FLA: erstes Feedback zu Arbeitsbedingungen bei Foxconn
Die unabhängige Non-Profit-Organisation Fair Labor Association hat ein erstes Feedback zu den Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer Foxconn gegeben.
Anfang der Woche hatten wir darüber berichtet, dass die Fair Labor Association (FLA) die Arbeitsbedingungen bei Apples Zulieferern unter die Lupe nimmt. Insgesamt 30 Prüfer der Non-Profit-Organisation sollen momentan vor Ort sein, um innerhalb von drei Wochen drei Fabriken und damit die Arbeitsbedingungen von rund 300.000 Menschen zu untersuchen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gab die FLA ein Feedback zu dem ersten Eindruck beim chinesischen Zulieferer Foxconn.
Festgestellt wurde bislang, dass die Arbeitsbedingungen dort "erstklassig" und damit im Allgemeinen wesentlich besser sein sollen, als man sie in Asien in der Textilindustrie vorfinden würde. Das Hauptproblem würde laut FLA-Präsident Auret van Heerden eher in der Monotonie der Arbeit selbst liegen, aufgrund derer die Mitarbeiter mit Langeweile und Entfremdung zu kämpfen hätten. Mit anonymen Umfragen bei insgesamt 35.000 Mitarbeitern soll im Verlauf der Untersuchung ein Meinungsbild eingeholt werden. Gefragt wird unter anderem nach den Verträgen, den Versorgungseinrichtungen, dem Anwerbeprozess und dem allgemeinen Befinden.
Das Feedback klingt auf Anhieb positiver, als erwartet - zumal nach der Selbstmordserie, die Foxconn letztes Jahr nachhing. Auch Berichte über Zwangspraktika ließen die "Fabrik der Welt" nicht gerade sympathisch erscheinen. Wer sich allerdings kritische Äußerungen oder zumindest Andeutungen erhofft hatte, wird bisher enttäuscht. Im Gegenteil: Van Heerden lobt vielmehr erneut, dass sich Apple überhaupt zu einer Prüfung bereit erklärte, schließlich wäre dies auf freiwilliger Basis geschehen. Allerdings erscheint merkwürdig, dass ein direkter Vergleich zu den vorherrschenden Arbeitsbedingungen innerhalb der Textilindustrie gezogen wurde. Diese gilt nicht gerade als vorbildlich, wenn es um Arbeitsbedingungen geht und taugt damit kaum als Maßstab. Interessantes Detail: Die Umfrage selbst wird auf iPads durchgeführt, auf denen die Befragten ihre Antworten eingeben können.
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Die Chinesen wissen nämlich, wie es läuft:
Sagst du deine Meinung oder kritisierts du, ist dein Job weg. Also wird da keiner was negatives sagen. Und wenn die aus Hilfslosigkeit ausm Fenster springen, dann liegt das an der Monotonie der Arbeit.
Ja ne, is kla.
Die Fair Labor Association (FLA) bürgt für die zutage geförderten Ergebnisse mit ihrem Namen und ihrer Glaubwürdigkeit. Ich gehe davon aus, dass die sich der Probleme hinsichtlich wahrheitsgemäßer Aussagen, die du andeutest, bewusst und werden sicherlich einen entsprechenden Maßnahmenkatalog erarbeitet haben, um dem vorzubeugen.
Insofern mag ich nicht alles schwarz sehen und vertraue im Zweifelsfall eher denen, die es besser wissen.
Das immernoch die Selbstmorde erwähnt werden müssen, tut mir leid die Selbstmordzahlen sprechen eindeutig FÜR die Firma und nicht dagegen. Bild Niveau lässt grüßen.
Die Firma liefert doch nicht nur für Apple, oder bin ich da aufm falschen dampfer? Wieso wird denn immer darauf hingewiesen? Es gibt doch noch jede menge andere Firmen, die beliefert werden.
Bei den I/O Anschlüssen hinten beim Motherboard steht doch fast immer Foxconn drauf.