Facebook verzeichnet immer weniger Nutzerwachstum

Laut einem Bericht des Wall Street Journal verzeichnet das Soziale Netzwerk Facebook einen deutlich merkbaren Rückgang des Nutzerwachstums. Während Marktforscher von Comscore im Jahr 2010 noch ein Wachstum von unglaublichen 89 Prozent bestätigten, betrug es im letzten Jahr „nur „ noch 24 Prozent. Gemessen an den gerade einmal fünf Prozent, die im gleichen Zeitraum diesen Jahres gezählt wurden, ist das ein dramatischer Rückgang.

Als wichtigster Markt des Sozialen Netzwerks gelten nach wie vor die USA. Rund 56 Prozent der Werbeeinnahmen in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar konnte Facebook dort generieren. Aber genau hier kann Facebook immer weniger Nutzer gewinnen. Zwar tummeln sich laut des Berichts noch immer 158 Millionen Menschen auf der Webseite, viele von ihnen sind aber mittlerweile auch in anderen Netzwerken angemeldet. Durchschnittlich verbringen die amerikanischen Nutzer etwa sechs Stunden pro Tag auf Facebook. Vergleicht man diese Anzahl, so sind die Amerikaner immer noch mehr auf Facebook unterwegs, als auf allen Google-Seiten zusammen.

Als Grund nennt Comscore-Analyst Andrew Lipsman eine Marktsättigung. Da schon rund 70 Prozent der US-amerikanischen Internetnutzer und damit 221 Millionen Menschen bei Facebook angemeldet seien, sei ein Wachstumsrückgang eine natürliche Phase im Wachstumszyklus und daher auch ganz normal. Ob die Investoren diesen Wachstumsrückgang ebenso sachlich beurteilen, scheint zweifelhaft. Immerhin wurde das Soziale Netzwerk als vorbildhafte Wachstumsstory angepriesen und als solche auch beim Börsengang gehandelt. Dass statt zweistelliger Wachstumsraten jetzt der Aktienkurs aktuell um fast 30 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs an Wert verlor, dürfte viele Anleger schmerzlich getroffen haben. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen die Signale frühzeitig erkannt haben und das Ruder rechtzeitig herumreißen, um den vielen Anlegern auch wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
8 Kommentare
    Dein Kommentar
  • pedror@guest
    Kein Wunder! Anscheinend begreifen immer mehr Leute, dass sie ihr Privatleben komplett preisgeben und verzichten somit auf solche Plattformen. Mit meiner Tochter hatte ich deswegen auch schon einige Zusammenstöße. Tatsache ist, dass dieses auch gerade jungen Leuten schnell ihre spätere Berufschancen minimiert, da immer mehr größere Firmen mit ihren neuen Möglichkeiten das Netz scannen und darüber sieben. Die Gründe gibt natürlich bei einer Absage niemand an!
    0
  • brony@guest
    @Predor. Ich muss da kurz dazwischenquatschen. Hier ist nur von verringertem Wachstum die Rede. Also kommen immernoch leute hinzu. Es gehen kaum welche.
    0
  • irgendwer@guest
    Nachdem ich letztes Jahr 5 FakeAccounts dort wg. diversern Spielen angelegt hatte, wars irgendwann auch mal wieder langweilig...*sfg*
    0