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Games Convention ändert ihr Konzept

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 17 kommentare

Zwei Spielemessen zur gleichen Zeit ist eine zuviel: Kurzfristig ändert die Games Convention in Leipzig den Termin und ändert die Ausrichtung der ehemals sehr erfolgreichen Messe.

Um mehr Publikum anzuziehen und sich einen moderneren Auftritt zu verpassen, ist die ehemals größte Computerspiele-Messe Games Convention (GC) letztes Jahr von Leipzig nach Köln gezogen. Die Leipziger Messebetreiber durften zwar den Namen der Messe behalten und setzte die Veranstaltung auch wie gewohnt für den Zeitraum zwischen 19. und 23. August dieses Jahres an. Im Oktober machte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) der Leipziger Messe dann erneut einen Strich durch die Rechnung: Die Kölner Gamescom soll zur gleichen Zeit stattfinden wie die Games Convention.

Nun hat die GC die Konsequenzen gezogen: Um nicht mit Köln zu konkurrieren, setzt die GC nicht nur ihrerseits einen neuen Termin an, sondern ändert auch ihr Konzept. »Games Convention Online« wird sie nun heißen, von 31. Juli bis  2. August stattfinden und auf Online- und Handy-Spiele ausgerichtet sein. »Die Wettbewerbssituation in Deutschland hat dazu geführt, dass die Branche nicht konzentriert und geschlossen auf der GC zusammenkommen wird«, erklärte der Leipziger Messechef Wolfgang Marzin, der davon ausgeht, dass sich Leipzig zur führenden Plattform für den Markt der Online-Games- Branche entwickelt. Dabei sollen die neuen Partner Gameforge und Bigpoint sowie das diesjährige Messe-Partnerland Südkorea helfen.

Geplant ist eine Aufteilung der Messe in Bereiche für das Fachpublikum und für Spieler. Die Betreiber hoffen auf 50 000 bis 70 000 Besucher – und noch mehr via Internet: Die GC Online soll auch eine virtuelle Messe sein. Diverse Aussteller wollen kostenlose Online-Zugänge anbieten. Mit mehreren Millionen virtuellen Messegästen wird gerechnet.

Die deutliche Abgrenzung der neuen GC von der Gamescom ist auch bei der Kölner Konkurrenz angekommen: Auf der Gamescom-Homepage findet sich seit gestern eine Pressemitteilung, die verdeutlichen soll, dass sich die Gamescom mit dem Thema Online- und Browsergames ebenfalls befasst, »einem der Wachstumsmärkte der Industrie«, so die Messebetreiber.

Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
Gamescom und GC kollidieren (27. Oktober 2008)
GamesCon geht nach Köln (25. Februar 2008)
Zieht die Games Convention nach Köln? (13. Februar 2008 )

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  • Anonymous , 29. Januar 2009 15:48
    Der Witz des Jahres
  • FormatC , 29. Januar 2009 16:06
    Jaja, die Kölner Blitzmerker.

    In Hintertupfingen ist im Juni Trödelmarkt. Wenn da 5 Töpfe mehr verkauft werden als letztes Jahr, dann wird Köln natürlich die Zeichen der Zeit erkennen und einen zentral gelegenen Leit-Trödelmarkt etablieren. Sie habe es ja schon vorher gewusst...

  • noskill , 29. Januar 2009 16:32
    Solche Lachnummern gibts auch nur in Deutschland.
    Aber die Geldgier siegt ja bekanntlich immer...
  • Alle 17 Kommentare anzeigen.
  • Anonymous , 29. Januar 2009 16:57
    das war dann wohl endlich das eingeständis von leipzig, dass die kölner GC die neue leitmesse in europa für spiele allgemein ist

    finde köln zwar vom standort her super (wohne hier) aber ich hätte nen jährlich wechselnden standort besser gefunden
    sprich im 1. jahr irgendwo im osten, 2. jahr irgendwo im westen und 3. jahr irgendwo im süden und dann wieder im osten usw.
    nicht jeder hat die zeit und das geld mal eben von münchen nach leipzig zu fahren
  • FormatC , 29. Januar 2009 21:04
    Zitat :
    nicht jeder hat die zeit und das geld mal eben von münchen nach leipzig zu fahren
    Pwned:

    München-Köln: 577 km – ca. 5 Stunden, 12 Minuten
    München-Leipzig: 429 km – ca. 3 Stunden, 55 Minuten

    Hamburg-Köln: 426 km – ca. 3 Stunden, 56 Minuten
    Hamburg-Leipzig: 396 km – ca. 3 Stunden, 34 Minuten

    Berlin-Köln: 575 km – ca. 5 Stunden, 16 Minuten
    Berlin-Leipzig: 190 km – ca. 2 Stunden, 0 Minuten

    Soviel zu überflüssigen Vorurteilen und dem Kenntnisstand potentieller EA-Kunden. :na: 
  • Anonymous , 29. Januar 2009 21:39
    Warum "pwned"? Das Argument soll doch nur die Forderung stützen, die Messe an wechselnden Orten stattfinden zu lassen.

    Zudem ist es ein wenig billig, ein paar Entfernungsvergleiche von großen Städten durchzuführen. Man könnte ebenso argumentieren, daß der Teil Deutschlands um Köln herum der dichtbesiedelste ist. Wen interessieren schon die paar Dorfgören-Gamer aus Nordost-Brandenburg?
  • FormatC , 29. Januar 2009 22:08
    Dichtbesiedelt schon - aber nicht der mit der größten Kaufkraft. Und man kann von einem einzigen Einzugsgebiet nicht leben. Wir kennen Köln übrigens als Aussteller - wir haben uns die Kölner Messer schon lange vom Kalender gestrichen. Zu unflexibel, zu teuer, bescheidene Infrastruktur, sinnlose Anfahrtswege und Umstände für Aussteller und vor allem: es fehlt an den meisten Tagen das richtige Publikum. Messen besuchen wir nur noch im Süden.
  • Anonymous , 29. Januar 2009 22:24
    Kaufkraft? Da schneidet Kölns Einzugsgebiet aber deutlich besser ab als Leipzigs.
  • FormatC , 29. Januar 2009 22:47
    Nimmt man die durchschnittlichen Entfernungen zu den Flächen mit der höchsten Kaufkraft (Acxiom hat schöeine Statistiken) und schaut mal über das Einzugsgebiet hinaus, dann schneidet Köln sogar schlechter ab. EA und Ubisoft haben sich schlicht und einfach eine private Hausmesse gekauft, hat man mittlerweile sogar mehr oder weniger offen zugegeben. Schön und gut. Nur - gegen Softwarepiraterie hilft das auch nicht weiter. Ohne neue Konzepte wird das auch in Köln nichts. Die haben schon andere erfolgreiche Messen kaputt gekriegt :) 
  • BlackX , 29. Januar 2009 23:33
    Bei den Partner sehe ich schon schwarz. Kann ja nur ein Flop werden wenn die keine großen Spielepublisher ran bringen.
  • Anonymous , 30. Januar 2009 01:07
    @FC: Na ja, egal wie ich bei Acxiom vergleiche, ich bekomme solche zahlen nicht heraus. Wenn ich das statistische Bundesamt bemühe, sind die zahlen ähnlich. Keine Ahnung, wie du das rechnest.

    Wenn man die Leipziger Kernstadt verlässt, sieht es aus wie in Fallout 3 - was, wie ich finde, sehr repräsentativ für SATAN ist. Selbst wenn man wohlowollend Nord-Bayern mit zum Einzugsgebiet erklärt, macht das die miesen ostdeutschen Zahlen nicht wett.
  • Bayushi , 30. Januar 2009 05:20
    Zitat :
    Selbst wenn man wohlowollend Nord-Bayern mit zum Einzugsgebiet erklärt, macht das die miesen ostdeutschen Zahlen nicht wett.


    Lass uns da bitte aus der sache raus... und das heißt übrigens Franken und nich nord Bayern :p 

    Zu den beiden Messen kann ich nur einwas sagen: Kindergarten.
  • FormatC , 30. Januar 2009 06:29
    @abe:
    Ich schrieb nicht Einzugsgebiet, sondern Durchschnittsentfernung. Für den ganzen Süden bis über den bayrischen Speckgürtel hinaus, wärs kürzer, für viele Nordlichter, inklusive die Hamburger auch. Im Übrigen ist mir der Streit der Versanstallter relativ Rille, da mir das Gehabe von EA & Co. viel mehr auf den Sender geht, als ein paar neidwütige Kölner Messe-Pleitiers, die bis jetzt fast alles vergeigt haben, was sie übernommen haben und kein solcher Selbstläufer war, dass man ihn hätte auch auf dem Mond anbieten können. Schade also ums nächste Veranstaltungsopfer, aber was solls.

    Als Viel-Spieler sehe ich mich vor allem als Kunden verarscht, die Publisher sollten erst mal auf Qualität setzen und nicht auf Masse. Das haben Ubisoft und EA inzischen nämlich verlernt. Und so kundennah und eventgespickt, wie sich vor allem kleinere Firmen bisher präsentieren konnten, wirds wohl kaum weitergehen. Ich interessiere mich nämlich durchaus auch für Dinge außerhalb des Mainstreams. Und für die hat sich Köln bis jetzt nicht interessiert.
  • ianrad , 30. Januar 2009 09:59
    ... GC Online! sponsorede by jamba, im super duper monats abo!

    ich seh es schon kommen: in 3 jahren ist auch die GamesCom geschichte und wird von dort an in frankfurt ausgetragen ;) 
  • FormatC , 30. Januar 2009 10:18
    Hier hat ein "Bundesverband" unter Druck bzw. Einflussnahme entschieden, für EA und Ubisoft eine Hausmesse einzurichten. Da diese beiden Publisher genügend Lobbyisten in den Gremien sitzen haben, sicher ein leichtes Spiel und keine Frage vorgeschobener Argumente wie infrastrukturelles Gruppenkuscheln auf verstopften Autobahnen, das beste Bier in den weltgrößten Gläsern, männliche Hostessen und der beste Döner im globalen Maßstab. Die Köln Messe steht mit dem Rücken zur Wand, weil sie eigentlich seit Jahren pleite ist - deshalb auch die ziemlich unfeinen Methoden. Die sind zum Erfolg verdammt, bei Strafe des eigenen Untergangs.

    Lesen wir mal in der Kölner Rundschau:
    ...den für 2008 erwarteten Verlust. Nach Expertenschätzung läge dieser ohne die 16 Millionen (Restzahlung aus einer Immobilienrückgabe) bei knapp 30 Millionen Euro. Die Messe selbst ging in einer ein Jahr alten, aber inzwischen überholten Schätzung, von 14,9 Millionen Euro Verlust aus... ...Rote Zahlen hatte die Messe auch für die kommenden Jahre bereits prognostiziert. Nach der neuen Planung vom November 2008 fällt der Fehlbetrag für die nächsten beiden Jahre aber höher aus. Im Einzelnen: 2009 wird die Messe wohl einen Fehlbetrag von 14,8 (alte Schätzung aus November 2007: 7,5) Millionen Euro einfahren. 2010 wird ein Verlust von 13,3 (alt: 9,1) Millionen und 2011 von 7,1 (11,9) Millionen Euro erwartet.

    Die Leipziger Messe kann sich als inzwischen konsolidiertes Unternehmen bequem zurücklehnen, während die Köln Messe bereits das Tafelsilber verscheuern musste (Rheinhallen zurück an die Stadt, Erbbaurecht an Flächen abtreten usw.). Wenn das alles aufgebraucht ist, sollte mal irgend jemand mit ein klein wenig ökonomischem Sachverstand das Licht ausknipsen.

    Wenn ich hier immer wieder das Argument mit dem Einzugsgebiet lese:
    Warum macht die Messe dann so viele Miese und kämpft gegen stets rückläufige Besucherzahlen? Nichts Rassistisches oder Überhebliches und bitte richtig differenzieren - ein nicht unerheblicher Anteil der Einzugsgebiets-Bewohner kann schlecht oder gar kein Deutsch und fällt somit als Zielgruppe eh weg. Und ich werde auch keinem etwas unterstellen, wenn ich lediglich mal laut denkend die Frage formuliere, wie man sich einen zahlenden Kunden, der nur Originalsoftware nutzt, vor seinem geistigen Auge so vorstellt. Suchen wir im kölner Einzugsgebiet mal danach. Ein paar wird man sicher finden. Aber obs gegen die Pleite reicht? ;) 


    (Sorry, ich hab mal ein wenig aus einem anderen Post von mir kopiert, aber warum sollte ich alles nochmal umschreiben? ;)  )
  • hrahn , 30. Januar 2009 10:40
    Sehr bezeichnend war ja auch, das Blizzard, die einen der wohl größten und erfolgreichsten Stände auf der GC2008 hatten, nicht für den Umzug nach Köln war.
    Dennoch denke ich nicht, dass sie sich dem BIU entziehen und dieses Jahr in Leipzig anzutreffen sein werden - was zwar einerseits schade ist, andererseits für die eher unbekannten Publisher diverser Spiele aber wohl auch ein Segen. WoW würde sicherlich so ziemlich jedes andere MMO dort erdrücken, insbesondere die koreanische Knuddel-Konkurrenz (ich hoffe immernoch, dass Ragnarök2 in Leipzig offiziell vorgestellt wird und mal aus der Betaphase rauskommt).
  • g0n , 30. Januar 2009 13:40
    absolutes /sign FormatC
    Sehr schön geschrieben !

    nur ob WoW Wirklich nach Köln zieht: (...Leipzig zur führenden Plattform für den Markt der Online-Games- Branche entwickelt...)

    WoW = MMOnlineRPGame ;)  Also wohin wirds gehen ?

    Dennoch find ich das ist echter WAHNsinn... Was Geld aus Menschen machen kann... Traurig :(