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Fazit und Kaufempfehlung

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Stärken:

Nach unserem Test waren wir vom Gesamtkonzept des CH-08B-B überzeugt. Das geradezu riesige Platzangebot im Inneren harominiert mit einer eher zurückhaltenden und neutralen Außengestaltung. Auch wenn es sich der Hersteller nicht nehmen ließ, einige Gestaltungsdetails dann doch noch in Richtung Gaming zu trimmen, so trägt dies bis auf den Staubfang nicht zu einer wesentlichen Minderung des optischen Eindrucks bei. Die verwendeten Materialien und Oberflächen wirken hochwertig - optisch und haptisch. Das eingesetzte Hartplastik ist in der Oberflächenstruktur erträglich gestaltet und die saubere und vor allem recht haltbare Lackierung der Stahlflächen über jeden Zweifel erhaben. Die Seitenwände sind, wie das komplette Gehäuse auch, absolut verwindungssteif. Ein Gewicht von immerhin 11 kg drückt in diesem Fall eine absolute Solidität aus, der wir auch in einem Belastungstest mit 100 kg nichts anhaben konnten. Alle Kanten im Inneren sind sauber verarbeitet und zum Teil auch umgelegt, die Gewinde sauber geschnitten und alle Innenflächen sauber und staubfrei.

Die Temperaturmesswerte sprechen eine eindeutige Sprache und die Möglichkeit, ein redundantes Netzteil zu verbauen, ebnet auch den Weg für einen möglichen Einsatz als Servergehäuse. Die Lautstärkemessung verstärkt den positiven Gesamteindruck. Die Werte des Kublai KB02 von Silverstone werden zwar nicht ganz erreicht, dafür wird aber bei vergleichbarer Lautstärke mehr Kühlleistung geboten, was letztendlich mit den Ausschlag für unsere Kaufempfehlung gab. 

Für einen Einsatz im Gaming-Bereich spricht eindeutig die maximale Einbaulänge von 35 cm für Grafikkarten, ohne dass z.B. ein Festplattenkäfig um- bzw. ausgebaut werden müsste. Die Möglichkeit, auch sehr leistungsstarke CPU-Kühler zu verbauen und der gute Airflow im Gehäuseinneren, auch bei mehreren zusätzlich verbauten Steckkarten (z.B. Sound-, TV-Karte), unterstreichen diese Einschätzung.

Schwächen:

Es gibt durchaus auch leichte Schwächen, die wir bei unserem Test herausgefunden haben. Wir haben Chieftec über unsere Kritikpunkte in Kenntnis gesetzt und gleichzeitig vorab um Stellungnahme gebeten. Herr Michael Ruhland (Arena Electronic / Chieftec) hat daraufhin zu allen Punkten wie folgt Stellung genommen:

• Handbuch nur auf Englisch

"Wir haben die „Kritik“ aufgegriffen und werden in unserem Download-Bereich auch ein deutsches Handbuch als pdf anbieten. Ähnlich dem Schwesterghäuse CH-07"

• Frontpanel ohne USB 3.0 (wer jetzt aufrüstet, erwartet eigentlich bereits kompatible Hardware)

"Dies ist ein Thema, das wir nicht erst seit der zurückliegenden CeBIT eifrig diskutieren und beobachten. Unserer Einschätzung nach ist der Markt derzeit noch nicht soweit. Passende Boards lassen noch auf sich warten und warum sollten die Kunden für etwas (mehr) bezahlen, was sie noch nicht nutzen können? Nach unserer Planung werden wir aber ab Q4 Gehäuse mit USB 3.0 hereinholen."

Keine direkte Befestigung einer oder zweier SSDs möglich.

"Da müssen wir Euch recht geben. Von den Mitbewerbern werden bereits Lösungen hierfür angeboten. Chieftec war der erste Gehäusehersteller, der Führungsschienen für HDDs und Laufwerke einsetzte, später wurden diese auch durch Führungsschrauben ersetzt. Wir möchten es unseren Usern weiterhin so einfach wie möglich machen und arbeiten daher zur Zeit an neuen Befestigungstechniken, die auch für SSDs einsetzbar sind. Sobald diese unseren internen Qualitätsansprüchen entsprechen, gehen diese in Serie."

• Keine Vibrationsentkopplung der Festplatten. Körperschall geht trotz Gummifüßen sogar messbar auf Fußboden über.

"Es ist eine Vielzahl von Entkopplungslösungen div. Hersteller auf dem Markt und dementsprechend hat auch jeder User seinen eigenen Favoriten hierfür. Unsere R&D Abteilung testet seit längerer Zeit eine Chieftec eigene Lösung, doch ist diese noch nicht serienreif. Daher gilt nach wie vor unsere Empfehlung auf Lösungen vom „Spezialisten“ zurückzugreifen."

Wir bedanken uns für diese ehrliche Stellungnahme, denn wir sind stets bestrebt, mit konstruktiver Kritik im Sinne der potentiellen Käufer für eine Verbesserung zu sorgen.

Fazit und Begründung unseres Kauftipps:

Die Produktpalette im Bereich um 100 Euro ist sehr vielfältig und mit hervorragenden Erzeugnissen verschiedenster Anbieter bestückt, so dass es eigentlich sehr schwer fällt, ein bestimmtes Gehäuse extra hervorzuheben. Wir machen dies jedoch mit unserer heutigen Kaufempfehlung für das Chieftec Dragon CH-08B-B ganz bewusst, denn das getestete Gehäuse kann nicht nur bis auf wenige Punkte uneingeschränkt empfohlen werden, sondern es besitzt, was für den Award am Ende ausschlaggebend war: Interessante Alleinstellungsmerkmale wie die Möglichkeit, redundante Netzteile oder überlange Grafikkarten ohne Platzprobleme zu verbauen.

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tengelman 11/08/2010 09:17
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-2+

Ich habe bereits eine "Brand-Rezension" auf die 2TB EARS Platte von WD bei Amazon verfasst und mich auch zu den mir unverständlichen Geräuschtestergebnissen von Hardware-Testern (auch TH) bezüglich von Festplatten allgemein geäußert.
Der Abschnitt "Klang und Subjektiver Eindruck" spricht mir aus der Seele und sollte bei jeder neu getesteten Festplatte angewendet werden. Denn die entstehenden Resonanzen auch bei vibrationsgedämmten Gehäusen, die vom Massenspeicher ausgehen sind ein riesiges Ärgernis, das in keiner Messstatistik auftaucht und so manche Platte alt aussehen lässt.
Wenn nicht in allzunaher Zukunft nur noch SSDs verbaut werden, würde ich es begrüßen, wenn Toms Hardware diesen Weg weiter konsequent verfolgt und die Geräuschmessungen, die in diesem Artikel beschrieben werden, auch bei Festplattentests anwendet.

fragger 11/08/2010 11:07
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-0+

ich habe ein ähnliches Gehäuse von Chieftec mit derselben Festplattenhalterung.
Eine Anmerkung dazu: Nur gewinkelte Satakabel verwenden! Kabel mit graden Steckern werden gefährlich gekickt. Ich hab damit eine (glücklicherweise alte) Festplatte geschrottet, weil die Sata-Buchse beim Schließen des Gehäuses abgebrochen ist...

besterino 11/08/2010 11:09
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-0+

Super Test eines super Gehäuses.

besterino 11/08/2010 11:18
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-0+

Super Test eines super Gehäuses. Vorher war für mich (ganz persönlich) das Cooler Master CM 690 II ganz vorne, bei zukünftigen Systemen für mich und den Bekanntenkreis werde ich aber wohl wieder auf "good old Chieftec" zurückgreifen.

Die Gehäuse von denen sind wirklich unkaputtbar. Fast schon seit 10 Jahren sind bei mir Vertreter der Mesh-Serie (LCX-01SL-SL-B) im Gebrauch, mit immer wieder wechselndem Innenleben. Schön, dass es von denen mal wieder was neues gibt

USB3.0 wäre allerdings schön gewesen. Da man so ein Gehäuse wirklich über zig Jahre behalten kann, würde ich dafür auch gerne heute mehr bezahlen, selbst wenn ich noch kein Board/Bedarf dafür hätte...

f1delity 11/08/2010 15:59
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-0+

Finde die Überschrift etwas irritierend, so groß ist der ja gar nicht, zwar ganz nett, aber immernoch kein Nachfolger für ein PC-P 80 ;)

FormatC 11/08/2010 17:24
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Dafür, dass das gute Stück als Midi-Tower firmiert, ist es schon geradezu riesig :)

fbd1788 11/08/2010 18:29
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Schade, dass sie noch nicht zu einem Design bei dem das NT unten ist übergegangen sind :/

f1delity 12/08/2010 07:51
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-0+

Bei der Überschrift dachte ich halt an einen neuen richtig geräumigen Big bzw. Full Tower, für Midi ist das so schon natürlich ganz nett.

@fbd
Was erhoffst du dir denn vom PSU, wenn es unten sitzt, imo ist das doch ziemlich egal, solange genug Platz vorhanden ist und die Kabel ausreichend dimensioniert sind.

FormatC 12/08/2010 07:57
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Ich bin auch nicht so sehr von der unteren Lage fasziniert - das zieht sinnlos Dreck rein. Und ständig irgendwelche Filter säubern ist auch nicht mein Ding. Gut ist beim Gehäuse, dass oben trotz Netzteil noch Entlüftungen sind. ATX-Spezifikation hin oder her - ein wenig Entlastung ist das schon.

Dieses Teil als Big Tower mit Fenster wäre unschlagbar ;)

anonymous 12/08/2010 09:51
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-0+

Der einzige Kritikpunkt meinerseits fuer die Dragon serie ist, dass es keine SATA/SAS Backplane gibt/hat.
Damit braeuchte man die HDDs einfach nur noch reinschieben und fertig.
Bei 5 HDDs gibt das auf der Tuerseite einen ziehmlichen Kabelsalat!

FormatC 12/08/2010 09:59
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-0+

Ich habe es noch einmal mit Winkelsteckern probiert. Wenn man die Kabel zwischen den einzelnen Platten durchführt, dann geht es ganz gut ohne Salat. Aber Du hast schon recht, so ein Aufwand ist eigentlich unnötig.

anonymous 12/08/2010 11:08
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-0+

Wenn ich mich recht entsinne, hattest Du vor einiger Zeit das Antec900 auch getestet -
Wie wäre es wenn Du nun den dritten im Bunde gegen testest, ich meine das Lancool K62 ??

Ich finde das das K62 für knapp über 80€ ein wahres Schnäppchen ist ;)

P.S. Von den Dimensionen her müssten die 3 eigentlich gleich sein !

FormatC 12/08/2010 11:28
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-0+

Das K62 hatte Siggy im Februar schon in der Mache. Ich habe aktuell noch einen Vergleichstest mit dem HAF922, dem HC80 von GMC und einem Überraschungskandidaten in Arbeit. Dann schaue ich mich nach neuen Kisten um. Ist alles auch eine Platzfrage :)

Das Nine Hundred Two ist wesentlich kleiner, etwas lauter und bekommt keine überlangen Karten gebacken. Steht aber im Test.

fbd1788 12/08/2010 12:48
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Zitat :


@fbd
Was erhoffst du dir denn vom PSU, wenn es unten sitzt, imo ist das doch ziemlich egal, solange genug Platz vorhanden ist und die Kabel ausreichend dimensioniert sind.




Ich erhoffe mir eine unabhängige Kühlung. Wenn das NT oben sitzt und der Rechner unter Last gesetzt wird, wird das NT zusätzlich über die Abwärme der Komponenten erhitzt, was den Wirkungsgrad senkt und dafür sorgt dass sich das NT noch weiter erhitzt.

Das mit dem Dreck seh ich nich so als Problem :P

Levi88 12/08/2010 23:45
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Jupjup.. lauter bekannte Dinge, bin auhc sehr zufrieden mit meinem CA ;), feines Gehäuse und endlich mal ein echter Bigtower.
Diese Dinger unter 60 cm Höhe sind irgendwie immer so klein *gg*

biggathanyou 13/08/2010 12:18
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kleiner Konstruktionsfehler inklusive? Das NT verdeckt einen Top-Lüfter...finde ich persönlich nicht so praktisch ;)

biggathanyou 13/08/2010 12:21
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und warum ist das Kabelmanagement so gemacht,dass die Dinger im Gehäuse rumfliegen....es soll ja Lösungen geben, wo man die Kabel hinter der Platinenwand verschwinden lassen kann ^^

FormatC 13/08/2010 12:32
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Artikel gelesen?

1.) Man kann das Netzteil auch so drehen, dass es die Luft von oben ansaugt. Genau in diesem Feld ist der Lüfter nämlich optional.

2.) Die Kabel passen hinter die Platinenwand. Allerdings nicht alle. Wie willst Du das mit dem P4-Stecker machen? (Seite 8, ab Bild 3 abwärts)

anonymous 29/08/2010 16:33
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Ich habe auch lieber ein dezent aussehenes solides Stahlgehäuse und bevorzuge auch Chieftec,
da gefällt mir das CH-09 aus der Smart Serie deutlich besser was meint ihr ob das ähnlich gut ist ?

Chieftec CH-09

http://www.chieftec.eu/images/cases_big/CH-09B-B.jpg

http://www.chieftec.eu/images/high [...] -09_03.jpg

http://www.chieftec.eu/index.php?o [...] Itemid=737

°

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