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Übertaktung und Benchmarks

Im Test: Gigabyte 7970 SOC Windforce 5X mit neuem Lösungsansatz
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Übertaktung mit Luftkühlung

Da der Schwerpunkt des Tests natürlich auf der neu vorgestellten Kühllösung steht, soll diese nun auch beim Übertakten im Vordergrund liegen. Die Umschaltung auf das LN2-BIOS mag sicher für Extrem-Übertakter eine gute Lösung sein, um die bei sehr niedrigen Temperaturen auftretenden Probleme zu umgehen (Cold-Bug-Fix), uns interessiert sie jedenfalls in diesem Artikel nicht. Wir wollen wissen, wie weit man mit den üblichen Mitteln eines Anwenders gehen kann, um sowohl GPU als auch den RAM zu übertakten, ohne Instabilitäten zu riskieren.

Unser Chip ist mit einem ASIC-Wert von 66,7 auf den ersten Blick nicht wirklich die Pracht, schlägt sich aber beim Übertakten recht wacker. Immerhin 1250 MHz bei 1,25 Volt und 1300 MHz bei 1,3 Volt erlauben nicht nur kurzzeitige Benchmarks, sondern sind auch stabil nutzbar für ein Gaming über längere Zeiträume bzw. das Ausführen von Stresstests. Beim RAM enden wir bei 1500 MHz, ab ca. 1550 MHz gibt es sporadische Fehler bis hin zum Einfrieren. Der Betrieb bei 1500 MHz ist jedoch immer stabil möglich.

Wenn man die Spannung auf 1,3 Volt oder mehr anhebt, muss unbedingt das originale Lüfterprofil genutzt werden, da die GPU ansonsten an der 90°C-Marke kratzt. Hier (und auch nur für diesen Zweck) ergibt das sehr großzügig ausgelegte Lüfterprofil ab Werk überhaupt einen Sinn. Für unsere Spiele-Benchmarks und den Stresstest bei 1250 MHz reichte hingegen auch noch auch das Silent-Profil.

Benchmarks im Vergleich

Da wir den Schwerpunkt auf das Kühlsystem setzen und zudem bereits genügend Artikel zur Übertaktung der Tahiti-XT-Karten veröffentlicht wurden, beschränken wir uns nun im Folgenden nur auf einige wenige Benchmarks, die wir bei 1250 MHz mit dem leiseren der beiden Lüfterprofile durchgeführt haben. Zum Einsatz kommt wie immer unser VGA-Testsystem mit dem auf 4,5 GHz übertakteten Core i7 2600K, und wir werden ausloten, ob die weitere Übertaktung überhaupt einen nennenswerten Leistungsschub bringt.

Bei ca. 1100 MHz fanden wir bei verschiedenen Benchmarkdurchläufen eine Grenze, ab der zwar noch weitere Leistungssteigerungen erfolgen, das Verhältnis zwischen gesteigerter Leistungsaufnahme und erzielter Mehrleistung in den Benchmarks aber so schlecht wird, dass Aufwand und Nutzen nicht mehr im Verhältnis stehen. Damit können wir nun auch verstehen, warum Gigabyte die Karte "lediglich" mit 1080 MHz Werkstakt ausliefert. Werte wie 1250 oder gar 1300 MHz sind also möglich, aber kaum noch sinnvoll für einen Dauerbetrieb, wenn man das letzte Quäntchen an Leistung nicht wirklich für die Spielbarkeit oder Benchmarkwettbewerbe braucht.

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  • vonnordmann , 17. Juli 2012 18:09
    Ein sehr schöner und lesenswerter Test mit allerlei Diagrammen belegt einerseits, dass noch Nachbesserungen durchaus noch im Bereich des möglichen liegen und andererseits, dass ihr mal wieder Spaß an dem Test hattet! Großes Lob!
    Die Formulierung im Fazit "... erinnert vor allem unter Last gern und sehr nachdrücklich an Ihre Existenz" ist eine wunderschöne Umschreibung für unüberhörbar laut.
  • Binsenmeier , 17. Juli 2012 18:11
    Ah, schau - die Kommentare gehen! Na da schau an!

    Dann: Erst mal Dank an FormatC für den Test. Das Ding ist ja mal ein Oschi. Kommt das eigentlich in irgendwelchen Mengen in den Handel, oder ist das Gigabytes Vorzeige-Prollkarte?

    Was passiert eigentlich, wenn so ein Lüfter ausfällt? Gibt's dann ein Alarmsignal? Hört man das dann überhaupt, wenn die anderen Lüfter hochdrehen, um das auszugleichen? Und: Wie tauscht man die aus?

    Apropos - kann man die kleine Quirle gegen andere, vielleicht leisere austauschen?

    Und: Warum sollte ich mir so einen (zugegeben geilen) Klopper leisten, wenn der es auch nicht besser (sprich: schneller) kann als die anderen 7970er mit Partner-Kühlung?
  • MortiPCM , 17. Juli 2012 18:23
    Wenn man an die Stecker kommt, gibts schon warscheinlich auch deutlich leisere Alternativen:
    http://geizhals.de/409249
    Sonst muss man die Kabel der neuen Lüfter vieleicht selber löten? Wär mir persönlich aber zuviel Aufwand, außerdem mag ich keine zerstückelten Seitenteile am Case.
    Wenn ich viel Geld in ne Kühllösung stecken will, dann kipp ich Wasser drüber.
  • FormatC , 17. Juli 2012 18:56
    Eigentlich sollte ja das hier statt finden:



    Leider hat die GeForce schon beim voreingestellten Werkstakt von 1,2 GHz die Segel gestrichen. Im Schnitt bis zu 90°C waren am Ende im Dauertest dann wohl doch etwas zu viel. Ohne 1 Stunde stabilen Dauerlauf in einem geschlossenen System lasse ich aber keine Karte auf die Teststation. Dann ging auch noch ein Lüfter komplett kaputt, schade und return to sender. Da hat sich jemand sehr offensichtlich etwas übernommen. Die wenigen brauchbaren Ergebnisse ware jedoch ernüchternd - trotz um fast 200 MHz gesteigertem Basistakt kaum bessere Ergebnisse als die "nur" mit 1111 MHz getaktete kleinere Schwester. Die wiederum war schön leise aber für einen kleinen Wettkampf dann irgendwie nicht schnell genug.

    Deshalb ein Einzeltest.
  • klomax , 17. Juli 2012 20:11
    Danke für die Hörbeispiele.

    25% klingt wie ein weit entlegener Flughafen, die 50% hinter einer Tür zum Rollfeld / im Cockpit.

    Aber wie schon angemerkt wurde, hat dieses System seine stärken. - Wobei bei dieser brachialen Leistungsklasse die Wakü-Variante auch nicht sooo verkehrt ist.^^
  • FormatC , 17. Juli 2012 20:17
    Das PCB hats mir voll angetan. Ich habe selten so eine großzügig und qualitativ hochwertig bestückte Platine gesehen. Das PCB wurde auch für Rekordversuche mit LN2 konzipiert, inclusive LN2-BIOS gegen den Cold-Bug. Wenn mir einer eine passende WaKü dafür scheidert, würde ich mich sogar mal wieder überwinden und Wasser reinlassen. Dumm ist, dass da die Standard-Kühler nicht passen. Interessanterweise sieht die GTX 680 auch mit OC keinen Stich mehr und kommt nur in einigen wenigen Nvidia-geneigten Spielen knapp vorbei.

    Kleines Update von gerade eben:
    Ich konnte die Karte mit Luft und 70% Lüfter auch noch bei 1,35 GHz stabil betreiben - aber die Voltzahl verrate ich keinem :D 
  • echoez , 18. Juli 2012 01:52
    @FormatC
    Habt ihr mal getestet, bei wieviel % die Lüfter anlaufen, vielleicht ist ja im Idle noch mehr Silent, bzw weniger Drehzahlen möglich. Mit ner Idle Temperatur knapp unter 50°C bei ~15% Drehzahl könnte ich gut leben. Bei CB wurde der Kühler auf ner GTX680 vorgestellt, und meine Vermutungen wurden Durch euren Test hier weitestgehen bestätigt. Ich find das Prinzip recht sensationell ;) 
  • FormatC , 18. Juli 2012 05:47
    Ich hatte es im Artikel schon angedeutet, bei ca. 20% ist das kein Problem. Aber selbst dann hört man ein leicht sirrendes, metallisches Geräusch aus den Lagern. Weiter runter gehts mit dem BIOS nicht.
  • h0scHi , 18. Juli 2012 13:33
    Schöner Test und geiles Brett! Wäre ich nicht schon versorgt und würde es Wasserkühler dafür geben würde ich zuschlagen.
  • Techniker Freak , 18. Juli 2012 16:11
    1,35GHz sind wirklich nett. :D 
    Wenn du dich für ein Weilchen von der Karte trennen kannst dürfte sich auch jemand finden der dir einen Kühler bastelt.
  • FormatC , 18. Juli 2012 16:20
    Eher baue ich hier eine Vitrine mit Beleuchtung und stelle meine Schätzchen rein. :) 
  • derGhostrider , 19. Juli 2012 20:47
    Schönes Board, schöne Bauteile, aber für meinen Geschmack schlicht und ergreifend einfach zu laut. Vor allem zu hochfrequent/metallisch.
    Aber neue Wegen muß man auch einfach mal gehen, selbst wenn das Ergebnis halt nicht perfekt ist. Vielleicht bringt es andere Kühllösungen hervor, die davon gelernt haben.

    Bei der Frontplatte: Wirklich brüniert? Auf den ersten Blick hätte ich auf eloxiert oder so getippt.
  • FormatC , 19. Juli 2012 21:11
    Hast recht, das Ding ist doch nicht magnetisch, gerade nochmal tetestet. Ich hatte letzte Woche das Gefühl, dass das dünn gewalztes Stahlblech ist, irgendwas haftete da dran, als ichs auseinander geschaubt hatte. Bei Alu macht eine Brünierung ja keinen Sinn :) 
  • FehlZuendung@guest , 19. Juli 2012 22:40
    Im Test habt ihr der Kühllösung Crossfire-Tauglichkeit bescheinigt. Das hat mich auf folgenden Gedanken gebracht: Was wäre, wenn man 2 dieser Karten hernimmt und ohne Abstand zueinander einbaut. Das Bild, das ich danach im Kopf hatte, führte mich sofort zur Frage, ob die 8 nebeneinander liegenden Lüfter (exklusive der beiden leicht nach innen versetzten) mit ihren putzigen Schäufelchen nicht gegen zwei 80mm-Lüfter ersetzt werden könnten. Diese bräuchten dann ein paar tausend U/min für den gleichen Volumenstrom und sind dabei vielleicht nicht gleich so laut, dass sie noch im Nebenzimmer zu hören sind ;) 

    Das schreit nach einer Test-Fortsetzung!
  • FormatC , 20. Juli 2012 05:32
    An dieser Rechnung stört eines:
    Es wird kaum möglich sein, eine zweite Karte aufzutreiben, die Teile sind so stark limitiert, dass man diesen Test leider nicht machen kann. Ich habe übrigens mit der Kühlkonstruktion vom Peter mal versucht, durch darüber angebrachte große Lüfter eine andere Absaugung zu kontruieren - das wird nichts, weil zu wenig Ansaugdruck ensteht.
  • Crass Spektakel , 21. Juli 2012 14:14
    Kleine Lüfter haben bei mir den Ruf schnell zu versterben.

    Sind die Dinger wenigstens einfach austauschbar?
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