Neuer Prozessor? Mehr RAM? Festplatte tauschen? Dieser Artikel zeigt anschaulich, wieso die Investition in eine Flash SSD für viele Anwender am meisten Sinn macht.
Für Enthusiasten und Profis stellt sich die Frage schon gar nicht mehr: Eine Festplatte als Systemlaufwerk kommt überhaupt nicht in Frage! Die Vorteile von Flash SSDs, welche im Gegensatz zu Festplatten nicht mit rotierenden Magnetscheiben, sondern mit Speicher-Chips arbeiten, sind mit Ausnahme von Kapazitäten und Kosten nicht von der Hand zu weisen: Kaum Zugriffszeiten, hohe Datenraten und sehr gute I/O-Leistung gehören ebenso dazu wie mechanische Robustheit und geringer Energiebedarf.
Auf dem Markt für SSDs tummeln sich inzwischen so viele Hersteller, dass man als gewöhnlicher Anwender gar nicht so recht weiß, was für ein Modell man denn eigentlich wirklich braucht. Die Antwort gestaltet sich für uns recht simpel: Solange es sich um eine aktuelle SSD handelt, ist jedes Modell einer Festplatte im Einsatz als Systemlaufwerk haushoch überlegen.
SSDs: Für und wider
Schwieriger wird die Frage, ob denn nun eine SSD wirklich sein muss, für PC-Anfänger oder Durchschnittsanwender – sofern dem Autor der Gebrauch dieses Begriffs gestattet sei. Ein Beispiel: kürzlich wurde ich gebeten, für den Junior eines guten Freundes dessen PC-Wunschkonfiguration durchzuschauen. Sandy Bridge, 4 GB Speicher, eine schnieke Grafikkarte und allerlei Schnickschnack. Doch siehe da, eine Festplatte stand in der Liste. Über mehrere kurze Gespräche versuchte ich die Botschaft zu impfen, dass es viel Sinn macht, auf 100 oder 200 MHz Takt beim Prozessor zu verzichten und statt der übertakteten Grafikkarte ein konventionelles Modell zu nehmen – um dafür zusätzlich zur (Daten-) Festplatte eine SSD mit 64 GB als Systemlaufwerk einzubauen.
Wenige Tage später wurde der Rechner beim örtlichen Händler zusammengestückelt und zusammengebaut, doch statt der SSD mit einer doppelt so großen Festplatte und ohne SSD.
Faktencheck
Tatsächlich ist die Wahrnehmung vieler Anwender von Zahlen bestimmt, die man greifen und vergleichen kann. Eine 2 TB große Festplatte mit 7.200 U/Min klingt nach sehr viel; vor allem wenn die alte Kiste im Büro noch über 120 GB Speicherplatz verfügt. Beim nächsten Schritt, dem Blick auf die Schnittstelle, liest man dann Werte von 300 oder 600 MB/s. Auch das klingt nach viel, auch wenn die Wahrheit weit darunter liegt.
Hier treten erfahrungsgemäß zwei Probleme auf: Kaum ein Anwender glaubt so recht, dass ein System mit moderner SSD zu spürbarer Beschleunigung fast aller Abläufe am Rechner führt. Und der Blick auf Speicherkapazität und Kosten schreckt viele Anwender schlicht ab.
Dabei muss auch darauf hingewiesen werden, dass eine SSD – egal welche – einer Festplatte als Systemlaufwerk in jedem üblichen Alltagsszenario überlegen ist. Um diesen Umstand sichtbar herauszustellen, haben wir in diesem Artikel eine gängige SSD mit einer schnellen Festplatte verglichen und beide Laufwerke am gleichen Testsystem ausprobiert.
- Festplatte gegen Flash SSD
- Testlaufwerke: Samsung 470 Serie (SSD) gegen Seagate Barracuda XT (HDD)
- Charakteristika: HDD gegen SSD
- Testsystem
- Ergebnisse: Sequenzielles Lesen/Schreiben
- Ergebnisse: Zufälliges Lesen/Schreiben
- Ergebnisse: I/O-Leistung und Zugriffszeiten
- Ergebnisse: PCMark 07
- Ergebnisse: Stromverbrauch und Effizienz
- SYSmark 2012
- Windows- und Applikationsstarts
- Video: Anwendungsstart mit SSD und HDD
- Fazit: SSD eliminiert Systemwartezeiten

Kleiner Aussagenclash, über den ich mal meckern möchte: in dem Artikel zum Z68-Chipsatz (SSD Caching und so) heißt es sinngemäß: ein SSD bis 64 GB taugt nicht oder nur sehr eingeschränkt als Systemlaufwerk, des geringen Platzes wegen. Hier nun wird ein 64 GB-LW empfohlen.
Auswürfeln?
Und wieso immer die SSD?
Den Satz lass ich mir glaub ich einrahmen. Jeder Besitzer eines AAO110 Netbooks (Und es gibt sicher mehr dieser Zunft) würde beim lesen dieser Zeilen jenes dem Verfasser gern an die Rübe werfen. Mal ein kleiner Test dieser SSD und dabei war die P-SSD1800 die "schnellere" SSD welche verbaut wurde.
Dabei steht dein Name eher dafür, die 'Source' vorher zu lesen. Naja, bitte:
'Wie gesagt, als Boot-Laufwerke leisten SSDs zweifelsohne hervorragende Dienste und beschleunigen das System immens. Die Sache hat nur einen Haken: SSDs sind teuer und noch vergleichsweise klein. Aus unserer Sicht sind 80 GB die untere Grenze für ein Systemlaufwerk.'
Quelle:
http://www.tomshardware.de/z68-express-lucidlogix-virtu-ssd-caching-Sandy-Bridge,testberichte-240747-2.html
Trotz allem... sogar die "kleine" Samsung-SSD ist echt wahnsinn... ist halt meine erste SSD
Die kleine Samsung wird auf kurz oder lang in meinen alten Laptop wandern, sobald eine SSD erschwinglich ist, die groß genug ist um meinem Rechner komplett alleine zu befeuern. Aber das wird wohl noch etwas dauern
Dabei steht dein Name eher dafür, die 'Source' vorher zu lesen. Naja, bitte:
'Wie gesagt, als Boot-Laufwerke leisten SSDs zweifelsohne hervorragende Dienste und beschleunigen das System immens. Die Sache hat nur einen Haken: SSDs sind teuer und noch vergleichsweise klein. Aus unserer Sicht sind 80 GB die untere Grenze für ein Systemlaufwerk.'
Quelle:
http://www.tomshardware.de/z68-express-lucidlogix-virtu-ssd-caching-Sandy-Bridge,testberichte-240747-2.html
Sry, habs nur kurz überflogen
Habe es leider schon zu oft gelesen.
Bei 80 GB hat man in beiden Belangen noch mehr Luft - also mehr Reservespeicher und mehr Platz für Anwendungen. Glücklich ist, wer eine 128-GB-SSD sein Eigen nennen kann, denn da muss man schon deutlich weniger drüber nachdenken, was auf welche Platte kommt. Dafür kosten die aber auch mehr Richtung 160 Euro aufwärts...
@-niki- Gemeint ist natürlich eine aktuelle SSD, nicht eine von vor einigen Jahren. Das hängt sowohl mit Fortschritten in der Technik als auch mit der Kapazität zusammen. Wie sich die SSD-Größe auf die Performance auswirkt, haben wir ja gerade in zwei Artikeln beleuchtet:
Crucial m4 mit 64, 128, 256 und 512 GB im Performance-Vergleich
und
64, 128, 256 GB: SSD-Kapazitäten im Performance-Vergleich
Zum anderen: Eine andere SSD hätte in deinem Aspire One 522 wohl mehr Power gebracht. Ich verweise in dem Kontext gern mal auf diesen Selbstversuch:
Tuning ALDI-Netbook: CPU übertakten, Speicher aufrüsten
Fazit: Die beiden größten Faktoren waren hier: OC und/oder SSD. Der Atom ist aber schon so lahm, dass vor allem die synthetischen Tests profitierten. Die Messung der Anwendungsstartzeiten brachte damals quasi Null Unterschied.
Warum meinen eigentlich alle, dass diese Werte mit 32 Kommandos in der Warteschlange in irgendeiner Weise interessant seien? Weil die SSD Hersteller das behaupten? (Und)/Oder weil die SSDs da so schön schnell sind?
Mein alter Opel ist auch schön schnell... ...im freien Fall^^
Bei normalem Windows/Internet/Office/Gaming Betrieb (meinetwegen auch alles Gleichzeitig) wird mit SSD eine QD von 1 seltenst überschritten. Mit 'ner Festplatte erreicht man vielleicht mal 4 oder 5. Und dann (und nur dann) greift dann NCQ und holt nochmal ein paar Prozent Geschwindigkeit aus der Platte. Für SSDs ist das, außer bei wirklich stark frequentierten Datenbanken, eigentlich völlig uninteressant.
Was man im Bezug auf SSDs gern vergisst ist, dass sie (fast) NUR beim Systemstart und beim Laden von Programmen helfen. Sie helfen kaum spürbar, wenn gespielt wird. Sie helfen allgemein überhaupt nicht, wenn eine Anwendung schon alle Daten von der Festplatte geladen hat, z.B. wenn im Firefox neue Tabs geöffnet werden. Wenn man also den schnelleren Systemstart und längere Erstladedauer einer Anwendung verschmerzen kann, dann bringt eine SSD keinen weiteren Performancevorteil.
Das beschriebene Szenario, dass ca. 10 Ladeintensive Anwendungen beim Systemstart geladen werden, halte ich für Realitätsfern.
Trotzdem: wieso schrebt ihr immer 'die SSD'? Kein Mensch schreibt 'die HDD' oder 'die ODD', oder?
Am Besten mit kurzen, tachistoskopischen Einblendungen.
Dann sitzt die Message richtig, und ich renne vielleicht anschließend auch in den nächsten Laden.
Selbst würde ich wahrscheinlich zu einer 64 Gb SSD greifen. Und ich würde auch SSD empfehlen, aber wie ich so darüber nachgedacht habe, braucht es schon viel Erfahrung um sein System stubenrein zu halten. Und es bedarf Selbstdisziplin. Wenn man liest, dass einige jetzt keine SSD kaufen, weil sie ihnen noch nicht groß genug sind, sie wollen lieber warten, dann klingt das vernünftig, aber da steckt auch mit drin, dass sie sich weigern heute eine kombinierte Lösung zu kaufen. Für den gemeinen Anwender ist das eine komplizierte Lösung.
"Ein Computer hat 'eine' Festplatte, weiß doch jedes Kind."
Ich habe jetzt einige Zeit eine 240GB Vertex2 im Einsatz.
Ok, ist nicht mehr das neueste, aber auch nicht gerade schlecht.
Ich habe mich bisher auch nur allzu sehr von den synthetischen Benchmarks blenden lassen (275MB/s 40000 IOs usw.)!
Völlig unrealistisch!!!
Wie man bereits hier im Artikel sehen kann, sind im Anwendungmix gerade mal so um die Faktor 2 drinnen, manchmal auch kaum Unterschied zur HDD.
Klar sind Faktor 2-3 schnellerer Systemstart schön, nur zu welchem Preis?
Die Vertex 2 zieht erst richtig los, wenn man z.B. Blöckgrößen deutlich über 64 KB verwendet. Nur das ist äusserst selten! Windows scheint mir durchschnittlich eher Blockgrößen 4 sind wie schon erwähnt unrelistisch. Aber das ist der Trumpf der SSDs => hohe QD (> 16) und/oder hohe Blockgrößen (>= 512KB). Da sind die wirklich schnell, NUR das hat man im Alltag praktisch NIE!
Ich bin "relativ" enttäuscht von SSDs. Klar möchte ich die nicht mehr missen, aber ich hatte mir "deutlich" mehr erwartet.
Grundsätzlich sollte man alle synthetischen Tests gar icht erst betrachten, die sind total relaitätsfern. Die Anwendungsbenchmarks zeigen deutlich, das man von einer SSD in etwa Faktor 2 an Schub erwarten kann, manchmal auch gar nichts. DAS ist die Realität.
2. an die Notebookuser:
es gibt eigentlich für fast alle Notebooks mit optischem Laufwerk Adapter für eine zweite HDD die man dann statt dem Laufwerk verbaut, somit kann man problemlos eine 64GB SSD verbauen und trotzdem sein Datengrab immer dabei haben. (habe mein 7 Jahre altes Asus M6Ne immer mit zwei HDD betrieben und später dann mit IDE SSD ^^ und HDD)
Alternativ kann man sich die alte HDD auch in ein 15€ Gehäuse packen und immer dabei haben / jedenfalls daheim immer in Betrieb haben.
3. ich selbst benutze eine 128GB Crucial C300 und eine 1.5TB WD, Kostenpunkt zusammen ca. 200€. Man sollte auch nicht vergessen, dass man beide "Platten" ja auch noch mit in den nächsten Rechner mitnehmen kann. Wenn man dann aus Sicherheitsgründen ne neue SSD mit einbaut (Wear Leveling etc.) hat man trotzdem ne unschlagbare Plattform (Entpacken von und auf SSD...
Ich habe alle Programme, die ich jeden Tag bzw. öffter nutze auf die System-Partition (also die SSD) installiert. Die 500GB-HDD dient nur als Speicherplatz für Spiele, NAS sei Dank
Danke für die Aufklärung
Vielleicht ist es ja nur ein Trend, Wörter als eine bedeutungslose Wortleiche zu verwenden. Mir ging es mehr um diese haltlosen totalitären Aussagen ... und da ist auch "egal welche" ...
also, ich kann mit Sicherheit sagen, dass man den Schritt rückwärts nicht mehr freiwillig macht. Und man darf auch nicht vergessen, dass wenn ein Programm gestartet ist, noch lange nicht alles im RAM liegt, also "seltenere" Operationen immer wieder die Platte belasten...
ich habe bisher bei drei Bekannten SSDs "verordnet", und da will niemand mehr zurück, am eklatantesten ist der Unterschied im Notebook von 5400er 2,5" Platten auf SSDs...
sicherlich fällt das bei OSs wie Win7 oder OSX mehr ins Gewicht als bei einem lightweight Linux, aber selbst bei Mint 10 merkt man in allen Lebenslagen die SSD,
es ist eben alles "on the fly"... gutes Beispiel aus XP Zeiten, heute aber auch noch praktikabel, einfach mal die Systemsteuerung aufmachen...
dauert auf einer 7200er HDD min. 0,5s
Kann ich als SSD User zu 100% unterschreiben. Windows 7 geht sehr gut mit dem RAM um, wodurch Festplattenzugriffe in der Praxis bereits stark minimiert werden.
Außerdem muss man von der Anzahl der Leute die SSDs in den Himmel loben natürlich auch immer sowohl diejenigen abziehen, die zuvor ein HDD aus der Steinzeit verwendeten, als auch diejenigen die nicht kompetent genug sind eine saubere Systeminstallation zu vollziehen oder ihr System gerne mal zumüllen.
Beispiel: Ist eine Festplatte voller Viren und mit einem zugemüllten Autostart merkt der User das. Bei Verwendung eines SSD eher nicht.
Ein SSD ist für mich immer noch Luxus und bei 64 GB ist mir das Gefrickel und Grübeln, was pack ich drauf und was nicht, zu groß.