Harte Strafe für illegal geladene Songs
US-Musiklabels fahren die harte Tour: Für 24 illegal heruntergeladene Songs muss eine Amerikanerin 1,9 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
Von Verhältnismäßigkeit keine Spur: Knapp 2 Millionen US-Dollar soll die US-Amerikanerin Jammie Thomas-Rasset nach einem Urteil wegen Urheberrechtsverletzung zahlen. Wie unter anderem CNN berichtet, folgte ein Washingtoner Gericht vollständig der Argumentation der Kläger: 24 Songtitel soll Thomas-Rasset unerlaubt heruntergeladen und verteilt haben – den Schaden pro Song hat die Musikindustrie auf 80.000 US-Dollar taxiert.
1700 Titel sollen sich im Shared-Ordner des Kazaa-P2P-Client von Thomas-Rasset befunden haben, in dem Verfahren ging es aber nur um 24 Stücke von Künstlern wie Sheryl Crow, No Doubt oder Linkin Park. Die hohe Strafe für Musikstücke, die beim Kauf gerade mal auf etwa 99 Cent kommen, wird die Verurteilte auf Lebenszeit ruinieren: »Es gibt keinen Weg«, so Thomas-Rasset, »dass sie das jemals bekommen können. Ich bin eine Mutter mit begrenzten Mitteln, so dass ich mir erstmal keine Sorgen mache«.
Freude über das harte Urteil kommt freilich beim US-Dachverband der Musiklabels, der RIAA (Recording Industry Association of America), auf: Die Gerichte würden nun endlich illegale Downloads und Verletzungen geistigen Eigentums genauso ernst nehmen wie die Plattenindustrie.
Hier zu Lande sind solche Strafen beziehungsweise Forderungen nach derartigen Urheberrechtsverfahren nicht möglich: »So hohe Schadenersatzforderungen wie in den USA sind nicht denkbar«, zitiert die Süddeutsche Carsten Ulbricht, einen Rechtsanwalt aus Stuttgart. In den USA berufe sich die Justiz meist auf Strafschadenersatz (»punitive damages«), demnach soll eine ausgesprochene Strafe den Verurteilten auch wirklich schmerzen. In Deutschland gehe es meist nur um den wirklich materiell entstandenen Schaden.
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xD würd ich stumpf nicht machn
auch eine art von leute das leben zu ruinieren... find sowas einfach unmöglich den platten firmen ist es doch scheiß egal! klar songs downloaden und verteilen ist illegal aber deswegen gerade so ein hartes urteil? wieso nicht gleich die totesstrafe? wer hat lusst sein leben lang geld abzubezahlen?
ganz ehrlich wenn ich die amerikanerin wäre... wisst ihr was ich machen würde? ich würde mir nen server mieten mit ner richtig geilen standleitung im ausland... und filesharing im großen stil betreibe! wayne?! was woll die denn machen ? haftstraße? wenn man so viel schulden hat, hat man nichts mehr zu verlieren... also ab an den server musik&co downloaden was das zeug hält und verteilen...
ich meine das leben von der ist bei so einem urteil eh schon ge*ickt also wieso nicht? ich würd das echt machen^^ aber im großen stil das geld was die platten firmer einen weg nimmt wieder reinholn...
War bestimmt ne Schwarze oder gehörte zu einer anderen Minderheit, da sind die Amerikaner ja sehr stark am aussortieren.
Amerika ist eine Scheindemokratie in der Militär, Superreiche und korrupte Politiker machen was sie wollen. Der Rest der Bevölkerung wird als Arbeitssklaven ausgebeutet und dumm gehalten - Amerika geht in Richtung eines faschistischen Staates - die edlen Motive ihrer Verfassung sind zu einer Farce verkommen - das Land ist zu einer Schande für die Menschheit geworden - ob die Leute dort irgendwann sich erheben und der Elite den Prozess machen?
@kaan: Was soll denn so ein Spruch? Jammie Thomas-Rasset ist weder schwarz, noch gehört sie zu einer diskriminierten Minderheit. Hirnloses Amerika-bashing ist wirklich uncool.
@marklor: Du hast absolut keine Ahnung, wovon du redest. Das ist eine Schande.
Ich halte die Strafe für angemessen. Sie entspricht in etwa dem wirtschaftlichen Schaden, welcher angerichtet wurde. Ich habe wenig "sympathy" mit Mrs. Thomas-Rasset. Das illegale Hochladen von Material, an dem man keine Rechte hat, ist durch nichts zu rechtfertigen, anders als z.B. Notwehr oder Mundraub.
Wenn es bei dieser Strafe bleibt und die Spendenaufrufe nicht genug einbringen (was ich nicht glaube), muss diese Frau eben einen großen Teil ihres Lebens in Armut verbringen. Ich hielte es jedoch aus humanitären Gründen für angemessen, ihr nach 10 oder 15 Jahren ihre Restschuld zu erlassen, damit sie zumindest im Alter würdevoll leben kann.
Aetius
Da wäre die Frau wohl besser mit einem abgerichteten Hund im Kinderspielplatz vorbei als irgendwas zu Downloaden, das Massaker was der Hund hinterlassen hätte wäre vermutlich mit einer Bewährungsstrafe geregelt worden.
@Aetius
"Ich halte die Strafe für angemessen. Sie entspricht in etwa dem wirtschaftlichen Schaden, welcher angerichtet wurde."
Das weisst Du woher? Weil's die RIAA sagt? Das sind natürlich nur ehrenwerte Leute, auch wenn sie selbst schon wegen Kartellbildung verurteilt worden sind... Tatsache ist, dass die RIAA Filesharer pauschal für Einnahmenausfälle verantwortlich macht. Das ist ziemlich hanebüchener Unsinn, denn Einnahmen gehen aus einer Vielzahl von Gründen zurück. In der Zeit in der die RIAA Einnahmeausfälle zu beklagen hatte, hatten das auch andere Teile der Unterhaltungsindustrie - und schon weit bevor Bandbreiten und Rechnerkapazitäten das Filesharing z.B. von Kinofilmen erlaubt hat. Tatsächlich ist nunmal der Unterhaltungsbereich der Bereich, bei dem die Leute am ehesten Sparmöglichkeiten sehen. Hier einen Anteil des Filesharings herauslesen zu wollen ist Kaffeesatzleserei auf Kosten anderer und insbesondere der Versuch, die eigene Inkompetenz bezüglich des digitalen Zeitalters verschleiern zu wollen. Leider muss man in den USA keine wirklichen Belege haben, es reicht die Geschworenen vollzusabbern bis sie einem alles abnehmen. In Schadensersatzprozessen, bei denen z.B. medizinisch-naturwissenschaftliche Fragen entscheidend sind, raufen sich Fachleute regelmäßig die Haare weil nicht die bessere Beweislage sondern der eloquentere Anwalt den Ausschlag gibt, wer Recht bekommt.
@Aetius:
Aha, du meinst also, weil diese Frau mit diesen 24 Songs hantiert hat, ist ein Schaden von 80.000$ PRO STÜCK entstanden?? Dir ist bewusst, dass also insgesamt knapp 2 Millionen (!) Menschen ihre Dateien runtergeladen haben müssten, um bei 1$ Kosten pro Lied diese Strafe zu verlangen?? Abgesehen vom guten alten Argument, dass die meisten, hätten sie nicht die download-Möglichkeit gehabt, sich die Stücke auch nicht gekauft, sondern einfach drauf verzichtet hätten!
Ja, sowas ist illegal und gehört bestraft. Man kanns aber echt gewaltig übertreiben.
Hallo Aetius. Hier darf natürlich auch die Lobby der Plattenindustrie sprechen. Beschäftigt euch aber lieber mal mit Vertriebswege-suchen anstelle von Leute-in-den-Ruin-klagen und Forums-Posten.
@Aetius schön dass sich mal ein GVU Mitglied zu Wort meldet. Du scheinst noch schlimmer zu sein als die Scientology Anhänger zu sein. Glaubst alles was dir deine Vorgesetzte erzählen :-) Mein Beileid hast du sicher.
was währe denn unser Dasein ohne Spielregeln.Wenn ich dies respektiere,
kann ich in Ruhe und Frieden leben.Ob weiß, schwarz oder gelb spielt dabei keine Rolle. Es gibt Regeln, an die ich zu halten habe.Alles Andere grenzt an Anarchie.
So Hirntod die Führungskräfte in Deutschland auch sein mögen, bei den Amerikanern hat das ganze noch eine ganz andere Qualität.
Dumm, Dümmer, am Dümmsten, Hirntod, Amerikaner
Ich glaub besser könnte man das nicht mehr steigern.
@Kaan: Du hast die Sache am besten von allen ausgedrückt, bin zu 150% deiner Meinung!
Ich halte die Strafe für angemessen.
2 Millionen USD für 24 Lieder? Ich würde mit meinem aktuellem Lohn 114 Jahre lang arbeiten müssen ohne einen Cent auszugeben. Mal angenommen ich brauch nur die Hälfte meines Lohnes zum Leben, dann wären es 228 Jahre. Und ich hab keine Kinder zu versorgen. Und das soll ok sein? Amerika Bashing ftw! Das ist nich nicht nur hirntot, die sind hirntot hoch hirntot!
Hirntot hoch Hirntot? 0 hoch=?Ahja...
Naja beruhigt euch mal alle, ja 2 Millionen ist gewaltig und ich finde es auch komplett ungerechtfertigt und nicht oke. Ihr müsst euch aber nicht direkt über ganz Amerika auslassen, denn das ist auch nicht gerechtfertigt.
So und falls ihr auch mal Nachrichten schauen würdet: Die Frau legt natürlich Berufung ein oder glaubt ihr sie akzeptiert es einfach so?!
HAA HAA binn Schon lange vom Torrent weg ja lass die doofen zahlen
so griegt die Musikindustrie auch ihr geld wieder rein.
Ja ein bisschen muss man sich schon damit bescheftigen dan findet man auch 99.9% sichere wege zu laden aber wen wam einfach so bilnd drauf los und sich mit allen möglichen IP's verbindet naja bla bla
Man muss schon wissen was man macht das ist doch überall so ich breuchte ja auch nicht mein auto zum kupel schaffen wenn ich wüsste wie es zu reparieren geht dafür bau ich ihn sein PC.
So ist das nun mal die sicherste art von filesharing ist immer noch per USB Stick zum guten nerd kumpel rammeln der macht das schon.
Hier geht es nicht um den verursachten Schaden.
Es geht nicht einmal um die Frage, ob die Musikindustrie berechtigt ist, den Tausch von Musik (und nichts anderes geschieht bei Kazaa und Co.) zu verbieten.
Sondern Fakt ist, dass diese Frau nun zur Strafe ihr ganzes Leben lang nicht aus dem Container oder der Wellblechhütte mehr herauskommt.
Jeder zu einer lebenslangen Haft verurteilte Schwerstkriminelle (Zuhälter, Kindermöder, Mafiosi) wird irgendwann entlassen.
Diese Frau nie!
Wer sich hinter so ein Urteil stellt, hat in einem sozialen Rechtssystem nichts zu suchen.
Ab jetzt kaufe ich keine CD mehr!
Konzerte der Profiteure und Mittäter (Sheryl Crow, No Doubt, Linkin Park)
sind ebenfalls out.
Ich verzichte somit darauf, diese geldgierige Meute zu füttern.
Wie weit die Bande geht, zeigt dieses Urteil. Und es zeigt, dass diese Menschen zu noch ganz anderem fähig sind, um sich ein paar Dollar mehr in die Tasche zu stopfen. Es sind charakterlose, niedrige, bösartige Mutanten, die da den Künstler mimen!
@kottan:
Ich geb dir recht, außer in einem Punkt: kazaa &Co nennt man zwar vielleicht Tauschbörsen. Diese Bezeichnung passt aber ganz und gar nicht, denn hier wird nichts im eigentlichen Sinne getauscht, sondern vervielfältigt. Am Ende haben beide „Tausch“partner beide Waren. Das gibts im real life nicht, und das macht diese Börsen auch illegal.
@Lord Nelson: Hältst du es für unwahrscheinlich, dass 24 beliebte Lieder 2 Millionen Mal (also jedes im Durchschnitt ca. 83000 Mal) vervielfältigt werden, wenn sie bei einer populären Tauschbörse erhältlich sind? Ich kenne da zwar keine Zahlen, aber ich halte es durchaus für möglich.
@oh72: Da hast du Recht. Es ist möglich, dass der Richter sich von falschen Daten hat überzeugen lassen. Von daher stimmt die Höhe der Strafe vermutlich nicht. Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass Musik kaum noch gekauft, sondern vorrangig kopiert wird. Ich glaube auch, dass hier die Musikindustrie gefragt ist, sich neue Vertriebswege zu suchen, anstatt die Raubkopierer für alles verantwortlich zu machen, aber ein wirtschaftlicher Schaden ist zunächst tatsächlich vorhanden.
Bei Lichte betrachtet ist es ziemlich egal, ob es jetzt zwei Millionen oder nur eine Million sind; die Frau wird diesen Betrag nicht aus eigener Kraft aufbringen können.
Den Satz "Ich halte die Strafe für angemessen" nehme ich also zurück; da habe ich nicht zuende gedacht. Trotzdem finde ich es richtig, dass für sowas eine saftige Strafe verhängt wird, damit dieses Filesharing, welches nunmal Unrecht ist, aufhört.
Letztendlich ist es ja ein Diebstahl in gehörigem Umfang, den die Frau begangen hat. Die Beute ist nur leider nicht in ihren Händen, sondern in denen derer, die sich die Sachen heruntergeladen haben. Anständig und gerecht wäre es deshalb, wenn diejenigen, die sich die Dateien heruntergeladen haben, an der Spendenaktion für Mrs. Thomas-Rasset teilnehmen würden.
Aetius
@Aetius
"@oh72: Da hast du Recht. Es ist möglich, dass der Richter sich von falschen Daten hat überzeugen lassen."
Der Richter hat damit nicht viel zu tun, der Knackpunkt sind die Geschworenen.
"Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass Musik kaum noch gekauft, sondern vorrangig kopiert wird."
Komisch, wieso haben Media Markt, Saturn etc. noch recht ansehnliche CD-Abteilungen? Wieso betreibt Saturn zusätzlich ein Download-Portal? Wieso ist Amazon zusätzlich zum CD-Verkauf noch in den Download-Markt eingestiegen? Wenn niemand mehr kauft, was soll das?
"aber ein wirtschaftlicher Schaden ist zunächst tatsächlich vorhanden."
Wenn ich ein Produkt herstelle und anbiete, das niemand mehr will, dann ist das mein unternehmerisches Risiko. Wenn mein Produkt wesentlich teurer ist als das der Konkurrenz und niemand kauft es ist das auch mein unternehmerisches Risiko. Wenn ich es nicht schaffe, dass Produkt zu dem Kunden genehmen Konditionen zu liefern und er will es deshalb nicht ist das mein unternehmerisches Risiko. Lediglich der ganz spezifische Schaden der durch eine bestimmte Person (und nicht durch eine allgemeine Gruppe Personen) durch illegale Aktivität verursacht wurde kann gegen eben diese Person geltend gemacht werden - in einem funktionierenden Rechtsstaat. In den USA kommen dann noch punitive damages drauf, aber wie will ich die festsetzen wenn ich noch nichtmal Pi mal Daumen weiss, wie hoch der konkrete Schaden eigentlich ist?
Die RIAA aber versucht ganz gezielt, unternehmerisches Risiko auszuschalten. Sie versucht dies zum einen durch Kartellbildung und Erpressung der Vertriebspartner. So wurden die großen Ketten in den USA gezwungen, Mindestpreise zu verlangen, wenn sie mit den neuesten Hits werben wollten. Damit wird die besondere Marktmacht, die ein Großabnehmer normalerweise hat, ganz gezielt ausgehebelt - und die beteiligten Firmen bekamen prompt gerichtlich auch die Finger. Auf der anderen Seite versucht man, den Verlust von Kundschaft an andere Vertriebswege durch exorbitante Schadensersatzforderungen zu verhindern. So verklagte man ja schon MP3.com auf horrende Summen, wohl wissend, dass viele kleinere, unabhängige Künstler dieses als Vertriebsnetz genutzt haben. Man versucht die Leute, die einem von der Schippe gesprungen sind, durch juristische Winkelzüge dazu zu zwingen, wieder zurückzukommen. Nicht zuletzt dienen Filesharer-Prozesse wie dieser auch dazu, ganz gezielt Leute zu verunsichern.
Dabei übersieht die RIAA eins: Krieg gegen die eigene Kundschaft zu führen ist selten lukrativ, und wenn man a)einem Teil der potentiellen Kundschaft die Kauflust über die Preise vermiest und b)einem anderen Teil über das Geschäftsgebaren, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Verkäufe einbrechen.
@Kottan: Wenn Du ein Konzert besuchst, bekommt die Musikindustrie zum Glück nichts ab. Der Erlös aus Konzerten geht zu nahezu 100% an die Band, ein kleinerer Teil davon geht an Miete, Elektrik, Technik und sowas drauf.
Wir haben zum Glück in so einem Fall die Privatinsolvenz. Würde ein Richter hierzulande ein solches Urteil verkünden, wär der Kommentar dazu vom Angeklagten recht simpel: "Herr Richter, bitte nehmen Sie meine Privatinsolvenz zur Kenntnis." Der Kläger würde sofort das Grinsen aufgeben und kreidebleich werden, da er bei einer Privatinsolvenz ein paar müde Euronen hat, und nach der Abwicklung der Privatinsolvenz keinerlei Rechtsanspruch auf die gerade zugesagten Millionenbeträge hat.
Aber leider lesen wir hier von den USA. Vielleicht sollten wir der Frau politisches Asyl bieten... Hierzulande wäre sie nach 5 Jahren, die so eine Privatinsolvenz dauert, rechtlich gesehen vor der Unterhaltungsmafia sicher.
@KatSeiko
Sorry, aber da verwechselst Du etwas. In den USA gibt es Privatinsolvenz schon wesentlich länger als bei uns.
Also wenn "Aetius" diese Strafe "für angemessen" hält, muß ich ihn direkt schon fragen, was er getrunken hat. Aber: wie leicht den Usern hier vernichtendes Amerika-Bashing von der Hand geht, was für feucht-fröhliche Urständ der Antiamerikanismus hier schon wieder feiert, da bleibt mir doch die Spucke weg! Und da haben wir nochmal den "Aetius", der genau dieses Amerika-Bashing anprangert und dafür von einem Hagelschauer negativer Bewertungen getroffen wird, daß seine Kritik an anderen Usern schon verschwindet, daß man schon auf "Einblenden" klicken muß, um sie noch lesen zu können. Wie war das gleich nochmal mit "Jedem seine Meinung"? Ich weiß ich weiß! Die wissen scheinbar alle nichts von schwarzen Diktatoren in Afrika mit vergoldeten Palästen, deren Untertanen im Straßendreck verhungern, ja auch die an Baukränen aufgehängten Minderjährigen im Iran blenden solche Menschen gerne vornehm aus, solange man ja so wunderbar und ungestraft auf Amerika eindreschen kann, denn das ist ja viel geiler und da kann man sich so richtig schön als betroffener Gutmensch fühlen! Der User "kaan" z.B. macht die USA schon gleich mal zur Hölle des Rassismus gegen Schwarze! (Daß der US-Präsident ein Schwarzer ist, hat er wahrscheinlich noch gar nicht mitbekommen), und derselbe nochmal behauptet allen ernstes, ein Kampfhundehalter, der in einem Kindergarten ein "Massaker" anrichte, würde mit einer Bewährungsstrafe davon kommen. Wahnsinn! Der kann doch nicht so blöd sein, daß er so einen Stuss selber glaubt, oder? Aber es geht noch heftiger: für den "marklor" sind die USA sogar gleich ein prä-faschistischer Staat, in dem die armen Amerikaner gleichsam wie in unterirdischen Bunkern "Sklavenarbeit" verrichten". WOW! Müssen die Amerikaner schon morgen vor Obama den Hitlergruß machen?? Als nächstes erschlägt ein User "elisito" den "Aetius", dessen Meinung ihm nicht passt, gleich mal mit der Verschwörungskeule! Nun ist "Aetius" schon "schlimmer als die Scientology", mit Sicherheit ein "GVU-Mitglied" und auch der User "zwernd" erklärt ihn gleich mal zur "Lobby der Plattenindustrie". Daraufhin behauptet ein "kottan" folgendes: "Jeder zu einer lebenslangen Haft verurteilte Schwerstkriminelle (Zuhälter, Kindermöder, Mafiosi) wird irgendwann entlassen.", was schlicht und ergreifend falsch ist: Schwerstkriminelle bekommen heute in der Regel Sicherungsverwahrung und sitzen tatsächlich bis zu ihrem Tod, in Amerika sowieso. Also auch das war eine glatte Lüge, oder der User weiß es nicht besser. Zu Guter Letzt ist es in Amerika Rechtspraxis, die Strafe in der ersten Instanz astronomisch hoch anzusetzen, weil im Rechtsmittelweg davon nur ein Bruchteil übrig bleibt und dieser Bruchteil das Strafmaß ist, das die Ankläger tatsächlich angestrebt hatten. Die alte Bauernregel, daß man in den USA fürs Ausrutschen auf einer Bananenschale Millionär werden kann, trifft tatsächlich nur auf wenige Ausnahmefälle zu und ist dadurch entstanden, daß die Medien hierzulande meist nur über das Urteil der ersten Instanz berichten. Ich wäre gespannt, ob hier überhaupt zu lesen sein wird, wenn aus den 1,9 Millionen in der nächsten Instanz nur noch 19.000 werden.
@chemikus
"Schwerstkriminelle bekommen heute in der Regel Sicherungsverwahrung und sitzen tatsächlich bis zu ihrem Tod, in Amerika sowieso."
Du irrst. Weder in Amerika noch hier. Auch in Amerika gibt es die Todesstrafe nur für einen eng umgrenzten Kreis Straftatbestände und auch dort bedeutet lebenslänglich keineswegs bis zum Tod. Bei uns wird entgegen Deiner Behauptung keineswegs Sicherungsverwahrung "in der Regel" verhängt sondern nur in solchen Fällen, wo das Gericht mit Sicherheit davon ausgeht, dass der Verurteilte auch nach der Haft eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Alles andere würde vom Verfassungsgericht verworfen. Du verwechselst vielleicht Sicherungsverwahrung mit der Feststellung der "besonderen Schwere der Schuld" - die bedeutet aber nur, dass ein höherer Mindestanteil der Strafe verbüßt sein muss, bevor überhaupt eine Entlassung überlegt wird.
In Zukunft vielleicht ein wenig vorsichtiger mit der Behauptung, andere würden lügen oder wüssten es nicht besser?
oh man chemikus... wie ihr euch aufregt...
Warum wird die Frau so in Schutz genommen? Sie weiß das es illigal ist, macht es trotzdem. So viele machen das und kaum passiert mal was richtiges, also macht jeder weiter.
Das sollte mehreren passieren, damit bevor jemand Titel illigal lädt und verteilt, erstmal sein Kopf anstrengt.
Das Thema wird doch schon so lange diskutiert.
Sollte sie etwas nur einmal 100$ abdrücken und die Sache wieder geklärt? Die hätte doch direkt weiter gemacht.
Die wird bestimmt keinen Titel mehr ziehen und paar andere die sowas lesen bestimmt auch nicht.
Und hört doch auf mit den leidigen Thema über Amerika und deren Probleme ~ wir haben auch unsere Probleme, also bitte...
@ oh72
Eben, ich habe ja gesagt "in der Regel" und nicht "immer".
Jedenfalls wird es immer häufiger, Sicherungsverwahrung zu verhängen oder die "besondere Schwere der Schuld" festzustellen. Mir ging es einfach nur darum, gegen billige Stammtischparolen vorzugehen, wie etwa, daß man Kindermörder "laufen lasse", während Filesharer gewissermaßen knapp am Tod vorbeischrammen würden. Ich gehe sogar davon aus, daß die Verbreiter diesen Blödsinn nicht mal selber glauben. Wie viele einfach so behaupten, JEDER würde nach 15 oder vielleicht 18 Jahren wieder frei kommen, ist eine glatte Lüge! An Heinrich Pommerenke haben wir ein Beispiel für einen Sexualmörder, der nach fast 50 Jahren Haft in seiner Zelle gestorben ist. Christian Klar, ein Serienmörder der RAF saß immerhin rund 25 Jahre, wobei ihm zugute kam, daß er für seine Mordgier "edle Motive" geltend machen konnte und die linke Szene mit solchen Serienmördern sogar symphatisiert.
Daß die Strafen gegen Filesharer immer höher werden, hat auch nur damit zu tun, daß die Musik- und Filmindustrie eine enorme Lobby ist und sich die besten Anwälte der Welt leisten kann. Wer dagegen einer Greisin die Handtasche raubt, wird nur Pech haben, wenn der Richter diese Tat als besonders verwerflich empfindet; einen Anwalt als Nebenklagevertreter kann sich die alte Frau wahrscheinlich nichtmal leisten.
Die Macht der Filmindustrie wird sicher bestehen bleiben, weil sonst niemand über die Produktionsmittel für teure Kinofilme verfügt. Die Macht der Musikindustrie aber steht wenigstens zur Disposition. Selbst wenn Megastars zur Milliardären werden, verdienen ihre Verlage noch ein Mehrfaches davon. Gerade in der Unterhaltungsmusik ist es noch relativ einfach, Alternativen zu finden. Man kann auch sein eigener Plattenverlag werden, einen Manager einstellen und seine Masterbänder in ein CD-Presswerk geben. Wer schon Geld hat, kann sogar selbst ein kleines Presswerk gründen. Auch ich glaube nicht, daß die Musikindustrie am Filesharing zugrunde geht, sondern daran, daß die Preise der CDs in keinem Verhältnis zum künstlerischen Wert der Inhalte stehen und am Monatseinkommen der breiten Masse gemessen, viel zu teuer sind. Plattenlabels sind monopolartige Strukturen und verteuern künstlich den Zugang zur Kultur. Wer auf Klassik-Aufnahmen angewiesen ist, hat wenigstens noch alternative Wahlmöglichkeiten: er kann die begehrte Sinfonie auch vo einem Billig-Label kaufen und einem unbekannten polnischen Orchester lauschen, wenn er sich die grandiose DECCA-Aufnahme mit den NY Philharmonikern einfach nicht leisten kann. Wer Michael Jackson hören will, hat diese Wahlmöglichkeit nicht.
Wer der Musikindustrie das Geld nicht in den Rachen schmeißen will und auch gar nicht kann, und trotzdem nicht straffällig werden will, dem kann ich nur empfehlen, Digitalradio über Internet oder noch besser über Satellit zu empfangen und aufzuzeichnen. Das ist nicht strafbar und die technische Qualität ist oft besser, als beim Bezahl-Download als niedrig gesampeltes MP3.
Sie hat also diese 24 Songs insg. wohl 2 Millionen Menschen hochgeladen, bei nem Preis von $1 und $80.000 pro Song Schadensersatz.
Demnach müsste sie einen Traffic (mit 24 Liedern) von 192 Terabyte verursacht haben, wenn ein Lied 4Mb hat. Demnäch müsste sie 61 Jahre lang geuploaded haben, wenn sie Breitband besitzt, das mit durchschnittlich(!) 100Kb/s dauerhaft hochlädt. Ohne Pausen.
.. mhh versteh ich nicht.
Die einzige Erklärung wie man auf diese Zahl kommt ist, dass das von ihr Verbreitete sich dadurch bei anderen Usern nochmals verbreitet. Aber dafür kann sie ja nichts. Diese Leute hätten die Lieder auch bekommen, wenn sie das Lied nicht runtergeladen hätte.
Bei diesen "Mafiosi Methoden" der Platten und Musikindusrie rufe ich alle auf diesen Haien keinen Cent mehr zu vermachen, egal ob €-cent, oder $-cent. Piraten der Welt vereinigt euch, und wehrt Euch gegen die regelmässige Verdoppelung des Copyrightschutzes. (Von 25 jahren auf 50, und vor ein Paar Wochen auf 75 Jahre...Klammheimlich und rein Industrielobbybasiert.)
habs gestern schon om orf forum geschrieben:
1,379 mille für musik in schlechter qualität. nicht schlecht.
dann sind meine schallplatten milliarden wert.*ggg*
die frau kann ihre kinder und sachen packen und nach kuba oder mexico auswandern/untertauchen.
die kriegt das geld nie und nimmer zusammen.
einfach lächerlich menschen für 24 songs mit solch hohen starfen abzumahnen und im gegenzug hats wegen der bankenkrise keinen einzigen banker erwischt wobei die aber das vielfache von dem betrag verjuxt haben.
ich würde sagen, als zeichen gegen die musikindustrie jedem großen konzern einen düngemittellaster vor die tür stellen und die sache hat sich.
Übrigens, vielleicht sollte man einfach mal dem einen oder anderen Musiker zuhören, wie der selber über Filesharing und dessen Verfolgung denkt. Den Dieter Bohlen muß man wirklich nicht mögen, aber was der selber über die Thematik sagt (Video Youtube), läßt schon aufhorchen.
Ich würde sicherlich Schläge bekommen, wenn ich Franz Schubert gegen Linkin Park ausspiele, aber ein Unterschied ist ja nicht von der Hand zu weisen und selbst die Fans dieser manchmal synthetischen Eintagsfliegen geben unter vier Augen schon mal zu, daß es eigentlich Schrott-Musik ist, die sie hören. Ob ein normaler Deutscher sich die neueste CD vom Hiphopper Jason Sonstwie leisten kann, ist sicherlich eine Frage. Eine ganz andere Frage ist, ob sich ein normaler Deutscher allein nur die 9 Beethoven-Sinfonien oder die Matthäus-Passion von Bach leisten kann. Während wir es bei Jason Sonstwie mit einem Windhauch zu tun haben, über den in drei jahren keiner mehr spricht, sollen wir doch aber bitte schön stolz auf unsere großen Klassiker sein, denn die sind das Fundament unserer westlichen Kultur. Um auf meine eigene Kultur stolz sein zu können, muß ich sie mir aber erst einmal leisten können. Und da sind wir an einem Punkt, wo ich mir das Wort "pervers" gerade noch so verkneifen kann. Ich hatte vorhin das NY Philharmonic Orchestra erwähnt. Es ist ein Beispiel für eines der besten Orchester der Welt. Trotzdem frage ich mich, wieso die Solisten dieses Ensembles mehrere Millionen Dollar im Jahr verdienen müssen und der Plattenverlag an einer CD hunderte Millionen. Bach und Beethoven sind die Fundamente unserer Kultur. Wenn wir aber schon ein kleines Vermögen zahlen müssen, um mal einen kleinen Blick oder einen kurzen Klang davon zu erhaschen, ist das ungefähr so, als würde man von uns 100 Euro Eintritt am Friedhof verlangen, wenn wir das Grab unserer Großeltern besuchen wollen.