• Empire KS 3000D - Italienische 2.1-Power für deutsche Ohren (Hands-On-Test)

Kontinuierliche Nachtests
Wir bedanken uns für zahlreiche Hinweise und Zuschriften durch unsere Leser, die auf unseren kürzlich erschienenen Test-Artikel folgten, den auch Sie hier gern auch noch einmal komplett nachlesen können:
Brüllwürfel oder Ohrenkino: 10 PC-Lautsprecher bis 100 Euro im Test
Auf Grund der großen Resonanz hatten wir uns entschlossen, weitere Nachtests in Form unserer beliebten Hands-On-Tests durchzuführen und auch bereits veröffentlicht. Diesmal haben wir jedoch ein wenig abseits der ausgetretenen Pfade gesucht, den Preisrahmen ein klein wenig großzügiger gefasst und sind ausnahmsweise in Italien fündig geworden. Mit dem Empire betritt derzeit ein neuer Hersteller den deutschen Markt, der als Albatros Multimedia Srl aus Bologna in Italien bereits bestens bekannt ist. Wir konnten uns schon vor der offiziellen Einführung ein Produkt zu Gemüte führen, dem wir durchaus reelle Chancen einräumen - wenn sich einige kleine Ungereimtheiten im Vorfeld zur breiten Markteinführung noch beseitigen lassen.
Italienische Design-Offensive: Empire KS-3000D
| Eigenschaften und technische Daten: | |
|---|---|
| Gehäusefarbe: | schwarz matt/klavierlack |
Anschluss: | Digital: 1 x Koaxial, 1 x optisch Analog: 3,5-mm-Klinken-Stecker |
| Fernbedienung: | Drahtlose Fernbedienung |
Sinusleistung Satelliten: | 2 x 18 W (7,6 cm Mittelton + 2 cm Hochton, Plastikgehäuse) |
Sinusleistung Subwoofer: | 36 W (13,3 cm Tiefton, verwindungssteifes MDF-Gehäuse) |
System: | 2.1 System |
Frequenzbereich Subwoofer: | 60 - 150 Hz |
Frequenzbereich Satelliten: | 150 - 20.000 Hz |
| Aktueller Preis: | ca. 119 Euro (UVP Vorabnennung vor Einführung) |
Testergebnis
Eines steht bereits nach dem Auspacken fest: typisch italienische Gene. Zumindest, was das Äußere betrifft. Betrachtet man die einzelnen Testbereiche, dann wird man schnell feststellen, dass es sich (auch in Folge der nicht übergroßen Tieftöner) definitiv nicht um einen fetten Bassbooster handelt, der aus dem Kinderzimmern heraus zum baldigen Nerventod der Erziehungsberechtigten führen könnte. Wir begrüßen übrigens die Ehrlichkeit auf dem Datenblatt, nicht mit den üblicherweise aufgedrucken 20 Hz zu werben, sondern dem, was der Tieftontreiber wirklich hergibt. Physikalisch sind solchen Systemen nun mal größen- und leistungsmäßige Grenzen gesetzt. Musik kann man aber durchaus genießen, solange man sich eher an frequenzneutralem Klang erfreuen und bei der Brillianz der Höhen auch kleinere Abstriche machen kann. Die Stärken des Systems sehen wir deshalb vor allem im sehr gut ausgeprägten Mitteltonbereich, der eine überdurchschnittliche Sprachwiedergabe und somit auch eine sehr gute FX-Effektwiedergabe ermöglicht. Ideal also für kleine TV-/Heimkinosysteme, sowie für Spiele auf Grund einer sehr guten Orientierung und Lokalisierung der Töne, allerdings ohne den übertrieben Bass-Kick.

Zusammen mit der sehr guten Materialanmutung ergibt sich somit ein möglicher Einsatz an kleineren TV-Systemen oder auch am PC, solange eine abschaltbare Steckerleiste vorhanden ist. Denn eine Standby-Schaltung sucht man leider vergebens, es existiert unverständlicherweise nur ein Aus-Schalter an der Subwoofer-Rückseite. Wir würden dem Anbieter deshalb gern eines mit auf den Weg für eine erfolgreiche Markteinführung geben: bitte noch eine Standby-Schaltung implementieren (die in dieser Preisklasse obligatorisch sein sollte) oder noch etwas mit dem Preis herunter gehen. Es ist ein System mit einem Design, welches sich aus der breiten Masse abzuheben weiß, das sehr genau definierten Stärken (und kleinere Schwächen) besitzt und über das man, je nach Geschmack und Anwendungsgebiet, durchaus nachdenken kann.
Warten wir einfach die Markeinführung ab, man wird sich sicher an den neuen Namen gewöhnen können. Solange der Preis im Verhältnis zur Leistung stimmt.
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