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Dell, HP, Apple zu 15 Selbstmorden bei Foxconn

von - quelle: Tom's Hardware DE

Eine Reihe von Computerfirmen überprüfen nun die tragischen Vorfälle bei Foxconn. Es geht im Wesentlichen um die Arbeitsbedingungen des Elektroriesen.

Der 16. Springer wurde gestern auf dem Foxconn-Gebäude gesichtetDer zunehmende Arbeitsdruck bei vielen Unternehmen treibt viele Arbeitnehmer in die Verzweiflung. Nicht nur die Fälle von Burn-out-Syndromen steigen rapide an - leider auch die Suizide. Nachdem vergangenen Jahres die France Telekom mit 23 Selbstmorden seiner Angestellten für Schlagzeilen sorgte, spitzt sich in diesen Tagen die Lage bei Foxconn rapide zu. Nach 15 Selbstmorden wurde gestern der 16. Springer auf dem Foxconn-Gebäude gesichtet.

HP, Apple und Dell haben bereits Kondolenzschreiben an Foxconn geschickt. In Statements geben sie bekannt, die Angelegenheit streng zu prüfen, auch ob und wie künftig zusammengearbeitet werden kann. Foxconn hat in den letzten Jahren als Fertigungsunternehmen von den Outsourcing-Bestrebungen vieler Unternehmen profitiert, aber anscheinend den Druck auf seiner Mitarbeiter zu stark erhöht.

Steve Dowling von der in Cupertino ansässigen Firme Apple teilte Bloomberg mit: "Wir sind traurig und erschüttert über die letzten Selbstmorde bei Foxconn. Wir stehen in direktem Kontakt mit dem oberen Management bei Foxconn und glauben, dass sie die Angelegenheit sehr ernst nehmen. Ein Team von Apple wird unabhängig davon überprüfen, wie man dort mit den tragischen Ereignissen umgeht. Wir werden weiterhin Inspektoren in die Betriebe schicken, wo unsere Produkte gefertigt werden".

Dell gibt in einem ähnlichen Statement bekannt, dass man von Foxconn verlangt, gleiche Standards wie bei sich anzuwenden. "Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass dort die gleichen, hohen Standards wie in unseren eigenen Fertigungsanlagen gelten. Wir setzen diese Standards über eine Vielzahl von Maßnahmen durch, unter anderen über die Verhaltensregeln der Elektronikindustrie, Firmenbewertungen der Lieferanten, Selbsteinschätzungen und Betriebsprüfungen". Dell will selbstverständlich die Lage untersuchen.

HP ermittelt ebenso über die "Praktiken bei Foxconn, die mit diesen tragischen Ereignissen zusammenstehen könnten".

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AMD forever 28/05/2010 11:04
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-0+

da hilft blos eins: Arbeitsbedingungen verbessern ;)

Haribo_74 28/05/2010 11:20
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-1+

... und den Preisdruck zu minimieren, immer höheren Output in immer kürzeren Zeiten. Weltweit überall das selbe, Hauptsache der Profit stimmt für die Auftraggeber, glaube nicht das es eine der genannten Firmen in irgendeiner weise interessiert ob da welche ihr Leben beenden. Die Ressource Arbeitskraft ist ja unendlich ....
Und solange es Leute gibt die zum Beispiel das "Blut"Iphon / Ipad für ein Schweinegeld kaufen ... WTF interessiert das denn dann jemanden in Cupertino?

RSchulz 28/05/2010 11:55
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-0+

Ich verstehe nicht was HP Dell und Co aufeinmal so verwundert sind. Ist doch klar, dass bei einem Board was z.B. sonst 60€ in der Herstellung nach dem "Outsourcing" für 50€ mit gewinn verkauft werden kann, irgendetwas auf der Strecke bleibt. Ich denke auch, dass der selbst geschaffene Preisdruck hier der einzige Grund ist. In Deutschland sehen wir das doch auch immer wieder und immer mehr. Die amerikanischen Verhältnisse, die nur noch profitorientiert und alles andere als in die Zukunft gerichtet handeln und dementsprechend mit den Mitarbeitern umgehen. In Deutschland haben wir einzig und allein den Vorteil des Arbeitnehmerschutzes. Ich find es schon lange Menschenunwürdig, wie in manchen Ländern mit den Menschen umgegangen wird. Aber so sind wir Menschen nunmal von Natur aus... Wir nehmen soviel wir können und nicht "nur" soviel wie wir brauchen.

klomax 28/05/2010 11:56
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-2+

Ganz unschuldig sind wir ja an deren Arbeitsbedingungen nicht.

Im Moment stimmt ein Foxconn-Kühler auf meinem neuen Athlon 2 das Lied des Todes an...

:(

mbeisel 28/05/2010 12:05
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-0+

Was soll denn jetzt schon wieder das Rumgehacke auf Apple? Das ist kein Apple-Problem, sondern ein Globalisierungsproblem. Welcher namhafte Hardwarehersteller produziert den ausschließlich in Mitteleuropa? HTC, Asus, MSI, Intel, etc. Die sind ja alle für ihre Wellness-Fabs in Deutschen Naherholungsgebieten bekannt...

metal_alf 28/05/2010 12:39
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-0+

klomax :
Ganz unschuldig sind wir ja an deren Arbeitsbedingungen nicht.Im Moment stimmt ein Foxconn-Kühler auf meinem neuen Athlon 2 das Lied des Todes an...



Hahaha .. ein Mundharmonikalüfter .. wie geil! :-)

@topic:

Es ist schon traurig wenn jetzt einige Leute under dem Druck zusammenkrachen! Aber das ist nicht Problem der Firma sondern des Staates! Wenn halt dort nichts geregelt ist und so druck ausgeübt werden kann, dann tut das eine Firma auch!

Ausserdem kaufen wir ja trotzdem dann wieder möglichst billige Hardware --> Druck steigt weiter es gibt mehr Tote! Schlimm aber so ist unsere Gesellschaft!

Wenn ich mir aber nun denke wie viele Kinder in Afrika während der Zeit in der ich diesen Text geschrieben habe verhungert sind, find ich 16 Tote wiederum nicht sooo krass!

jean luc bizarre 28/05/2010 14:33
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-0+

Mal die verhungenden Menschen in Afrika mal außen vorgelassen. Sicher, 16 Menschen bei Foxconn sind schlimm, aber da es sich um ein namenhaften Hersteller handelt, sind die Zahlen wenigstens bekannt.
Aber was ist mit den anderen zahllosen Zulieferern von Apple, Dell HP & Co, die in China fertigen lassen? Wer sich dort umbringt oder unter besch..eidenen Arbeitsbedingungen zum Krüppel wird, taucht in keiner westlichen Statistik auf. Es interssiert ja auch keinen, wie viele Menschen da deshalb verrecken, hauptsache ich habe mein neues High-Tech Gerät. Schon lustig, dass bei Toten im Management eine Aufruhr gemacht wird, bei Fabrikarbeitern aber nicht...

jean luc bizarre 28/05/2010 14:57
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-0+

Da es sich bei den Selbstmördern anscheinend doch um Arbeiter handelt, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil.

kaan 28/05/2010 14:58
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-0+

Man könnte sicherlich ein Großteil der Mitarbeiter durch Roboter ersetzen, damit würde Foxconn noch mehr Produzieren können, wir wären noch glücklicher mit billig Produkten und die Ex-Mitarbeiter springen in Zukunft von der Brücke.

klomax 28/05/2010 15:09
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-1+

Einfach besser entlohnen und bessere Arbeitszeiten/bedingungen...

Aber das widerspricht der Logik des Kapitals.;)

Aetius 28/05/2010 15:33
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-4+

Es ist wahr, dass es schon 2008 häufige Beschwerden wegen schlechter Arbeitsbedingungen bei Foxconn gab. Die Toten sind ebenfalls eine traurige Wahrheit.
Den kausalen Zusammenhang halte ich aber für fragwürdig. Es gibt keine präzisen Zahlen, aber in Taiwan liegt die offizielle Selbstmordrate bei ungefähr 18/100000 pro Jahr (In Deutschland 12/100000). Statistisch gesehen wäre also bei etwa 500000 Arbeitern mit 90 Suiziden pro Jahr zu rechnen. Davon ist Foxconn aber weit entfernt.

Ich will nicht bestreiten, dass bessere Arbeitsbedingungen vielleicht den einen oder anderen Selbstmord verhindert hätten (besonders das Kommunikationsverbot zwischen den Mitarbeitern halte ich für übel), aber gemessen an den allgemeinen Zuständen in Taiwan scheint Foxconn weder ein besonders guter, noch ein besonders schlechter Arbeitgeber zu sein.

Aetius

jean luc bizarre 28/05/2010 16:09
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-0+

Wenn man WIKI Glauben schenken darf, scheinen sie jedoch in China ein besonders schlechter Arbeitgeber (gewesen?) zu sein.
Wiki Foxconn

anonymous 28/05/2010 16:29
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-0+

Schuld daran ist rein nur die Konsumgesellschaft. Jeder will alles billiger, schneller, besser haben und das zu jeder bedenklichen Zeit!
Der ganze Globalisierungs Mist wurde doch in der westlichen Welt und in den Industriestaaten geboren. Jeder alleine Erdbeeren aus Spanien im Winterkauft, beteiligt sich schon an der Sache.

Der Arbeitnehmer soll immer flexibler werden, die Firmen kommen mit immer weniger Personal aus.. das ist die Ernte die wir säen (mich eingeschlossen)

besserwisser314 28/05/2010 19:44
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-0+

Danke Aetius! Ich dachte schon ich bin der Einzige auf diesem Planeten, der solche Selbstmörder-Kampagnen hinterfragt.

Es war übrigens bei France Telekom genauso; man hat lediglich über den Normalzustand dramatisch berichtet.

Selbstmord begehen die Wenigsten, weil es ihnen Objektiv schlecht geht, sondern weil sie depressiv sind. (Sonst hätten sich die Menschen in den KZ reihenweise umbringen müssen, es waren aber eher ausnahmen.) Tomshardware würde ich keinen Vorwurf machen, das sind Techniker, keine Journalisten - und selbst Journalisten erfinden solche rufschädigenden Skandale regelmäßig.

anonymous 28/05/2010 20:30
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-0+

Entschuldigung mal. Im Fernsehn wurde von 80Stunden-Wochen bei 250Euro Gehalt berichtet und die Arbeiter dort werden fast wie Sklaven behandelt. Da würde ein jeder von uns auch über Selbstmord nachdenken. Was ist denn das für ein Leben, mein Gott. Und wir sind auch noch daran Schuld.

Bin ich froh, dass ich kein Foxconn gekauft hab, fühlt sich nicht gut an zu wissen, durch was für traurige Hände das Produkt schon gewandert ist. Bei den andern Herstellern ist es wahrscheinlich kaum besser. Und wir heulen über unsere Luxusprobleme.

Das Alles gibt einem wirklich zu denken.

chevarez 28/05/2010 22:14
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-3+

Ich finde aber das Thema "Rufmordschädigung" für ein adäquates Mittel, um derartige Arbeitsbedingungen anzuprangern. Es darf dann nur nicht einseitig geschehen, sondern alle schwarzen Schafe müssten unabhängig von ihren Geschäftsbedingungen öffentlich denunziert werden.

Nur so kommen die Unternehmen auch mal auf die Idee, dass bei uns nicht nur mit primär geldwerten Vorteilen, sondern auch mit anderen Aspekten gutes und erfolgreiches Marketing betrieben werden kann.

Das Problem ist doch jenes: Wenn eine Testzeitschrift z. B. lediglich die Performance und das damit verbundene Preis-/Leistungsverhältnis betrachtet und ein Mainboard des Herstellers XYZ kostet nur rund 80 Euro, wohingegen das Mainboard des Herstellers 0815 fast das Doppelte kostet, dann kenn ich wenige bis gar keinen, der hier zum Board des Herstellers 0815 greifen würde.

Das ist erstmal nicht schlimm, da jeder Mensch halt einfach begrenzte Ressourcen hat und mit diesen haushalten muss. Wenn ich also die Wahl zwischen einem Mainboard habe, bei dem bei gleicher Leistung noch Geld für mein täglich Brot übrig bleibt, und einem Mainboard, dass ohne irgendwelche ersichtlichen Vorteile so viel kostet, dass es mit anderen, evtl. lebenswichtigen Anschaffungen knapp wird, dann entscheide ich mich für das günstigere Mainboard. So ist das halt nun einmal.

Erkennt man jedoch, dass es noch andere Dinge gibt, als das Geld und wird einfach transparent, warum der eine Hersteller jetzt mehr verlangen muss, weil er evtl. seine Mitarbeiter deutlich besser behandelt oder die Natur nachhaltig schützt oder zumindest nicht so sehr zerstört, wie der vermeintlich günstigere Anbieter, dann handeln viele Menschen vielleicht eher auch nach Gewissensaspekte anstelle rein aus finanziellen Gründen. Viele Unternehmen erkennen diese Chance jedoch nicht und viele verlangen auch einfach fast das doppelte, um ihre Aktionäre halt noch ein Stück reicher zu machen, als es diese ohnehin schon sind. Auch hier würden sich einige Menschen vielleicht eines Besseren besinnen und auf Aktien der Firma XYZ und 0815 in ihrem Depot verzichten und stattdessen auf nachhaltige Firmen wert legen, die mit den eben nicht unbegrenzten Ressourcen Natur und qualifizierte Arbeitskräfte entsprechend vernünftig umzugehen wissen.

Es gibt nur eine beschränkte Menge an Werten (meist umgerechnet in Geld) auf dieser Erde. Wenn eine Gruppe von Menschen reicher werden will, bedeutet das immer, dass eine andere Gruppe weniger hat und darunter leiden muss. Leider sind die Werte auch recht ungleichmäßig auf der Erde verteilt, und selbst wenn diese Verteilung prinzipiell so gelagert ist, dass eigentlich arme Länder davon profitieren müssten (siehe Erdschätze in Afrika), dann gibt es andere Menschen, die das Ausbeuten. Darunter leidet ein immer größer werdender Teil der globalen Menschheit. Dass es so nicht weiter gehen kann, wird jedem irgendwann bewusst, doch oft ist es die Angst auf Verzicht, die einen daran hindert, nach dem eigenen Gewissen zu handeln. Man lebt nach dem Nach-mir-die-Sintflut-Prinzip und denkt keinen Moment daran, was es bedeuten würde, wenn die Sintflut doch noch kommt, bevor man sein Leben in Konsum und Reichtum verlebt hat.

Ich weiß, dass sich das jetzt ein bisschen arg idealistisch und fast schon spirituell mahnend anhört. Ich wollte aber mal ein Bewusstsein schaffen, was wir selbst, Unternehmen und vor allem auch die berichterstattenden Medien für eine Verantwortung inne haben und mit welchen Mitteln eine Abkehr von unserem selbstzerstörerischen Handeln bewirkt werden kann.

Überlegen wir uns doch einfach mal, welche Konsequenzen der konkrete Fall für uns persönlich haben könnte: Die Medien berichten, dass ein Hersteller extrem günstig, relativ leistungsfähige Ware anbieten kann, nur weil er seine eigenen Mitarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen dazu treibt, für einen Hungerlohn zu arbeiten. Gleichzeitig werden im Bericht allerdings auch alternative Anbieter eines vergleichbaren Produkts genannt, die zwar um einiges teurer sind, jedoch nachhaltig für eine bessere Umwelt und ein besseres Leben ihrer Angestellten sorgen.

Unter diesem Aspekt würde eine Verschiebung der Nachfrage hin zu dem Alternativanbieter einsetzen, auch wenn dessen Produkte vermeintlich deutlich teurer wären. Das würde deshalb geschehen, weil wir uns halt in vielen Fällen sagen würden, dass wir lieber ein paar Monate länger sparen, bis wir uns ein Luxusgut kaufen, bevor wir uns mit an den Umständen schuldig machen, die Menschen sogar schlimmstenfalls in den Selbstmord, auf jeden Fall aber zur Aufgabe ihrer Menschenwürde und Lebenslust treiben.

Oder glaubt ihr wirklich, dass für den vermeintlich ausreichenden Lohn von knapp 200 Euro und 7 Arbeitstagen à 12 Stunden bei Sprechverbot und andauernder Denunzierung es jemandem noch Spaß macht, zu leben? Ich denke nicht.

Dieser gewissensgetriebene Shift hin zu den alternativen und teureren, da moralisch besseren Anbietern führt jedenfalls als Konsequenz dann zu einem Zugzwang bei den anderen Unternehmen, auch bessere Bedingungen zu schaffen.

Letztenendes steigen bei allen Unternehmen die Preise so weit an, dass die als moralisch gut erachteten Eigenschaften bei Beibehaltung eines gewissen Gewinns erfüllt werden können.

Das heißt in Konsequenz für uns natürlich einen gewissen Verzicht (wie Eingangs erläutert), da man das Mainboard halt dann nicht mehr für lediglich 80 Euro bekommt.

Aber der Verzicht auf einen gewissen Betrag führt auf der anderen Seite dazu, dass man durch sein Handeln die Welt wieder ein Stück besser gemacht hat. Und das tut nicht nur dem Gewissen gut. Dafür spare ich persönlich auch gerne ein paar Monate länger auf einen Luxusartikel, von dem - nebenbei bemerkt - Menschen woanders ihr Leben lang nur träumen würden, obwohl sie diesen täglich mit ihrer eigenen Hände Kraft für uns produzieren.

Einziges Problem dabei ist es, dass uns trotz aller Globalisierung derartige Zustände leider nicht transparent zugänglich gemacht werden und Unternehmen es auch noch nicht erkannt haben, diese Themen als Marketingthemen aufzugreifen. Vor allem in Ländern wie China oder Nordkorea, in denen eine Berichterstattung von Vornherein als eher schwierig, wenn nicht sogar unmöglich angesehen wird, kann sich so keine Verbesserung der Bedingungen einstellen.

Traurig, aber wahr.

besserwisser314 28/05/2010 22:28
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Ich stimme zu, dass die Arbeitsbedingungen dort menschenwürdig sind. Ich bin gleichzeitig dagegen, Tatsachen zu verdrehen, nur um öffentliche Aufmerksamkeit zu schaffen. Ich will nicht wissen, an welchen meiner Konsumgüter überall Menschenblut klebt. Von der Socke bis zum Computer-Mainboard wird fast alles in Ländern produziert in denen die Arbeiterrechte auf Niveau des 17. Jahrhunderts liegen.

Desertdelphin 28/05/2010 22:38
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mbeisel du Vogel. Was redest du wieder von Apple? Hast du die Überschrift gelesen? Den Text? Dell, HP, Apple. Nichtmal an Stelle 1 bzw 2 steht Apple. Und bei den kommentaren hat auch keiner das Wort Apple explizit gesagt. Also hör auf mit deiner scheiß Paranoia. Ihr jammert ja schon gegen Apple-Gegner wo gar keine sind.

anonymous 28/05/2010 23:47
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und btw. teure Mainboards kommen auch aus den selben Fabriken. Gibts Infos welche Mainboardhersteller in Europa produzieren?

Desolator 29/05/2010 01:04
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Also ASUS baut lediglich einige in Deutschland zusammen. Die Teile kommen von sonstwo.

sanctus 29/05/2010 02:15
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Bei der ganzen Diskussion darf nur eins nicht vergessen werden: Selbst wenn ich als Endverbraucher einen teureren Artikel kaufe (da "Fairtrade"), machen dies viele Unternehmen noch lange nicht. Und das sind die "großen" Kunden, die dem produzierenden Unternehmen den größten Umsatz bescheren. Kostenstruktur usw. sei dank. Wenn wir also in Zukunft fair gefertigte Artikel kaufen wollen, müssen wir unseren Chefs dies auch glaubhaft erklären (können) um einen Marketingvorteil glaubhaft zu erklären.

Desertdelphin 29/05/2010 02:24
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Gott das ist so eine Milchmädchenrechnung. Wieso sollten denn teure produkte in teureren Produktionsanlagen produziert werden? Der Preis richtet sich nach der Leistung des Produktes, nicht nach dem Produktionsstandort.

Um den Umsatz zu maximieren werden auch die "Nobelboards" in den gleichen Fabriken hergestellt wie die Billigboards.

Man müsste schon ein "Fair-Produktion" Siegel einführen... Aber der Aufwand dieses einzuführen würde die Kosten der "fair" produzierten Güter stärker ansteigen lassen, als einfach die Arbeiter besser zu bezahlen. Eine Zwickmühle.

Wir können einfach nicht als Kunden permanent bei allem darauf achten wie und wo es herkommt. Die Menschen vor Ort müssen sich darum kümmern in welcher Umgebung sie leben und arbeiten. Und wenn es eine Revolte kostet. Wird hier in Deutschland nicht anders ablaufen in Zukunft.

bwolf 29/05/2010 11:09
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Aetius :
...Statistisch gesehen wäre also bei etwa 500000 Arbeitern mit 90 Suiziden pro Jahr zu rechnen. Davon ist Foxconn aber weit entfernt...



Also wenn die so weitermachen wie in den letzten wochen werden das wohl locker 90 bis ende des jahres :(

Aetius 29/05/2010 12:48
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@bwolf: Das muss man abwarten. Hoffentlich kommt es nicht so.

Ein "Fair Production"-Sticker auf Computerhardware ist sicherlich eine Überlegung wert, allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass in der deutschen Lebensmittelbranche letztens mehrere "Ich-verbessere-die-Welt"-Firmen als Niedriglohnzahler entlarvt worden sind.

Das zumindest kann man Foxconn & Co. nicht vorwerfen: Sie bezahlen deutlich über dem nationalen Durchschnitt in den Schwellenländern. Man muss sich ja auch immer vor Augen führen, was der taiwanesische/chinesische/malaiische Arbeitnehmer für Alternativen hat:
Bleibt er Reisbauer, so muss er sich bei der ersten Überschwemmung / Dürre Geld leihen, um nicht zu verhungern und kommt womöglich nie mehr aus der Schuldnerposition heraus.
Arbeitet er auf dem Bau, so wird ihm niemand eine Rente zahlen, wenn ein herabstürzender Betonträger sein Bein zerschmettert.
Geht er zu den Bergarbeitern, kann er jederzeit verschüttet oder von einer Gasexplosion getötet werden, weil Bergwerke in Südostasien keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen bieten.
Näht er T-Shirts, Schuhe, usw... ihr wisst schon.

Aber dennoch bin ich der Meinung, dass die Welt nicht schlecht ist.... auch in den Schwellenländern geht es voran. Noch vor ein paar Jahrzehnten sind die Menschen dort in Massen verhungert oder von Krankheiten dahingerafft worden. Das ist inzwischen nicht mehr so.

Aetius

alterSack66 29/05/2010 21:49
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Gab mal einen Artikel über Kinderarbeit in Pakistan (Fußbälle). Adidas hat Abhilfe geschaffen jetzt arbeiten die Kinder im Steinbruch. Die müssen arbeiten um nicht zu verhungern

klomax 29/05/2010 22:16
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alterSack66 :
Gab mal einen Artikel über Kinderarbeit in Pakistan (Fußbälle). Adidas hat Abhilfe geschaffen jetzt arbeiten die Kinder im Steinbruch. Die müssen arbeiten um nicht zu verhungern



Bitter. :(

pcba 30/05/2010 05:21
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Ich hab nur die 1. Zeile gelesen und dann war mir schon klar das der Bericht Unsinn ist. Die Selbstmorde haben nichts mit Arbeitsdruck zu tun sondern sind immer persönlicher Natur. Entweder familiär oder Beziehungen.

Auf http://www.zonaeuropa.com kann man Übersetzungen aus chinesischen Zeitungen lesen die etwas tiefer in die Sache gehen.

pcba 30/05/2010 05:27
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PS: Ich arbeite in der Elektronikindustrie in China und bin sehr oft in verschiedenen Fabriken und mit den Zuständen dort relativ gut vertraut. In den High-Tech Produktionen müssen die Arbeitsbedingen einfach gut sein weil sich sonst keine Qualität produzieren lässt.

Es gibt bestimmt viele Schundfirmen in China, keine Frage, Foxconn gehört da mit Sicherheit nicht zu.

klomax 30/05/2010 10:53
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15x Beziehungsprobleme = Suizid? :heink:

Es ist wohl anzunehmen, dass eine schlechte Arbeitssituation natürlich sich auch negativ auf die Familie auswirkt, und dann der Anlass zu einem Selbstmord nicht mono-kausal nur auf irgendwelche "abstrakten" Beziehungsprobleme gemünzt werden kann.

So wollen es die Unternehmer aber gerne haben: Welt 1 = Firma, Welt 2 = Privatheit der "heilen Familie".

Idleking 30/05/2010 11:26
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Artikel :
[..]Wir stehen in direktem Kontakt mit dem oberen Management bei Foxconn und glauben, dass sie die Angelegenheit sehr ernst nehmen.[..]


Was soll denn das bitte bringen?
Das "obere Management" interessiert sich doch ausschließlich für ihren eigenen Geldbeutel.

Leider würde es sicherlich auch nicht viel bringen, mit den Arbeitern Kontakt aufzunehmen, da diese wahrscheinlich aus Angst auch nicht die volle Wahrheit sagen würden.

Ich finde es jedenfalls eine Schande, dass gegen solche Firmen bzw. die Verantwortlichen so absolut gar nichts (legal) unternommen werden kann - selbst wenn sie später zurücktreten, bekommen sie ne dicke Abfindung und können sich ein schönes Leben machen.
Überall das selbe...


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