Google erzielt mit Nexus 7 nur marginalen Gewinn

Vor dem Marktstart hatte Google erklärt, dass die Gewinnspanne am Nexus 7 äußerst gering ausfallen würde. Dieser Behauptung sind die Kollegen von Techinsights und Fudzilla nachgegangen und haben sich das erst Ende des letzten Monats vorgestellte Android-Tablet genauer angeschaut. Nachdem die Analyse der Komponenten der acht Gigabyte-Version abgeschlossen war, kamen auch sie zu dem Ergebnis, dass das Suchmaschinenunternehmen sein Tablet quasi zum Selbstkostenpreis anbietet.

Google verlangt für die Version mit acht Gigabyte internem Speicher 199 US-Dollar. Die Analyse ergab, dass sich die Kosten der jeweiligen Ersatzteile allein schon auf 184 US-Dollar summieren. Innerhalb der Kalkulation wurden daher auch noch nicht die Kosten für Forschung, Entwicklung, Herstellung, Marketing und Verpackung, sowie ein dem Gerät beiliegender 25 US-Dollar-Gutschein für den Play Store berücksichtigt. Somit wird deutlich, dass Google mit jedem verkauften Tablet in der oben genannten Version sogar rote Zahlen schreibt.

Einen Gewinn sollte der Hersteller allerdings mit seinem 16-Gigabyte-Modell erzielen können, dass für 249 US-Dollar angeboten wird. Da der zusätzliche interne Speicher Schätzungen der Kollegen von Techinsights zufolge lediglich um die acht US-Dollar liegt, ansonsten beide Geräte aber baugleich sind, fällt für Google unterm Strich mehr ab. Es bestätigt sich daher, dass man bei Google auf das gleiche Konzept setzt, das beim Konkurrenten Amazon offensichtlich von Erfolg gekrönt ist. Der Gewinn wird beim Online-Händler bekanntermaßen durch die im Anschluss an den Kauf folgenden Online-Käufe von Musik, Büchern, oder sonstigen Inhalten erzielt. Die Zeit wird zeigen, ob dieses Konzept auch für Google aufgehen wird.

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1 Kommentar
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  • 8GB zusätzlich kosten Google wohl kaum 8 Dollar. Wohl eher die gesamtem 16 GB kosten 8 Dollar.
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