland Fernsehen größtenteils in einer PAL-Auflösung von 720 x 576 Pixeln übertragen wird, spielt die Auflösung des Gerätes aber hier nur eine untergeordnete Rolle. Dafür ist das Display leuchtstark und die Qualität von Farben und Kontrasten stimmt.

Und der Apple A5-SoC, der mit 1 GHz getaktet und 512 MB RAM Arbeitsspeicher ausgestattet ist, stellt darüber hinaus nicht nur ausreichend Leistung für das Fernsehen als solches bereit. Auch weitere Dienste - wie etwa das Aufzeichnen von Fernsehsendungen - können ohne qualitative Einschränkungen im Hintergrund ausgeführt werden.

Alle 7 Kommentare anzeigen.
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  • karre , 16. Dezember 2011 15:15
    Zitat :
    schon allein, weil es von alleine steht


    smartcover ist euch aber ein begriff oder?
  • matthias wellendorf , 16. Dezember 2011 15:38
    Smartcover ist uns schon ein Begriff, aber hinsichtlich des Standproblems nicht der Weisheit letzter Schluss. Auf weichem unebenem Untergrund stößt es recht schnell an seine Grenzen.
  • karre , 17. Dezember 2011 01:12
    auf weichen unebenen untergrund stellt man aber auch keinen laptop oder?
  • matthias wellendorf , 18. Dezember 2011 17:36
    klingt zwar vielleicht etwas dekadent, aber ich schau mir auch gern mal im bett einen film an. und auch auf der picknick-decke im park, dürfte das smartcoverz.t. schon an seine grenzen stoßen.
  • MenschEy@guest , 21. Dezember 2011 01:54
    Mimimi
  • Zahnriemen@guest , 21. Dezember 2011 07:14
    Irgendwie erschließt sich mir nicht, warum das Ding nicht auch für iPhone/Pod touch geht. Aber der Hersteller sagt dazu auch nix.

    @Tomshardware: Habt ihr spaßeshalber probiert ob es an der aktuellen Generation dieser Geräte auch einen Mucks von sich gibt?
  • matthias wellendorf , 23. Dezember 2011 18:25
    Es richtig, dass es technisch eigentlich funktionieren müsste, funktioniert auch, aber nur in Japan. Für alle anderen Länder sind die Geräte software-seitig gesperrt.