Festplatten-Zuverlässigkeitsvergleich der wichtigsten Hersteller
Inhaltsverzeichnis
- 1. Praxisrelevanz
- 2. Der Maßstab für die Haltbarkeit
Storelab, ein führendes Unternehmen im Bereich Datenrettung, hat in einer Langzeitstudie die Festplatten der wichtigsten Produzenten verglichen und herstellerspezifische Ausfallgründe analysiert. Erkenntnisse, die auch für den privaten Anwender gelten...
Die Frage nach der Zuverlässigkeit steht bei sehr vielen Anwendern kaum im Vordergrund, wenn sie sich für den Kauf eines ganz bestimmten Produktes entscheiden. So stehen oft genug nur Kapazität, Preis und die angegebenen Geschwindigkeiten allein im Fokus des Käuferinteresses. Das macht ihn, den potentielle Kunden, zu einem leichten Ziel der Marketingstrategen. Darüber hinaus ist beim Erwerb eines Fertig-PCs den wenigsten klar, welches Innenleben sie eigentlich im Detail erwerben. Zumal viele Handelsketten keinen Wert auf Transparenz bei den verwendeten Baugruppen und Teilen legen. Die meisten Kunden wiegen sich außerdem im Hinblick auf Gewährleistungs- und Garantiefristen in trügerischer Sicherheit. Statistische Erhebungen sind genauso rar, wie aussagefähige und vor allem unabhängige Langzeittests.

Praxisrelevanz und Allgemeingültigkeit
Die russische Firma Storelab, einer der osteuropäischen Marktführer für die professionelle Datenrettung und bekannt durch die auf ihrer Homepage veröffentlichten Analysen und professionellen Anleitungen, hat nach einer Langzeitstudie im eigenen Geschäftsbetrieb die Ausfallraten bestimmter Festplatten der führenden Hersteller verglichen und diese Untersuchung unlängst als Studie veröffentlicht. Dabei ergaben sich durchaus unerwartete Ergebnisse. Während die Erzeugnisse eines Produzenten im Schnitt 3,5 Jahre intakt blieben, hielten in Kapazität, Ausstattung und Preis vergleichbare Festplatten eines anderen Herstellers nur 1,5 Jahre. Sicher, im Heimanwenderbereich wird dies vielleicht nur die privaten Urlaubsfotos der letztjährigen Reise "verbrennen", im kommerziellen Bereich können überproportional häufige Ausfälle jedoch komplette Strukturen lahmlegen und die Arbeit ganzer Monate vernichten. Selbst wenn die üblichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, entstehen durch den Ausfall dieser kurzlebigen Platten erhöhte Kosten durch Betriebsunterbrechung, Arbeitsaufwand und Ersatz. Aus diesen Gründen hat sich Storelab entschieden, die eigenen, in der Praxis gewonnen Informationen öffentlich auszuwerten, um zu belegen, welche der Festplatten welches Herstellers die geringsten Ausfallraten besitzen.
Wir möchten einführend darauf hinweisen, dass es sich bei den durch Storelab statistisch erfassten Festplatten ausschließlich um eingesandte Festplatten handelte, für die eine Datenrettung durchgeführt wurde bzw. werden sollte. Dieser Umstand ermöglicht einerseits die genaue Analyse der tatsächlichen Fehlerursache, sagt andererseits jedoch nichts über die Gesamtzahl aller Schadensfälle aus, die über den Handel oder die Hersteller direkt abgewickelt wurden. Vorteilhaft an dieser Analyse ist jedoch der Langzeitfaktor, der in marktstatistischen Erhebungen sonst nur eine untergeordnete Rolle spielt und die Praxisrelevanz auf Grund der Analysemöglichkeiten von Storelab. Aus diesem Blickwinkel möchten wir auch die nachfolgenden Ergebnisse und Aussagen bewertet wissen.
Neueste Festplatten & SSDs News
Neueste Festplatten & SSDs Testberichte
-
Neueste Toshiba News
- Das nächste iPhone soll In-Cell-Touchscreens bekommen
- Intel und Microsoft wollen iPad Marktanteile abnehmen
- Patent-Troll verklagt Apple, Dell, HP & 21 weitere Firmen
- CeBIT: Toshibas neue Docking-Station Dynadock U3.0
- Schnäppchencheck: Toshibas Folio 100 für 220 €
-
Neueste Toshiba Testberichte
- Vergleichstest All-In-One-PCs von Acer und Toshiba: Zwei Mal...
- Toshiba World gibt Einblick auf kommende Entwicklungen des...
- Externe Datenspeicher im Wandel der Zeit
- Schaulaufen der Ultrabooks: Acer Aspire S3, Asus Zenbook...
- Vom PC im Kofferformat zum Ultrabook: Die Geschichte mobiler...
Sldo ich bin mit meinen WD Platten sehr zufrieden da hat noch keine den Geist aufgegeben. Die Älteste ist von Ende 1994 läuft immernoch einwandfrei.
Ich ersetze alle 4-5 Jahre meine Festplatte. Durch den Generationswechsel ergibt sich dann auch ein Geschwindigkeitsvorteil. Hatte noch keinen Ausfall einer Platte bei mir zu beklagen, da sich die "Fehler" meist frühzeitig bemerkbar machten.
Erhöhte Vibrationen, Leerlauf und Last werden mit der Zeit lauter, unruhiger Lauf, etc. heißt bei mir immer Lagerschaden --> neue Platte muss her. Damit fahre ich ganz gut.
Da Festplatten nicht mehr die Welt kosten, ist ein prophylaktischer Tausch meist die günstigste Alternative. Zumal alle Daten noch zur Verfügung stehen. Über das Geschwindigkeitsplus der neuen Generation an Festplatten kann man sich dann noch zusätzlich freuen.
Hab gerade letzten Monat meine Platte getauscht. Was meine alte Platte an maximalen Durchsatz schafft, hat die neue knapp als Minimaldurchsatz.
Edit:
Verlasst euch nicht auf SMART!
Wenn SMART einen Defekt meldet, ist es meistens zu spät, bzw. die letzte Chance noch etwas zu retten.
Hatte ich schon bei einem vorherigen Wechsel bemerkt.
>Durchschnittliche Haltbarkeit in Jahren. Western Digital: 1.5 Jahre für >Platten
DAS wäre aber erschreckend... (typisch THG)
die tabelle schaut eher aus wie das durchschnittsalter der zu reparierenden (defekten) festplatten...
Nenne es Laufzeit, Nutzungsdauer Standfestigkeit, Haltbarkeit in Jahren - der restliche Kontext ist eigentlich eindeutig.
Endlich mal ein expliziertes Gedankenspiel, auf das ich gewartet habe.

Statt Eigen-Lobeshymnen der Hersteller auf Ihre Speicherdichten/Hybrid- und Öko-Lösungen das Wichtigste:
"Mit was darf man denn so rechnen"
Habe 7 74GB WD Raptoren seit 2002 im Dauereinsatz... 3 Betriebssystemgenerationen drauf und noch nie auch nur Zucken an den Platten festgestellt. Denke sie werden mich noch so weit begleiten, bis SSDs endgültig die Festplatten ablösen...
Hm, da hab ich gegenteiliges erlebt, aber ich kann nicht mit mehr als 200 Platten dienen

Hitachi und WD sind mir alle Platten abgeraucht die ich von denen hatte, innerhalb von 1 - 3 Jahren. Seagate 3 von 4 in einem 1 Jahr (nicht die 7200.11) und bei Samsung 1 von 7, allerdings nach etwa 6 Jahren
Und die wurden ziemlich identisch gelagert, gekühlt und auch genutzt.
Ich hatte noch keine schlechten Erfahrungen mit WD Platten. Nur mit Seagate Platten in NAS Geräten, welche von den Firmware Problemen betroffen waren. Den treuesten Dienst leistet eine 80GB Maxtor Platte von 2003. Die läuft und läuft und läuft.
Ich denke je neuer die Platten sind, umso weniger halten sie aus. Ich hatte bis vor kurzem noch 2 Seagate 7200.7 in Betrieb. Eine davon ist mir nach 1 Monat verraucht, seitdem hatte ich nie wieder Probleme.
Wobei hingegen die hochgelobten Samsungplatten den Weg in meinen PC nicht mehr finden werden. 3 Platten in 1,5 Jahren ist einfach zu viel, wobei ich noch eine SP2514 auf Lager habe, die auch noch funktioniert - aber alle neueren Platten sind eine Katastrophe.
Jetzt Versuch ichs mal mit den WD RE3 Laufwerken, mal schaun wie lange die durchhalten, bis jetzt sind sie mal problemlos
@formatc:
ok, dann erklär ich es euch halt doch..
die meisten festplatten werden NICHT repariert, sondern weggeworfen..
um so älter sie sind, um so eher werden sie entsortgt und/oder enthalten keine/weniger wichtigen daten..
eine z.b. 7 jahre alten Festplatten die im Müll landete ist also nicht in "eurer" statistik
wenn ihr jetzt immer noch nicht kapiert habt, dass man nicht von dem durchschnittsalter der zu reparierenden festplatten, auf das durschnittsalter aller festplatten schließen kann, dann weiß ich auch nicht..
Weißt Du was lustig ist? Dass Du den Artikel offensichtlich nicht gelesen hast. Ich weiß nicht wie oft es drin steht (wäre mal 'ne Aufgabe das zu zählen), aber es wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass es sich ausschließlich um eine Auswertung der eingesandten Festplatten handelt.
Und noch etwas:
Es ist nicht "unsere" Statistik, sondern die eines der führenden Datenrettungsunternehmen Russlands. Auch diesen Fakt kann man bequem entnehmen. Ein wenig guter Wille vorausgesetzt. Ich bin jedenfalls froh, ab und zu auch einmal Zahlen zu bekommen, die nicht von Lobbyisten geglättet wurden. Aus diesem Grund sind die Grafiken auch original - ich wüsste auch keinen Grund, die Kompetenz der Storelab-Ingenieure anzuzweifeln. Falls Du einen hast, nur zu. Kontakt kann vermittelt werden.
Ich hatte früher immer Seagate, eine WD war auch dabei, das gab immer Probleme mit den Platten. Bin dann auf Samsung umgestiegen schon wegen dem Preis. Die Platten laufen jetzt seit 3. Jahren zuverlässig.
Der Beitrag hat mir gut gefallen, weiter so.
Meine alte Maxtor 540 MB (Jahrgang 1995, 14 Jahre dauerhafter Betrieb) wird die Seagate 7200.12 im momentanen Sys definitiv noch überleben und gnadenlos überbieten in Sachen Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.

Passt halt nix drauf, außer ein 98er Windows.
Formatcs Artikel gehören auch immer mit zu die letzten Perlen von THG.
Stets gut und mühevoll geschrieben, keine sinnfreie Themenwahl, sehr wenig Rechtschreibfehler, keine kaputten Sätze, logische und durchdachte Gedankengänge sowie Schlussfolgerungen.
Davon könnten sich die anderen Redakteure noch eine Scheibe abschneiden
Ich habe früher als Techniker gearbeitet und hatte damals viele IBM/Hitachis der bekannten Serien getauscht.
Danach waren sie äusserst zuverlässig. Sicher gabs mal einen DOA aber an Ausfälle kann ich mich seitdem nicht erinnern. Und da hab ich viele verbaut oder auch im Kollegenkreis gesehen.
Viele Maxtor sind im laufe der Jahre eingegangen, auch mehrere Samsungs,
wobei ich die F1 der neueren Generation als relativ zuverlässig einschätze. Hatte zwar auch ein paar Ausfälle in der Firma mit der F1 640GB.
WD war auch recht gut und Seagate hab ich eigentlich immer etwas gemieden.
Letztes Jahr wurde es dann ein 7200.12 in der Firma. Und was ist, sie spinnt bereits.
Nunja....
So hat eben jeder seine Favoriten.
Meine waren immer Hitachi und WD und ich bin nach den hier gelisteten Zahlen wohl nicht gar so falsch unterwegs.
hmmm ich weiß nicht so recht. In eine derartige Statistik fließen so viele Nebenbedingungen ein, dass sie nicht mehr wirklich glaubwürdig ist.
Kann btw einer französisch und mir den Test hier übersetzen:
http://www.hardware.fr/articles/77 [...] sants.html
Der Witz ist, mit Deinem Artikel bestätigst Du die Erkenntnisse von Storelab irgendwie. Trotz Nebenbedingungen
Die Ausfallquoten über die Händlerreklamationen sind auch bemerkenswert:
- Western 0,89%
- Hitachi 0,92%
- Samsung 2,25%
- Maxtor 2,79%
- Seagate 2,89%
Zumal Maxtor und Seagate größtenteils baugleiche Platten sind
Wundert mich das Samsung so gut abschneidet.

Aber für die Fanboys ist das bestimmt trotzdem ein Schock
Naja, bei deren kleinem Marktanteil... ich gehe mal davon aus, dass diese Platten dort weniger in kommerziell genutzten PCs verbaut werden.