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DRAM-Preise sind derzeit ungewöhnlich stabil

Von , Douglas Perry - Quelle: IHS | B 5 kommentare

Der DRAM-Markt ist seit Jahrzehnten ein Paradebeispiel für rapide fluktuierender Märkte. DRAM-Hersteller können den einem Monat unglaublich profitabel sein und im nächsten mit einem Fuß am Abgrund stehen – aber nicht im Moment.

Die Preise befinden sich derzeit nämlich in einer Phase ungewöhnlicher Stabilität, die durch den Bankrott des drittgrößten DRAM-Herstellers Elpida und die Spekulationen ausgelöst wurde, was mit dem Unternehmen geschehen wird.

Laut IHS fluktuierten die Spotmarkt-Preise für zwei GByte große DDR3-DRAMs in den zwei Wochen vor dem Elpida-Bankrott um 17 Prozent. 12 Wochen später haben sich die Preise nur um 0,7 Prozent verändert.

"Solange es noch ungewiss ist, wie sich die Dinge entwickeln werden, scheint die Industrie auf Anzeichen zu warten, wie die resultierende Struktur nach dem Abschluss einer Elpida-Übernahme aussehen wird", so Dee Nguyen, IHS-Analyst für den Speicherbereich. "Die aktuellen Preise scheinen diese Haltung zu reflektieren; der Markt zeichnet sich derzeit durch eine unheimliche Ruhe und sichtbar niedrigere Preisschwankungen aus, die für diese Industrie atypisch sind."

Nach Nguyens Meinung existiert fraglos eine direkte Beziehung zwischen den kaum vorhandenen DRAM-Preisschwankungen und Elpidas Bankrott, da die aktuelle Periode stabiler DRAM-Preise unmittelbar nach der Ankündigung dieses Bankrotts einsetzte. "Die große Frage ist, ob die Volatilität wieder zurückkehren wird, denn die Zukunft von Elpida klar ist", fügt Nguyen hinzu.

Weder Großabnehmer noch Endkunden werden daher derzeit einen besonders guten Deal beim Kauf von DRAMs machen. Wenn jetzt man nicht unbedingt Arbeitsspeicher kaufen muss, könnte es eine gute Idee sein, wie die Industrie noch ein bisschen zu warten. Es besteht zwar eine gute Chance, dass die DRAM-Industrie aus ihrer Schwäche in der Vergangenheit lernen wird und stabile Preise zur Normalität werden, aber gleichzeitig kann es auch gut sein, dass es in Kürze wieder die gewohnten massiven Preisschwankungen und damit günstige Gelegenheiten zum Kauf geben wird.

Kommentarbereich
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  • Dempeterstehter@guest , 29. Juni 2012 18:50
    Bääh stabiele RAM Preise. Er innere mich noch an Zeiten als es diese gab. Da war RAM wertstabiler als Gold.
  • Bratkartoffel , 29. Juni 2012 19:07
    Lächerlich ist auch ,das DDR3 teurer ist als DDR2!
  • wer@guest , 29. Juni 2012 23:52
    Sind die denn stabil auf hohem Niveau? Ich hatte die Preise jetzt nicht im Auge, aber ich dachte immer die wären grad auf nem recht niedrigen Nieveau???
  • ichmalwieder#1@guest , 30. Juni 2012 18:29
    Bratkartoffel, eher anders rum ;) 
  • jake_b , 1. Juli 2012 19:38
    Ist das jetzt schlimm, wenn es mal stabil ist? Und: warum sollte man jetzt warten? Ich hab seit 1,5 Jahren keine RAM bedarf (12 GB sollten bei Win7 64bit) genügen. 16 GB RAM gibts für €100. 4 GB für €25 bis €30. was für viele auch reichen sollte. das ist doch nix. Ich will jetzt nicht wieder mit den EDO Ram Preisen von 1997 anfangen als ich mal für 4 MB (!) ne Monatsmiete (als Student) ausgegeben habe. Von daher ist dieser Artikel uninteressant wie [hier bitte selber etwas einfügen].

    Naja, und irgendwann fliegen halt Marktteilnehmer vom Markt wenn die Preise nach unten rauschen. Wo soll der RAM Preis denn noch hin?

    Jammert nicht!
    Jake_B