US-Musiklabels fahren die harte Tour: Für 24 illegal heruntergeladene Songs muss eine Amerikanerin 1,9 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
Von Verhältnismäßigkeit keine Spur: Knapp 2 Millionen US-Dollar soll die US-Amerikanerin Jammie Thomas-Rasset nach einem Urteil wegen Urheberrechtsverletzung zahlen. Wie unter anderem CNN berichtet, folgte ein Washingtoner Gericht vollständig der Argumentation der Kläger: 24 Songtitel soll Thomas-Rasset unerlaubt heruntergeladen und verteilt haben – den Schaden pro Song hat die Musikindustrie auf 80.000 US-Dollar taxiert.
1700 Titel sollen sich im Shared-Ordner des Kazaa-P2P-Client von Thomas-Rasset befunden haben, in dem Verfahren ging es aber nur um 24 Stücke von Künstlern wie Sheryl Crow, No Doubt oder Linkin Park. Die hohe Strafe für Musikstücke, die beim Kauf gerade mal auf etwa 99 Cent kommen, wird die Verurteilte auf Lebenszeit ruinieren: »Es gibt keinen Weg«, so Thomas-Rasset, »dass sie das jemals bekommen können. Ich bin eine Mutter mit begrenzten Mitteln, so dass ich mir erstmal keine Sorgen mache«.
Freude über das harte Urteil kommt freilich beim US-Dachverband der Musiklabels, der RIAA (Recording Industry Association of America), auf: Die Gerichte würden nun endlich illegale Downloads und Verletzungen geistigen Eigentums genauso ernst nehmen wie die Plattenindustrie.
Hier zu Lande sind solche Strafen beziehungsweise Forderungen nach derartigen Urheberrechtsverfahren nicht möglich: »So hohe Schadenersatzforderungen wie in den USA sind nicht denkbar«, zitiert die Süddeutsche Carsten Ulbricht, einen Rechtsanwalt aus Stuttgart. In den USA berufe sich die Justiz meist auf Strafschadenersatz (»punitive damages«), demnach soll eine ausgesprochene Strafe den Verurteilten auch wirklich schmerzen. In Deutschland gehe es meist nur um den wirklich materiell entstandenen Schaden.
ganz ehrlich wenn ich die amerikanerin wäre... wisst ihr was ich machen würde? ich würde mir nen server mieten mit ner richtig geilen standleitung im ausland... und filesharing im großen stil betreibe! wayne?! was woll die denn machen ? haftstraße? wenn man so viel schulden hat, hat man nichts mehr zu verlieren... also ab an den server musik&co downloaden was das zeug hält und verteilen...
ich meine das leben von der ist bei so einem urteil eh schon ge*ickt also wieso nicht? ich würd das echt machen^^ aber im großen stil das geld was die platten firmer einen weg nimmt wieder reinholn...
ganz ehrlich wenn ich die amerikanerin wäre... wisst ihr was ich machen würde? ich würde mir nen server mieten mit ner richtig geilen standleitung im ausland... und filesharing im großen stil betreibe! wayne?! was woll die denn machen ? haftstraße? wenn man so viel schulden hat, hat man nichts mehr zu verlieren... also ab an den server musik&co downloaden was das zeug hält und verteilen...
ich meine das leben von der ist bei so einem urteil eh schon ge*ickt also wieso nicht? ich würd das echt machen^^ aber im großen stil das geld was die platten firmer einen weg nimmt wieder reinholn...
@marklor: Du hast absolut keine Ahnung, wovon du redest. Das ist eine Schande.
Ich halte die Strafe für angemessen. Sie entspricht in etwa dem wirtschaftlichen Schaden, welcher angerichtet wurde. Ich habe wenig "sympathy" mit Mrs. Thomas-Rasset. Das illegale Hochladen von Material, an dem man keine Rechte hat, ist durch nichts zu rechtfertigen, anders als z.B. Notwehr oder Mundraub.
Wenn es bei dieser Strafe bleibt und die Spendenaufrufe nicht genug einbringen (was ich nicht glaube), muss diese Frau eben einen großen Teil ihres Lebens in Armut verbringen. Ich hielte es jedoch aus humanitären Gründen für angemessen, ihr nach 10 oder 15 Jahren ihre Restschuld zu erlassen, damit sie zumindest im Alter würdevoll leben kann.
Aetius
"Ich halte die Strafe für angemessen. Sie entspricht in etwa dem wirtschaftlichen Schaden, welcher angerichtet wurde."
Das weisst Du woher? Weil's die RIAA sagt? Das sind natürlich nur ehrenwerte Leute, auch wenn sie selbst schon wegen Kartellbildung verurteilt worden sind... Tatsache ist, dass die RIAA Filesharer pauschal für Einnahmenausfälle verantwortlich macht. Das ist ziemlich hanebüchener Unsinn, denn Einnahmen gehen aus einer Vielzahl von Gründen zurück. In der Zeit in der die RIAA Einnahmeausfälle zu beklagen hatte, hatten das auch andere Teile der Unterhaltungsindustrie - und schon weit bevor Bandbreiten und Rechnerkapazitäten das Filesharing z.B. von Kinofilmen erlaubt hat. Tatsächlich ist nunmal der Unterhaltungsbereich der Bereich, bei dem die Leute am ehesten Sparmöglichkeiten sehen. Hier einen Anteil des Filesharings herauslesen zu wollen ist Kaffeesatzleserei auf Kosten anderer und insbesondere der Versuch, die eigene Inkompetenz bezüglich des digitalen Zeitalters verschleiern zu wollen. Leider muss man in den USA keine wirklichen Belege haben, es reicht die Geschworenen vollzusabbern bis sie einem alles abnehmen. In Schadensersatzprozessen, bei denen z.B. medizinisch-naturwissenschaftliche Fragen entscheidend sind, raufen sich Fachleute regelmäßig die Haare weil nicht die bessere Beweislage sondern der eloquentere Anwalt den Ausschlag gibt, wer Recht bekommt.
Aha, du meinst also, weil diese Frau mit diesen 24 Songs hantiert hat, ist ein Schaden von 80.000$ PRO STÜCK entstanden?? Dir ist bewusst, dass also insgesamt knapp 2 Millionen (!) Menschen ihre Dateien runtergeladen haben müssten, um bei 1$ Kosten pro Lied diese Strafe zu verlangen?? Abgesehen vom guten alten Argument, dass die meisten, hätten sie nicht die download-Möglichkeit gehabt, sich die Stücke auch nicht gekauft, sondern einfach drauf verzichtet hätten!
Ja, sowas ist illegal und gehört bestraft. Man kanns aber echt gewaltig übertreiben.
kann ich in Ruhe und Frieden leben.Ob weiß, schwarz oder gelb spielt dabei keine Rolle. Es gibt Regeln, an die ich zu halten habe.Alles Andere grenzt an Anarchie.
Dumm, Dümmer, am Dümmsten, Hirntod, Amerikaner
Ich glaub besser könnte man das nicht mehr steigern.
2 Millionen USD für 24 Lieder? Ich würde mit meinem aktuellem Lohn 114 Jahre lang arbeiten müssen ohne einen Cent auszugeben. Mal angenommen ich brauch nur die Hälfte meines Lohnes zum Leben, dann wären es 228 Jahre. Und ich hab keine Kinder zu versorgen. Und das soll ok sein? Amerika Bashing ftw! Das ist nich nicht nur hirntot, die sind hirntot hoch hirntot!
Naja beruhigt euch mal alle, ja 2 Millionen ist gewaltig und ich finde es auch komplett ungerechtfertigt und nicht oke. Ihr müsst euch aber nicht direkt über ganz Amerika auslassen, denn das ist auch nicht gerechtfertigt.
So und falls ihr auch mal Nachrichten schauen würdet: Die Frau legt natürlich Berufung ein oder glaubt ihr sie akzeptiert es einfach so?!
so griegt die Musikindustrie auch ihr geld wieder rein.
Ja ein bisschen muss man sich schon damit bescheftigen dan findet man auch 99.9% sichere wege zu laden aber wen wam einfach so bilnd drauf los und sich mit allen möglichen IP's verbindet naja bla bla
Man muss schon wissen was man macht das ist doch überall so ich breuchte ja auch nicht mein auto zum kupel schaffen wenn ich wüsste wie es zu reparieren geht dafür bau ich ihn sein PC.
So ist das nun mal die sicherste art von filesharing ist immer noch per USB Stick zum guten nerd kumpel rammeln der macht das schon.
Es geht nicht einmal um die Frage, ob die Musikindustrie berechtigt ist, den Tausch von Musik (und nichts anderes geschieht bei Kazaa und Co.) zu verbieten.
Sondern Fakt ist, dass diese Frau nun zur Strafe ihr ganzes Leben lang nicht aus dem Container oder der Wellblechhütte mehr herauskommt.
Jeder zu einer lebenslangen Haft verurteilte Schwerstkriminelle (Zuhälter, Kindermöder, Mafiosi) wird irgendwann entlassen.
Diese Frau nie!
Wer sich hinter so ein Urteil stellt, hat in einem sozialen Rechtssystem nichts zu suchen.
Ab jetzt kaufe ich keine CD mehr!
Konzerte der Profiteure und Mittäter (Sheryl Crow, No Doubt, Linkin Park)
sind ebenfalls out.
Ich verzichte somit darauf, diese geldgierige Meute zu füttern.
Wie weit die Bande geht, zeigt dieses Urteil. Und es zeigt, dass diese Menschen zu noch ganz anderem fähig sind, um sich ein paar Dollar mehr in die Tasche zu stopfen. Es sind charakterlose, niedrige, bösartige Mutanten, die da den Künstler mimen!
Ich geb dir recht, außer in einem Punkt: kazaa &Co nennt man zwar vielleicht Tauschbörsen. Diese Bezeichnung passt aber ganz und gar nicht, denn hier wird nichts im eigentlichen Sinne getauscht, sondern vervielfältigt. Am Ende haben beide „Tausch“partner beide Waren. Das gibts im real life nicht, und das macht diese Börsen auch illegal.
@oh72: Da hast du Recht. Es ist möglich, dass der Richter sich von falschen Daten hat überzeugen lassen. Von daher stimmt die Höhe der Strafe vermutlich nicht. Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass Musik kaum noch gekauft, sondern vorrangig kopiert wird. Ich glaube auch, dass hier die Musikindustrie gefragt ist, sich neue Vertriebswege zu suchen, anstatt die Raubkopierer für alles verantwortlich zu machen, aber ein wirtschaftlicher Schaden ist zunächst tatsächlich vorhanden.
Bei Lichte betrachtet ist es ziemlich egal, ob es jetzt zwei Millionen oder nur eine Million sind; die Frau wird diesen Betrag nicht aus eigener Kraft aufbringen können.
Den Satz "Ich halte die Strafe für angemessen" nehme ich also zurück; da habe ich nicht zuende gedacht. Trotzdem finde ich es richtig, dass für sowas eine saftige Strafe verhängt wird, damit dieses Filesharing, welches nunmal Unrecht ist, aufhört.
Letztendlich ist es ja ein Diebstahl in gehörigem Umfang, den die Frau begangen hat. Die Beute ist nur leider nicht in ihren Händen, sondern in denen derer, die sich die Sachen heruntergeladen haben. Anständig und gerecht wäre es deshalb, wenn diejenigen, die sich die Dateien heruntergeladen haben, an der Spendenaktion für Mrs. Thomas-Rasset teilnehmen würden.
Aetius
"@oh72: Da hast du Recht. Es ist möglich, dass der Richter sich von falschen Daten hat überzeugen lassen."
Der Richter hat damit nicht viel zu tun, der Knackpunkt sind die Geschworenen.
"Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass Musik kaum noch gekauft, sondern vorrangig kopiert wird."
Komisch, wieso haben Media Markt, Saturn etc. noch recht ansehnliche CD-Abteilungen? Wieso betreibt Saturn zusätzlich ein Download-Portal? Wieso ist Amazon zusätzlich zum CD-Verkauf noch in den Download-Markt eingestiegen? Wenn niemand mehr kauft, was soll das?
"aber ein wirtschaftlicher Schaden ist zunächst tatsächlich vorhanden."
Wenn ich ein Produkt herstelle und anbiete, das niemand mehr will, dann ist das mein unternehmerisches Risiko. Wenn mein Produkt wesentlich teurer ist als das der Konkurrenz und niemand kauft es ist das auch mein unternehmerisches Risiko. Wenn ich es nicht schaffe, dass Produkt zu dem Kunden genehmen Konditionen zu liefern und er will es deshalb nicht ist das mein unternehmerisches Risiko. Lediglich der ganz spezifische Schaden der durch eine bestimmte Person (und nicht durch eine allgemeine Gruppe Personen) durch illegale Aktivität verursacht wurde kann gegen eben diese Person geltend gemacht werden - in einem funktionierenden Rechtsstaat. In den USA kommen dann noch punitive damages drauf, aber wie will ich die festsetzen wenn ich noch nichtmal Pi mal Daumen weiss, wie hoch der konkrete Schaden eigentlich ist?
Die RIAA aber versucht ganz gezielt, unternehmerisches Risiko auszuschalten. Sie versucht dies zum einen durch Kartellbildung und Erpressung der Vertriebspartner. So wurden die großen Ketten in den USA gezwungen, Mindestpreise zu verlangen, wenn sie mit den neuesten Hits werben wollten. Damit wird die besondere Marktmacht, die ein Großabnehmer normalerweise hat, ganz gezielt ausgehebelt - und die beteiligten Firmen bekamen prompt gerichtlich auch die Finger. Auf der anderen Seite versucht man, den Verlust von Kundschaft an andere Vertriebswege durch exorbitante Schadensersatzforderungen zu verhindern. So verklagte man ja schon MP3.com auf horrende Summen, wohl wissend, dass viele kleinere, unabhängige Künstler dieses als Vertriebsnetz genutzt haben. Man versucht die Leute, die einem von der Schippe gesprungen sind, durch juristische Winkelzüge dazu zu zwingen, wieder zurückzukommen. Nicht zuletzt dienen Filesharer-Prozesse wie dieser auch dazu, ganz gezielt Leute zu verunsichern.
Dabei übersieht die RIAA eins: Krieg gegen die eigene Kundschaft zu führen ist selten lukrativ, und wenn man a)einem Teil der potentiellen Kundschaft die Kauflust über die Preise vermiest und b)einem anderen Teil über das Geschäftsgebaren, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Verkäufe einbrechen.