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Forschung: Fünffache Speicherdichte für Festplatten

Von , Douglas Perry - Quelle: University of Texas

Da erwartet wird, dass das PMR-Verfahren (perpendicular magnetic recording) in der Festplattenproduktion die maximale Speicherdichte bei 1 TB pro Quadratzoll bald erreicht, wird fieberhaft nach neuen Technologien geforscht

Seit einiger Zeit wird vor allem von Seagate das sogenannte "heat-assisted magnetic recording" (HAMR) als nächste Evolutionsstufe für Festplatten angesehen. Bei dieser Technik wird es durch punktuelles Erhitzen der Stelle, an der die zu schreibenden Daten gespeichert werden sollen, ermöglicht, mit kleineren Magnetfeldern zu arbeiten und daurch eine wesentlich höhere Speicherdichte zu erreichen.

Doch das Verfahren hat einige Nachteile, so muss man einen Laser in der Festplatte verbauen und dafür sorgen, dass das durch die Wärme verdampfende Schmiermittel durch einen Vorrat wieder aufgefüllt werden kann. Jetzt haben aber Forscher eine Alternative entwickelt, die eine weitere Erhöhung der Speicherdichte verspricht, ohne dass zusätzliche Kompoenten in der Festplatte verbaut werden müssten.

Die Idee dahinter ist, kleine "Mauern" zwischen den Speicherpunkten zu errichten. Hierzu nutzten die Forscher in ihren Versuchen sogenannte Blockcopolymere, die keinerleit magnetische Eigenschaften haben und sich mittels "directed self-assembly"-Verfahrens (DSA) recht einfach in regelmäßige Muster anordnen lassen. Die dadurch abgetrennten Speicherzellen können so viel kleiner sein und wesentlich dichter angeordnet sein, ohne sich gegenseitig mit der Zeit zu beeinflussen.

Eine so hergestellte Festplatte soll laut den Forschern fünf mal so viele Daten auf der selben Fläche speichern können. Bisher haben die Forscher die Technologie nur in Laborversuchen getestet. Zusammen mit HGST wird jetzt aber an einer Umsetzung für die Serienproduktion gearbeitet. Ob sich solche Festplatten aber in der Massenproduktion überhaupt wirtschaftlich herstellen lassen, ist aber noch nicht geklärt. Einige Muster von Blockcopolymere würden sich aber innerhalb von 30 Sekunden selbst ausrichten, was die Forscher schon mal optimistisch stimmt.

Es gibt 6 Kommentare.
Weitere Kommentare
  • 1
    ebatman , 28. Januar 2013 19:04
    Warum wird eigentlich nicht in Multispur geschrieben oder die Plattern wie bei einem RAID Verbund genützt.
    Klarerweise sind die Auslenkungen etwas schwieriger zu kompensieren aber die minimale Spurverschiebung werden doch eh durch Piezokorrektur des Kopfes bereits durchgeführt.

    Also nicht die "alte Idee" mit mehreren Köpfen auf einem Platter ... das klappt nicht wie man bereits weiß.
    Sondern entweder 3 Köpfe an einem Arm (die Ausrichtung wäre immer Linear) .. die Spuren werden damit etwas komplexer zu verwalten.
    Oder auf jeder Ebene wird paralell geschrieben ... klarerweise nicht von Oben und Unten auf dem selben Platter.

    Damit würden größere Festplatten mit mehreren Plattern deutlich zulegen können.
    Die Zugriffszeit wird zwar etwas ausgebremst werden jedoch sicherlich noch im erträglichen Ausmaß.

    Eventuell kennt jemand ein Argument oder Erklärung warum das nicht realisierbar ist ?

  • 1
    oswin , 28. Januar 2013 17:48
    hmm naja dann haben wir wohl bald 20 terabyte.. oyee noch mehr dadenmüll denn man könnts ja mal gebrauchen :D 

    na ja besser wär echt wie mein vorposter schon gesagt hat 5 mal schneller wär besser gewesen :D 
  • 0
    Voyager , 30. Januar 2013 01:46
    Als Langzeitspeicher eignet sich eine SSD aber auch nicht , das Alter von NAND der seine Daten halten kann (Retention) sind maximal 20 Jahre.
    Von daher ist das eher unwirtschaftlich auf große SSDs zu setzen , wenn man noch für reine DatenBerge billigere Technologien nutzen kann.