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RIAA: Keine Massenklagen mehr

von - quelle: WSJ

Dass ein juristisches Vorgehen gegen Filesharing-Nutzer nichts bringt, hat nun anscheinend auch der mächtige US-Branchenverband erkannt: Laut dem Wall Street Journal will die RIAA künftig von derartigen Klagen absehen.

Strategiewechsel bei der US-Musikindustrie im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen: Mittlerweile ist der Branchenverband RIAA (Recording Industry Association of America) wegen Urheberrechtsvorwürfen gegen rund 35.000 Nutzer unter anderem von Filesharing-/P2P-Plattformen juristisch vorgegangen. Nun will sich die RIAA zurückhalten. Dies berichtet das Wall Street Journal.

Durch die Klagen erlitt die RIAA einige böse Schlappen: So wurde unter anderem eine Person verklagt, die bereits verstorben war, auch gegen alleinerziehende Mütter und Kinder ging die RIAA vor – was ihrem und dem Ruf der US-Musikindustrie geschadet hat und unterm Strich außer Kosten nichts gebracht hat. Der Aufwand für die Prozesse stand in keinem Verhältnis zum Zweck, nämlich der Durchsetzung des Urheberrechts.

Nun will man enger mit den Providern zusammenarbeiten. Laut Wall Street Journal hat sich die RIAA bereits mit mehreren Anbietern zusammengetan. Sie sollen – ähnlich der Vorgehensweise in Frankreich (siehe »Frankreich segnet Filesharing-Gesetz ab«) – auffällige Anwendern beziehungsweise Filesharer per E-Mail warnen. Fällt der Betroffene weiter auf, folgen zwei bis drei verschärfte Ermahnungen. Anschließend soll der Webzugang gesperrt werden oder letztendlich doch eine Klage folgen.

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sherman 19/12/2008 17:41
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-1+

"auffällige Anwender beziehungsweise Filesharer per E-Mail warnen"

wovor warnen die mich dann? das ich zuviele files mit anderen leuten teile?

dann kriegen die von mir erst mal eine antwort, mit der frage wo denn personenbezogene daten von mir "gesammelt" wurden und fuer welche dateien ich belangt werde ... davon abgesehn nutze ich selten p2p programme

aber is ne feine sache diese warnung, da weiß man gleich das ein providerwechsel vorgenommen werden sollte

anonymous 19/12/2008 18:55
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-0+

Was soll ein Providerwechsel in dem Fall bringen?

fruechtetee 19/12/2008 19:50
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Chill Out: Die RIAA hat keinen Zugriff auf Kundendaten von Providern.
Bedeutet wenn du zuviel aufem Konto beim pinken T hast gehste zu 2-1 ;)

Iraklis 19/12/2008 21:24
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-0+

man sollte davon ausgehen das Menschen die Filesharing-/P2P- benutzen keine kohle haben um sich z.B. Software Lizenzen usw. legal zu erwerben
ein richtiges Eigentor, wie wäre es mit einer art SCHUFA oder so ? eine Datenbank wo all diejenigen gespeichert werden die gegen Urheberrechte verstoßen und nicht so schnell wieder einen Internet Anschluss bekommen wäre sicher sinnvoller

HeXoR 19/12/2008 21:51
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-0+

Was ist an "Recording Industry Association of America" misszuverstehen? Die machen hier in Europa oder speziell Deutschland garnichts. Außerdem ist das wieder so ein Hirnloser schnell Schuss der RIAA. Als wenn die Provider nichts besseres zu tun hätten als hunderte von Mitarbeitern für diese Aufgaben zu beschäftigen. Geben wir ihnen noch etwas Zeit und sie werden erkennen, das sie etwas an ihren Preisen ändern müssen.

anonymous 20/12/2008 01:54
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-0+

Zitat :

Chill Out: Die RIAA hat keinen Zugriff auf Kundendaten von Providern.
Bedeutet wenn du zuviel aufem Konto beim pinken T hast gehste zu 2-1 ;)



Oh wie logisch. Wenn sie keinen Zugriff haben, brauche ich nicht zu wechseln. Besorgen sie sich den Zugriff z.B. durch Gerichtsbeschluss, ist man dank Vorratsdatenspeicherung auch bei einem Providerwechsel nicht aus dem Schneider.

anonymous 21/12/2008 23:46
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Warum regt ihr euch den auf? Je mehr sie sperren desto besser. Kein Unternehmen kann sich so ein blödsinn auf dauer leisten. Wenn 20% der Zugänge gesperrt werden dann schreien die Provider nach andere Lösungen.

FormatC 21/12/2008 23:52
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-0+

Das hieße im Umkehrschluss, dass mindestens 20% der User Zeug auf lau saugen müssten. Unwahrscheinlich. Falls es 10% der Gesamtsurfer trifft und von denen 50% erwischt würden, wären das lächerliche 5%. Das stecken die T-Beutel mit links weg. Zumal die Verträge ja eine Mindestlaufzeit haben und weiter abgebucht werden würde.

Schlitzer 22/12/2008 10:17
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-0+

was regt ihr euch eigentlich so auf, durch aufhebung der groben sammelklagen (wo direkt jeder user eines p2p netzes) angeklagt wurde, würde so das ganze mehr selektiv passieren (vorrausgesetzt das sie wirklich die daten "lesen", was wiederum auch manchmal nicht so angenehm ist), und somit die wirklichen heavy user "sharer" am a.... kriegen.

und ich bezweifele das ihr alle das p2p netz "nur" nutzt um private "selbst erstellte" dateien, programme, homevideos zu tauschen, und wer wirklich mal alle schaltjahre ein lied oder film mit urheber geschützen inhalten zieht, wird wohl nicht direkt an den pranger gestellt, ist ja auch ne aufwands und kosten frage, und unser staat will das auch nicht wirklich!!!

anonymous 23/12/2008 09:24
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Ich finde, dass ist die vernünftigste und freundlichste Reaktion, die es seiten der Musikindustrie gegenüber dem Raubkopiermarkt je gab. Anstatt jetzt wieder wegen irgendwas rumzunölen, sollte man sich einfach mal freuen, dass hier nun sehr human auf das Thema eingegangen wird.

@Iraklis
Sicherlich benutzten eine Menge Schulkids Filesharingprogramme, aber pauschal sagen, dass man davon ausgehen muss, dass die Nutzer alle keine Kohle haben ist ja mal echt das naivste, was ich je gehört habe. Die meisten Leute haben überhaupt kein Unrechtsverständnis was speziell das runterladen von Musik angeht und sehen nur, dass sie da alles ganz einfach bekommen. Das eine Industrie - die sicherlich etwas langsam damit ist, in der modernen Welt anzukommen - geprellt wird, die all die schöne Musik überhaupt erst produziert und möglich macht, entgeht meist.

@HeXoR
Die RIAA arbeitet sehr eng mit der deutschen IFPI zusammen. Und die haben auch keine Probleme damit, wenns etwas länger dauert, bis jemand verwarnt wird - logs sind geduldig.

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