Paradigmenwechsel: 2,5-Zoll-Festplatten im Unternehmensbereich

Im Speichersegment verändert sich derzeit relativ viel. Am deutlichsten wird dies  am Übergang von rotierenden Medien zu Speicher auf Silizium-Basis. Allerdings gibt es auch im traditionellen Festplatten-Bereich einige Veränderungen. Die gute alte Festplatte wird auch in absehbarer Zeit nicht von der Bildoberfläche verschwinden, da es hierfür einfach keinen Ersatz gibt: Maximale Kapazität zu einem vernünftigen Preis lässt sich derzeit einfach nicht anders umsetzen.

Im heutigen Artikel wollen wir nicht auf die Unterschiede zwischen Flash-Laufwerken und herkömmlichen Festplatten eingehen. Vielmehr werfen wir einen Blick auf die Konsequenzen, die sich bei einer Umstellung vom 3,5-Zoll- auf den 2,5-Zoll-Formfaktor im Unternehmensbereich ergeben. Alle großen Festplattenhersteller bieten mittlerweile mindestens eine 2,5-Zoll-Enterprise-Festplattenreihe, wobei einige Unternehmen sogar angekündigt haben, die Produktion von 3,5-Zoll-Laufwerken mit 15.000 U/Min einzustellen: Flash-SSDs liefern eine bessere Performance und Mainstream-3,5-Zoll-Festplatten bieten eine Kapazität von bis zu 2 TB. Alles was dazwischen liegt, soll aus verschiedenen Gründen von Festplatten im 2,5-Zoll-Format abgedeckt werden. Auf diese Gründe werden wir im Laufe des Artikels zu sprechen kommen.

Das Zauberwort im Unternehmensbereich heißt Speicherdichte, womit meist eine  verfügbare Kapazität auf einer bestimmten Fläche gemeint ist. Diese Betrachtung  beginnt bereits auf Festplatten-Niveau. In diesem Zusammenhang haben Sie sicherlich schon von den Begriffen „Kapazität pro Quadrat-Zoll“ oder „Kapazität pro -Platter“ gehört. Fortgesetzt wird das Ganze auf auf System-Ebene. Hier ist es wichtig zu wissen, welche Kapazität in 1U (einer Höheneinheit), 2U, 4U oder sogar einem kompletten Rack-Server zur Verfügung gestellt werden kann.

Allerdings kann die Speicherdichte auch Auswirkungen auf die Performance- einer Speicherlösung haben, was uns wieder auf die Umstellung von 3,5 Zoll auf 2,5 Zoll zurückführt: Da wir bereits wissen, dass die RAID-Performance von der Anzahl der  Laufwerke in einem Array abhängt und dadurch nach oben skalieren kann, ist es offensichtlich, dass eine größere Anzahl an 2,5-Zoll-Festplatten im Vergleich zu einer geringeren Anzahl von 3,5-Zoll-Laufwerken deutliche Vorteile bietet. Wir werfen einen Blick auf Performance, Leistungsaufnahme, Kapazitäten und Anwendungsszenarien wie Blade-Server. Nicht zuletzt gilt der 2,5-Zoll-Formfaktor auch als das bevorzugte Format für Flash-SSDs, was wiederum den Weg zu Drop-In Upgrades ebnen kann. Fangen wir mit einem Blick auf die Flash-Technologie an.

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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • tkoerbs
    Wieso wird hier eine völlig veraltetes 3,5"-Modell verwendet?
    Eine Hitachi 15K600 oder Seagate 15K.7 wären eher angebracht - mit über 200MB/s auf den äußeren Spuren und gegenüber den alten Modellen mit reduzierter Leistungsaufnahme!
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