Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

MSI FX600: Weiche Schale, Turbo-Kern

MSI FX600: Weiche Schale, Turbo-Kern
Von

Kurz vor der IFA stellte MSI das FX600 als "Lifestyle- und Business-Notebook" vor. Wo darf man ein solches Gerät wirklich einordnen? Wie steht es mit der Leistung und der Laufzeit? Tom's Hardware schaut sich das Gerät genauer an.

MSI selbst sieht das FX600 als ein Business- und Lifestyle-Produkt. Im Design spiegeln sich diese zwei Ansätze wider, und von außen nimmt man dem FX600 diese Doppelrolle noch ab. Die Außenhaut besteht aus mattem, gewürfelt strukturiertem schwarzem Plastik, das sich sehr gut als Fingerabdruck-Abweiser macht. Wie üblich ziert das MSI-Logo den Deckel, und ein mattes anthrazitfarbenes Band umläuft die untere Gehäusehälfte. Erster Eindruck: Schnieke und zurückhaltend, ohne langweilig zu werden.


Doch ein einziger Blick ins Innere genügt um zu wissen, dass jede IT-Abteilung sich gegen die massenweise Anschaffung sträuben würde. Denn dort zeigt sich, das MSI ein echtes Glanzstück abgeliefert hat – und zwar beim spiegelnden Display, dem ebenfalls reflektierenden Rahmen und den glänzenden Zwischenräumen der Chiclet-Tastatur mit ihren weißen Buchstaben. Das soll nicht falsch verstanden werden: Das Design ist sehr gefällig und funktional, aber die vielen glänzenden Flächen lassen die Einordnung im Business-Bereich nur beim Home-Office wahrscheinlich erscheinen. Über der Tastatur liegen sechs Taster: zum Einschalten, Anpassen der Lautstärke, aktivieren der Funkverbindung, Anschalten des Cinema-Pro-Modus sowie zum Zuschalten der  Turbo-Funktion. An der Vorderkante sind noch Funktions-LEDs untergebracht, deren passende Piktogramme clevererweise vor der Trackpadwippe liegen.

Wie beim Test des GE600 fällt die Verarbeitung nur ausreichend aus. Die untere Hälfte fühlt sich recht weich an und lässt sich leicht verwinden, was von leisen Knistergeräuschen begleitet wird. Die Handauflage biegt sich auch bei geringer Belastung mit, und man merkt, dass darunter keine Verstärkung liegt sondern das Plastik in der Luft schwebt. Das geht soweit, dass ein Druck auf der rechten Seite sogar noch den Ziffernblock mit nach unten zieht. Auf der linken Seite sorgt stärkeres Aufdrücken mit dem Handballen für ein Lauterwerden des Lüftergeräusches. Auch die Lade des optischen Laufwerks duckt sich nach unten Weg, wenn man, wie beim seitlichen Anfassen des Notebooks üblich, den Steg direkt darüber als Grifffläche nutzt.

Der Displaydeckel ist ebenfalls sehr weich ausgefallen und lässt sich problemlos verbiegen und verwinden. Beim punktuellen Fingerdruck auf den Deckel zeigen sich auf dem Display ebenso Spannungsmuster wie beim Verwindungstest, wo sie noch stärker ausfallen. An mangelndem Materialeinsatz kann das eigentlich nicht liegen, denn

Ihre Reaktion auf diesen Artikel