[IFA] Fujifilm Real 3D W1: Digicam für 3D-Bilder
Auf der Photokina 2008 hatte Fujifilm schon einen Prototypen seiner 3D-Kamera gezeigt. Nun stellt der japanische Hersteller auf der IFA seine erste Stereokamera mit zwei CCD-Sensoren vor. Die Real 3D W1 soll September für 500 Euro auf den Markt kommen.
Hinter den beiden Objektiven der FinePix Real 3D W1 steckt jeweils ein CCD mit einer Auflösung von 10 Megapixel. Sie sind im ungefähren Abstand der menschlichen Augen angeordnet und haben eine Brennweite von 35-105 Millimetern. Für die Berechnung der 3D-Bilder beziehungsweise -Videos ist Fujifilms »Real Photo Prozessor 3D« zuständig. Videos haben eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten bei 30 Frames pro Sekunde.
Anzusehen sind die 3D-Aufnahmen natürlich am Display der Kamera (320 x 240 Bildpunkte) oder aber auf dem Bilderrahmen namens FinePix Real 3D V1, den Fujifilm zusammen mit der Kamera auf den Markt bringt. Der Rahmen ist 8 Zoll groß und soll 2D- wie auch 3D-Aufnahmen darstellen. Gefüttert wird er mit SD-, SDHC- und xD-Karten. Der Preis dafür liegt bei etwa 350 Euro. Fujifilm plant auch die Einführung von 3D-Foto-Ausdrucken – sie sind allerdings zum Marktstart aufgrund ihrer speziellen Beschichtung mit 5 Euro pro Stück und Abzug noch sehr teuer.
| Fujifilm FinePix Real 3D W1 | |
|---|---|
| Auflösung | 3648 × 2736 Pixel |
| Preis | 500 Euro |
| effektive Pixel | 10,0 Megapixel |
| Brennweitenbereich | 35-105 mm (eqiv. KB) |
| Displaygröße | 7,1 cm / 2,8 Zoll |
| Abmessungen (B × H × T ) | 124 × 68 × 26 mm |
| Gewicht | 260 g (leer) |
Die beiden Objektive der Real 3D W1 eignen sich aber nicht nur für 3D-Aufnahmen, auch ausgefallene Aufnahmetechniken sind möglich: Ein zweites Bild, ein wenig versetzt zum ersten; eines mit Weitwinkel, das andere mit einer Telebrennweite etwa. Oder zwei Aufnahmen mit einem Knopfdruck, die mit unterschiedlichen ISO-Empfindlichkeiten aufgenommen werden. Abgelegt werden die Bilder in den Formaten JPEG oder MPO (Multi Picture Format). Rund 500 Euro soll die 260 Gramm schwere Kamera kosten.
| Bilderrahmen FinePix Real 3D V1 | |
|---|---|
| Typ | 3D/2D umschaltbares Farbdisplay, 3D: Parallaxenschranke |
| Größe | 20,3 cm (8 Zoll) |
| Auflösung | 800 x 600 Pixel (3D: 400 x 600 x 2 Kanäle) |
| Seitenverhältnis | 4:3 |
| Helligkeit | ca. 250cd/m² |
| Interner Speicher | 512 MByte |
| Kompatible Dateiformate | JPEG, MP Format, AVI, 3D-AVI |
| Digitalschnittstelle | mini-USB (Type B), IR Anschluss |
| Speicherkarteneinschub | SD/SDHC-Speicherkarte, xD-Picture Card |
| Stromversorgung | Netzteil (AC 100-240V 50/60Hz) |
| Stromverbrauch | ca. 15W (3D) / ca. 9W (2D) |
| Abmessung (B × H × T) | 216 × 162 × 30,9 mm |
| Gewicht | ca. 630g |
Fujifilm auf der IFA 2009: Halle 17, Stand 119
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Das nenne ich mal eine Neuerung, bin gespannt das Gerät mal selbst zu sehen
Ich finde es auch sehr interessant! Das koennte ein echter Qualitaetssprung.
Vor einige Jahren habe ich einige 3D Monitoren bei CeBit gesehen und ich war ehrlich gesagt nicht so beeindruckt obwohl die Bilder durchaus brauchbar waren.
Allerdings finde ich die alte Technik (mit der 3D-Brille) auch nicht sooo schlecht, man muss aber immer die o.g. Brillen tragen.
Naja, die alte Technik beschränkt sich ja nicht nur auf 3D-Brillen, die wegen der fehlenden Farbtreue nie eine richtige Lösung waren. 3D-Kameras gibt es schon seit den 80ern (FED Stereo, Russland)oder diverse 3D-Aufsätze für Spiegelreflexkameras. Nur hatte man um in den 3D-Genuss zu kommen einen bestimmten Betrachter benötigt, oder die Einzelbilder übereinanderschielen müssen. Mit derselben Technik gibt es aktuell auch mehrere ernsthafte Kameras (z.B. von RBT Raumbildtechnik) welche allerdings auch vom Preis her sehr ernstzunehmend sind
. Revolutionär an der Real 3D W1 von Fuji ist eigentlich nur das Taschenformat für eine 3D-Kamera und vor allem Wiedergabetechnik. Und die Idee die dahinter steckt, das Licht der Pixel zweier überlagerter Bilder im unterschiedlichen Winkel auszusenden ist relativ simpel.