Sieben Workstation-Grafikkarten im Vergleich

ATi FireGL V7700 mit DisplayPort

Als Geheimtipp gilt die FireGL V7700. Sie basiert auf dem relativ modernen RV670-Chip, der bereits in 55 Nanometern gefertigt wird. Zudem besitzt sie mit 720 Euro einen attraktiven Preis. Im Vergleich zum Pendant von Nvidia ist sie mit 512 MB GDDR4-Speicher nicht so üppig ausgestattet, jedoch reicht dies für die meisten Anwendungsfälle zweifelsohne aus.

Wie im Bild oben zu erkennen, macht sich die PCI Express 2.0-kompatible V7700 auf zwei Slot-Steckplätze breit. Die kleineren Brüder V5600 und V3600 kommen mit einen zurecht. Folgt man den Modellnummern-Schema und orientiert sich an den Preisen, so müssten die größeren Brüder V8600 mit 1 GB und V8650 (2 GB) eigentlich schneller sein. Doch auf jenen ist noch der alte R600-Chip (80 nm) verbaut. Unsere Benchmarks zeigen, dass es die FireGL V7700 ohne Probleme mit diesen aufnehmen kann und sogar in einigen Kategorien schneller ist. Schon hier steht

An der Anschlussleiste fällt uns eine Besonderheit auf, die bei Grafikkarten noch nicht weit verbreitet ist.

v.l.n.r.: 3-Pin-Stereobrillen-Konnektor, DisplayPort und DVI

So ist eines der interessantesten Features die DisplayPort-Buchse, aber nur weil man sie momentan noch selten antrifft. Dafür musste übrigens die zweite DVI-Buchse weichen. Im Vergleich zu den Mitbewerbern DVI und HDMI besitzt der DisplayPort ein eigenes Signalprotokoll. Die maximale Auflösung von 2560 x 1600 (WQXGA) ist aber auch nicht besser als beim DVI bzw. HDMI. Auch der Kopierschutz HDCP gehört zum Funktionsumfang. Lediglich die Bandbreite fällt mit 11 GBit/s etwas höher aus als bei DVI/HDMI (8 GBit/s). Wir sind gespannt, ob sich DisplayPort durchsetzen wird. Der Kunde ist jedoch momentan mit drei digitalen Buchsensystemen konfrontiert: HDMI, DVI und DisplayPort. So etwas gefällt Herstellern von Fernsehern und Monitoren gar nicht.

GPU-Z zeigt die wichtigsten Eckdaten der FireGL V7700 anHilfspannungsversorgung vom Netzteil über diesen 6-poligen Molex-Anschluss

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18 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Anonymous
    Und bitte jetzt keine Posts mit dem Thema "Warum sind da jetzt keine Spiele-Benchmark dabei..."
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  • TheCritter
    Warum gibt es noch keine Workstation Grafikkarten die wenigstens den ATI Eqivalenten 3870 nutzen, sondern nur den 3850 (V7700)? Ok, die 48xx Reihe ist wohl noch zu neu.
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  • mwr87
    Wieso sind da keine Spiele Benchmarks dabei ?

    Sry konnte es mir nicht verkneifen ^^,

    Ich wunder mich auch wieso noch kein 3870 dabei ist .... selbst 4850 wäre wünschenswert gewesen ... aber man kann ja nicht alles haben.
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  • Anonymous
    Interessant wäre für den geneigten Leser auch eine Vergleich mit den gängigen "Gamer"-Karten á la 8800 GT o.ä.
    So hätte man einen direkten Vergleich, inwieweit sich durch die Workstationkarten ein signifikanter Vorteil ergäbe.
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  • Anonymous
    Schaut euch doch mal die Daten zur V7700 an: GDDR4 mit 1125MHz und 777MHz Chiptakt. Na, an welche Karte erinnert euch das? Natürlich an die HD3870. Da hat der Verfasser wohl versehentlich HD3850 statt HD3870 in den Artikel geschrieben.

    Dass es die neuen Chips noch nicht für den Workstationmark gibt liegt wohl an den Treiber. Da wird der Rechner aufgestellt und der mitgelieferte Treiber installiert, dann ist fertig. Dort installiert keiner regelmäßig neue Treiber. Also muss der mitgelieferte Treiber optimal laufen, was bei neuen Chips meist nicht der Fall ist.
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  • scheffe
    Ich finde auch das ein vergleich der gamerkarten mit den Workstationkarten interessant waere (Meine keine spielebenches)

    Wir im buero sind haeufig am ueberlegen was wir kaufen sollen da meist die Workstationkarten 2 Generationen zurueckhaengen und dazu noch teurer sind

    - waere echt mal interessant ob die mehr als doppelte leistung der neuen desktopkarten den treibervorteil der fireGls und Quadros wett machen kann .

    Und jetzt bitte keine kommentare von wegen - bringst nicht weil eh was ganz anderes und so. Hab sehr wohl damit erfahrung und der einzige vorteil ist der individuelle Treibersupport von Nvidia und Ati fuer specielle Programme.
    Wer wie die meisten designer architcten und co. massig verschiedenen programme (und auch staendig neue dazukommen) benutzt, fuer den ist das eher uninteressant.

    Cinema 4d - 3d max und co laufen sehr wohl auf normalen Desktopkarten und das gar nicht mal schlecht.
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  • Wischmopps
    interesant auch ob die neuen 4xxx karten zu denen es noch garkeine workstation pendants gibt trotz ausbremsung schneller sind UND/ODER sie überhaupt schon ausgebremst sind
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  • Anonymous
    Interessant wäre auch mal ein Bericht über Softmods für Graffikkarten die normale Gamer Grafikkarten z.B die ATI 3850/3870 Radeon Serie in Workstation Karten verwandeln. Das funktioniert, weil sie sich in der Architektur kaum unterscheiden der Leistungszuwachs, wenn man den Testergebnissen glauben darf sind sehr beträchtlich und reichen locker an die teueren Workstation Karten an, aber ob dabei Graffikfehler enstehen oder sonstige Einschränkungen ist mir nicht bekannt. Mehr informationen zu den Softmods der 3850/3870 kann man sich in den Suchmaschinen beschaffen, ich selber hab damit keine Erfahrung.
    Bei Nvidia gibts auch Softmods z.B für die 8800GT die nur geringen aber dennoch spürbaren Leistungssteigerungen in diversen Anwendungen liefern.
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  • Anonymous
    Warum ist die Quadro FX 3700 nicht getestet worden die hat doch den G90 als GPU ?

    Grüße Kappa
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  • derGhostrider
    @THG und Kappa:
    Warum sind die FireGL "MV" Karten nichteinmal erwähnt? Da findet man, je nach Modell, passiv gekühlte Karten mit zwei Display Ports!

    Natürlich sind die Karten nur für 2D-Aufgaben gedacht, aber eine Erwähnung wäre doch nett gewesen.
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  • Weltenspinner
    Also ProE lief bei mir sogar auf einer ATI Radeon 9200 super. Ich habe allerdings ein Weilchen den richtigen Treiber gesucht. War ein ganz bestimmter Catalyst. :D

    Nur in der Rendering-Voransicht mit Shadern und Effekten ruckelte es. War jedoch zu ertragen. Das Rendern selbst lief völlig über die CPU. Ist jetzt mit dem 4850e aber schnell genug. Auch der Xpress3200-Chip auf 1Ghz erweist sich als sehr gut für ProE und OpenGL-Zeugs zu eignen. Besser als die alten Quadros in den CAD-Maschinen bei uns im Labor. Da werkelt noch ein Pentium4 SingleCore mit HT drin. oO Jeder 300 EUR Desktop ist schneller. Aber im zweiten CAD Apples im Wert von 20'000 EUR stehen haben. -,-'
    Kleine Bildfehler muss man aber akzeptieren. Im endgültigen Rendering ist aber nichts mehr davon zu sehen.

    Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich aber wirklich lieber mit der ATI V7700 und einem Intel Q9450 arbeiten. Geht aber (noch) nicht.

    ATI macht jetzt sogar im Workstation-Bereich nVidia das Leben schwer. ^^"
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  • numerobis
    ja, nen Vergleich mit aktuellen Gamer-Karten wäre wirklich mal interessant - besonders bei den DirectX basierten Anwendungen wie 3dsmax - da dürfte der Unterschied eigentlich nicht so groß sein.

    ...aber der Vorschlag ist bisher bei jedem Workstation-Graka-Test hier gekommen und unbeachtet geblieben. Wahrscheinlich würden das die Hersteller nicht so gerne sehen...
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  • Argon
    also wenn ihr schon nicht die workstationskarten mal durch 3dmark kloppt, dann wenigstens ein paar gamerkarten durch diese tests - wäre ja evtl auch nen kaufgrund ;)
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  • Anonymous
    Mittels RivaTuner ließ sich meine 8800GTS640 in eine FX4600 verwandeln, allerdings nur auf dem Papier. Lief dann mit QuadroTreibern ein paar Wochen problemlos, nur konnte ich nur kleine Performance-Unterschiede feststellen
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  • derGhostrider
    @Krem:
    Keine Unterschiede bei 3DMax, Maya etc oder keine Unterschiede bei "normalem" 3D-Krempel (DirectX)? Bei DirectX kann sich nichts verändern.
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  • Anonymous
    Habe den OCUS (OGL) Benchmark laufen lassen, da war die "FX" vielleicht 6% schneller, in 3DMark06 war sie auch minimal schneller, was ich einfach auf den besseren Treiber zurückführe. Im ProE wars subjektiv flotter, aber das heißt ja nix.
    Nach den Tut. hab ichs gemacht
    http://www.techarp.com/showarticle.aspx?artno=539&pgno=1
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  • Anonymous
    ich habe jahrelang mit proE auf verschiedenen systemen gearbeitet. die workstation-karten eignen sich dafür besser. die grafikdarstellung ist wesentlich genauer - die programme laufen mit deren treibern stabiler.
    besonders bei richtig großen baugruppen merkt man einen unterschied in genauigkeit und performance.
    ein benchmark mit spielekarten würde sicher darauf hinauslaufen, dass es keinen wirklichen performanceunterschied gibt. die genauigkeit der grafischen darstellung bleibt dabei ja unberücksichtigt. wenn man im praktischen einsatz dann allerdings damit beschäftigt wird, laufend durch sein projekt zu scrollen, nur weil man durch irgendwelche grafikfehler irritiert wird, lohnt sich der aufpreis für eine workstationkarte sehr wohl.
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  • elite2864
    Vergleiche mit Gamerkarten hinken immer sehr.
    So hat die FX3700 FSAA bis zu 32x; eine TopGamer-Karte schafft das nur 8x. Der Stromverbrauch ist bei Quadros auch niedriger.
    Und der Treibersupport? Für Quadros bekommt man noch jahrelang passende Treiber!!
    Zu den FireGL ist folgendes zu sagen:
    Die Treiber (oder auch Karten) taugen für Applications wie Maya nichts.
    Fragt mal jemanden, der mit CG zu tun hat nach ATI! Da kommt nur ein bedingungsloses NEIN!!

    P.S.: warum keine Quadro FX3700 getestet wurde, sondern nur die alten, verstehe ich auch nicht!! Die hat den modernsten Chip der Quadros!!
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