Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Kartellbeschwerden gegen Google

von - quelle: Tom's Hardware DE

Deutsche Verleger sind in Sachen Google weiter umtriebig: Um von den Einnahmen des Internet-Giganten zu profitieren, haben sie und weitere Unternehmen Beschwerde beim Bundeskartellamt eingelegt.

Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Google eingereicht haben der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Verband Deutscher Zeitungsverleger (VDZ) sowie die Microsoft-Tochter Ciao und der Kartendienstanbieter Euro-Cities. Die Verbände wollen von Googles Einnahmen profitieren und Fordern eine Entschädigung für die Anzeige verlinkter Artikel auf Goolges News-Portalen. Außerdem soll die Auflistung der Suchergebnisse transparenter gemacht werden. »Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden«, wird ein BDZV-Referent in diversen Medien zitiert.

Verscherzen wollen es sich die deutschen Verleger aber deswegen nicht mit dem Suchmaschinen-Riesen: »Uns ist bewusst, dass wir Google brauchen und dass es gute Geschäftsbeziehungen gibt«, so Hans-Joachim Fuhrmann vom BDZV, gegenüber dem Tagesspiegel, »aber gerade unter Geschäftspartnern muss es möglich sein, auch Probleme aufs Tapet zu bringen«. Kritik dieser Art weist Google zurück: An »Publisher« hätte man 2009 4,2 Milliarden Euro gezahlt, heißt es etwas unkonkret. Außerdem ist Google laut Sprecher Kay Oberbeck »natürlich gern bereit, dem Bundeskartellamt unsere Produkte und Geschäftspraktiken zu erklären, und wir sind davon überzeugt, dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen«.

Bei den Beschwerden von Ciao und Euro-Cities ebenfalls ums Geld, die Hintergründe sind aber andere: Euro-Cities, unter anderem Betreiber der Stadtplandienst-Sites, hat etwas dagegen, dass Google-Maps Karten kostenlos anbietet. Und bei Ciao geht es um den Vertrag mit Google: Die Verbraucher-Community ist nach der Vereinbarung mit Google von Microsoft übernommen worden. Der Software-Hersteller geht nun davon aus, dass Google mit AdSense die Werbe- und somit die Einnahmemöglichkeiten von Ciao stört.

Dass es ein Verfahren des Bundeskartellamts gegen Google geben wird, ist bereits sicher, und zwar wegen des Vertrags mit Ciao. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, hat Google damit gedroht, Verhandlungen zur Verlängerung des Werbevertrags abzubrechen – während Microsoft die Erneuerung des Abkommens wohl dazu nutzen will, um an den Modalitäten zu drehen. Laut Wiwo könnte Googles Reaktion gegen das Kartellrecht verstoßen. §21 Abs. 4 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) verbietet es nämlich, einem anderen wirtschaftlichen Nachteil zuzufügen, weil dieser ein Einschreiten der Kartellbehörde beantragt oder angeregt hat.

Verlinken:
5
Kommentare
X
Abschicken

Kommentare
Kommentar absenden
metal_alf 19/01/2010 13:07
Ausblenden
-1+

Da seh ich nur eine Lösung für Gooogle, die Kläger aus dem Index werfen! Für die 0 8 15 Benutzer dieser Welt existiert eine Page nicht wenn Sie nicht bei Google gelistet ist! Mal schauen wie lange die Klage dann noch laufen würde!

bigreval 19/01/2010 15:18
Ausblenden
-3+

"Euro-Cities, unter anderem Betreiber der Stadtplandienst-Sites, hat etwas dagegen, dass Google-Maps Karten kostenlos anbietet"

Ja nun, die Kaufen bzw. machen die Karten selber, jeder von metal_alf genannten 0815 Usern ist froh das Material kostenlos nutzen zu können.

Mir fällt da nur eine Aussage zu ein: Euro-Cities, heult doch!!!

fragger 19/01/2010 15:26
Ausblenden
-1+

@ metal_alf: Dann lies dir den letzten Satz nochmal durch... das würde Google vermutlich sehr teuer zu stehen kommen

Denken 19/01/2010 16:18
Ausblenden
-3+

Google beim Patentamt anschwärzen wegen der eigenen Inkompetenz. Wann meldet sich die Fritten Bude von um die Ecke gegen McDonalds zu Wort?

metal_alf 20/01/2010 08:48
Ausblenden
-0+

fragger :
@ metal_alf: Dann lies dir den letzten Satz nochmal durch... das würde Google vermutlich sehr teuer zu stehen kommen



Dann lies Mal den ganzen Abschnitt! Da geht es um Vertragsverhandlungen bei denen Google denen einen Nachteil verschaffen könnte. Wenn Google aber die Seiten aus dem Index nimmt, dann tut Sie ja dass, was die Kläger wollen!!! Schliesslich wollen die ja nicht das Google deren "hochqualitäts-Artikel" Gratis verlinkt bzw. mit Eigengewinn verlinkt!

Aber eigentlich ist es ja eine WIN-WIN Situation, die Seiten werden bekannter bekommen mehr Hits wenn Sie bei Google gelistet werden und Google macht mit den Werbungen gewinn. Wenn nun die Seiten halt ein so übles Konzept haben und selber nicht genug Gewinn machen dann ist das doch einfach nur deren Problem und nicht Googles! Sonst müsste man auf der eigenen Seite für jeden Link zahlen!!

Beste Angebote

Newsletters


OK