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Entlassungen bei eBay

von - quelle: Focus

Erstmals stehen beim weltgrößten Online-Auktionshaus eBay Entlassungen an. 1500 Mitarbeiter — etwa 10 Prozent der Belegschaft — müssen aufgrund eines Sanierungsprogramms gehen.

eBay Deutschland muss Kompetenzen abgeben und Mitarbeiter entlassen.Weltweit fällt bei eBay jede zehnte Stelle einem noch »geheimen Sanierungsprogramm« zum Opfer. Dies berichtet das Online-Magazin Focus unter Berufung auf Konzernkreise. Allerdings sollen von den ersten Kündigungen in der eBay-Geschichte nicht alle Konzernbereiche betroffen sein: »Der Kundenservice bleibt verschont«, wird ein eBay-Mitarbeiter zitiert, »wir setzen in der Verwaltung den Rotstift an, und zwar vor allem in der oberen Etage«. Betroffenen Mitarbeitern werden Auflösungsverträge und Abfindungen angeboten. Auch in Deutschland soll es eBay-Beschäftigte treffen.

Über die Stellenstreichungen hatte bereits das US-Wirtschaftsmagazin Barron’s berichtet. Demnach leidet eBay unter schwachem Wachstum in seinem Kerngeschäft, den Online-Auktionen selbst. Zwar konnte eBay noch im April glänzende Zahlen vorlegen: Aufgrund des schwachen US-Dollars stieg der Gewinn im ersten Quartal 2008 um 22 Prozent auf 460 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Doch die massiven Veränderungen seit Jahresbeginn dürften eBay viele lukrative Auktionen und Powerseller gekostet haben. So wurde im Februar das Bewertungssystem umgestellt — mit der Folge, dass sich Verkäufer benachteiligt fühlen. Auch das neue Gebührenmodell — das Einstellen von Artikeln ist günstiger geworden, die eBay-Provisionen hingegen teurer — findet wenig Anklang.

Insgesamt könnte laut Barron’s sogar das Volumen der bei eBay gehandelten Güter niedriger ausfallen die 15,7 Milliarden US-Dollar aus dem zweiten Quartal. Abgesehen davon, dass eBay nichts Offizielles zu den Umbauplänen verlauten lässt, äußern sich auch Analysten noch unsicher: »Unklar ist, ob die wirtschaftliche Situation, die Wettbewerbssituation oder der Managementkurs schuld an der Verlangsamung sind«, zitiert Barron’s die Investment-Analysten von Wedge Partners.

Mehr zum Online-Auktionshaus eBay bei Tom’s Hardware:

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Kommentare
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anonymous 29/09/2008 13:07
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-4+

Sollte das eine Folge der in letzter Zeit so Kunden-orientierten Geschäftspolitik sein?

FormatC 29/09/2008 13:15
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-5+

Nein. das sind die Bösewichter, die sich ihr Gehalt nicht per Paypal zahlen lassen wollten :)

anonymous 29/09/2008 13:41
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-2+

Ja, die wollten wohl nicht die 3-8% Empfangsgebühren zahlen für ihren Lohn...

anonymous 29/09/2008 14:08
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-4+

Wen wunderts? ebay ist zu einer Plattform von Neppern, Schleppern & Bauernfänger verkommen und der Schutz seitens eBay ist minimal. Ich glaube das schreckt einige mehr ab als die Preiserhöhungen.

checkmate 29/09/2008 14:17
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-4+

Genau, EBAY interessiert sich nicht genug für die "kleinen" Probleme. Außerdem was so wächst muss auch wieder schrumpfen, Naturgesetz!

gscheitmeier 29/09/2008 14:59
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-4+

Na zum Glück bleibt der Kundenservice unberührt... Sprich: Die 2 Hansln die die 08/15-Standardmails mit Stopmarken in die nur noch 2-3 Worte bezogen auf den konkreten Fall eingesetzt werden, bleiben...
Meines Erachtens ist ebay der Käufer völlig wurscht, egal wie man übern Tisch gezogen wird. Zumindest ging es mir schon so, und komischerweise waren bis auf eben diese 2-3 Worte die - natürlich ablehnenden mails - immer wortgleich! Dabei verdienen die ja an den Käufern, denn die zahlen ja, nicht die Verkäufer!!!! Aber das haben die scheinbar noch nicht begriffen...

Z3R0B4NG 29/09/2008 15:20
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--1+

Das neue Gebührenmodell ist echt grausam.
Hab erst neulich einen Artikel den man locker für 90€ losbekommen sollte für durchgerechnete 73€ bekommen (hab gleich drei Stück gekauft).
Ging in ebay dann doch nur für 80€ weg, die 4€ + 4% gebühren haben mir dann MEINEN Gewinn total versaut jetzt bin ich nur noch froh wenn ich nicht ins Minus komme damit.
Der einzige der drann verdient hat ist mal wieder ebay und zwar ohne einen Finger krum zu machen und ich darf noch zur Post rennen usw. -.-

Ich mein was ist so ne Auktion? SQL Eintrag in der Datenbank der für 7 Tage gespeichert wird und das wars, das ist im leben keine 4€ wert!
Vorallem laufen die meisten sachen ohne Probleme ab und selbst wenn es mal welche gibt wird man mit automatisierten vorgängen abgespeist.
Wenn sich dann doch wirklich ein Mensch drumm kümmern sollte und man sein Geld zurück bekommt zieht ebay da gleich mal 20€ Bearbeitungsgebühr ab.


Kein Wunder das da die Leute langsamer machen oder versuchen den kram anderweitig loszuwerden, nur schade das ebay keine ECHTE Konkurenz hat.

Riven 29/09/2008 17:35
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-3+

das schlimmste ist dass selbst für nichtverkaufte artikel gebühren erhoben werden...

anonymous 29/09/2008 18:10
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--1+

@gscheitmeier oder so:

Ich glaube du hast nicht begriffen, dass die Verkäufer Gebühren bezahlen und eBay am Leben erhalten und nicht die Käufer *rolleyes*

anonymous 29/09/2008 19:06
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-3+

Ehm ja. Ohne Käufer kein Geschäft. Ohne Geschäft kein Gewinn. Ohne Gewinn kein Ebay. Wer hält wen am Leben?

bwolf 29/09/2008 19:20
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-1+

chill out :
Ehm ja. Ohne Käufer kein Geschäft. Ohne Geschäft kein Gewinn. Ohne Gewinn kein Ebay. Wer hält wen am Leben?



Ohne Verkäufer auch kein Geschäft und diese zahlen normalerweise die Gebühren, nicht der Käufer.
Wer hält wen am Leben? ;)

FormatC 29/09/2008 19:26
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-3+

Normalerweise der Käufer den Verkäufer. Ohne Käufer braucht ein Verkäufer auch nichts einzustellen. Ebay stellt gewissermaßen als Vermieter nur den Laden zur Verfügung. Und wem die Mieten nicht passen, der zieht aus.

djjudge 30/09/2008 00:27
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-1+

Also das ebay 10 Prozent der Stellen abbaut wundert mich nicht.
Ich selber habe bis vor einem jahr dort gearbeitet und wurde gegangen.
Es wurden schon damals Aufhebungsverträge wie geschnitten Brot verteilt.

Es ist nicht war ,das nur Manager entlassen werden, sondern es werden die viele "Alte Hasen" entlassen. Die sind einfach zu teuer geworden.
Ebay hat schon lange keinen klaren Focus mehr und eiert mit ständig wechselnen Parolen herum. Die Angestellten werden von der Spitze verarscht. Sie haben die Mitteilung der Streichung aus den Medien erfahren, und nicht wie es eigentlich sein sollte von der Führungsspitze intern.
Es wird die kleinen Leute treffen wie halt immer. die Leute im Costumer Support können nichts dafür, das sie keine Zeit bekommen die Anfragen genauer zu beantworten. Die Mails werden erstmal in Kategorien vorsortiert und dann werden die Bausteine automatisch verschickt. wenn man sich dann öfter meldet und Stress macht dann schaut auch mal ein "Mensch drüber.
Das es sich irgendwann Recht ist klar.
Naja ich bin froh das ich in der Bude nicht mehr tätig bin die armen Hinterbleibenden können einem nur Leid tun.
Es zeigt mal wieder wie eine ehemalige gute Firma durch schlechtes Managment ruiniert wird.

3 2 1 keins....

anonymous 30/09/2008 03:26
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-1+


Ich hoffe, dass eBay den Rotstift diesmal an den richtigen Stellen ansetzen wird.

Die derzeitige Situation ist für die Verkäufer eine Katastrophe.
Man verdient sogut wie garnichts mehr. eBaygebühren steigen permanent an...
dann kommen noch Paypalgebühren dazu... jetzt wird man als gewerblicher Verkäufer
auch noch dazu genötigt Paypal einzusetzen (ohne Paypal kein eBayshop) u.s.w.
Dann kommen natürlich auch noch die Vorschriften in Punkto Versandkosten hinzu
z.B. dürfen Versandkosten von 7 Euro in den meisten Kategorien nicht mehr überschritten
werden. Ich frage mich wie man z.B. ein schweres und sperriges Servergehäuse für 7 Euro
versenden kann...
Alleine schon Paypal selbst ist eine einzige Katastrophe. Da werden Konten grundlos eingefroren.
Der Käuferschutz ist sowieso nur schall und Rauch u.s.w.

Ebay hat in der letzten Zeit soviele Fehlentscheidungen getroffen, dass es zu einem Abwandern
von Powersellern gekommen ist wie noch nie.
Offensichtlich hat man bei eBay komplett vergessen, dass man die Kuh die man melken will nicht schlachten darf.

anonymous 30/09/2008 08:20
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-1+

Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, mich bei eBay zu bewerben. - Sollte ich das aufgrund des Stellenabbaus wohl lassen? Mir wurde gerade noch erzählt, dass eBay regelmäßig ganz viele Leute sucht und einstellt... Irgendie seltsam. ;-)

anonymous 30/09/2008 09:42
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-1+

1. erstmal reagiert man ja (im Sinne der Aktionäre) auf die sinkenden Erträge (siehe 4.)
2. sollte sich hier evtl. die Möglichkeit auftun, sich einem anderen Anbieter zuzuwenden.
3. Alte (teure) Mitarbeiter (mit soliden Verträgen) raus - neue (günstigere) Mitarbeiter (mit leicht auflösbaren Verträgen - zumindest von Arbeitgeberseite) rein... Bewerbung kann also erfolgreich sein :-)
4. Aktionäre interessieren sich letztendlich einen Scheiss um die Art und Weise, was zählt ist die Zahl unterm Strich und die Dividende. Für das Management zählt die Entlastung und ggf. Wiedereinsetzung alle 4 Jahre. Aber das ist kein Ebay-Problem. Insofern, es lebe die Marktwirtschaft.

mooep 30/09/2008 12:30
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-0+

FormatC :
Normalerweise der Käufer den Verkäufer. Ohne Käufer braucht ein Verkäufer auch nichts einzustellen. Ebay stellt gewissermaßen als Vermieter nur den Laden zur Verfügung. Und wem die Mieten nicht passen, der zieht aus.



Endlich mal'n vernüftiger sachlicher Kommentar.

Alle schreien sie hier, wie unfähig das Managment ist, wie unmöglich die Gebühren sind, wie schlecht der Support ist - nur wieviele ändern dann tatsächlich ihr Konsumverhalten...?
Ich frag mich, wenn es so teuer und so mies ist, warum ist es immernoch das grösste Auktionshaus?

anonymous 01/10/2008 01:24
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-1+

@Mooep

... zurecht wird geschrien, dass das Management Fehlentscheidungen zu Genüge getroffen hat. Der beste Beweis dafür sind die Rückläufigen Umsatzzahlen von eBay sowie der drastische Kurseinbruch der eBayaktie.
Ob eBay das auf lange Sicht mit Stellenabbau auffangen kann ist fraglich.

Das Größte Auktionshaus ist eBay noch immer, weil die Reichweite durch Werbekampagnen sehr hoch gepusht wurde. Auch technologisch ist eBay allen Anderen Auktionshäusern und Marktplätzen weit voraus.
Fragt sich nur wie lange noch...
Die Konkurrenz schläft zum Glück für Kunde und Händler nicht.

anonymous 04/10/2008 20:58
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-0+

Die Talfahrt des ewig großen Ebay- Konzern wurde mit dem 25.09.08 besiegelt.
Seit diesem Tag erfahren wir Umsatzeinbrüche von schon mehr als 40 Prozent.
Bleibt abzuwarten was die nächsten Wochen und Monate draus wird.
Eins ist aber sicher: Wenn die Verkäufer Umsatzeinbußen durch Systemänderungen bei Ebay erleiden müssen, sitzt Ebay im selben Boot.

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