Dell: »Unbezahlter Urlaub oder Entlassungen«
Michael Dell setzt seine Mitarbeiter unter Druck. In einem Memo stellt er seine Angestellten vor die Wahl: Entweder sie nehmen 5 Tage unbezahlten Urlaub, oder es gibt weitere Entlassungen.
Die unangenehme E-Mail des Unternehmens-Chefs an seine Mitarbeiter soll Statesman.com vorliegen. »Wir ergreifen damit Maßnahmen zu Kostensenkungen im vierten Quartal und zur Verbesserung von Dells Wettbewerbsfähigkeit in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit«, heißt es darin. Wo Management-Maßnahmen keinen Erfolg haben, sollen nun die Mitarbeiter bluten: Bis Januar 2009 sollen Dell-Mitarbeiter bis zu fünf Arbeitstage unbezahlten Urlaub nehmen — freiwillig, wohlgemerkt. Würden dies zu wenige tun beziehungsweise wird durch die Aktion zu wenig Geld gespart, soll es weiter Entlassungen geben.
»Wir setzen, wo immer es möglich ist, auf freiwillige Kostensenkungen, damit weniger unfreiwillige Maßnahmen notwendig werden«, bestätigte Dell-Sprecher David Frink das Memo und kündigte weitere Einsparungsmaßnahmen an: Ein Einstellungsstopp wird verkündet, Reisebudgets gekürzt und Leiharbeiter wohl nicht mehr so häufig angefordert als früher.
Bis 2010 will Dell rund 3 Milliarden US-Dollar einsparen. Der jetzige Aufruf soll anscheinend dazu beitragen, dass dieses Ziel erreicht wird. Seit 2007 wurden bei Dell weltweit etwa 8800 Arbeitsplätze abgeschafft (siehe »Dell streicht fast 9000 Stellen«).
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Was sind das für Methoden? oO
Ist das rechtens?
Leider ist es durchaus rechtens, aber solche Massnahmen grenzen leider an Erpressung und werden von Gewerkschaften mehr als nur schlecht aufgenommen. Wen die Manager dort mal normale Löhne ohne Bonis beziehen würden wären solche Massnahmen erst gar nicht nötig, aber leider ist es heute ja ganz normal dass oben das Geld zum Fenster rausgeworfen wird und die Arbeit dann dafür den Kopf herhalten müssen, finde sowas einfach nur shlimm!
Kann Sepplein nur zustimmen.
Andererseits ist es in vielen kleinen Handwerksbetrieben, die saisonabhängig arbeiten, ja auch net viel anders. Die Armen sind meist sogar noch ein bissel länger im unbezahlten Urlaub.
Aber es ist echt schon schlimm, wenn man mit angucken muß, wie sich der Wasserkopf die Kohle in den Hals schiebt und zum guten Schluß der kleine Mann drunter zu leiden hat.....
Schlimme Methoden, die Dell da anwendet. Auf der einen Seite könnte man argumentieren "sind doch bloß 5 Tage...verteilt über 3 Monate", auf der anderen Seite darf man davon ausgehen, daß sowas Schule macht. Es wird dann demnächst als "normale" Reaktion auf Aktienkurse, den Ölpreis, die Gewinnmarge, etc. angesehen und als ein Standardwerkzeug der "Kostenreduzierung" angewandt. Auf jeden Fall ein Armutszeugnis für einen Weltkonzern.
Nachtrag: Würde mich nicht überraschen, wenn sich bei einem demnächst veröffentlichten Firmengewinn Dells Manager die Taschen füllen.
Naja,
lieber unbezahlten Urlaub als unbezahlte Arbeit....
Ne Extra-Woche daheim ist ganz ok, denke ich ...
Hey!
Das Geld landet doch irgendwann über Bordels, Bars
und Automobilien beim kleinen Mann/Frau. Also was soll's? ^^
Das beschreibt es perfekt, nach einer beinahe Firmenpleite letztens ein Reporter im Fernsehen:
"Womit rechtfertigen Sie einen Jahresverdienst von 420.000€?"
Antwort:
"Naja, ich muss ja schliesslich auch Verantwortung tragen, das wird nunmal dementsprechend entlohnt."
Reporter:
"Das ist schon richtig, komisch nur das jedesmal wenn jemand die 'Verantwortung tragen soll' keiner da ist, oder wie stehen Sie dazu?" ...
Klar ... Wenn jeder Manager einen Tag unbezahlten Urlaub nähme wäre das gemeine Fußvolk unangetastet und gleich viel gespart wie bei 5 Tagen eines Angestellten ... aber wie Sagte es Governour Simpson nicht so schön, "Ich bin hier um zu lenken, nicht um zu denken" und Rücksicht auf die kleineren war noch nie die Stärke in Unternehmen.
Verantwortung. Ja klar!
Wenn jemand Mist baut, gibt es eine Abfindung
und ab in die Karibik, den Schreck verdauen.
Ein überbezahlter Manager kann es sich doch gar nicht leisten einen Tag Urlaub zu nehmen. Die haben doch soooooooooo zu viel zu tun
selbst wenn bei den Managern 20 mio Euro eingespart werden bedeutet das "nur" jobs für max. 600 Leute, was bei solchen Konzernen wie Dell oder Siemens oder BMW n tropfen auf den heißen Stein ist.
Klar sollen die nicht unsummen verdienen, aber das eine oder andre "Milliönchen" sollte da schon drin sein, ist halt schon mehr arbeit als am Schreibtisch sitzen oder an der CNC-Maschine den ganzen tag zu stehen. Ich denke ab so 5 Mio. Euro wirds zu viel, wobei ich da ganz klar herr Wiedeking ausschließe, der hat jeden Cent der 100 Mio Euro verdient, die er jetzt bekommen hat
@MESA69YIN Das Argument gefällt mir ausgesprochen gut!
Hallo allerseits!
Vielleicht sollten sie bei den Manager mal die Kopfnote einführen, Geld für die Firma okay, aber was ist mit sozialen, menschlichen. Was sagt man Geld alleine macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Wenn man so denkt, hat man sein Gewissen doch ausgeschaltet und die anderen sind mir egal, schon schada das die Menscheid immer mehr so denkt.
MFG Alex
schon wieder ein grund mehr für mich (und ich denke auch mal für andere) keine dell produkte zu kaufen ... naja ok ich hab kein dell produkt un ich hatte auch nicht die idee mir eins zu kaufen...
ell ist einfach nur überteuert und so wahnsinnig toll sind die gehäuse und kühlungen von denen auch ned (hab schon einige von innen gesehen!)
Oh mann, da fangen wieder die Ärzte, Lehrer und Mechaniker an über wirtschaftliche Probleme zu philosophieren?!?
Vieleicht sollten alle mal für ein paar Tage den Job wechseln, würde viele Probleme/Klischees bereinigen!
Jetzt mal im Ernst, wenn euch die Philosophie des Unternehmens nicht passt, dann kauft doch den Schei.. nicht, das wäre für mich die beste Konsequenz!
Ist was wahres dran. Übrigens auch wohl die einzige Möglichkeit etwas daran zu ändern.
Weil das Thema Gewerkschaften angesprochen wurde wären wir auch bei der Ursache von Erpressung und staatlich geschützen Erpressungsmonopol. Was zu fordern wäre wäre ein Minimalstaat in dem sich der Staat auf sein Gewaltenmonopol (Schutz des Bürgers) konzentriert und den Markt sich selbst reglementieren u regulieren liesse u den Kapitalismus nicht mit seinen Gesetzen erwürgt dann gebe es nämlich so etwas nicht sondern es wäre sogar ein Arbeitskräftemangel vorhanden anstatt ein Arbeitskräfteüberschuß. Schaut mal nach Neuseeland die haben ihr Gewerkschaftsmonopol abgeschaft u sind begeistert. Würde jetzt zu weit führen euch weiter in die Liberale Ideenwelt einzuführen. Lest z.b. einfach mal ein Buch von Roland Baader (belogene Generation u.ä.) falls ihr euch damit ausseinandersetzen wollt u das nachhohlen möchtet was euch das staatliche Bildungsmonopol "vergessen" (die Grundlagen des Lebens) hat zu lehren gibts bei Amazon
Ein Armutszeugnis... stellt sich die Frage, wofür die hohen Tiere von Dell überhaupt Unsummen an Gehältern beziehen? Wissen die, was Ihr Job ist? Richtig - solche Dinge zu vermeiden, anstatt bei Talfahrten konsequent gegen die Belegschaft vorzugehen...
Schade, dass offenbar viele Firmen vergessen, wer den Betrieb am Ende am laufen hält - nicht (nur) die Vorstände und Bosse...
@MESA69YIN
da unterliegst du leider einem schwerwiegenden Irrtum. Die Freiheit der Entscheidungen ist die einzige funktionierende Möglichkeit. Versuch mal Mrd von sich dauernd verändernden Verbindungen durch ein oder unendlich viele Gesetzen zu verallgemeiner oder zu reglementieren du wirst merken das du scheiterst. Sogar ein Computer der alle Vorgänger kennt kann immer erst hinterher sagen was das effektivste war aber jeder einzelne handelt eigenützig u ist somit in seiner autonomen Entscheidung am effektivsten u wirtschaftlichsten u leistet somit immer einen Beitrag zum Allgemeinwohl. Wie gesagt es würde zu weitführen dir dies hier näher zu bringen. Wer Wissen erlangen will soll lesen oder lesen lernen.
@MESA69YIN
will hier aber nicht ausschweifen!
Entschuldigung, komme aus Kasachstan und mir sind feudale Arbeitswelten auch persönlich bekannt! Fast jeder hat die Wahl des Lebensstandortes, auswandern ist keine neue Erfindung
Du hast mich wohl falsch verstanden, mit meiner letzten Aussage habe ich persönlichen Boykott gemeint, was anderes ist zur Zeit nicht drin!
Gönn dir ein paar Semester VWL, da wird so einiges klar!
Oder am besten zieh nach Kasachstan, da gibts bessere Möglichkeiten Dell aus dem Wege zu gehen!!!
Sonnige Grüße!
das ist doch der Punkt. Hier geht es nicht um volkswirtschaftliche Belange sondern um die soziale Komponente.
Und volkswirtschaftliche Belange beschäftigen sich auch in keinster Weise mit der sozialen Komponente?!?
Vor allem geht eine soziale Komponente nicht ohne VWL, oder? Irgendetwas müsste/sollte/könnte ja sozial verteilt werden. Nur was, so ohne VWL?
Aus dem Fakt das die Arbeiter aufgrund sinkender Absatzzahlen und einem Gewinneinbruch 5 TAge unbezahlten Urlaub nehmen sollen, zieht ihr die Konsequenz nicht mehr bei Dell zu kaufen??????
Wäre nicht der effect einer solchen Aktion das der Umsatz bei Dell weiter zurückgeht und die Arbeiter mehr in bedrängnis geraten??
Also solltet ihr von HP, Fujitsu und den anderen Marken Umschwenken auf Dell um den Konzern zu stützen. Das würde jedoch zu einem Umsatzeinbruch bei den vorhergenannten Unternehmen führen, was zu Repressalien der Arbeiternehmerschaft in den Betrieben führt.
Das ist Leider das Problem am Kapitalismus und der Rationalisierung. Aufgrund steigender effiziens und steigender Konkurenz ist der Markt auf ein stetiges Wachstum angewiesen, ist jedoch eine Sättigung des Marktes (stagnation des Wachstums) erreicht gibt es Probleme.
Tjoa summa sumarum alles scheiße. Pech gehabt. Mir fällt im moment keine Lösung ein um Frieden auf erden und Wohlstand für alle zu schaffen. Also durchbeissen und Schwein sein.
Jo. Die gute Frau Ypsilanti hat da auch mal etwas vorgeschlagen, als die Deutsche Bank trotz Gewinnen einen Arbeitsplatz-Abbau angekündigt hat. Sie hat alle Deutsche Bank-Kunden aufgerufen, ihre Konten aufzulösen. Schon damals hätte man ihre Intelligenz erkennen können, wenn man denn gewollt hätte. Aber in solchen Situationen kann man ja prima das böse Kapital verteufeln, von dem die meisten von uns recht gut leben.
Keiner sollte mehr bekommen als er braucht , wenn der Manager mehr Arbeit als 8 h hat sollen Sie einen zweiten einstellen ,Verantwortung tragen andere auch ,wie oben schon beschrieben !
PS: früher gab es Erfolgsprämien , seit der Erfolg fehlt gibt esx Motivationsprämien , trotzdem geht es in der Wirtschafft abwärts !!!!! Mehdorn hat sein Gehalt auf 900000 erhöht und eine Prämie von 3,5 Millionen erhalten , dafür haben sie erstmal alle ICE aus dem Netz genommen , defekt ! Tolles Managment der Bahn da jetzt tausende zu Spät zur Arbeit kommen , Züge und Strecken gesperrt werden !!! Oder der Esser ,der 13 Millionen erhalten hat das Mannesmann verschleudert wurde und tausende entlassen , ganz toller Manager und Mensch !!!
kasacke , ich glaub nicht das wir uns von Kasachstan was abschauhen müssten , die ganze Welt in unserem kleinen Land , können wir auch nicht mehr halten , auch ein Grund warum es hier Berg ab geht , ich frag mich nur wann die Welt hier wieder geht ? Genau wenn es hier nichts mehr umsonst gibt wie in Kasachstan und anderswo,mfg
@Mesa: Man kann das Kapital nicht nur bedingt verteufeln.
@hundet: Super Idee. Ich brauche etwa 1 Million im Jahr. Oder doch lieber zwei? Mehr brauche ich wirklich nicht.
Der Herr Mehdorn gehört vor die Tür gesetzt. Nicht allein wegen der ungerechtgertigten Prämien. Viel schlimmer finde ich, dass die Prämie quasi noch aus "Volksvermögen" (wenn man die Bahn so nennen darf) gezahlt wird.
Beim Herrn Esser sollte man mal genauer hinschauen (wobei ich glaube, dass es mehr als 13 Mio. waren). Man müsste ja schließlich gegenrechnen, wo D2 heute ohne Vodafone stehen würde. Vielleicht wären sie in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Aber immerhin handelt es sich hierbei um Geld, dass die Anleger freiwillig in die Firma investiert haben und das mehr als satte Gewinne gebracht hat.
Ich frage mich langsam, ob es bei Deiner oberflächlichen (und teilweise widersprüchlichen) Betrachtungsweise überhaupt lohnt, mit Dir dieses Thema zu diskutieren.