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Hands-On mit Fujitsus Business-Ultrabook Lifebook U772

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 3 kommentare

Fujitsu lud uns zu sich in den Standort Augsburg ein. Dabei ergab sich die Gelegenheit, erste Eindrücke vom frisch vorgestellten Ultrabook U772 zu gewinnen.

Fujitsu Lifebook U772Fujitsu Lifebook U772

Gerade erst Montag stellte Fujitsu seine ersten Ultrabooks vor, und im Gegensatz zu manchen Konkurrenten (siehe auch HP Folio 13 und Dell XPS 13) ging man gleich mit Ivy-Bridge-Innenleben an den Start. Die technischen Daten kannten wir natürlich schon aus der Pressemeldung. Viel aussagekräftiger ist aber immer der Eindruck, den das Gerät beim "Anfasstest" hinterlässt - und genau zu einem solchen hatten wir gerade Gelegenheit.

Die Technik

Rufen wir uns noch einmal kurz die Eckdaten in Erinnerung: Beim Lifebook U772 handelt es sich um ein Gerät, das sein 14"-Display in einem 13"-Chassis unterbringt. Die Anzeige ist also rahmenlos eingebettet. Der matte Bildschirm zeigt 1366x768 Pixel, die von Intels HD Graphics 4000 aufbereitet werden. Die steckt in einer Core-CPU der dritten Generation, besser bekannt als Ivy Bridge, die entweder als Core i5-3317U (1,7 GHz), Core i5-3427U (1,8 GHz) oder als Core i7-3667U (2,0 GHz) zur Auswahl steht.

2, 4 oder 8 GB DDR3-1600 RAM dienen als Arbeitsspeicher, HDD, SSD oder eine Caching-Kombination aus beiden nehmen Betriebssystem, Programme und Nutzerdaten auf. Gigabit Ethernet kann man per Dongle nutzen, USB 2.0 steht ein Mal, USB 3.0 zwei Mal zur Verfügung. Als Funktechnologien gibt es  n-WLAN und Bluetooth 4.0 - laut Datenblatt allerdings nur optional. SD-Kartenleser und Webcam runden die Ausstattung ab.

Mit den Lifebook-Ultrabooks, die es in rot oder silbern mit schwarzem Innenleben gibt, möchte Fujitsu vor allem Business-User ansprechen. Als Zielgruppe nannte man uns Mitglieder der Führungsetage, die auf den Lifestyle-Faktor eines schicken und schlanken Mobilrechners nicht verzichten wollen. Klassische Business-Features wie der Port-Replikator-Anschluss, der Fingerprint-Sensor und das Service-Paket sind ebenfalls vorhanden, und der mobil arbeitende Chef wird UMTS- und sogar LTE-Optionen zu schätzen wissen. Der Admin freut sich hingegen über die vPro-Funktionen zur Fernadministrierung sowie die Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen. Auch mit einem angepeilten Preis von 1299 Euro zzgl. Mehrwertsteuer bewegt man sich definitiv nicht mehr wirklich in Regionen des Heimanwenders.

Hands-On

Der erste Eindruck war jedenfalls gut: Verarbeitung und Materialwahl überzeugten, und das Gehäuse zeigte sich, trotz geringer Dicke, sehr verweindungsresistent - für den Deckel gilt das weniger, was jedoch keine negativen Folgen für das Display hatte. Jenes soll laut Fujitsu 220 cd/m² erreichen, sah auch nicht schlecht aus, hätte aber weitere Blickwinkeln bieten können. Auf 14" Bilddiagonale wäre zudem für mehr als die 1366x768 Pixel Platz gewesen. Dennoch - für den angestrebten Einsatz reicht es aus, setzt aber eben keine Bestmarken, die der Preis vielleicht erwarten lassen könnte. Wer mehr Fensterfläche braucht, kann per HDMI oder VGA einen externen Monitor anschließen.

Geschmackssache ist, wie immer, die Chiclet-Tastatur, die sich art-typisch verhielt. Soll heißen: Kurzer Hub, relativ harter Anschlag und, bei unserem Modell, leichtes Nachfedern mit akustischer Begleitung. Gut möglich, dass es sich noch um ein Vorseriengerät handelte. Wer Chiclet mag, dürfte sich aber wohl fühlen. Später soll eine beleuchtete Variante bestellbar sein.

Erstes Fazit:

Der Preis erscheint hoch, zumal die Konkurrenz für das, was Fujitsu als Netto-Einstiegspreis nennt, zum Bruttopreis oft schon das Consumer-Spitzenmodell bietet. Aber genau das soll das Alleinstellungsmerkmal sein - der Businessaspekt. Dank Docking-Möglichkeit (um die 99 Euro für die Dockingstation), vPro, Sicherheitsfunktionen, mattem Display und passenden Software-Lösungen ist das Lifebook U772 tatsächlich das "erste Ultrabook für den Corporate Markt", wie Fujitsu betont. Ob die Chefetagen den Erbsenzählern im Controlling aber wirklich den Aufpreis gegenüber anderen, preiswerteren Business-Notebooks erklären können, wird sich zeigen müssen. Schick ist das rote (bzw. silberfarbene) Ultrabook allemal - aber darauf kommt es im Business eigentlich nicht zuallererst an. Wir freuen uns jedenfalls auf den ersten richtigen Test!

Übrigens, Anlass des Besuchs war eine Werksführung am Standort Augsburg. Wie "Made in Germany" aussieht und wie man bei Fujitsu testet, zeigen wir nächste Woche in einer Fotostrecke.

Kommentieren 3 Kommentare anzeigen.
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  • Justaf@guest , 15. Juni 2012 12:07
    Allein die Docking-Möglichkeit ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das Steckergefummel und Adapter bei den andern Ultrabooks ist doch keine Lösung.
  • beagle@guest , 16. Juni 2012 09:13
    Ich verstehe die Hersteller von Ultrabooks einfach nicht.
    Wieso zur Hölle fertigt kaum jemand ein Gerät mit einem matten Display und 1600*900 Auflösung.
    Ich fühle mich fast 20 Jahre zurück versetzt zu meinem P1 und einem 15" CRT mit 1024x768.
    Asus übertreibt es dafür wieder, 1920*1080 sind too much...

    Klar, Samsung würde so ein Gerät bieten, aber ich hätte halt gerne eines mit Docking Station, wenn möglich von HP, Lenovo oder so...

    Ist das denn sooo schwer?

    GreeTZ Cupra
  • Eiswein@guest , 30. Juli 2012 20:09
    Die abgespeckten i3 und i5 CPUs verkraften Auflösungen ab 1600x900 noch nicht so richt, die Nachteile wären hier noch zu groß; daher wird Intel erst noch etwas leistungsfähigere CPUs, bei gleicher oder niedrigerer Leistungsaufnahme, herausbringen müssen bevor die Displayauflösungen einheitlich die nächste Stufe erklimmen können. Mit etwas Glück wird es in 6-12 Monaten soweit sein.

    Bis dahin heisst es Gedulden :) 
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