Klein und trotzdem riesig: Schnelle USB-Sticks im Vergleich

sandisk kingston avbSie sind klein, elegant und viele Computernutzer besitzen sogar mehrere davon. Die Rede ist von USB Flash-Sticks. In den Anfangszeiten mit den gebräuchlichsten Kapazitäten von 64 MB bis 128 MB als idealer Lückenfüller zwischen Diskette und CD-ROM angesiedelt, entwickelte sich der Flash-Stick mit bis zu 64 GB Speicherplatz zum wahren Speicherriesen. Manch einer trägt mehr Speicherkapazität am Schlüsselbund als er in seinem Computer an Hauptspeicher hat. Im Falle eines 64 GB USB Flash-Sticks, der immerhin mehrere tausend Dollar kostet, kann dies unter Umständen dann auch dazu führen, dass der Schlüsselbund mehr Wert ist als das dazugehörige Auto. Bei den Produkten für diesen Test bleiben wir allerdings auf dem Boden und schauen uns vier Kandidaten an, die in den letzten Wochen in unserem Testlabor angekommen sind.

Die Eigenschaften von USB-Sticks prädestinieren diese geradezu als mobiles Medium zum Austausch von Daten. Im Gegensatz zu Festplatten, CD-ROMs und auch DVD-ROMs können weder Erschütterungen noch Kratzer den gespeicherten Daten etwas anhaben. Diese weitgehende Resistenz gegen äußere Einflüsse dürfte neben der steigenden, hohen Speicherkapazität, sowie das einfache Beschreiben dieser Medien trugen zur Verbreitung von USB Flash-Sticks bei. Mit Windows Vista kam noch ein weiteres Verkaufsargument hinzu: Windows Vista ReadyBoost. Hierzu jedoch später mehr.

Mobile Applikationen

Zur Popularität von USB-Sticks dürfte auch der im Jahre 2005 vorgestellte U3-Standard beigetragen haben. War es bisher nur möglich, Daten auf einem USB-Stick zu archvieren, so konnten nun auch Anwendungsprogramme darauf gespeichert und sogar von diesem ausgeführt werden. Somit wurde es möglich, an den U3-Standard angepasste Anwendungen wie E-Mail-Clients, Spiele, Textverarbeitungsprogramme oder Bildbetrachtungssoftware von einem solchen Stick auf einem Computer in einem Internet-Café, an der Uni oder am Arbeitsplatz auszuführen. Die ausgeführten Programme sollten auch gewöhnlich auf dem Computer, auf dem sie ausgeführt werden, keine Einträge in der Registrierungsdatenbank hinterlassen. Dies lässt sich allerdings nicht immer vermeiden. So geht für Unternehmen auch eine gewisse Gefahr von diesen U3-USB Sticks aus. Während der Administrator seine IT-Landschaft mit Updates für Betriebssysteme und Programme aktuell hält und somit gegen Gefahren schützt, ist dies für die von den U3-USB-Sticks ausgeführten Programmen nicht gewährleistet und stellt somit ein gewisses Sicherheitsrisiko dar.

Normale USB-Sticks lassen sich nicht in einen U3-USB-Stick verwandeln. USB Flash-Speicher nach dem U3-Standard besitzen eine zweite, etwa 5 MB große Partition, die sich dem Betriebssystem gegenüber als CD-ROM-Laufwerk präsentiert und die vom Benutzer nicht verändert werden darf. In dieser sind zum Betrieb notwendige Informationen wie auch das so genannte U3-Launchpad abgelegt, über das sich die Programme starten lassen. Ein USB-Stick nach dem U3-Standard besitzt ein Interface-Layer sowie einen U3-Kernel, wobei das Interface-Layer die Schnittstelle zwischen der USB-Hardware und dem U3-Kernel darstellt. Beides muss durch die Hersteller der U3-Sticks vorinstalliert werden und lässt sich auch nicht ohne weiteres löschen. Anwendungsprogramme für U3 USB-Sticks müssen zudem speziell für diese angepasst werden. Neben einer Reihe kostenloser Programme finden sich auf der U3-Software Internetseite auch einige kostenpflichtige Anwendungsprogramme.

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15 Kommentare
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  • Shelling_Ford
    4 GB als USB-Speichersticks ist ja noch in Ordnung. Aber 64 GB giganten machen meiner Meinung nach wenig Sinn, da sie erstens zu teuer sind und zweitens bei den Geschwindigkeiten von USB 2.0 eine ganze Zeit brauchen bis sie voll beschrieben wurden. Mal abwarten was sich mit Produkteinführung von USB 3.0 so alles ändern wird.
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  • Numrollen
    Umso größer umso besser. Ich benutze einen Stick nicht um max. Daten auszureizen und gleich danach alles wieder runter zu schieben.
    64GB ist nicht schlecht, natürlich im Moment zu teuer. Wird ja langsam Zeit das die 16GB Stifte billiger werden...
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  • kiu77
    naja,
    das AVB-Teil selbst ist ja echt nicht schlecht.
    Richtig schlecht ist aber, dass THG so ein Teil testet, das nicht nur in D nicht erhältlich ist, sondern wo gleich die Firma AVB komplett unbekannt ist.
    Warum nicht gleich nur in China erhältliche Teile testen?

    Punkt 2: Was soll so ein Tst mit gerade mal 4 Sticks? Das ist doch sowas von irrelevant, da kann man schon nichts mehr zu sagen...

    Punkt 3: Damit so ein Test wirklich was aussagt, muss etwas Reales getestet werden. Also ein ordner mit files kopieren etc,

    Fazit: Der Test ist eine Totalkatastrophe und strotzt geradezu vor Inkompetenz!
    Einfach peinlich sowas. würde ich ersatzlos löschen und dem verantwortlichen was husten...
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  • layer8error
    Tja, die gegenwärtige Praxis sich über jeden x-beliebigen THG Test in den Comments auszuheulen und dem Team mal Inkompetenz, mal Intel-Bashing, mal AMD-hyping, mal Trendhuring, mal auch gleich alles zusammen zu unterstellen...
    Leute heult doch woanders, abonniert wieder Computerbild Spiele, erinnert euch eures Nickles Accounts... so viele gute Vorsätze fürs neue Jahr... macht was draus.
    Und der Test is ganz nett, für eine Produktvorstellung.
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  • tobias
    Der Test kommt grad zur rechten Zeit, da ich letztens mühsehlig die rezensionen bei amazon durchgegangen bin und dabei kam der sandisk cruzer auch in die engere wahl, hätte mich über mehr speed-benches, also mehr sticks gefreut.

    Asus z.B. hat damalig einen usbstick zum Notebook beigelegt, diesen konnte man per büroklammer so jumpern das er als FDD erkannt wurde, in zeiten des umrüstens von Vista auf XP, wünscht man sich solche vergessenen stick-funktionen zurück, da XP meist herzlich wenig mit den SATA-Controllern anfangen kann.
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  • mason
    Den Stick von AVB gibts ja noch nichtmal bei ebay! Was soll dann so ein Test?
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  • momo2k
    @layer8error
    Genial :D
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  • FiedlerEDVS
    Nunja, dieser Test war wirklich wenig hilfreich.

    Aber was mich mal brennend interessieren würde ist, ob es eigentlich noch irgendwo einen bezahlbaren, robusten USB Stick mit einer Kapazität zwischen 2 und 8 Gigabyte gibt, der über einen Hardwareseitigen, per Schalter zu aktivierenden Schreibschutz wie bei den alten Floppys verfügt?

    Für Servicetechniker wie mich wäre das enorm wichtig, da ich oft an virenbefallenen Systemem arbeiten muss und gerne meine Antivirensoftware direkt vom Stick laufen lassen würde, ohne Angst zu haben, daß da etwas überspringt.

    Früher gab es solche Sticks mit Schalter noch, warum heute nicht mehr?

    Wo sind die wirklich brauchbaren Modelle, die mehr Wert auf Praxistauglichkeit und Robustheit für den täglichen Einsatz legen, als auf schicke Gehäuse und unnötigen Schnickschnack?

    Ein professionell zu nutzender USB Stick sollte schnell, robust, sicher und langlebig sein mit den nötigen Komfortfunktionen wie U3 oder etwas besserem.

    Wie wäre es, wenn die Helden der Hardware von THG mal unter diesem Aspekt einen Test machen und vielleicht auch einen Stick finden, der meinen professionellen Ansprüchen genügt?
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  • Dingsdada
    Schade. So einen schwachen Test hab ich nicht von THG erwartet. Die Auswahl der Sticks ist miserabel. Testet doch bitte die Sticks, die es auch an jeder Ecke zu kaufen gibt.
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  • torero
    "Wie wäre es, wenn die Helden der Hardware von THG mal unter diesem Aspekt einen Test machen und vielleicht auch einen Stick finden, der meinen professionellen Ansprüchen genügt?"

    Ja,solche Deppen bei THG,die machen auch keine Tests über Kugelschreiber mit integriertem Laserpointer,ich brauch so ein Teil nämlich und finde nirgends Vergleichstests... o.O

    Sorry,aber das musste mal raus,einige Leser glauben mittlerweile ja,das ihnen diese Seite gehört.
    Am Besten man lässt die Kommentarfunktion einfach weg,so kann man den Test/Bericht lesen und muss sich nicht am Ende jeden Artikels mit kleingeistigem Kram herumärgern.

    Zum Test selber:gewohnte THG Qualität,mehr sag ich nicht.
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  • tobias
    Hey Servicetechniker kauf dir doch ne Avast! BART CD oder verkauf deinen Kunden Phoenix Recovery. wie kennst beides nicht? dann bastel dir eine eigene Bart PE, dann brauchst du kein schalter mehr umlegen und nichtmal mehr das defekte betriebsystem booten lassen.

    Guten Rutsch wünscht dir

    Dein Servicetechniker für Lau :P
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  • derGhostrider
    @Tobias:
    Toller Tipp. Anstatt innerhalb von Sekunden die neueste DAT zu kopieren und einen Schalter umzulegen rätst Du ihm also JEDES MAL eine neue Boot-CD zu erstellen.
    Bootfähige USB-Sticks mit Schreibschutz können da wirklich praktischer sein. Dumm nur, wenn der zu prüfende PC gar nicht von USB booten kann.


    OT:
    Bei uns im Unternehmen war nämlich letzteres ein riesen Problem bei vielen P4-basierten Systemen. Die hatten zwar alle USB-Ports, ließen sich jedoch nicht von USB-Sticks booten.
    Nein, das ist nicht mit 0-8-15 boards von ASUS zu vergleichen. Wir haben mit dem Support des Herstellers mehr als nur einmal telefoniert und es gab einfach keine Lösung. Es stand hinterher nur fest, daß diese PCs i.d.R. eben nicht von USB-Sticks booten können und es nur ein paar Ausnahmen gibt, bei denen es sich jedoch mit einem BIOS-Update auch ganz schnell ändern könnte.
    USB-Bootfähigkeit war einfach nicht von Interesse für den Hersteller.
    In einem solchen Fall ist natürlich eine boot CD wesentlich besser.

    Nun, noch besser ist es die Rechner von vornherein mit sich selbst aktualisierenden Virenscannern auszurüsten und von Anfang an so zu Pflegen und einzustellen, daß der einfache User nicht allzuviel kaputtmachen kann. *g*
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  • FrankySt72
    Erst mal sollte der Author des Tests Readyboost verstehen und Readyboost nicht als Erweiterung des Arbeitsspeichers darstellen (wie kommt er überhaupt auf die Behauptung, dass es sich ab 1GB-RAM nicht lohnt?) Dazu empfehle ich dies zu lesen: http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2007/01/17/unter-der-haube-von-readyboost.aspx
    und vielleicht noch dieses
    http://blogs.technet.com/dmelanchthon/archive/2007/02/08/die-angst-des-pc-nutzers.aspx
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  • noc
    Mann! zu spät mein Beitrag dazu.
    Wir haben den Sandisk Contour als 4/8GB Version mehrfach in der Fa. im Einsatz.
    1. Schneller Stick: Lesen/Schreiben(Total Commander) 28MB/20MB
    2. Sieht Geil und Hochwertig aus.
    3. Am Notebook mit 2x USB nebeneinander versperrt er den 2. Port
    3. etwas zu schwer, da viel metall
    5. Keine direkte Schlüsselbandbefstigung
    6. U3 mit Passwort nervt gelegentlich
    7. Z. Zt. geniales Preisleistungsverhältnis: 8GB ca. 55.-

    Aber ich suche für mich privat jetzt einen Stick ohne Punkte 3-6
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  • howardw
    Wenn man einen schnellen Stick sucht, sollte man http://speichervergleich.de besuchen...
    Wurde mir von nem Bekannten empfohlen und hat schon mehrere gute sticks ins Haus gebracht ;D
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