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LG Flatron IPS235P-BN: Im Testlabor

Wellness am PC: Vier Komfort-Monitore von 23" bis 30" im Vergleich
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Zunächst zur subjektiven Bewertung der Bildqualität: Diese fällt aufgrund der klaren Farbabstufungen ohne Dithering und Banding positiv aus. Bei weißem Hintergrund ist allerdings das bei IPS-Panels oft vorkommende Glitzern wahrzunehmen. Grautöne konnten wir von Stufe 4 bis Stufe 253 differenzieren, das ist in Ordnung.

Den vom Hersteller angegebenen Kontrast von 1000:1 verfehlt der Flatron IPS235P-BN trotz der guten Helligkeit von 259 cd/m². Der Schwarzwert von 0,29 cd/m² ist dafür einfach nicht ganz ausreichend. Die minimale Helligkeit liegt bei befriedigenden 85 cd/m², was zu einem recht großen Einstellbereich führt. Zudem wird die Helligkeit gut verteilt. Mehr als gut elf Prozent Abweichung messen wir an keinem Punkt. Das ist im Alltag nicht wahrnehmbar. Die Ausleuchtung ist hingegen nicht ganz homogen. In drei der vier Ecken sind Lichthöfe bzw. Aufhellungen zu erkennen – allerdings nur bei sehr dunklem Hintergrund.

Den sRGB-Farbraum kann das LG-Panel zu 93,3 Prozent darstellen. Das ist wie beim Fujitsu-Gerät noch als gut einzustufen. User, die Farbechtheit voraussetzen, würden sich hier aber sicher einen höheren Wert wünschen.

Bei der Blickwinkelstabilität des LG Flatron IPS235P-BN gibt es kaum etwas zu verbessern. Bis in die flachsten Winkel hinein bleiben die Farben stabil. Selbst Helligkeit und Kontrast verändern sich nur minimal. Lediglich das IPS-typische „Glühen“ tritt auch bei diesem Gerät auf. Unterm Strich gibt es aber nur eine zutreffende Bewertung: sehr gut.


Im Werkszustand, also im vom Werk aus kalibrierten Profil, verfehlt der LG 23-Zöller den im sRGB-Standard festgeschriebenen Weißpunkt knapp. Auch bei blauen und grünen Farbtönen liegt der Monitor leicht daneben. Die übrigen Werte, vor allem der Gammaverlauf und die Graustufen kommen der Referenz sehr nahe. Amateurgrafiker dürften damit schon ohne weitere Kalibrierung auskommen. Der sRGB-Modus bringt keine Verbesserungen. Im Gegenteil: Gammaverlauf und Kontrast verschlechtern sich erheblich. Also Finger weg vom sRGB-Modus, der den Namen wirklich nicht verdient hat. Nach einer selbst vorgenommenen Kalibrierung bliebt nur noch eine nennenswerte Abweichung im Blaubereich, und der Kontrast geht auf 800:1 zurück.

Bei kleineren Auflösungen, etwa 1280 x 1024 oder 1024 x 786, gelingt dem LG-Monitor die Interpolation sehr gut. Leider beherrscht der 23-Zöller keine Vergrößerung mit korrektem Seitenverhältnis. So muss der Nutzer entweder schwarze Balken akzeptieren oder sich mit einem verzerrten Bild rumschlagen. Bei höheren interpolierten Auflösungen kann der LG Flatron IPS235P-BN eine gewisse Unschärfe nicht vermeiden.

Als Reaktionszeit (Grau-zu-Grau) gibt LG fünf Millisekunden an, was den Flatron auch für Gamer interessant macht – sofern der Monitor die Versprechungen auch halten kann. Und er schafft es nicht ganz. Bei der schnellsten Beschleunigung kommen wir auf einen mittleren Grauwechselwert von 12,2 Millisekunden, der zudem mit starken Überschwingern einhergeht. Beim voreingestellten mittleren Overdrive verlängert sich die Bildlaufzeit auf 14,8 Millisekunden. Die Überschwinger gehen dafür deutlich zurück. Schnell ist der LG-Monitor hingegen beim Thema Latenz. Die Summe aus halber Bildwechselzeit und der Signalverzögerung beträgt nur 8,0 Millisekunden und liegt damit nochmal deutlich vor dem Fujitsu-Monitor, ebenfalls mit einem LG-Panel.

Für die Anbindung externer HD-Zuspieler eignet sich der HDMI-Anschluss des LG-Monitors ideal. Der Ton kann nur über den Kopfhöreranschluss wiedergegeben werden, Lautsprecher besitzt der Bildschirm nicht.

Im Filmmodus erhöht der LG-Monitor den Kontrast, und die Farben sind kräftiger. Außer der Helligkeit lässt sich nichts von Nutzer einstellen. Uns hat der Filmmodus gut gefallen. Beim Kinoformat 2,35:1 bleiben am oberen und unteren Rand schwarze Balken sichtbar. Genau an diesen Stellen kommt dann auch das recht starke IPS-Glühen störend zum Tragen.

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