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Hat das iPhone-Outing ein Nachspiel für Gizmodo?

von - quelle: Tom's Hardware DE

Der Durchsuchungsbefehl.

Es schien wie der perfekte "Scoop", die geniale Exklusivberichterstattung. Irgendwie hatte es Gizmodo geschafft, einen Prototyp von Apples nächstem iPhone in die Hände zu bekommen - kein kleines Kunststück, grenzen Apples Sicherheitsvorkehrungen doch eigentlich schon an Paranoia. Nach und nach klärte sich das Ganze auf, und wie sich herausstellte, war wohl der Alkohol schuld. Nach dem Genuss von (zu viel?) deutschem Bier hat ein Apple-Angestellter den Prototyp wohl in einer Bar vergessen, wo jemand das iPhone fand und einsteckte. Von dort ging es dann weiter an den Tech-Blog Gizmodo, und wie es heißt, habe man dafür auch Geld gezahlt.

Genau das wird Gizmodo nun wohl zum Verhängnis. Wie AppleInsider berichtet und Gizmodo selbst bestätigt, stand gestern die kalifornische Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür von Jason Chen, der die Berichte veröffentlicht hatte. Die Beamten beschlagnahmten Chens sämtliche Computer und (legitime) Testgeräte. Wie es aussieht, wird die iPhone-Episode nun ein juristisches Nachspiel für Gizmodo und Chen haben.

Apple scheint jedenfalls rechtliche Schritte eingeleitet zu haben, nachdem man zur Rückgabe des Gerätes aufgefordert hatte. Gizmodo hatte zwar immer darauf beharrt, die Berichterstattung sei legitim, da der Prototyp „gefunden“ worden sei. Apple und offenbar auch die kalifornische Justiz sehen das aber anders. Da Gizmodo für das iPhone Geld gezahlt habe, sei eine Straftat begangen worden, nämlich der Kauf/Verkauf von gestohlenen Gegenständen. Gizmodo hätte wissen müssen, dass es sich um Apples Eigentum handelt.

Dort wiederum beteuert man, der Finder habe zuerst Apple kontaktiert, doch die Firma habe nicht reagiert. Erst dann sei er an Gawker Media, die Mutterfirma von Gizmodo, herangetreten und habe das Smartphone angeboten. Außerdem habe man den Prototyp inzwischen an Apple zurückgegeben. Das stimmt zwar, zuvor hatte man aber auch diverse Meldungen über das iPhone verfasst und es sogar auseinander genommen. Insofern hinterlassen die Unschuldsbeteuerungen einen schalen Beigeschmack.

Wie dem auch sei: Gawkers Anwältin legt Widerspruch gegen den Durchsuchungsbefehl und dessen Ausführung ein, weil er sich nicht an geltendes Recht gehalten habe. Auch für Blogger gelte ihrer Meinung nach der Quellenschutz, den Journalisten genießen. So sehen es scheinbar auch viele andere Blogger. Ob sich dieser Schutz aber wirklich auch auf Profi-Blogger bezieht und auf gestohlene Gegenstände erstreckt, wird noch zu klären sein. Die Story geht also weiter.

Quelle: www.dilbert.com

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen. So gibt es im Gizmodo-Forum schon erste Reaktionen, und auch Dilbert hat dem Vorgang zwei Comics gewidmet.

Quelle: Gizmodo ForumQuelle: Gizmodo Forum

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bluray 27/04/2010 13:46
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Tja... was soll man sagen. Das hätte ich von Apple nicht erwartet. Abgesehen davon, dass das Gerät einen gewissen Must-hve-Faktor hat, und die Vorfreude nun bei einigen iPhone-Nutzern gross ist, ist der Beliebtheitsgrad von Apple durch solch Negativpublicity sicher nicht positiv beeinflusst worden.

Okay, Apple wollte das Gerät geheimhalten und zu einer Präsentation im Juni(?) vorstellen. So what. Immerhin hat Apple jetzt noch Zeit, einige Verbeserungen aufgrund der Kritikpunkte vorzunehmen.

Viel schlimmer hätte ich gefunden, wenn das Gerät schwarz nach Fernost verkauft worden wäre, wo man dann alsbald aufgrund des Prototyps noch vor Release des iPhone 4G eine perfekte Kopie hätte anfertigen können!

DA hätte Apple wesentlich mehr Schaden erlitten. Aber naja, das Recht ist auf dessen Seite, der es sich definitiv leisten kann, denn wenn Apple da mit einem Staraufgebot von 100 Anwälten anrückt, dann sieht auch ein Verlagshaus, welches Gizmodo beherbergt, kein Land mehr.

Amerika... das Land der unbegrenzten Möglichkeiten...

dabiggy 27/04/2010 13:53
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Den Verkauf von gefundenem Eigentum und der Kauf der Hehlerware ist nicht rechtens, okay.. Auch das Journalisten eine Strafbefreiung bekommen sollten ist nicht richtig, jedoch wird das ganze zu heiß gekocht...

Da Gizmodo das iPhone zurück gegeben haben und (hoffentlich ohne Sachbeschädigung) das Phone zerlegt haben, sollte das ganze mit einer kleinen "Aufwandsentschädigung" von ein paar 1000 EUR abgegolten sein und nicht die ganze Strafverfolgung der Staatsanwaltschaft...

benkraft 27/04/2010 14:01
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Ich weiß nicht. Als Journalist finde ich das Vorgehen von Gawker/Gizmodo einerseits schmierig (Alles für die Story) und andererseits scheinheilig ("Wir wussten es nicht besser. Außerdem sind wir Journalisten und dürfen das, weil Regeln für uns nicht gelten.")

Keiner kann mir erzählen, dass in der Redaktion keinem klar war, dass es sich um ein gestohlenes Gerät gehandelt hat. Das ist ein TECH-BLOG! Wenn da irgendwo Apple Confidential draufsteht oder Ähnliches, dann weiß doch gerade DIESE Gruppe bescheid.
Wer gestohlene Ware kauft, macht sich nun mal strafbar. Ich gehe doch auch nicht auf Acers oder HPs oder Dells Pressekonferenzen, stecke ein Notebook ein und erzähle dann was darüber. Oder verkaufe es weiter. (Und nicht nur, weil die da angekettet sind ;) )

Ich traue mich nicht mal, so wie Dilbert dem Finder einen Vorsatz zu unterstellen. Aber selbst wenn nicht: Wenn er es nicht wusste, dann muss den guten Leuten bei Gizmodo klar gewesen sein, dass sie sich strafbar machen oder zumindest auf seeeehr dünnem Eis bewegen. Dafür haben sie auch eine Rechtsabteilung....

Ich halte Apples Reaktion weder für unerwartet noch für übertrieben. Zwei Gründe:
1 - es ist ein Prototyp, und durch die Veröffentlichung hat man im Prinzip Geschäftsgeheimnisse preisgegeben.
2 - durch die Veröffentlichung kann es sehr wohl auch zu konkretem wirtschaftlichem Schaden für Apple kommen, weil sich viele nun entscheiden könnte, auf das "viel coolere, bessere, schnellere" iPhone 4G zu warten.

Insofern kann ich dir leider nicht zustimmen, bluray.

dabiggy 27/04/2010 14:22
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In der Argumentation kann ich Ben zustimmen, bis auf den letzten Absatz der "ich warte auf das Coolere..."

Ich bin eigentlich ein Anti-Applefan, der Browser und der Akku sind die Minuskriterien, bei denen ich sage: nein danke, ich warte auf etwas "besseres"... Da jedoch der Akku nun größer ist und ein paar äußerliche Dinge verbessert wurden (mehr Tasten) und ich hoffe, dass ich einen Tag OHNE laden auskomme (in einer Weiterbildung waren JEDEN Tag 3-4 Steckdosen mit iPhones belegt, auch das nicht übertrieben), plane ich sogar mir ein stIlePhone zuzulegen...

Sollte nun doch noch der Akku austauschbar sein, denke ich mir, dass ich diesmal mal kein Nokia hole bei der Vertragsverlängerung..

Kurz: Der Prototyp hat mich eher Richtung "Pro" iPhone gebracht statt auf "Contra"...

Und jeder schlaue User wartet jetzt noch die 3 Monate um sich ein iPhone zuholen und nicht das 3GS, oder? ;)

bluray 27/04/2010 14:53
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@benkraft:
Okay, ich gebe Dir recht, dass das Offerieren von dem IPhone 4G dem Absatz des 3G S durchaus schaden kann. Das wollte ich auch nicht schönreden. Aber insofern ist ja schon allgemein bekannt, dass das 3GS durchaus Schwächen hat und auch heute noch manchen Fan vom Kauf abhält.

Ob Apple also nun 3 Monate hier Schweigen hält und nix sagt und die Leute keine 3GS kaufen oder es nun bekannt ist, dass ein 4G rauskommt und der Hype auf dieses Gerät aufgrund der vielen Vorzüge (und ja, auch ich finde irgendwie Gefallen an dem Gerät, trotz dass ich Apples Software-Gängelung nicht ganz so gut finde!), megagross ist und daher auch die Leute deswegen kein 3GS holen werden, ist für mich gleichwohl.

Eine Parallelität lässt auch die Musikindustrie erkennen. Der Raubmordkopierer, der sich einen Song runtergeladen hat, wird auf etliche 1000 Dollar verklagt, weil er sich das Lied für lau beschafft hat. Die MI geht davon aus, dass derjenige den Song durchaus gekauft hätte, wenn er esm nicht hätte runterladen können... - FALSCH! Er hätte es einfach garnicht gekauft!

So oder ähnlich lässt sich das aus meiner Sicht auf das 3GS in Relation zum nun bekannten 4G anwenden.

Gut, ich meine, dass es sicher auch Leute gibt, die unbeirrt dessen sind und sich ein 3GS kaufen, weil sie auf das 4G nicht warten wollen (oder es zu teuer sein wird), aber den Look'n'Feel eines Apple-Geräts haben wollen.

Von daher kann ich den immensen Verlust für Apple, den Du durch diese Aktion voraussagst, nicht ganz nachvollziehen. Aber vielleicht sehe ich das einfach zu leicht in der Wirtschaft...

daimonion81 27/04/2010 14:58
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@dabiggy: Eure beiden letzten Absätze sagen das gleiche aus...

Danke für die News, fand ich sehr interessant.

Pascha 27/04/2010 15:15
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Ob das nun rechtens ist, das die sich ein IPhone gekauft hamn aus ner dubiosen Quelle um darüber zu berichten, unsere Bundesregierung ne CD kauft mit Steuersünderdaten, Paparazis Promis Jagen oder auch nur Erlkönige um die Pics dann an Verlage zu verhökern....
Irgendwie ist das alles einfach nur immer Auslegungssache des jeweils Stärkeren in der Hackordnung.

benkraft 27/04/2010 17:40
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Ob das, was die Regierung macht, rechtens ist, kann ich nicht einschätzen und steht mir nicht zu beurteilen zu.

Die Erlkönige am Nürburgring sind nach meiner Meinung nicht vergleichbar, weil jeder Hersteller weiß, dass die Fotografen dort lauern. Anders: Die Autofirmen gehen ja mit Absicht in die "Öffentlichkeit" damit.

Das iPhone hätte gar nicht erst aus dem Apple-Gelände herausgetragen werden dürfen, ist es aber. Dann hat es der Ingenieur halt liegen gelassen, und der Rest ist Geschichte.
Anders wäre es, hätte ein Fotograf mit einem Super-Tele den Prototypen vom Zaun des Apple-Campus aus aufgenommen und spekuliert.

Um den Nürburgring-Vergleich zu bemühen: Das ist, als wäre der Testfahrer nach der abgeschlossenen Runde in sein Stammlokal gefahren und hätte die Schlüssel dort liegen gelassen. Jemand findet die, denkt sich "Cool, ich wollte schon immer Maserati fahren" und düst mit der Karre los. DANN verhökert er sie an AutoBILD oder so. (Und die nehmen die Karre auseinander und erklären der gesamten Welt, inklusive der Konkurrenz, was unter der Haube steckt).

DAS ist mit dem iPhone passiert.

Techniker Freak 27/04/2010 18:37
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@benkraft
Hattet ihr nicht mal vor Jahren den Prototypen einer Intel CPU getestet?
Den hatten sie euch doch auch nicht freiwillig geschickt, erstmal an die eigene Nase fassen, ihr habt es auch getan ;)

Allerdings hätten die cleverer vorgehen können.
Hätte gizmodo den Artikel fertig gemacht und am Ende die Frage gestellt: "Apple habt ihr vielleicht was verloren?"
Dann wären sie vermutlich sauber aus der Sache rausgekommen.

benkraft 27/04/2010 19:37
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Techniker Freak :
@benkraftHattet ihr nicht mal vor Jahren den Prototypen einer Intel CPU getestet?



Öhm, kann sein, dass das vor meiner Zeit war? Sag mal welche du meinst, dann kann ich was dazu sagen. Derweil bereite ich meine Nase aber schon mal auf das Schlimmste vor. :) ;)

anonymous 27/04/2010 21:50
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Stimmt, kann mich auch noch dran erinnern das da ne Cpu über Ebay besorgt wurde.

jean luc bizarre 28/04/2010 01:20
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Sie habens ja nicht selbst geklaut, sondern nur "gefundene" Ware gekauft Das ist maximal Hehlerei. Gizmodo hat sicherlich für das Iphone4 keine NDA (oder wie auch immer das heißt) unterschrieben von daher dürfen sie es auch veröffentlichen was sie da sehen. Ein deutscher Staatsbürger kann zufällig gefundene Berichte über israelische Atomwaffenprogramme auch an die "Times" weiterleiten und begeht damit KEIN Hochverrat (ein israelischer schon). Das man brisante Informationen kauft, ist auch nichts sonderlich neues oder verwerfliches. Ohne gäbe es wohl keinen investigativen Journalismus.

Wie gesagt, man darf durchaus Betriebsgeheimnisse veröffentlichen solang man nichts gegenteiliges unterschrieben hat (also in diesem Fall Mitarbeiter von Apple oder Zulieferer etc ist)
Wo kämen wir denn dann auch hin?
Schlimm genug, dass Apple verbietet am EIGENEN Iphone ein alternatives OS zu installieren. Wenn man es dennoch tut, kann es passieren dass das Gerät nach dem nächsten Update den Funktionsumfang eines Ziegelsteins besitzt.
Vllt verbietet Apple demnächst auch das Öffnen des Gerätes nach dem Erwerb, damit auch ja niemand sehen kann welche Hardware dort verbaut ist.

benkraft 28/04/2010 08:00
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@Jean Luc - Du hast mit einigen Punkten schon Recht, zB NDA. Die parallele zu den Staatsbürgerschaften finde ich nicht ganz anwendbar.

Zitat :
Das man brisante Informationen kauft, ist auch nichts sonderlich neues oder verwerfliches. Ohne gäbe es wohl keinen investigativen Journalismus.


Wirklich? Ich bekomme bessere Informationen, weil ich etwas geklautes Kaufe? Ich räume zwar ein, dass bei manchen Informanten Geld die Zunge lockert. Aber darin sehe ich eben auch das Problem des "SCheckbuch-Journalismus", wie Denton ihn nennt. Sagt dir der Name Kujau etwas? ;) Für Geld erzählen dir Leute halt genau das, was du hören willst.... Du beeinflusst also deine eigene Quelle.

Zitat :Sie habens ja nicht selbst geklaut, sondern nur "gefundene" Ware gekauft Das ist maximal Hehlerei.


Dazu habe ich oben schon was geschrieben. Und "maximal Hehlerei" ist schon arg verharmlosend, findest du nicht? Hört sich an wie "nur eine kleine Straftat".

Zitat :Schlimm genug, dass Apple verbietet am EIGENEN Iphone ein alternatives OS zu installieren.


Ist doch bei vielen anderen Geräten nicht anders. Welcher andere Handy-Hersteller erlaubt dir denn, eine andere Firmware drufzuflaschen? HTC? Nokia? RIM?

toudoku 28/04/2010 09:29
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Hier werden wohl ein paar Dinge ziemlich heftig durcheinandergebracht. Der Prototyp wurde nicht gestohlen. Er ist also eine Fundsache. Der Finder hat zunaechst Apple kontaktiert und Apple hat nicht darauf reagiert. Was sollte er also damit machen? Etwa zur Polizei gehen und denen erzaehlen, dass Aufgrund des Desinteresses des urspruenglichen Besitzers die Staatsgewalt die Ruecknahme des Funstuecks durchsetzen muesste?

Dieses Geraet dann einer Seite wie gizmodo anzubieten, erscheint mir nur logisch. Der Finder hatte keinerlei Vereinbarung mit Apple, die ihn zum Schweigen verpflichtet haette. Und das Informationen auch bares wert sind, ist allen wohl klar. So zu tun, als ob es etwas schlechtes waere, aus der Situation einen gewissen finanziellen Vorteil zu schlagen und den Finder auch noch als Dieb hinzustellen, ist einfach nur scheinheilig.

aarfy 28/04/2010 09:46
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Na ja so richtig geschickt war das von denen nicht. Sie wollten ja nur über das Gerät berichten, dass sie es niemals behalten dürfen sollte denen ja klar gewesen sein.

Hätten die dem „Finder“ das Geld gegeben damit sie sich das Gerät anschauen dürfen, und es sich nicht auf diesem Wege angeeignet wäre weder das eine („finden + zeigen“) noch das andere („zeigen lassen“) eine Straftat. Der Finder hätte das Gerät im Anschluss wieder an Apple zurückgegeben und fertig.
Da hätten die sich eine Menge Ärger sparen können.

benkraft 28/04/2010 10:22
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@toudoku - ich weiß ja nicht, aber hätte der Finder nicht einfach in der Bar, in der er das Telefon gefunden hat, seine Kontaktdaten hinterlassen können? Der Ingenieur hat dort nämlich wiederholt angerufen und gefragt, ob es jemand gefunden hat. DESHALB riecht es für mich einfach nach Opportunismus.
Und deshalb finde ich Gizmodos Einstellung scheinheilig, wie ich oben schon ausgeführt habe.

jean luc bizarre 28/04/2010 13:01
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@ benkraft: Natürlich hätte der Finder eigentlich die Kontaktdaten hinterlassen müssen, besser noch: er gibt das Handy einfach an der Bar ab.
Ich hätts wahrscheinlich sogar gemacht, da mich an sich das Iphone einfach überhaupt nicht interessiert und ich nicht einmal gecheckt hätte das das Ding nen Prototyp sein soll. Sieht doch genauso aus wie die anderen: rund und tuffig :-)
Der Vergleich NDA und Staatsbürgerschaft war eigentlich nicht gewollt, sondern eher der Vergleich zwischen Mitarbeiter einer Firma und Staatsbürgerschaft. Sorry wenn ich mich da ein wenig unverständlich ausgedrückt habe.
Und Hehlerei ist im Vergleich zu dem, was den Jungs vorgeworfen wird wirklich "harmlos".
Das es auf den meisten Handys verboten ist alternative OSs zu installieren ist mir auch klar, jedoch wird meine Aufregung dadurch nicht kleiner, immerhan ist es mein Gerät und ich habe dafür bezahlt. Was ich damit mache ist wohl meine Sache, da kann man mir es eigentlich nicht verbieten.
Das man mit Geld für Informanten auch gerne mal falsche oder beeinflußte Infos kauft ist klar, oftmals werden aber auch nur "gefundene" Dokumente gekauft und das ist ja wohl in Ordnung. Wenn man sich immer nur auf das verlassen würde, was Unternehmen und die Administrative freiwillig sagt, würden wir wohl verdammt in der Patsche sitzen.

Und ja, es ist durchaus etwas schmierig und scheinheilig zu behaupten, dass sie ja von nichts wussten, niemanden erreicht haben etc. Besser wäre es wohl gewesen von anfang an zu behaupten: "Jungs, wir haben euer Iphone, da haben wir mal reingeschaut" Wenn ihr was dagegen habt sagt es uns, dann bekommt ihr es wieder - der Artikel geht trotzdem raus. Beschwert euch nicht, denn wir haben das Ding nicht mitten im Suff irgendwo liegen lassen."

Abgesehen davon glaub ich immernoch an eine groß angelegte PR-Kampagne.

Pascha 30/04/2010 12:43
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Das mit der Staatsbürgerschafft ist aber ne interressante Geschichte.
Wäre Gizmodo z.B ne Chinesische Seite und das Teil wäre auf unerklärliche Weise, von ner Apple Produktionsstädte dort in deren Hände gelangt, glaube ich kaum, daß sie da ähnlich reagieren hätten können.

cryinmax 30/04/2010 16:07
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kommt denn eigentlich außer mir keiner auch nur auf die idee, dass das "virales marketing" von apple für das nächste iphone sein KÖNNTE!

ich behaupte ja nicht steif und fest, dass es so ist, aber es ist ne saubillige methode, werbung für das ding zu machen.

denn in allen möglichen foren usw. wird über eben diesen vorfall gesprochen und apple ist mit dem neuen produkt mal wieder in aller munde.

der vorfall wird apple im nachhinein definitiv mehr nutzen als schaden, von daher sollte man sowas nicht unbedingt ausschließen.

Pascha 03/05/2010 11:32
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Doch natürlich.
Das ist schon mehreren aufgefallen und auch im Fernsehn kam am WE ne Reportage darüber.
Da wurde dann auch ein Marktforscher zu Rate gezogen, der klar gesagt hat. Das ne Kampagne in ahnlichem Umfang locker im 2stelligen Millionenbereich wäre.

Allerdings wenn es Marketing wäre, würde sich Apple damit auch strafbar machen.
Wegen vortäuschung einer Straftat.

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