Apple muss zugeben: Samsung kopiert nicht das iPad

Monatelang hatte Apple Samsung bezichtigte mit seinem Galaxy Tab das iPad zu kopieren, auch vor einem Londoner Gericht. Dort konnte allerdings der zuständige Richter Colin Birss dem Vorwurf nicht folgen, sah aber das Apple durch die gerichtliche Auseinandersetzung insgesamt Vorteile erwachsen - ganz egal wie das Urteil ausfallen würde.

Denn die Amerikaner haben durch ihre Kampagne dem guten Ruf Samsungs erheblichen Schaden zugefügt – und wären im Normalfall auch bei einer Niederlage als Sieger vom Platz gegangen: Selbst wenn Apple eine größere Summe als Wiedergutmachung an Samsung hätte überweisen müssen, wäre der entstandene Imageschaden damit kaum aus der Welt geräumt worden, zumal die Amerikaner aktuell selbst größere Summen aus der Kaffeekasse bezahlen können. Doch hier zeigte sich Birss gewitzt und verdonnerte den Konzern mit dem Apfellogo dazu sechs Monate lang auf seiner Webseite sowie in diversen Anzeigen in Printmedien klarzustellen, dass Samsung nicht bei Apple kopiert hat.

Vielleicht wird durch solche Urteile die Streitlust der Hersteller eingegrenzt und künftig auch so obskure Patente wie das für Apples „Slide-to-Unlock“-Mechanismus in ihrer Wirksamkeit begrenzt.

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13 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Oder das Patent Scrollbalken transparent zu machen...
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  • Quote:
    Vielleicht wird durch solche Urteile die Streitlust der Hersteller eingegrenzt und künftig auch so obskure Patente wie das für Apples „Slide-to-Unlock“-Mechanismus in ihrer Wirksamkeit begrenzt.


    Bestimmt :-) so wirds kommen.. Solange wie da der Gestzgeber keinen Riegel vorschiebt ändert sich garnix.. Genausowenig wie beim deutschen Abmahnwesen.

    Allerdings ein sehr kreatives Urteil .. auch wenns keinen Bestand haben wird.
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  • Find ich klasse ^^ Sehr kreatives Urteil :)
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