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AMD: Minderheitsaktionär bei Foundry

von - quelle: Tom's Hardware

Nun ist es offiziell: AMD verkauft sein Tafelsilber und wird Minderheitsaktionär von »Foundry«. Mit kräftigen Finanzspritzen aus Abu Dhabi ist sogar der Bau von Fab-4X möglich.

Der Mann mit dem Geld: ATIC-CEO Waleed Ahmed Al Mokarrab Al MuhairiWie bereits im Vorfeld bekannt wurde, verkauft Advanced Micro Devices seine CPU-Fertigungsanlagen (siehe »AMD stößt seine Fabs ab«). Im Rahmen einer Telefonkonferenz und mittlerweile auch auf der AMD-Homepage hat das Unternehmen bestätigt, dass der Investmentfonds ATIC aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi zusammen mit AMD die Firma mit dem bislang noch provisorischen Namen »The Foundry Company« gründen wird. CEO von Foundry soll der bisherige AMD-Produktionsleiter Doug Grose werden, Vorstandsvorsitzender wird Hector Ruiz, bisher als Executive Chairman von AMD tätig. Ist der Deal perfekt, ist AMD mit 44,4 Prozent Minderheitenaktionär bei Foundry; ATIC, das zu hundert Prozent der Regierung von Abu Dhabi gehört, hält 55,6 Prozent.

Foundry, am Ende ansässig in Sunnyvale, Kalifornien, wird von AMD unter anderem die Dresdener Fabs und das Entwicklungslabor in Austin übernehmen — rund 3000 Mitarbeiter insgesamt. Mit 2,4 Milliarden US-Dollar wird der Wert der bisherigen AMD-Fertigungsstätten beziffert, an Verbindlichkeiten kommen weitere 1,2 Milliarden US-Dollar hinzu. 1,4 Milliarden US-Dollar steckt ATIC sofort in das Foundry-Unternehmen, später sollen weitere 3 bis 6 Milliarden US-Dollar dazukommen.

So soll Fab-4X in den USA aussehenVon diesem Geld wird unter anderem in Dresden auch modernisiert: »In einem ersten Schritt werden wir erhebliche Mittel in den Ausbau von Fab 38 zu einem hochmodernen 300-mm-Werk investieren«, so Hans Deppe, AMD-Vize und Geschäftsführer in Dresden. Er sieht den deutschen (Ex-)AMD-Standort künftig als wichtige Säule des »neuen, weltweit aufgestellten Halbleiterunternehmens« Foundry.

Gebaut wird auch in den USA: Dort wird Fab-4X im Bundesstaat New York im Jahr 2009 fertiggestellt, 2011 soll die Produktion mit 1400 Mitarbeitern starten. Foundry wird dort und in Dresden nicht nur Chips für AMD fertigen, sondern unter anderem auch für IBM. Big Blue steuert zudem im Rahmen der »IBM-Alliance« Chip-Fertigungs-Know-How bei.

Bilder: Mubadala.ae, AMD

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anonymous 07/10/2008 18:59
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phobos 08/10/2008 00:04
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-1+

find ich ok, so wird mal das dicke minus glattgezogen, und was spicht gegen einem starken Investor. Das besste keiner verliert sein Job =)

blechmann_ii 08/10/2008 07:54
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@Phobos: Da gebe ich Dir recht und wenn noch IBM Know-How mit beiträgt, dann sieht es für AMD nicht mal so schlecht gegen Intel aus. Ich hoffe mal, dass dieses "Konsortium" in nächster Zeit einen kräfigen Sprung nach vorn macht.

apocalypsecow 08/10/2008 08:02
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Genau mein Reden. Ich finde das ganze so auch nicht schlecht. Eine hohe Auslastung senkt die Fertigungskosten. Technischer Fortschritt kann nur mit höheren Taktraten wettgemacht werden, AMD muss dringend an der GHz-Schraube drehen um mit dem Phenom gegen aktuelle und kommende Intel-CPUs standhalten zu können. Ich denke auch der DDR3 Schritt wird nicht so viel Performance bringen.
Deshalb: richtige Entscheidung!

f1delity 08/10/2008 08:48
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Zitat :AMD sollte endlich einsehen technisch sowie wirtschaftlich versagt zu haben ...

... awaiting flame :)

Technisch sind die Produkte okay, das einzige was versagt hat ist die Marketingabteilung.

@blechmann_ii
AMD ist schon lange mit IBM in der IBM-Alliance, obs geholfen hat oder wird weiß ich nicht.

anonymous 08/10/2008 12:49
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-0+

Endlich wissen die Mitarbeiter mal was los ist ! AMD bringt seine fast verlorenen Milliarden ins Trockene . Und wenn man ganz den Markt verlassen sollte bleibt ein Jointventure als Teilhaber.
Die besten Prozessoren die man hatte, waren die ersten AMD64, von da an hat man sich ausgeruht und CPU Designer überbezahlt und ein Problem nach dem anderen gefixt (versucht). Wie auch immer für die Angestellten geht es erst mal weiter! Was tut man nicht alles um Milliarden Schulden zu tilgen. Technisch und wirtschaftlich hat man versagt. Und diese Leute verdienen immer noch Millionen. Sollte ich so wirtschaften, wäre ich wohl schon hinter Gitter.

f1delity 08/10/2008 13:42
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-0+

Zitat :Und wenn man ganz den Markt verlassen sollte bleibt ein Jointventure als Teilhaber.

Super, dann darf nur noch Intel x86 CPUs fertigen, das wird so toll :/

Zitat :ein Problem nach dem anderen gefixt (versucht)

Meinst du den gehypten "alles vernichten" TLB-Bug beim Phenom?

Zitat :Technisch und wirtschaftlich hat man versagt.

Hm, also ganz so schlecht wie du es gerne hättest kanns ja nicht sein, wenn man mit den Umsatz hat den Intel als Gewinn einfahren kann und immernoch relativ konkurrenzfähig ist.


borizb 08/10/2008 20:30
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Sounds good.

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