Schwere Lücke in Googles Webmailer
Erneut macht Petko Petkov von sich reden: Er deckt regelmäßig Sicherheitslücken auf und will nun ein schweres Leck in Googles Gmail entdeckt haben.
Laut Petkov wiegt das Sicherheitsleck besonders schwer, da vom Gmail- beziehungsweise Googlemail-User nur wenig zu tun ist, um in die Falle zu tappen. Er muss lediglich bei Gmail eingeloggt sein und zugleich mit demselben Browser — etwa als weiterer Tab in Firefox — eine speziell präparierte Seite öffnen.
Beim Aufruf der Webseite wird dann ein so genanntes multipart/form-data POST ausgeführt, das einen Gmail-Filter in die Filtersammlung des Opfers einfügt. Wer sich bereits ein wenig mit den Gmail-Filtern beschäftigt hat, weiß, dass dies einem Super-GAU gleichkommt: Von Weiterleitungen aller Mails an die Adresse der Angreifer bis hin zum Löschen von Nachrichten ist je nach Filtertyp alles möglich.
Wie bereits bei früheren Lecks gibt Petkov nicht genau an, wie das Leck funktioniert, um keine Trittbrettfahrer anzulocken (siehe auch THG-Meldung »Vorsicht beim Öffnen von PDFs mit Acrobat«). Im Blog www.gnucitizen.org informiert er nur über die Lücke.
Der Trick soll mit allen Browsern funktionieren. Wer bereits jetzt auf Nummer sicher gehen will, der sollte mit Firefox surfen und das Add-On »NoScript« nutzen. Es erlaubt die Ausführung von Scripts aller Art nur bei (vertrauenswürdigen) Sites nach Wahl des Anwenders. Freilich können Scripts bei allen Browsern auch komplett ausgeschaltet werden — was den Surf-Komfort jedoch deutlich mindert.
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