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Tom's Timeline: Vor 5 und 10 Jahren - GeForce 8800 Ultra, eine schnelle Festplatte, Rambus-Mainboards und eine ausgestorbene Wildkatze

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 1 kommentare

Vor fünf Jahren erwiesen sich ein Laufwerk von WD und eine GPU von Nvidia als die schnellsten ihrer Klasse, während wir vor 10 Jahren Mainboards mit Rambus-Speicher testeten und uns eine Grafikkarte von 3DLabs anschauten.

  

Vor 5 Jahren

WD7500 Caviar SE16WD7500 Caviar SE16Heute mag man Festplatten unter 1 TB mit einem gelangweilten Schulterzucken zur Kenntnis nehmen, vor fünf Jahren waren 750 GB noch riesig. Weiterer Vorteil der Größe war, dass Laufwerke mit höherer Kapazität oft auch bessere Performance lieferten. So freuten wir uns damals über eine Rekord-Festplatte: 750 GB Caviar SE16 schafft 95 MB/s.

Fazit: WD7500 Caviar SE16 ist der neue Herr im Haus

Mit bis zu 94 MB/s ist das 750 GB fassende Topmodell der Caviar SE16-Familie die bislang schnellste Festplatte mit 7.200 U/Min, die wir im Testlabor hatten. Auch der Mittelwert von knapp 75 MB/s kann sich sehen lassen, denn auch dieser reicht an die Ergebnisse der WD Raptor mit 10.000 U/Min heran. Die Minimal-Transferraten übertreffen die der Mitbewerber deutlich. Aufgrund der bei geringerer Rotationsgeschwindigkeit längeren Rotations-Latenzzeit vor dem eigentlichen Zugriff kann die mittlere Zugriffszeit von 13,3 ms niemals mit den 8 ms einer WD Raptor mithalten, doch der Rest unserer Benchmark-Ergebnisse dürften für WD Grund für Luftsprünge sein. Die I/O-Performance im Fileserver- und Datenbank-Testschema ist deutlich über dem Niveau anderer 7.200er-Laufwerke.

 

GeForce 8800 UltraGeForce 8800 UltraNvidias G80-Chip ist legendär, und wohl keine andere GPU hatte eine so lange Dienstzeit und konnte sich dabei dennoch im High-End-Bereich halten. Im Juni 2007 stellte Nvidia die Ultra-Variante des Grafikboliden vor, und der sorgte wirklich für beeindruckende Leistung. Die würdigten wir im Artikel GeForce 8800 Ultra: Die schnellsten Grafikkarten der Welt.

Fazit - Die Leistungssteigerung zur GTX liegt bei 1 bis 3,5 Prozent

Der Lüfter ist nur minimal lauter geworden, seine Position wandert etwas zur Seite raus, was die Karte etwas breiter macht. Die Temperaturen hat Nvidia noch im Griff. Die Karte ist mit 27 cm sehr lang, der Hunger nach Strom übertrifft den Radeon HD2900 XT von ATI. Die Leistungssteigerung vom GeForce 8800 GTX zum GeForce 8800 Ultra liegt bei 1 bis 3,5 Prozent. Deutlichere Unterschiede sind sicher erst mit DirectX 10 und Spielen mit noch aufwendigeren Shader-Effekten zu messen. Mit dieser Benchmark-Suite kann sich der Ultra-Grafikchip nicht vom GeForce 8 GTX absetzen.

Der Preisfaktor: Eine GeForce 8800 GTX kostet 460 Euro. Die GeForce 8800 Ultra gibt es ab 590 Euro. Für die Overclock- oder Superclocked-Edition wollen MSI und EVGA mindestens 700 Euro.

  

Vor 10 Jahren

3DLabs Wildcat VP3DLabs Wildcat VPWer meint, früher war mehr auf dem Grafikkartenmarkt los, der irrt keineswegs. Schon vor 10 Jahren beklagten wir das Artensterben unter den Chipherstellern. Wer erinnert sich noch an S3 (damals autark), Number Nine, BitBoys, Video 7, 3Dfx und ... ja, und 3DLabs. Deren Wildcat-VP-GPU stellte sich damals bei uns im Testlabor vor.

VPU-Technologie: Die Wildcat-VP-Serie von 3Dlabs

Von den einst 50 Grafikschmieden sind nur noch eine Handvoll übrig geblieben. Zu den Marktführern zählen NVIDIA und ATi. 3Dlabs, Pioneer im OpenGL-Workstation-Bereich, hätte es beinahe auch erwischt - wäre da nicht der große Geldgeber Creative gewesen. Mit frischem Geld in der Tasche will man sich den harten Bedingungen auf dem Markt stellen. Die Ausgangsposition ist gar nicht so schlecht. So verfügt 3Dlabs über exzellente Highend-Grafikkarten für OpenGL-Workstations. Diese Festung konnten bislang NVIDIA und ATi nicht einnehmen. Dennoch sollte man in Betracht ziehen, dass der Markt für Workstations gerade einmal 4 Prozent ausmacht. Der Rest des Geldes wird im Lowend- und Mainstream-Segment verdient.

  

Sechs Rambus-Boards im TestSechs Rambus-Boards im TestRambus, ja - da war doch was. Vor 10 Jahren tobte noch die Patentschlacht zwischen den Speicherherstellern einerseits und der Technologiefirma Rambus andererseits, die meinte, DDR-Speicher verletze seine Patente. Konnte Intels Pentium III nie wirklich vom zugegebenermaßen schnellen, allerdings auch teuren und stromhungrigen Speicher profitieren, sah das beim Nachfolger Pentium 4 anders aus. Deshalb boten, zumindest anfangs, viele Hersteller auch Boards mit RDRAM an. Einige davon testeten wir im Artikel Vollgas mit Rambus: Sechs Boards für PC1066. Wir erlauben uns dieses Mal einen etwas längeren Auszug aus der abschließenden Betrachtung:

Fazit: Stabilität und Performance für P4
Es ist schon erstaunlich, welche Performance der recht betagte Chipsatz - Intel 850E - im Zusammenspiel mit Rambus-Speicher zutage bringt. Prinzipiell hat Intel beim "850E" nichts Wesentliches gegenüber dem Vorgänger "850" geändert. Es wurden lediglich Anpassungen an die neue Northwood-Core des Pentium 4 vorgenommen. Allgemein lässt sich zu den getesteten Platinen feststellen: Mit Hilfe von RDRAM mit 533 MHz (PC1066) gelingt es, die maximale Leistung aus dem Pentium 4 herauszuholen. Einschränkungen bei der Bandbreite - wie etwa bei DDR-SDRAM - gibt es nicht.

Am Ende des Tests bleibt die Frage: Was passiert mit Rambus? Nach den Ereignissen der letzten Tage, wo die amerikanische FTC-Behörde den Technologiehersteller Rambus verklagt, ist die Zukunft von RDRAM mehr als ungewiss. So wie sich die Situation derzeit abzeichnet, wird Intel keine Weiterentwicklung des "850E" Chipsatzes präsentieren. An der eigentlichen Technologie gibt es nichts zu rütteln: RDRAM bietet eine hohe Bandbreite von bis zu 4,2 GB/s und zeigt insbesondere im Zusammenspiel mit dem Intel Pentium 4 die beste Performance. Um leistungsmäßig am Niveau des PC1066-Speichers (533 MHz) anzuknüpfen, hat Intel nur mit einem neuen Speicherinterface (Chipsatz) eine Chance.

Interne Unterlagen von Intel zeigen: Anfang nächsten Jahres wird der P4-Nachfolger mit dem Codenamen "Prescott" vorgestellt, der dann auf ein Dual-Channel-DDR-Interface mit DDR333 zugreift.

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  • 8800gtx640mb@guest , 2. Juli 2012 17:15
    Meine 8800gtx arbeitet auch in diesem Moment noch hervorragend!
    Wenn ich überlege wie lange sich diese Investition jetzt schon bezahlt macht, war sie eine sehr gute Wahl :D